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Soziologische Dimensionen des Dopings - Lösungsstrategien betrugfreien Leistungssports

Titel: Soziologische Dimensionen des Dopings - Lösungsstrategien betrugfreien Leistungssports

Examensarbeit , 2009 , 101 Seiten , Note: 2

Autor:in: Christian Altkemper (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Fast täglich berichten die Medien über neue Dopingskandale aus dem Leistungssport: Im Gedächtnis bleiben prekäre Fälle wie der Dopingskandal der Tour de France 1998, das Geständnis Marion Jones bezüglich der Balco Affäre oder die Überführung des spanischen Skilangläufers Johann Mühlegg. Die Dopingproblematik scheint ungeahnte Ausmaße angenommen zu haben und kaum eine Sportart wurde nicht schon einmal von Dopingfällen überschattet. Dies führt dazu, dass herausragende Leistungen wie des achtfachen Goldmedaillengewinners Michael Phelps oder der Fabelweltrekort Usain Bolts bei den Olympischen Spielen in Peking unter einen generellen Dopingverdacht gestellt werden, obwohl beide nie positiv getestet wurden. Die Unschuldsvermutung, die jedem Menschen zusteht - jeder gilt solange als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist - scheint in den Medien keine Gültigkeit mehr zu haben: Sportler werden voreilig verurteilt, moralisch hinterfragt und als alleinige Übeltäter deklariert.
Das Forschungsinteresse dieser Arbeit ergibt sich folglich insbesondere aus der weit verbreiteten Annahme, dass der Athlet allein für den Konsum von Dopingmitteln verantwortlich ist und auf Grund der Annahme, dass die Hintergründe der Systemlogik des Leistungssports meist selten betrachtet werden. These dieser Arbeit ist, dass Doping nicht alleine auf das Fehlverhalten einzelner Sportler zurückzuführen ist, sondern unter der Berücksichtigung sich gegenseitig beeinflussender Dimensionen zu betrachten ist.
Das Thema der vorliegenden Arbeit lautet Soziologische Dimensionen des Dopings- Lösungsstrategien betrugfreien Leistungssports. Im Titel steckt bereits das konkrete Vorhaben dieser Arbeit: eine Analyse der soziologischen Dimensionen des Dopings und eine Analyse der derzeitigen Lösungsstrategien. Des Weiteren werden Überlegungen eines betrugfreien Leistungssports angestellt. Die Lösungsstrategien dieser Arbeit sollen über die bisher installierten Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen hinausgehen und aufzeigen, in welche Richtung zukünftig nach komplexitätsangemessenen Anti-Doping-Strategien gesucht werden sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Fragestellung dieser Arbeit

2 FORSCHUNGSGEGENSTAND DOPING

2.1 Die Problematik einer Doping-Definition

2.2 Das Verständnis von Doping in dieser Arbeit

3 SOZIOLOGISCHE DIMENSIONEN DES DOPINGS

3.1 Mikro-Ebene: Der Athlet im Fokus

3.1.1 Pfadabhängigkeit im Leistungssport

3.1.2 Leistungssportimmanenter Druck

3.1.3 Konkurrenzdilemma der Sportler

3.1.4 Doping als illegitime Bewältigungsstrategie

3.2 Meso-Ebene: Dopingstimulierende Umfeldakteure

3.2.1 Trainer

3.2.2 Ärzte

3.2.3 Verbände

3.3 Makro-Ebene: Gesellschaftliche Einflussfaktoren

3.3.1 Medien

3.3.2 Publikum

3.3.3 Politik und Wirtschaft

3.4 Zusammenfassung: Systemstruktur & Konstellationseffekt des Dopingproblems

4 LÖSUNGSSTRATEGIEN BETRUGFREIEN LEISTUNGSSPORTS

4.1 Das Doping-Kontrollsystem

4.1.1 Durchführung, Verantwortung und Auswahl der Kontrollen

4.1.2 Ziele des Kontrollsystems

4.1.3 Probleme des Dopingkontrollsystems

4.2 Aktuelle Präventionsmaßnahmen

4.3 Alternative Lösungsstrategien

4.3.1 Diskussion: Dopingfreigabe

4.3.1.1 Bewertung und Kritik der Dopingfreigabe

4.3.2 Alternative Kontrolltechniken

4.3.3 Lösungsansatz mit Hilfe eines Mehr-Ebenen-Modells

4.3.3.1 Strukturelle Veränderungen auf der Makro-Ebene

4.3.3.2 Präventionsmaßnahmen auf der Meso-Ebene

4.3.3.3 Präventionsmaßnahmen auf der Mikro-Ebene

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die soziologische Analyse des Dopingphänomens im Leistungssport, um aufzuzeigen, dass Doping kein isoliertes individuelles Fehlverhalten ist, sondern ein systemisches Konstellationsproblem, das auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen entsteht.

  • Analyse der soziologischen Faktoren des Dopings auf Mikro-, Meso- und Makro-Ebene.
  • Untersuchung von Pfadabhängigkeiten und Systemzwängen im Spitzensport.
  • Kritische Evaluation bestehender Dopingkontrollsysteme und Präventionsmaßnahmen.
  • Entwicklung eines Mehrebenen-Modells für komplexitätsangemessene Lösungsansätze.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Pfadabhängigkeit im Leistungssport

In diesem Kapitel sollen nun Möglichkeiten, aber auch Nöte von Sportlern im Leistungssport mit Hilfe von biografischen Überlegungen sowie die typischen Gemeinsamkeiten von Athletenbiografien herausgearbeitet werden, um damit die gegenwärtige Dopingmentalität im zeitgenössischen Leistungssport soziologisch verstehen zu können.

