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Erste Wege zur Einigung Europas

EGKS und EVG aus der Sicht Adenauers

Title: Erste Wege zur Einigung Europas

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Marc Benning (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification

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Summary Excerpt Details

Die politische Situation Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wirkt wie ein Porträt, das – wenn auch mit anderen Akteuren – eine Momentaufnahme von der Situation nach dem Versailler Vertrag zeigt. Anstelle Gustav Stresemanns steht nun Konrad Adenauer, für Briand tritt Robert Schuman an. Eine deutsch-französische Versöhnung ist das ausgemachte Ziel für die Sicherung des Friedens in Europa. Adenauer musste sich gegen die einzige Großmacht im traditionellen Sinne, die auf dem europäischen Festland verblieben war, durchsetzen, um die drei Nahziele „Westintegration“, „äußere Sicherheit“ und „Gleichberechtigung“ für die verhasste Mittelmacht zu erreichen. Abgesehen davon, dass die Briten sich nie als Europäer in diesem Sinne verstanden, gab es für eine Einigung Europas nur eine Möglichkeit, welche dem deutschen Staatsmann schon sehr früh bewusst war, die deutsch-französische Freundschaft. In dieser Arbeit soll das sich entwickelnde Verhältnis zwischen Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA anhand der Europapolitik untersucht werden, wobei überwiegen aus der Sicht Adenauers argumentiert werden wird, da er einerseits als einer der drei Gründungsväter Europas gelten muss und er andererseits das Land vertrat, welches die maßgebliche Problematik im Einigungsprozess darstellte, „denn die deutschen und die europäischen Interessesen sind absolut identisch“.
Dabei soll die These bewiesen werden, dass in den betroffenen Staaten – gerade in der BRD – keineswegs die europäische Einigung in den Köpfen der Menschen oberste Priorität besaß, sondern dass vielmehr die christlichen und demokratischen Wert- und Moralvorstellungen der führenden Politiker in Frankreich, Deutschland und Italien den Stein der Einigung auf lange Zeit ins Rollen brachten.
Außerdem soll deutlich werden, dass Adenauer trotz seiner sehr hoch gesteckten Ziele ein ausgezeichneter Realpolitiker war, der – teilweise sehr störrisch wirkend – von bestimmten Forderungen, auch wenn sie die europäische Integration bedrohten, nicht abging und die stringenten Ziele der Gleichberechtigung und der Souveränität stets in die Europapolitik mit einflossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Die Europäische Integration

2.1 Die weltpolitische Lage

2.2 Drei Politiker für Europa an der Macht

2.3 Antikommunismus, Demokratie und christliche Werte

2.4 Realpolitische Schritte

2.4.1 EGKS

2.4.2 Pleven-Plan

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis

4.1 Quellen

4.1.1 Akten/ Dokumente

4.1.2 Memoiren, Reden

4.2 Darstellungen

4.2.1 Monografien

4.2.2 Aufsätze

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Europapolitik der frühen Bundesrepublik Deutschland und das sich entwickelnde Verhältnis zwischen Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA, wobei der Fokus primär auf der Perspektive Konrad Adenauers liegt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie unter den gegebenen politischen und moralischen Ungleichheiten der Nachkriegszeit sowie den unterschiedlichen Interessen der Siegermächte eine europäische Einigung initiiert und vorangetrieben werden konnte.

  • Die weltpolitische Lage und die Rolle der Siegermächte nach 1945.
  • Die biografischen Gemeinsamkeiten und christlich-demokratischen Werte der Politiker Adenauer, Schuman und de Gasperi.
  • Die realpolitische Bedeutung des Schuman-Plans (EGKS) als Wegbereiter der deutsch-französischen Aussöhnung.
  • Das Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und dessen Auswirkungen auf den europäischen Einigungsprozess.

Auszug aus dem Buch

2.4 Realpolitische Schritte

Adenauer war natürlich überrascht und hoch erfreut, als Schuman ihm den berühmten Schuman-Plan vorlegte, allerdings gab es eine ebenso überraschende wie nüchterne Vorgeschichte zu dem von Monet ausgearbeiteten Plan – nicht umsonst bezeichnete Schöllgen denselben eher als „eine Flucht nach vorn“, anstatt einer radikalen Kehrtwendung der französischen Besatzungspolitik. Bemerkenswert ist, dass laut Wenger zwischen Schuman und Adenauer eine besondere Gedankengemeinschaft vorläge, da beide nach dem Ersten Weltkrieg unabhängig voneinander die Idee gehabt hätten, den engen Verbund zwischen der Saarkohle und dem lothringischen Erzbecken zur deutsch-französischen Wirtschaftsgemeinschaft auszuweiten, um die Erbfeindschaft endlich zu überwinden. Der Weg, der einzuschlagen war, musste jedem klar gewesen sein, so erörterte Adenauer beispielsweise am 13. April 1947:

