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Die Spaltung der Bergpartei

Titel: Die Spaltung der Bergpartei

Hausarbeit , 2009 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Frederik Unden (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die inneren Feinde des französischen Volkes haben sich in zwei Parteien geteilt wie in zwei Armeekorps. Sie marschieren unter verschiedenen Fahnen auf verschiedenen Wegen, aber sie wollen zum selben Ziel gelangen; dieses Ziel ist die Auflösung der Volks-regierung und der Untergang des Konvents, das heißt der Sieg der Tyrannei. Die eine Partei will uns zur Schwäche, die andere will uns zu Exzessen verleiten. Die eine will aus der Freiheit eine Bacchantin, die andere will aus ihr eine Prostituierte machen.“
Diese zitierte Passage aus der Rede Robespierres vom 5. Februar 1794 vor dem Nationalkonvent gewährt einen deutlichen Einblick, wie groß die Differenzen innerhalb der Bergpartei zu diesem Zeitpunkt mittlerweile geworden waren. Eine homogene Einheit war diese Partei nie gewesen, sie bestand aus drei Faktionen . Die Gruppe um Robespierre, die Dantonisten und die Hébertisten. So lange es jedoch die Girondisten als gemeinsamen Feind gab, den es zu bekämpfen galt, zogen die drei Faktionen an einem Strang. Nachdem dieser besiegt worden war, traten die Faktionen in ihren ideologischen Ansichten wieder weiter auseinander, wodurch neue Konflikte geschürt wurden. Diese unüberbrückbaren Differenzen führten letztlich dazu, dass sich die Bergpartei spaltete und die verschiedenen Faktionen nacheinander dem Untergang geweiht waren.
Die Spaltung der Bergpartei entstand also nicht urplötzlich, sondern dieser innere Konflikt keimte schon lange in den Reihen der drei Faktionen, er war praktisch schon von Anfang an vorhanden.
Im Folgenden sollen nun die Unterschiede der drei Faktionen der Bergpartei im Hinblick auf ihre Führer, ihrer Stellung zur Außenpolitik, Monarchie, Vendée, Terreur-Phase und Entchristianisierung analysiert werden.
Dem analytischen Hauptteil folgt schließlich das Resümee, in dem erläutert werden soll, welche Ereignisse die unterschiedlichen Positionen der Gruppierungen unweigerlich nach sich zogen. Die Germinal-Prozesse sowie der Sturz und die Hinrichtung Robespierres und seiner Anhänger.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Danton

2.1 Charakterisierung

2.2 Monarchie

2.3 Außenpolitik

2.4 Vendée

2.5 Entchristianisierung

3. Robespierre

3.1 Privat

3.2 Monarchie

3.3 Terror

3.4 Außenpolitik

3.6 Entchristianisierung

4. Die Enragés bzw. Hébertisten

4.1 Jacques Roux

4.2 Hébert

5. Resümee

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die internen Differenzen innerhalb der Bergpartei während der Französischen Revolution und analysiert, wie diese Spannungen zwischen den drei Faktionen – den Dantonisten, den Anhängern Robespierres und den Enragés bzw. Hébertisten – zur schrittweisen Spaltung und letztlich zum Untergang der verschiedenen Gruppierungen führten.

  • Strukturanalyse der drei Hauptfaktionen der Bergpartei
  • Vergleich der politischen Positionen zu Außenpolitik und Monarchie
  • Untersuchung der Haltungen zur Terror-Phase und Entchristianisierung
  • Analyse der Dynamik zwischen den Revolutionsführern und der radikalen Volksbewegung

