Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Die Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen im Jahr 1172: Pilgerfahrt, Gesandtschaft oder Kreuzzug?

Title: Die Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen im Jahr 1172: Pilgerfahrt, Gesandtschaft oder Kreuzzug?

Term Paper , 2003 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laurent Haas (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Eröffnet wird der Aufsatz mit einem Überblick über die Forschungsergebnisse des 20. Jahrhunderts, die Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen im Jahr 1172 betreffend. Es wird festgestellt, dass sich die Mediävisten lange Zeit mit der Frage beschäftigten, ob dieses Unternehmen primär religiös oder politisch motiviert gewesen ist. Vor allem interessiert den Autoren aber die These Johannes Frieds, der Orientzug des Herzogs von Sachsen und Bayern sei ein „abgebrochener Kreuzzug“ gewesen.

In einem ersten Schritt wird die Zuverlässigkeit der „Chronica Slavorum“ Arnolds von Lübeck als Hauptquelle zu dieser Fragestellung diskutiert. Zunächst werden Frieds Argumente zu einer quellenkritischen Neubewertung zu Ungunsten des Lübecker Abtes referiert. Anschließend wird durch einen Vergleich der betreffenden Passage aus der „Slawenchronik“ mit einer in Jerusalem verfassten Urkunde Heinrichs des Löwen aufgezeigt, dass das Arnolds Werk zwar im Detail oftmals ungenau ist, für die Erforschung der wichtigsten Ereignisse und Hintergründe der Fahrt aber dennoch als Hauptquelle beibehalten werden kann.

In einem zweiten Kapitel setzt sich der Autor auf theoretischer Ebene mit dem Kreuzzugsbegriff auseinander. Es wird aufgezeigt, welche Definitionsansätze zurzeit in der mediävistischen Forschung dominieren und welche Elemente als konstitutiv für ein als Kreuzzug zu bezeichnendes Unternehmen angesehen werden.

In einem dritten Kapitel wird überprüft, ob die Jerusalemfahrt des Jahres 1172 den herausgearbeiteten Kriterien entspricht oder nicht. Auch hier werden zunächst Frieds Argumente nachvollzogen. Es wird festgestellt, dass die dünne Quellenbasis, auf der diese beruhen, seine These als recht spekulativ erscheinen lässt. Anschließend werden den von Fried präferierten Quellen die uns überlieferten Urkunden des Welfen als Zeugnisse hoher Authentizität entgegengestellt. Es wird herausgearbeitet, dass diese Urkunden, in Übereinstimmung mit Arnold von Lübeck, den Schluss nahe legen, dass Heinrich mit seiner Pilgerfahrt das Seelenheil nicht durch kriegerische Handlungen, sondern durch traditionelle, friedliche Bußakte und Frömmigkeitshandlungen zu erlangen suchte.

Unter Berücksichtigung des allgemeinen mentalitätsgeschichtlichen Kontextes der Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen kommt der Autor somit abschließend zu dem Schluss, dass diese als in erster Line religiös motivierte, bewaffnete Pilgerfahrt und nicht als „abgebrochener Kreuzzug“ anzusehen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG: FORSCHUNGSÜBERBLICK UND ERARBEITUNG DER FRAGESTELLUNG

2 WAR DIE JERUSALEMFAHRT HEINRICHS DES LÖWEN EIN KREUZZUG?

2.1 KRONZEUGE AUF DEM PRÜFSTAND: DIE „CHRONICA SLAVORUM“ ARNOLDS VON LÜBECK ALS HAUPTQUELLE ZU UNSERER FRAGESTELLUNG

2.2 DER KREUZZUGSBEGRIFF IN DER JÜNGEREN FORSCHUNG

2.3 DIE JERUSALEMFAHRT HEINRICHS DES LÖWEN ZWISCHEN PILGERFAHRT UND KREUZZUG

3 ZUSAMMENFASSUNG

4 QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

4.1 QUELLENVERZEICHNIS

4.2 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Charakter der Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen im Jahr 1172. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob es sich bei diesem Unternehmen um eine rein religiöse Pilgerfahrt oder, wie von jüngeren Forschungsbeiträgen postuliert, um einen abgebrochenen Kreuzzug gehandelt hat.

  • Kritische Analyse der "Chronica Slavorum" als zeitgenössische Hauptquelle
  • Theoretische Untersuchung der Definition und Kriterien eines mittelalterlichen Kreuzzugs
  • Überprüfung der Argumente für eine militärische Zielsetzung des Orientzuges
  • Gegenüberstellung von erzählenden Quellen und authentischen Urkunden des Herzogs
  • Einordnung der Reise in den mentalitätsgeschichtlichen Kontext der Epoche

Auszug aus dem Buch

Die Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen zwischen Pilgerfahrt und Kreuzzug

Nachdem ich mich in den vorhergehenden Kapiteln zunächst mit Johannes Frieds quellenkritischer Neubewertung der „Slawenchronik“ Arnolds von Lübeck beschäftigt und diese partiell zurückgewiesen habe, mich anschließend auf theoretischer Ebene mit dem Kreuzzugsbegriff auseinandergesetzt habe, möchte ich mich im Folgenden mit den von Fried herausgearbeiteten konkreten Hinweisen auf ein Kreuzzugsunternehmen Heinrichs des Löwen befassen und diese auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüfen.

