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Human Enhancement als ethische Herausforderung für Bildung und Emotion

Titel: Human Enhancement als ethische Herausforderung für Bildung und Emotion

Seminararbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: MA Agnieszka Luka (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern kann Human Enhancement im Transhumanismus als eine ethische Herausforderung für die Bildung bezeichnet werden?
Welche Bedeutung kann, aus psychoanalytischer Sicht, den Emotionen in ihrer subjektiven Wahrnehmung als Gefühle in Bezug auf Human Enhancement und der Bildung beigemessen werden?

Der Mensch wollte sich schon immer verbessern. Er strebte nach besseren Waffen, um zu reichhaltigerer Nahrung zu gelangen, nach besserer Gesundheit, um länger und glücklicher zu leben, nach besseren Kindern, um dem Nachwuchs innerhalb der gesellschaftlichen Machtverhältnisse bessere Chancen zu ermöglichen und schlussendlich auch nach einem höheren IQ. Die bisherigen wissenschaftlichen Erklärungen dieser Bestrebungen beziehen sich auf die menschliche Idee der Beherrschung der Welt. Bisher waren Bildung und Erziehung die gängigen Mittel der Menschenverbesserung. Die Ziele dieser waren den Menschen gesellschaftsfähig und nützlich zu machen, den Menschen als Gottesebenbild zu begreifen und ihn in dieser Hinsicht zu fördern, den Menschen als Individuum anzuerkennen aber ihn zugleich als einen würdigen Vertreter der Spezies Menschheit zu sehen. Schlussendlich geht es im bildungswissenschaftlichen Diskurs gegenwärtig darum, dass die Bildung zur Ware verkommen ist und im Dienste der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen der Arbeitswelt steht. Ebenso ist sie das Mittel der Distinktion geworden, aufgrund welcher die Menschen in Gebildete und Ungebildete unterteilt werden. Ein wichtiger Aspekt dieser Veränderungen der Bedeutung der Bildung ist heute die alltägliche Anwesenheit und Nutzung der Medientechnologie. Diese scheint das bisherige Selbstverständnis des Menschen zu erschüttern. Der Mensch bewegt sich möglicherweise in die Richtung der Selbstzüchtung mit Hilfe von Human Enhancement. Die Bewegung des Transhumansimus spricht in diesem Zusammenhang von der Entwicklung des Menschen über seine intellektuellen, physischen und psychologischen Grenzen hinweg.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Verhältnis von Bildung und Emotion im Kontext von Human Enhancement - kritische Beleuchtung und inhaltliche Verschränkungen

2.1 Transhumanismus und Human Enhancement als ethische Herausforderungen für die Bildung ?

2.1.1 Human Enhancement als ethische Herausforderung für das menschliche Selbstverständnis?

2.1.2 Bildungsprozesse vs. Human Enhancement

2.2 Bildung im Verhältnis zum Transhumanismus

2.2.1 Human Enhancement und der Bildungsbegriff nach Humboldt

2.2.2 Human Enhancement und Nietzsche´s Übermensch im Dienste der gesellschaftlichen Anforderungen?

2.2.3 Emotionen im Kontext der Bildung und des Human Enhancement

2.3 Emotionen im Verhältnis zur Bildung im Human Enhancement des Transhumanismus

2.3.1 Die Annäherung an die Emotion aus neurowissenschaftlicher, entwicklungspsychologischer und philosophischer Sicht

2.3.2 Platon und die Emotionen im Transhumanismus

2.3.3 Das menschliche Selbstverständnis und Emotionen in Reflexion

2.3.4 Die psychoanalytische Selbsterkenntnis durch die Reflexion der Emotionen im Kontext von Human Enhancement und Bildung

3 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die ethischen Implikationen von Human Enhancement innerhalb des Transhumanismus auf den Bildungsbegriff und die Rolle von Emotionen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwiefern Human Enhancement als ethische Herausforderung für die Bildung zu verstehen ist und welche Bedeutung Emotionen aus psychoanalytischer Sicht in diesem technokratischen Kontext haben.