Und so glaube ich, daß insbesondere wir hier im Westen, die wir doch die französischen Verhältnisse in etwa kennen, an Frankreich, an Belgien und an Holland die dringende Bitte richten sollten, auf ihre sogenannten Grenzberichtigungsansprüche zu verzichten, daß wir an unsere westlichen Nachbarn die Bitte richten sollen, doch zusammen mit Deutschland und England den einzigen Weg zu gehen, der Europa wirklich den Frieden verbürgt, nämlich der einer europäischen Konföderation, einer Verflechtung der Wirtschaft dieser Länder;

Zusammenfassung der Kapitel

Problemstellung: Einleitung in die politische Ausgangslage Nachkriegsdeutschlands und die Definition der zentralen Ziele Adenauers, wie Westintegration und deutsch-französische Freundschaft.

Die Europäische Integration: Untersuchung der weltpolitischen Rahmenbedingungen, der persönlichen Hintergründe der drei führenden Staatsmänner sowie der christlich-demokratischen Wertebasis und der realpolitischen Schritte wie EGKS und EVG.

Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Einigungsprozesse, in der die Bedeutung der persönlichen Vermittlung durch Adenauer, Schuman und de Gasperi trotz realpolitischer Hindernisse betont wird.

Literaturverzeichnis: Auflistung der herangezogenen Quellen (Akten, Dokumente, Memoiren) und wissenschaftlichen Darstellungen.

Schlüsselwörter

Konrad Adenauer, Europäische Einigung, Robert Schuman, Alcide de Gasperi, EGKS, EVG, Westintegration, Nachkriegsgeschichte, Deutschland, Frankreich, Realpolitik, Christliche Demokratie, Souveränität, Außenpolitik, Saarkohle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Anfänge der europäischen Einigungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere aus der Sicht des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser Publikation?

Im Zentrum stehen die weltpolitische Konstellation der Nachkriegszeit, die Rolle der christlich-demokratischen Politiker Adenauer, Schuman und de Gasperi sowie die Umsetzung europäischer Integrationsprojekte.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt danach, wie trotz der komplexen Machtverhältnisse und gegensätzlichen nationalen Interessen der Siegermächte eine europäische Zusammenarbeit initiiert werden konnte und welche Rolle Adenauers Wertevorstellungen dabei spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bearbeitung verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse primärer Quellen wie Regierungsakten, Reden und Memoiren sowie ergänzender wissenschaftlicher Fachliteratur.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der geopolitischen Situation, den Biografien der führenden Politiker, dem christlichen Wertekanon als Basis der Integration sowie den konkreten Schritten zur EGKS und den Verhandlungen zur EVG.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören Europäische Integration, Westintegration, deutsch-französische Aussöhnung, Realpolitik und Souveränitätsgewinn.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Adenauer zu Schuman und de Gasperi?

Der Autor sieht in den drei Politikern eine „Gedankengemeinschaft“, die trotz unterschiedlicher nationaler Herkunft durch gemeinsame christliche Werte und eine rationale Europapolitik verbunden waren.

Welchen Einfluss hatte der Schuman-Plan auf die deutsche Außenpolitik?

Der Plan wird als „Tor zur deutschen Außenpolitik“ gewertet, der es der BRD ermöglichte, aus der Isolation zu treten und die Souveränität stufenweise wiederzuerlangen.

Warum musste der EVG-Vertrag laut Autor letztlich scheitern?

Das Scheitern wird primär der innenpolitischen Verhärtung in Frankreich sowie dem Ausfall entscheidender politischer Akteure zugeschrieben, nicht einer mangelnden Einstellung der drei Staatsmänner selbst.

Welche Rolle spielte die Saarfrage in den Verhandlungen?

Die Saarfrage stellte ein zentrales realpolitisches Hindernis dar, das erst durch die wirtschaftliche Verflechtung im Zuge der europäischen Einigung schrittweise an Bedeutung verlor.

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Details

Title
Erste Wege zur Einigung Europas
Subtitle
EGKS und EVG aus der Sicht Adenauers
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Europabilder im 20. Jahrhundert
Grade
2.0
Author
Marc Benning (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V135905
ISBN (Book)
9783640439331
ISBN (eBook)
9783640439430
Language
German
Tags
Erste Wege Einigung Europas EGKS Sicht Adenauers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Benning (Author), 2009, Erste Wege zur Einigung Europas, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/135905
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