Nachdem er festgestellt hat, dass in den mittelalterlichen Quellen keine weitere Pilgerfahrt eines deutschen Fürsten so große Beachtung fand, versucht Fried im weiteren Verlauf seines Aufsatzes die Gründe für das Aufsehen herauszuarbeiten, das die Orientfahrt Heinrichs des Löwen erregte. Dem Thema des Sammelbandes, in dessen Kontext seine Schrift steht, Rechnung tragend, beschäftigt sich Fried zuerst mit der Wirkung, die die von Heinrich mitgebrachten Kostbarkeiten und Reliquien erzielt haben könnten. Beiläufig erwähnt er hierbei, dass die Kreuzfahrerstaaten nach dem Fall Edessas im Jahr 1144 den lateinischen Westen regelmäßig um militärische Hilfe ersuchen mussten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: FORSCHUNGSÜBERBLICK UND ERARBEITUNG DER FRAGESTELLUNG: Einführung in die historiographische Debatte um die Orientfahrt Heinrichs des Löwen und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.

2 WAR DIE JERUSALEMFAHRT HEINRICHS DES LÖWEN EIN KREUZZUG?: Hauptteil, in dem die Quellenlage geprüft, der Kreuzzugsbegriff definiert und die Indizien für eine mögliche militärische Konzeption des Zuges kritisch hinterfragt werden.

3 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Untersuchungsergebnisse, die den Orientzug als religiös motivierte, bewaffnete Pilgerreise charakterisieren.

4 QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS: Aufstellung der für die Arbeit herangezogenen historischen Quellen und der relevanten wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Heinrich der Löwe, Jerusalemfahrt, Pilgerfahrt, Kreuzzug, Arnold von Lübeck, Chronica Slavorum, Johannes Fried, Orientreise, Mittelalter, Geschichtswissenschaft, Quellenkritik, Stauferzeit, Friedrich Barbarossa, Religiöse Motive, Politische Hintergründe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Charakter der Orientreise Heinrichs des Löwen im Jahr 1172 und diskutiert, ob diese als Pilgerfahrt oder als Kreuzzug einzuordnen ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die quellenkritische Analyse der Chronik Arnolds von Lübeck, die theoretische Definition des Kreuzzugsbegriffs im Mittelalter sowie der Abgleich dieser Theorie mit dem konkreten Fallbeispiel der Reise des sächsischen Herzogs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob die These von Johannes Fried haltbar ist, dass Heinrich der Löwe ursprünglich einen Kreuzzug plante, der jedoch als Pilgerfahrt umgedeutet oder abgebrochen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die vergleichende Quellenanalyse, indem er erzählende Chroniken mit authentischen urkundlichen Belegen Heinrichs des Löwen konfrontiert, um deren historische Aussagekraft zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Prüfung der Hauptquelle "Chronica Slavorum", eine theoretische Abhandlung über den Kreuzzugsbegriff nach modernem Forschungsstand und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Argumenten für eine kriegerische Zielsetzung des Zuges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Heinrich der Löwe, Jerusalemfahrt, Kreuzzug, Pilgerfahrt, Quellenkritik, Arnold von Lübeck und der mentalitätsgeschichtliche Kontext der Kreuzzugsbewegung.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Johannes Fried?

Der Autor setzt sich intensiv mit Frieds "abgebrochenem Kreuzzug"-These auseinander und kommt zu dem Schluss, dass diese trotz neuer Impulse zu spekulativ bleibt und die Indizien eher für eine religiös motivierte Pilgerfahrt sprechen.

Welchen Stellenwert haben die Urkunden Heinrichs des Löwen in der Arbeit?

Sie dienen als "Quellen unanzweifelbarer Authentizität", die im Gegensatz zu späteren narrativen Berichten die tatsächlichen Motive des Herzogs – wie die Stiftung für das Seelenheil – stützen und gegen eine militärische Interpretation sprechen.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Die Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen im Jahr 1172: Pilgerfahrt, Gesandtschaft oder Kreuzzug?
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Course
Kaiser Friedrich Barbarossa (1122-1190) in seiner Zeit
Grade
1,0
Author
Laurent Haas (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V135632
ISBN (eBook)
9783640436972
ISBN (Book)
9783640437085
Language
German
Tags
Heinrich der Löwe Kreuzzug Kreuzzüge Pilgerfahrt Jerusalem Heinrich Löwe Friedrich Barbarossa Arnold von Lübeck Chronica Slavorum Zeitalter der Kreuzzüge Pilgerfahrten Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laurent Haas (Author), 2003, Die Jerusalemfahrt Heinrichs des Löwen im Jahr 1172: Pilgerfahrt, Gesandtschaft oder Kreuzzug?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/135632
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint