Die vorliegende Arbeit greift die vermeintlichen programmatischen Überschneidungen der AfD und der Linken bezüglich der deutschen Russlandpolitik auf und setzt sich zum Ziel, die außenpolitischen Positionen beider Parteien systematisch zu untersuchen und miteinander zu vergleichen. Die Forschungsfrage, die in diesem Kontext beantwortet werden soll, lautet: Bündnis der Ränder zu Gunsten Putins? Inwieweit überschneiden sich die außenpolitischen Positionen der AfD und der Linken in Bezug auf die deutsche Russlandpolitik seit 2014?
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Historischer Kontext
3. Methodik
4. Analytischer Teil
4.1. Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2015)
4.2. Ergebnisse für die AfD
4.3. Ergebnisse für Die Linke
4.4. Vergleich der Ergebnisse für AfD und Die Linke
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die außenpolitischen Positionen der AfD und der Linken in Bezug auf die deutsche Russlandpolitik seit 2014, um mögliche programmatische Überschneidungen zwischen den politisch entgegengesetzten Parteirändern zu identifizieren und zu vergleichen.
- Systematische Analyse von Bundestagsanträgen der AfD und Linken (2014–2021).
- Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
- Identifikation und Kategorisierung von Forderungen zur Sanktionspolitik.
- Untersuchung von Gemeinsamkeiten und Differenzen in der sicherheits- und wirtschaftspolitischen Ausrichtung gegenüber Russland.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die Alternative für Deutschland (AfD) und Die Linke besetzen die gegenüberliegenden Ränder des parteipolitischen Spektrums in Deutschland. Ungeachtet des tiefen ideologischen Grabens, der beide Parteien voneinander trennt, klingen deren außenpolitische Positionen zum Teil erstaunlich ähnlich. Vor allem in Fragen der Russlandpolitik positionieren sich beide Gruppierungen konträr zum weitgehenden Konsens der restlichen Parteien im Bundestag. So heißt es im Grundsatzprogramm der AfD, „das Verhältnis zu Russland ist für Deutschland, Europa und die NATO von maßgeblicher Bedeutung, denn Sicherheit in und für Europa kann ohne Russlands Einbindung nicht gelingen“ (AfD 2016: S.31). Verbunden mit der Aussage: „wirtschaftliche Sanktionen halten wir grundsätzlich für falsch“ (AfD 2016: S.68) offenbart sich hier eine deutliche Kritik an der Russlandpolitik der Bundesregierung. Auch im Magdeburger Parteibeschluss der Linken vom 28. Mai 2016 heißt es, die Beziehungen zu Russland müssten „dringend wieder verbessert werden“ (Die Linke, 2016a). Die Partei setzt sich für eine gute Nachbarschaft mit Russland ein und fordert in diesem Zusammenhang: „Alle politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland sind aufzuheben“ (Die Linke, 2016a).
Die vorliegende Arbeit greift die vermeintlichen programmatischen Überschneidungen der AfD und der Linken bezüglich der deutschen Russlandpolitik auf und setzt sich zum Ziel, die außenpolitischen Positionen beider Parteien systematisch zu untersuchen und miteinander zu vergleichen. Die Forschungsfrage, die in diesem Kontext beantwortet werden soll, lautet: Bündnis der Ränder zu Gunsten Putins? Inwieweit überschneiden sich die außenpolitischen Positionen der AfD und der Linken in Bezug auf die deutsche Russlandpolitik seit 2014?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung umreißt die Ausgangslage, in der sich die konträren Ränder des Parteienspektrums in Bezug auf ihre Russlandpolitik überraschend ähnlich positionieren, und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen seit 2014, insbesondere unter dem Eindruck der Annexion der Krim und der Sanktionspolitik der EU.
3. Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen erläutert, welches auf der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert, um die Bundestagsanträge systematisch auszuwerten.
4. Analytischer Teil: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier detailliert für die AfD und die Linkspartei dargestellt und anschließend im direkten Vergleich einander gegenübergestellt.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfrage und fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die erstaunlichen Parallelen zwischen AfD und Linker zusammen.
Schlüsselwörter
Russlandpolitik, AfD, Die Linke, Sanktionen, Bundestagsanträge, Qualitative Inhaltsanalyse, Mayring, Außenpolitik, Parteienforschung, Ostukraine, Krim, Sicherheitspolitik, deutsch-russische Beziehungen, Wirtschaftsbeziehungen, Parteiränder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundlegend in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, ob und wie stark sich die außenpolitischen Forderungen der AfD und der Linken in Bezug auf Russland seit dem Jahr 2014 überschneiden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung konzentriert sich schwerpunktmäßig auf Bereiche wie Sanktionspolitik, internationale Sicherheit, Wirtschaftsbeziehungen, politischen Dialog und zivilgesellschaftliche Initiativen.
Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?
Ziel ist es, die vermeintlichen programmatischen Überschneidungen dieser prinzipiell gegensätzlichen Parteien systematisch zu objektivieren und zu vergleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung genutzt?
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um offizielle Bundestagsanträge beider Parteien zwischen 2014 und 2021 systematisch auszuwerten.
Was wird im Hauptteil des Analyseteils behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst forschungsspezifische Kategorien entwickelt, die Ergebnisse für beide Parteien getrennt aufbereitet und abschließend vergleichend gegenübergestellt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Analyse?
Schlüsselwörter sind insbesondere Russlandpolitik, Sanktionen sowie der Vergleich von Parteien an den politischen Rändern.
Welche überraschende Beobachtung macht der Autor bezüglich des Völkerrechts?
Die Analyse zeigt, dass beide Parteien trotz ihrer Unterschiede den Völkerrechtsbruch Russlands ähnlich interpretieren und kaum harte Kritik an der russischen Rolle im Donbass üben.
Gibt es signifikante Unterschiede in den Ansätzen zur internationalen Sicherheit?
Während die AfD einen rein sicherheitspolitisch orientierten Vertrag mit Russland fordert, geht die Linke deutlich weiter und plädiert für die Auflösung der NATO und deren Ersetzung durch ein neues kollektives System.
- Quote paper
- Yevgen Lozynskyy (Author), 2021, Bündnis der Ränder zu Gunsten Putins? Vergleich der Positionen zur Russlandpolitik der Parteien AfD und Die Linke, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1366330