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Tolkiens Elves in ihrem historischen Kontext

Titel: Tolkiens Elves in ihrem historischen Kontext

Hausarbeit , 2022 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Rui Gao (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird die literarische Geschichte von Elben mit Bezug auf Tolkiens Elves dargelegt, um zu zeigen, wie sich Tolkien bei der Rekonstruktion der Elben mit deren historischem Kontext auseinandergesetzt hat und wo die Besonderheiten von seinen Elves im Vergleich zu ihren Vorfahren liegen.

Wenn die normalen Leser heutzutage an die Elben denken, denken sie fast automatisch an die tolkienischen: Die weißen, schönen (sogar strahlenden) Elben, die sich nicht oft in die menschlichen Angelegenheiten einmischen, aber manchmal tun sie das, wenn es Notfall ist. Dieses Bild von Elben prägt die Moderne, in der das Legendarium von Professor Tolkien einen dauerhaften, weitverbreiteten und tiefgreifenden Erfolg erlebt hat und noch erlebt, was u.a. von der neuen Amazon-Serie "The Rings of Power" veranschaulicht wird. Aber die Elben waren nicht immer so, wie sie heute dargestellt werden.

Die Aufgabe liegt dementsprechend darin, dieses Signifikat aus den verblüffend vielfältigen und widersprüchlichen Überlieferungen zu rekonstruieren. Genau das hat Tolkien in seiner Mythologie, v.a. in "The Silmarillion", getan.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte von Elben vor und in Tolkiens Zeit

2.1 Die Alben in Edda

2.2 „The fair elusive beauty that some call Celtic“

2.3 Die angelsächsischen ælfe und fairies

2.3.1 Elves vs. fairies

2.3.2 Diminutive Größe

3. Die Besonderheiten von Tolkiens Elves

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Geschichte der Elben mit einem Fokus auf J.R.R. Tolkiens Darstellung, um aufzuzeigen, wie Tolkien bei dieser Rekonstruktion auf deren historische Kontexte zurückgegriffen hat und welche Besonderheiten seine Elves im Vergleich zu traditionellen Vorbildern aufweisen.

  • Historische Herleitung des Elbenbegriffs aus nordischen, keltischen und angelsächsischen Quellen.
  • Analyse der Abgrenzung zwischen Elben, Zwergen und anderen mythologischen Wesen.
  • Untersuchung der sprachwissenschaftlichen und literarischen Nuancen in Tolkiens Legendarium.
  • Gegenüberstellung von modernen Vorstellungen (z.B. „Fairies“) und historischen Überlieferungen.
  • Kritische Würdigung der Unsterblichkeit und der Rolle der Elben zwischen den Welten.

Auszug aus dem Buch

2. Die Geschichte von Elben vor und in Tolkiens Zeit

Das Wort elf ist irreführend nicht nur deswegen, weil es unterschiedliche Konnotationen in unterschiedlichen Kulturräumen hervorzurufen vermag, sondern auch deswegen, weil es eigentlich vor Tolkiens Zeit noch keine homogene Denotation besaß. Die Etymologie hilft in dieser Hinsicht nicht weiter: Elf im modernen English (altengl. ælf, altnord. álfr, ahd. alb) lässt sich aus der indogermanischen Wurzel *albh- ableiten, die „glänzen, weiß sein“ bedeutet, und diese Bedeutung ist noch von dem lateinischen Reflex albus abzulesen. Laut Jacob Grimm bildet diese Wurzel die ursprüngliche Bedeutung von elf: „Probably then albs meant first of all a light-coloured, white, good spirit, [...] This exactly agrees with the great beauty and brightness of álfar.“ Interessanterweise wird eine moralische Dimension in die Definition eingeführt, nämlich dass die Elben zunächst gute Geiste sind. Aber ein Blick in die tradierte Literatur über sie zeigt, dass sie weder gut noch körperlose Geiste zu sein brauchen: Vers 112 in Beowulf heißt: „eotenas ond ylfe ond orcneas“ (Elves and giants, monsters of ocean), wobei der Kontext klar macht, dass elves und orcs zu den gleichermaßen bösartigen Wesen gehören. In einigen Traditionen können sie Menschen entweder belohnen oder bestrafen, und in anderen können sie sowohl für Leben und Fruchtbarkeit als auch für Tod stehen. Sie treten häufig diminutiv auf, aber manchmal sind sie so groß wie Menschen, und nicht selten sind sogar unter ihren Erscheinungen tatsächliche Menschen zu verstehen. Deswegen ist das Bild von Elben keinesfalls als eindeutig zu betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die populäre moderne Wahrnehmung der Elben und führt die Forschungsfrage ein, wie Tolkien die historischen Quellen zur Rekonstruktion seiner eigenen Mythologie nutzte.

2. Die Geschichte von Elben vor und in Tolkiens Zeit: Dieses Kapitel analysiert die etymologischen und mythologischen Wurzeln des Elbenbegriffs und zeigt die Vieldeutigkeit und Widersprüchlichkeit auf, die Tolkien in seinem Werk zu ordnen versucht.