Eine biografietheoretische Betrachtung beschreibt den Vorgang der schrittweisen Selbstfestlegung einer Person. Das in dieser Untersuchung wichtigste Merkmal von Biografien im Leistungssport ist ihre Pfadabhängigkeit. Soziale Zwänge und Gelegenheiten grenzen den Spielraum der Lebensgestaltung erheblich ein. Dabei ist zu beachten, dass jede Selbstfestlegung in einer unterschiedlich großen Unwissenheit darüber geschieht, wohin eine bestimmte Entscheidung, ein bestimmter Pfad führt (vgl. March, 2004, S. 98). Personen können niemals ihre ganze Biografie überblicken und vorausplanen. An Scheidewegen rücken allenfalls wenige nächste Schritte und Möglichkeiten ins Visier. Der Einzelne weiß, dass er sich festlegt, er weiß aber nicht, worauf er sich damit längerfristig einlässt.

Festlegungen eröffnen sicherlich neue Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft, schließen jedoch ungleich mehr ungewollte – aber eventuell später einmal vermisste – Optionen aus. Dieser Vorgang beinhaltet somit eine sukzessive Spezialisierung. Hat sich eine Person für einen Pfad entschieden, sind fortan die meisten anderen Möglichkeiten ausgeschlossen (vgl. Bette & Schimank, 2006a, S. 119f.).

Im Leistungssport zeigen sich die oben genannten Merkmale in einer spezifisch zugespitzten und eigentümlichen Weise. Sportlerkarriere sind aufgrund der geringen Erfolgsaussichten besonders stark von einer Pfadtreue abhängig, die die biografische Fixierung schnell fortschreiten lässt und eine Abweichung vom beschrittenen Pfad unwahrscheinlich macht (vgl. March, 2004, S. 98).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Dopingproblematik als systemisches Problem und Definition des sportsoziologischen Forschungsinteresses.

2 FORSCHUNGSGEGENSTAND DOPING: Auseinandersetzung mit der Schwierigkeit einer trennscharfen Definition von Doping und Etablierung eines Arbeitsverständnisses.

3 SOZIOLOGISCHE DIMENSIONEN DES DOPINGS: Analyse der Ursachen von Doping auf Mikro-, Meso- und Makro-Ebene als systembedingtes Handeln.

4 LÖSUNGSSTRATEGIEN BETRUGFREIEN LEISTUNGSSPORTS: Kritische Bewertung aktueller Dopingbekämpfung und Entwurf eines Mehrebenen-Modells als Lösungsansatz.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Möglichkeiten zur Dopingbekämpfung.

Schlüsselwörter

Doping, Leistungssport, Sportsoziologie, Pfadabhängigkeit, Systemlogik, Dopingprävention, Mehrebenen-Modell, Dopingkontrolle, Sportethik, Leistungsindividualismus, Umfeldakteure, Wettkampfzwang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Doping nicht als moralisches Versagen des einzelnen Athleten, sondern als ein komplexes soziologisches Problem, das durch systemische Bedingungen im Leistungssport entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die soziologischen Dimensionen auf Mikro-, Meso- und Makro-Ebene, die Analyse von Systemzwängen, das Konkurrenzdilemma der Athleten sowie eine kritische Prüfung aktueller Anti-Doping-Strategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Doping ein „Konstellationsproblem“ ist und dass eine wirksame Dopingbekämpfung nicht nur den Athleten, sondern das gesamte Umfeld und die gesellschaftlichen Strukturen einbeziehen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sportsoziologische Analyse, die auf der Auswertung vorhandener theoretischer Konzepte, empirischer Studien und systemtheoretischer Überlegungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Dopingproblematik auf drei Ebenen: den Athleten (Mikro), sein direktes Umfeld wie Trainer und Verbände (Meso) sowie gesellschaftliche Einflussfaktoren wie Medien und Wirtschaft (Makro).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Doping, Leistungssport, Soziologische Dimensionen, Dopingfalle, Systemlogik, Pfadabhängigkeit und Prävention.

Warum reicht das aktuelle Dopingkontrollsystem nach Ansicht des Autors nicht aus?

Das System leidet unter Vollzugsdefiziten, ist logistisch und finanziell begrenzt und kann die strukturellen Anreize für Doping, die tief in der Systemlogik des Sports verwurzelt sind, nicht effektiv neutralisieren.

Inwiefern beeinflussen Trainer und Ärzte den Dopingkonsum?

Sie stehen selbst unter hohem Erfolgsdruck und sind oft von den Ergebnissen der Athleten abhängig, wodurch sie das Doping entweder direkt fördern, durch ihre Unterstützung ermöglichen oder es stillschweigend dulden.

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziologische Dimensionen des Dopings - Lösungsstrategien betrugfreien Leistungssports
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
2
Autor
Christian Altkemper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
101
Katalognummer
V135190
ISBN (Buch)
9783640423972
ISBN (eBook)
9783640427864
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologische Dimensionen Dopings Lösungsstrategien Leistungssports
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Altkemper (Autor:in), 2009, Soziologische Dimensionen des Dopings - Lösungsstrategien betrugfreien Leistungssports, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/135190
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Leseprobe aus  101  Seiten
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