  • Wesen und Ziele des Transhumanismus in Bezug auf Human Enhancement
  • Transformation des traditionellen Bildungsbegriffs (Humboldt vs. Effizienzsteigerung)
  • Die Instrumentalisierung von Emotionen in der modernen Leistungsgesellschaft
  • Psychoanalytische Perspektiven auf menschliche Selbsterkenntnis und Reflexionsfähigkeit
  • Ethik der Selbstzüchtung und der Verlust des Menschseins durch technologische Manipulation

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Das menschliche Selbstverständnis und Emotionen in Reflexion

Wie bereits im Kapitel 2.3.2 erwähnt kann davon ausgegangen werden, dass für das menschliche Selbstverständnis die Emotionen zentral dazu gehören. Aus neurowissenschaftlicher Sicht brauchte der Mensch alle Emotionen, auch die negativen, um in der Wildnis zu überleben. Die ausgelöste sogenannte negative Emotion, löste eine Handlung aus, wie beispielweise die Flucht oder den Kampf mit einem wilden Tier und sorgte auf diese Weise für das Überleben des Menschen (Ledoux 2012). Nun möchte der Transhumanismus mit Hilfe von Human Enhancement die sogenannten positiven Emotionen fördern und die sogenannten negativen verringern oder gar auslöschen. Meiner Ansicht nach, setzt diese Zielsetzung eine stark kontrollierte und ungefährliche Welt voraus, in welcher er sich nicht zu fürchten braucht. Ansonsten verzichtet der Mensch auf seine Warn- und Schutzmechanismen in der Form von Emotionen. Jedenfalls ist die Idee der Kontrolle und Lenkung von Emotionen und dabei insbesondere der negativen Emotionen nicht neu. Bereits bei Adorno wird die Erziehung zur Entbarbarisierung angestrebt, um das soziale Miteinander in der Gesellschaft zu fördern (Göppel 2018: 336). Dabei ist aber nicht gemeint, das die negativen Emotionen vollständig unterdrückt werden sollen, denn auch das Brave kann eine Form der Barbarisierung sein (ebd.: 351ff.). Göppel (2018: 339) zeigt diesbezüglich auf, dass es unterschiedliche Theorien gibt, wie die Prägung der Gefühle verläuft und fragt sich, ob diese nicht schlicht ein Teil der Persönlichkeit sind und damit auf pädagogische Weise nicht gelenkt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik einer technologischen Menschenverbesserung ein, die das traditionelle humanistische Bildungsverständnis in Frage stellt.

2 Das Verhältnis von Bildung und Emotion im Kontext von Human Enhancement - kritische Beleuchtung und inhaltliche Verschränkungen: Dieses Kapitel skizziert und diskutiert die zentralen Begriffe und deren Verschränkung, wobei die Komplexität des Emotionsbegriffs hervorgehoben wird.

2.1 Transhumanismus und Human Enhancement als ethische Herausforderungen für die Bildung ?: Hier werden die philosophischen Grundlagen des Transhumanismus kritisch beleuchtet und als Herausforderung für das menschliche Selbstverständnis und Bildungsprozesse identifiziert.

2.1.1 Human Enhancement als ethische Herausforderung für das menschliche Selbstverständnis?: Dieser Unterpunkt analysiert verschiedenen ethische Positionen, die das Menschsein im Kontext von Human Enhancement bewerten.

2.1.2 Bildungsprozesse vs. Human Enhancement: Hier wird die Differenz zwischen prozesshaftem Lernen und der bloßen, äußerlichen Optimierung durch technologische Mittel herausgearbeitet.

2.2 Bildung im Verhältnis zum Transhumanismus: Dieses Kapitel befasst sich mit der Verlagerung des Bildungsbegriffs hin zu einer Investition in Flexibilität und wirtschaftliche Verwertbarkeit.

2.2.1 Human Enhancement und der Bildungsbegriff nach Humboldt: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der humanistischen Selbstverwirklichung bei Humboldt und dem transhumanistischen Streben nach Effizienz.

2.2.2 Human Enhancement und Nietzsche´s Übermensch im Dienste der gesellschaftlichen Anforderungen?: Dieser Abschnitt kritisiert die Anlehnung des Transhumanismus an nietzscheanische Konzepte im Kontext der Selbstoptimierung.

2.2.3 Emotionen im Kontext der Bildung und des Human Enhancement: Hier wird die historische und aktuelle Rolle von Emotionen für das menschliche Subjekt reflektiert.

2.3 Emotionen im Verhältnis zur Bildung im Human Enhancement des Transhumanismus: Dieses Kapitel führt in die psychologischen und philosophischen Dimensionen der Emotionsarbeit ein.

2.3.1 Die Annäherung an die Emotion aus neurowissenschaftlicher, entwicklungspsychologischer und philosophischer Sicht: Eine interdisziplinäre Betrachtung des Emotionsbegriffs zur Vorbereitung der weiteren Argumentation.

2.3.2 Platon und die Emotionen im Transhumanismus: Es wird analysiert, wie der Transhumanismus versucht, unkontrollierbare Emotionen im Sinne einer kognitiven Steuerung nach Platon zu bändigen.

2.3.3 Das menschliche Selbstverständnis und Emotionen in Reflexion: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung negativer Emotionen für die menschliche Entwicklung und kritisiert den Wunsch nach ihrer Auslöschung.

2.3.4 Die psychoanalytische Selbsterkenntnis durch die Reflexion der Emotionen im Kontext von Human Enhancement und Bildung: Ein Plädoyer für reflektiertes, bewusstes Erleben statt eines rein technokratischen Updates der menschlichen Leistungsfähigkeit.

3 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass Bildung, als ein emotionaler, prozesshafter Weg, durch ungeprüftes Human Enhancement gefährdet ist.

Schlüsselwörter

Human Enhancement, Transhumanismus, Bildung, Emotionen, Selbstverständnis, Selbstoptimierung, Psychoanalyse, Leistungsgesellschaft, Medientechnologie, Ethik, Menschenbild, Selbstzüchtung, Reflexion, Humboldt, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht, inwieweit das Konzept des Human Enhancement im Transhumanismus eine ethische Herausforderung für den Bereich der Bildung darstellt und welche Auswirkungen diese Bestrebungen auf das emotionale Erleben des Menschen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die Felder der Bildungstheorie, der philosophischen Ethik des Transhumanismus, der Emotionspsychologie und der Psychoanalyse, um die Auswirkungen technologischer Selbstverbesserung auf den Bildungsbegriff zu analysieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, inwiefern Human Enhancement als Herausforderung für die Bildung angesehen werden kann. Zudem wird untersucht, welche Bedeutung Emotionen aus psychoanalytischer Sicht im Spannungsfeld von Selbstoptimierung und Bildung beigemessen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine heuristische, kritisch-argumentative Auseinandersetzung mit einschlägiger Literatur, wobei der Fokus auf bildungswissenschaftlichen, philosophischen und psychoanalytischen Diskursen liegt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Begriffe wie Transhumanismus und Bildung kritisch skizziert, der Wandel des Bildungsverständnisses in der Leistungsgesellschaft analysiert und die Rolle der Emotionen als fundamentale Bestandteile menschlicher Reflexion und Persönlichkeitsbildung herausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Human Enhancement, Transhumanismus, Bildung, Emotion, Selbstverständnis, Leistung, Ethik und Psychoanalyse stehen im Zentrum der Untersuchung.

Inwiefern beeinflusst Human Enhancement das Verständnis von Bildung?

Die Arbeit argumentiert, dass Human Enhancement Bildung nicht als inneren, prozesshaften Bildungsweg, sondern als technisches "Update" zur Effizienzsteigerung versteht, wodurch die eigentliche Persönlichkeitsentwicklung und notwendige Krisenerfahrung verloren gehen könnten.

Welche Rolle spielen Emotionen bei der Kritik am Human Enhancement?

Emotionen sind für die Autorin das Fundament des Menschseins; ihre Kontrolle oder Auslöschung zugunsten einer leistungsfähigeren, kognitiv gesteuerten Existenz würde den Menschen seiner subjektiven Erfahrungswelt und seiner moralischen Basis berauben.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Human Enhancement als ethische Herausforderung für Bildung und Emotion
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
MA Agnieszka Luka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1352736
ISBN (eBook)
9783346861917
ISBN (Buch)
9783346861924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Human Enhancement Transhumanismus Posthumanismus Pädagogik Emotionen Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Agnieszka Luka (Autor:in), 2019, Human Enhancement als ethische Herausforderung für Bildung und Emotion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1352736
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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