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Zum professionellen Umgang von Lehrkräften mit Homosexualität in der Schule

Schluss mit "Du Scheißschwuchtel"

Titel: Zum professionellen Umgang von Lehrkräften mit Homosexualität in der Schule

Hausarbeit , 2020 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Oliver Fröhlich (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit wird zu Beginn die aktuelle Situation von homosexuellen Schüler*innen an Schulen sowie das Verhalten von Lehrkräften in den Blick nehmen, bevor dann basierend auf verschiedenen empirischen Befunden die wichtigsten Aspekte eines professionellen und damit förderlichen Umgangs von Lehrkräften mit Homosexualität vorgestellt und diskutiert werden sollen. Die Hausarbeit schließt mit einem Ausblick.

„Immer noch die ‚Scheißschwuchtel‘.“ So lautet der Titel eines Zeit-Online-Artikels von Parvin Sadigh aus dem Jahr 2019 und an diesen lehnt sich auch der Titel dieser Hausarbeit an. In dem Artikel wird einerseits die These aufgegriffen, dass es für Jugendliche heutzutage ja viel leichter sein müsse, mit ihrer Homosexualität umzugehen oder sich gar zu outen, als noch vor einigen Jahren. Man könnte naiv behaupten, dass ja in den letzten Jahren viel passiert sei, um Gleichberechtigung und Akzeptanz zu erreichen und Vorurteile sowie Diskriminierungen zu vermindern. Diesen Glaubenssatz scheint auch eine beträchtliche Anzahl an Lehrer*innen zu pflegen, denn es ist eines der Hauptargumente für Nicht-Thematisierung von Homosexualität im Unterricht. Der Artikel zeigt dann jedoch an zwei Beispielen auf, wie viel Aufklärung tatsächlich noch notwendig ist.
Stefan Timmermanns hat bereits in seinem 2008 erschienenen Buch zum Thema klargestellt, wie „weit entfernt [wir] von einem selbstverständlichen, akzeptierenden Umgang mit Mädchen oder Jungen sind, die sich in eine Person des gleichen Geschlechts verlieben“ . Neuere empirische Daten zeigen entgegen der weitläufigen Meinung, dass sich daran bis heute, zumindest bezogen auf den Umgang mit dem Thema in der Schule, eher wenig geändert hat. Vor dem Hintergrund, dass statistisch betrachtet in jeder Schulklasse ein bis zwei Lernende sitzen, die lesbisch oder schwul sind, ist das eine prekäre Lage. Blumenthal (2015) schätzt diese Zahl sogar noch als „konservativ geschätzt“ ein und betont darüber hinaus, dass „eine noch höhere Anzahl von Jugendlichen [existiert], welche gleichgeschlechtliche Erfahrungen gemacht hat oder noch machen wird.“ Trotzdem ist das Thema bisher in den Schulen kaum präsent und Schmidt & Schondelmayer (2015) zeigen auf, wie unprofessionell sich Lehrkräfte auf diesem Terrain teilweise verhalten und wie hilflos und unwissend sie sich im Umgang mit dem Thema fühlen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangslage – Theoretischer Hintergrund

3. Der professionelle Umgang - Befunde aus wissenschaftlichen Studien

4. Diskussion der empirischen Befunde

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die aktuelle Situation von homosexuellen Schülern und Schülerinnen an deutschen Schulen sowie die Rolle und das Verhalten von Lehrkräften. Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse aufzuzeigen, wie ein professioneller, diskriminierungssensibler und förderlicher Umgang mit dem Thema Homosexualität im schulischen Kontext gestaltet werden kann.

  • Die Lebensrealität von lesbischen, schwulen und queeren Jugendlichen im Schulalltag.
  • Herausforderungen und Hemmnisse für Lehrkräfte bei der Thematisierung sexueller Vielfalt.
  • Die Notwendigkeit einer reflexiven Professionalisierung des Lehrpersonals.
  • Ansätze zur Etablierung eines diskriminierungsfreien und unterstützenden Schulklimas.

Auszug aus dem Buch

3. Der professionelle Umgang - Befunde aus wissenschaftlichen Studien

In der Forschungsliteratur finden sich viele verschiedene Ansätze und Ideen dazu, wie professionell mit Homosexualität im Kontext Schule umgegangen werden kann. Timmermanns (2008) bringt zum Ausdruck, dass bezüglich des Umgangs schon das Schulprogramm die Grundlage darstellen muss, indem in diesem der anerkennende Umgang miteinander sowie Respekt und die Verurteilung jeglicher Form von Diskriminierung als Maximen festgehalten werden (S. 62). Als Empfehlung für Lehrkräfte nennt er außerdem, dass diese das Hintergrundwissen der Schüler*innen erweitern müssten, indem sie diesen beispielsweise helfen, den ihnen bekannten Sexualbegriff zu erweitern oder auch die Menschen- und Grundrechte als Bezugspunkte zu nutzen (ebd. S. 65). Letzteres fordert auch Burmann eindringlich (2015), die darin eine starke Möglichkeit der Vermittlung sieht, wenn sie betont: „Das wirklich Starke und Positive der Menschenrechte ist nicht das Trennende sondern immer das Einende, das für eben jeden Menschen gleich geltende Recht auf Rechte“ (S. 298). Zum professionellen Umgang mit Homosexualität gehört in diesem Kontext auch, eine kritische und reflektierte Auseinandersetzung mit den auf Vielfalt bezogenen gesellschaftlichen Verhältnissen zu ermöglichen, indem Normen und Zwänge, gerade auch unter Berücksichtigung der Dominanz der heteronormativen Perspektive, hinterfragt werden (Timmermanns & Tuider 2008, S. 18-19).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas angesichts der anhaltenden Diskriminierung von Jugendlichen und der unzureichenden Auseinandersetzung damit im Schulalltag.

2. Die Ausgangslage – Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel analysiert die problematischen Rahmenbedingungen an Schulen und verdeutlicht, warum Homosexualität dort oft ein Tabuthema bleibt.

3. Der professionelle Umgang - Befunde aus wissenschaftlichen Studien: Hier werden didaktische Ansätze und Strategien für Lehrkräfte vorgestellt, um Vielfalt im Unterricht professionell und inklusiv zu thematisieren.

4. Diskussion der empirischen Befunde: Dieses Kapitel fasst zusammen, welche Kernkompetenzen Lehrkräfte benötigen, insbesondere im Bereich der Selbstreflexion, um Vorurteile effektiv abzubauen.

5. Ausblick: Der Ausblick betont die Notwendigkeit einer besseren Ausbildung von Lehrkräften, um Homosexualität als natürliche Vielfalt statt als Problem im Schulalltag zu etablieren.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Schule, Lehrkräfte, sexuelle Vielfalt, Diskriminierung, Professionalisierung, Pädagogik, Diversität, Menschenrechte, Selbstreflexion, Heteronormativität, Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten für Lehrkräfte, Homosexualität im schulischen Alltag professionell, wertschätzend und diskriminierungsfrei zu thematisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Abbau von Diskriminierung (z.B. gegen Beleidigungen wie "Schwuchtel"), die Förderung von Akzeptanz, die Reflexion über Heteronormativität und der Umgang mit Vielfalt im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie eine professionelle Haltung von Lehrkräften gegenüber sexueller Vielfalt entwickelt werden kann, um betroffene Schüler und Schülerinnen bestmöglich zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung aktueller Forschungsliteratur, empirischer Studien und didaktischer Konzepte zum Themenfeld der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert bestehende Forschungsergebnisse zu den Lebensumständen homosexueller Jugendlicher sowie konkrete Strategien für Lehrkräfte, wie sie Vorwissen nutzen und ein diskriminierungsfreies Klima schaffen können.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Homosexualität, Heteronormativität, professionelles pädagogisches Handeln, Menschenrechtsbildung und sexuelle Diversität.

Warum spielt die Selbstreflexion der Lehrkraft eine so wichtige Rolle?

Die Arbeit argumentiert, dass eine professionelle Begleitung in diesem Bereich nur dann gelingen kann, wenn Lehrkräfte ihre eigenen unbewussten Vorurteile und Haltungen gegenüber Vielfalt kritisch hinterfragen.

Welche Rolle spielt das Fach Biologie bei dieser Thematik?

Die Arbeit betont, dass das Thema sexuelle Vielfalt nicht nur in der Biologiedidaktik verortet werden darf, sondern ein fachübergreifendes Anliegen der gesamten Schule sein muss.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum professionellen Umgang von Lehrkräften mit Homosexualität in der Schule
Untertitel
Schluss mit "Du Scheißschwuchtel"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Lebenswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Gender, Diversity und sexuelle Vielfalt im Fachunterricht
Note
2,0
Autor
Oliver Fröhlich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
10
Katalognummer
V1351233
ISBN (eBook)
9783346860910
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang lehrkräften homosexualität schule schluss scheißschwuchtel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Fröhlich (Autor:in), 2020, Zum professionellen Umgang von Lehrkräften mit Homosexualität in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1351233
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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