Jugendliche werden von Pädagog:innen in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen betreut, begleitet und unterstützt. Da diese Jugendlichen aus unterschiedlichen Gründen entweder phasenweise oder dauerhaft nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, werden sie mit fremden Pädagog:innen konfrontiert, die stellvertretend Teile der Erziehungs- und Beziehungsarbeit übernehmen. Infolgedessen setzt sich die Praxisarbeit mit folgender Forschungsfrage auseinander: "Wie gehen Pädagog:innen mit der Handlungsantinomie Nähe und Distanz in der stationären Kinder- und Jugendhilfe mit der Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen um?"
Zur Beantwortung der Forschungsfrage gliedert sich die Praxisarbeit in vier Teile. Innerhalb des ersten Abschnitts wird eine Einleitung dargelegt. Der zweite Abschnitt legt die traumapädagogischen Grundlagen dar, welche unterschiedliche Themenschwerpunkte beinhalten. Um eine theoretische Grundlage für das inhaltliche Verständnis zu schaffen, stellt dieses Kapitel die signifikanten Aspekte des Traumas, der Traumapädagogik, der traumapädagogischen Grundhaltung und eines Handlungsansatzes dar.
Der dritte Abschnitt befasst sich mit dem Themenkomplex der Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe. Dabei wurde eine empirische Untersuchung, in Form von einer qualitativen halbstrukturierten schriftlichen Befragung, durchgeführt. Während des Resümees werden die Ergebnisse der Praxisarbeit und ein Ausblick dargelegt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Traumapädagogische Grundlagen
- 2.1 Trauma
- 2.2 Traumapädagogik
- 2.3 Traumapädagogische Grundhaltung
- 2.4 Traumapädagogischer Handlungsansatz: Bindungskonzept - Handlungsantinomie Nähe und Distanz
- 3 Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe
- 3.1 Forschungsmethode
- 3.2 Forschungsergebnisse
- 3.2.1 Kategorie 1: Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen in Bezug auf das Nähe-Distanz-Verhältnis
- 3.2.2 Kategorie 2: Risikofaktoren der Handlungsantinomie Nähe und Distanz für die Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen
- 4 Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Praxisarbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Handelns im Kontext traumatisierter Jugendlicher in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Die Forschungsfrage lautet: "Wie gehen Pädagog*innen mit der Handlungsantinomie Nähe und Distanz in der stationären Kinder- und Jugendhilfe mit der Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen um?".
- Traumapädagogische Grundlagen: Trauma, Traumapädagogik, traumapädagogische Grundhaltung und der Handlungsansatz des Bindungskonzepts
- Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen: Untersuchung der Herausforderungen und Chancen der Handlungsantinomie Nähe und Distanz
- Risikofaktoren der Handlungsantinomie: Identifizierung und Analyse der Faktoren, die die Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen erschweren
- Empirische Untersuchung: Analyse der Ergebnisse einer qualitativen halbstrukturierten schriftlichen Befragung von Pädagog*innen
- Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, Diskussion der Implikationen für die Praxis und zukünftige Forschungsrichtungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung erläutert den Kontext der Arbeit und stellt die Forschungsfrage vor. Das zweite Kapitel beleuchtet die traumapädagogischen Grundlagen, indem es Trauma, Traumapädagogik, die traumapädagogische Grundhaltung und den bindungsorientierten Handlungsansatz mit der Handlungsantinomie Nähe und Distanz behandelt. Das dritte Kapitel widmet sich der Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe und beinhaltet die Beschreibung der Forschungsmethode und die Analyse der Forschungsergebnisse.
Schlüsselwörter
Traumapädagogik, Handlungsantinomie, Nähe und Distanz, Beziehungsgestaltung, traumatisierte Jugendliche, Kinder- und Jugendhilfe, Bindungskonzept, Risikofaktoren, qualitative Forschung, empirische Untersuchung, Praxisarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Handlungsantinomie von Nähe und Distanz?
Es beschreibt das Spannungsfeld in der pädagogischen Arbeit, in dem Fachkräfte gleichzeitig emotionale Nähe für eine vertrauensvolle Beziehung und professionelle Distanz zur Wahrung der Objektivität benötigen.
Wie gehen Pädagogen mit traumatisierten Jugendlichen um?
Die Arbeit untersucht dies anhand einer empirischen Befragung und beleuchtet Strategien zur Beziehungsgestaltung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe.
Welche Rolle spielt die Traumapädagogik in diesem Kontext?
Traumapädagogik bietet die theoretische Grundlage und Handlungsansätze, um die besonderen Bedürfnisse und Verhaltensweisen traumatisierter Jugendlicher zu verstehen und professionell darauf zu reagieren.
Welche Risikofaktoren gibt es bei der Beziehungsgestaltung?
Die Untersuchung identifiziert Faktoren, die das Nähe-Distanz-Verhältnis belasten können, wie etwa Re-Traumatisierungen oder mangelnde institutionelle Unterstützung.
Was ist das Ziel dieser Praxisarbeit?
Ziel ist die Analyse der Möglichkeiten und Grenzen pädagogischen Handelns bei der Betreuung Jugendlicher, die nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können.
Welche Forschungsmethode wurde verwendet?
Es wurde eine qualitative, halbstrukturierte schriftliche Befragung von pädagogischen Fachkräften durchgeführt.
- Quote paper
- Sarah Sucher (Author), 2023, Handlungsantinomien und pädagogische Professionalität. Umgang mit der Handlungsantinomie Nähe und Distanz bei traumatisierten Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1348072