Auszug aus dem Buch

3.3 Terror

Die Spaltung der Bergpartei wurde auch sehr deutlich in Bezug auf die Politik des Terrors. Robespierre und seine Anhänger hielten es für nötig, den Terror fortzuführen, da sie erkannten, dass die Gefahr für die Republik noch nicht vorüber war. Im Unterschied zu Danton und Hébert wollten sie einen Mittelweg zwischen der Milde Dantons und der sozialpolitischen Radikalität einschlagen. In der Rede vom 5. Februar 1794 vor dem Nationalkonvent ‚über die Grundsätze der politischen Moral, die den Nationalkonvent bei der inneren Verwaltung der Republik leiten sollen’ legte Robespierre die theoretische Grundlage, wie die Republik in Zukunft auszusehen habe. Demzufolge war die Tugend das „grundlegende Prinzip der demokratischen Regierung“, die sich durch die Liebe zum Vaterland, zu dessen Gesetzen und zur Gleichheit äußerte. In der jetzigen Situation wäre aber die französische Republik in größter Gefahr. Von außen bedroht durch die europäischen Großmächte, im Innern durch Konspiration der Agenten der ausländischen Feinde. Robespierre verband die jetzige Situation mit den richtigen Voraussagen für die Zukunft. Er warnte vor dem militärischen Despotismus, der die Republik unterwandern würde, wenn man nur einen Moment die Revolution nicht weiterführe. Die einzige Lösung sah Robespierre darin, die „inneren und äußeren Feinde der Republik zu beseitigen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der gespaltenen Bergpartei ein und definiert die drei Faktionen sowie das Ziel der vergleichenden Analyse.

2. Danton: Dieses Kapitel charakterisiert Danton als kühnen Realpolitiker mit ambivalentem Verhältnis zu Monarchie, Außenpolitik und Milde, welches letztlich in einen Ansehensverlust mündete.

3. Robespierre: Hier wird Robespierre als der ‚Unbestechliche’ porträtiert, dessen dogmatische Haltung zur Tugend, zum Terror und zur Notwendigkeit der Vernichtung der Feinde die Radikalisierung bestimmte.

4. Die Enragés bzw. Hébertisten: Dieses Kapitel behandelt die radikale linke Position unter Jacques Roux und Hébert, die durch Forderungen nach sozialer Umgestaltung und Volksherrschaft geprägt war.

5. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, wie die gegenseitige Ausschaltung der Faktionen zum endgültigen Sturz und zur Hinrichtung Robespierres am 10. Thermidor führte.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Französische Revolution, Bergpartei, Robespierre, Danton, Hébertisten, Enragés, Terror, Tugend, Monarchie, Entchristianisierung, Radikalisierung, Nationalkonvent, Volksdemokratie, 9. Thermidor, Umsturz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der inneren Zerrissenheit der Bergpartei während der Französischen Revolution und dem daraus resultierenden politischen Konflikt zwischen den drei dominierenden Faktionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die ideologischen Differenzen bezüglich Außenpolitik, der Haltung zur Monarchie, der Anwendung des Terrors als Mittel der Regierung und der radikalen Entchristianisierungskampagnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der unterschiedlichen politischen Programme der Faktionen um Danton, Robespierre und Hébert sowie deren Auswirkungen auf den Verlauf und die Spaltung der Bergpartei.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Reden und etablierter politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Französischen Revolution basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der Persönlichkeiten und politischen Ansichten der Anführer sowie der radikalen Forderungen der Hébertisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Französische Revolution, Bergpartei, Terror, Tugend, Danton, Robespierre, Radikalisierung und Volksdemokratie.

Wie unterschied sich Dantons Haltung zur Monarchie von der Robespierres?

Während Danton die Monarchie pragmatisch und machtpolitisch betrachtete, war Robespierres Haltung von einer doktrinären Ablehnung geprägt, wobei er den Tod des Königs als notwendigen Akt zur Sicherung der Revolution forderte.

Warum sahen die Enragés die bisherigen Errungenschaften der Revolution als unzureichend an?

Sie kritisierten die anhaltende Versorgungskrise und die Teuerung, weshalb sie soziale Reformen, staatliche Preisbindungen und härtere Maßnahmen gegen Spekulanten forderten.

Welche Rolle spielte der Kult des ‚Höchsten Wesens‘ für Robespierre?

Robespierre wollte damit eine bürgerliche Staatsreligion etablieren, um moralische Werte zu festigen und den atheistischen Tendenzen der Entchristianisierung entgegenzuwirken.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Spaltung der Bergpartei
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Historisches Seminar, Abteilung für Neuere Geschichte)
Veranstaltung
Die Französische Revolution
Note
1,3
Autor
Frederik Unden (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V136179
ISBN (eBook)
9783640444120
ISBN (Buch)
9783640444427
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spaltung Bergpartei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frederik Unden (Autor:in), 2009, Die Spaltung der Bergpartei, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/136179
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