2.1 Die Alben in Edda: Es wird die nordische Hierarchie der Wesen untersucht, insbesondere die Problematik der Unterteilung in Licht- und Dunkelalben sowie deren komplexe Beziehung zu den Zwergen.

2.2 „The fair elusive beauty that some call Celtic“: Hier wird Tolkiens ambivalentes Verhältnis zu keltischen Traditionen und sein Einsatz des Begriffs „Fairy“ im Kontext seiner Sprachschöpfungen beleuchtet.

2.3 Die angelsächsischen ælfe und fairies: Dieses Kapitel widmet sich der Vermischung von elfischen und feenhaften Konzepten im Englischen seit dem 16. Jahrhundert.

2.3.1 Elves vs. fairies: Die differenzierte Betrachtung des Begriffs „elf“ in historischen medizinischen Texten und in der Literatur wird aufgezeigt, wo dieser auch mit negativen Konnotationen assoziiert wurde.

2.3.2 Diminutive Größe: Die Entwicklung des Bildes der „kleinen“ Elfen, besonders unter dem Einfluss von Shakespeare, wird kritisch als spätere literarische Verzerrung hinterfragt.

3. Die Besonderheiten von Tolkiens Elves: Dieses Kapitel fasst zusammen, wie Tolkien seine Elves durch eigene, klare Klassifikationen wie die Unsterblichkeit und die bewusste Abgrenzung von der „kleinen“ Folklore-Tradition neu definierte.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und unterstreicht, dass Tolkiens Elves ein Resultat einer bewussten literarischen Rekonstruktion sind, die historische Quellen in ein neues, kohärentes System überführt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Elben, Elves, J.R.R. Tolkien, Silmarillion, Nordische Mythologie, Edda, Keltische Mythologie, Angelsächsische Literatur, Fairy, Lichtalben, Dunkelalben, Unsterblichkeit, Mythopoeie, Etymologie, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die historische Herkunft und Entwicklung des Elbenbegriffs und analysiert, wie J.R.R. Tolkien diese vielfältigen und oft widersprüchlichen mythologischen Wurzeln in sein eigenes Legendarium, besonders in „The Silmarillion“, integriert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die unterschiedlichen Traditionen (nordisch, keltisch, angelsächsisch), die Veränderung des Begriffs „Fairy“, die Einordnung der Unsterblichkeit sowie die Abgrenzung der Elben von Zwergen und anderen Wesen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tolkien die historischen Anleihen bei der „Rekonstruktion“ seiner Elben genutzt hat, um ihnen im Vergleich zu früheren mythologischen Quellen eine eigenständige und konturierte Rolle zuzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt einen historisch-vergleichenden Ansatz (Literatur- und Mythenanalyse), um Tolkiens fiktionale Welt mit den überlieferten Quellen aus der Edda, den walisischen Sagen und anderen historischen Belegen zu vergleichen.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Quellen (nordisch/keltisch/angelsächsisch), die kritische Auseinandersetzung mit der Begriffsgeschichte (Elf vs. Fairy) und die Analyse von Tolkiens eigenem, systematischeren Elben-Verständnis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elben, Tolkiens Legendarium, Mythologie-Rekonstruktion, Unsterblichkeit, und die Differenzierung zwischen mythologischem Erbe und literarischer Phantasie.

Wie unterscheidet Tolkien Licht- und Dunkelalben von der traditionellen Edda?

Während die Edda diese Klassifikation oft problematisch oder unklar darstellt, nutzt Tolkien diese Unterscheidung (z.B. basierend auf dem Licht der zwei Bäume in Aman), um eine eigene, logische Trennung zu schaffen, welche die Elben deutlich von den Zwergen abgrenzt.

Was bedeutet die Unsterblichkeit bei Tolkiens Elben primär?

Unsterblichkeit bedeutet hier nicht absolute Absenz von Tod, sondern eine tiefe Gebundenheit an die Welt (Mittelerde). Elben können sterben, kehren aber nach einiger Zeit wieder zurück, was sie grundlegend von den sterblichen Menschen unterscheidet.

Warum spielt der Begriff „Fairy“ in der Arbeit eine Rolle?

Der Begriff dient der Illustration einer Fehlentwicklung in der Wahrnehmung des Elbischen. Tolkien lehnt das oft pejorative oder auf eine diminutive „Gartenzwerg-Größe“ reduzierte Bild der im 19. Jahrhundert populären „Fairies“ ab und versucht, das Elbische zu seinen ursprünglicheren, „erwachseneren“ Wurzeln zurückzuführen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tolkiens Elves in ihrem historischen Kontext
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für deutsche Philologie)
Veranstaltung
Mittelalter-Rezeption und Mythen-Entwürfe in J.R.R. Tolkiens Silmarillion
Note
1,0
Autor
Rui Gao (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1364580
ISBN (eBook)
9783346890276
ISBN (Buch)
9783346890283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tolkiens elves kontext
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rui Gao (Autor:in), 2022, Tolkiens Elves in ihrem historischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1364580
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Leseprobe aus  23  Seiten
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