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Das positive Bild Mehmets II. des Eroberers im humanistischen Italien seiner Zeit

Title: Das positive Bild Mehmets II. des Eroberers im humanistischen Italien seiner Zeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 24 Pages , Grade: 3

Autor:in: Marius Dimter (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Diese Hauptseminararbeit beschäftigt sich mit dem positiven Sichtweisen über Mehmet II. den Eroberer. Er wurde zwar vom Großteil der humanistisch christlichen Welt für einen grausamen und diabolischen Feind des Abendlandes gehalten, es gab jedoch auch Ausnahmen, die sich ihm zuwandten, so wie Georg von Trapezunt, Mario Filelfo und sogar der Papst - Enea Silvio Piccolomini.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Reaktionen auf den Zerfall des byzantinischen Reichs

2.1 Verurteilung der Schandtaten Mehmets II.

2.2 Beziehungswandel zwischen Mehmet II. und dem Westen

2.3 Brief Pius’ II. an Mehmet II.

3 Annäherungsversuche an Mehmet II.

3.1 Die Amyris des Giovanni Mario Filelfo

3.2 Die Bekehrungsidee Georgs von Trapezunt

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die ambivalenten Reaktionen europäischer Humanisten auf den Aufstieg von Sultan Mehmet II. nach dem Fall Konstantinopels, wobei sie insbesondere das Spannungsfeld zwischen der etablierten Kreuzzugsideologie und den Versuchen einzelner Gelehrter beleuchtet, durch Diplomatie, Bekehrung oder kulturelle Annäherung einen konstruktiven Dialog zu etablieren.

  • Die Transformation des Feindbildes „Mehmet II.“ in der humanistischen Kreuzzugsliteratur.
  • Analyse politischer und religiöser Motive hinter Bekehrungsversuchen (u.a. durch Papst Pius II.).
  • Die Rolle von Giovanni Mario Filelfo und seinem Epos „Amyris“ als Beispiel für eine philotürkische Haltung.
  • Das Wirken von Georg von Trapezunt und seine apokalyptisch geprägte Bekehrungsstrategie.
  • Der Konflikt zwischen pragmatichen Interessen und dem kirchlich-politischen Diktat jener Zeit.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Bekehrungsidee Georgs von Trapezunt

Als letzter, deutlich Kontakt suchender Gelehrter, der sich mit Mehmet II. beschäftigte, soll in dieser Arbeit, die Herangehensweise Georgs von Trapezunt erörtert werden. Man muss hierbei von vorneweg einen Unterschied zwischen seiner Türken freundlichen Phase und seiner übrigen Wirkungszeit machen. Der Fokus soll jedoch klar auf Ersterer liegen. Auch soll nicht sein Gesamtwerk erläutert werden, es geht konkret um sein Bestreben, den Sultan von seiner Vision zu überzeugen. Georg von Trapezunt kam wie auch viele der bereits vorher erwähnten Humanisten zunächst als Lehrer des Griechischen im Zuge der letzten Jahre Byzanz’ unter griechischer Herrschaft nach Italien. Er konnte sich nach einem Studium des Lateinischen durch Übersetzungen etablieren und bald nach seinem Übertritt zur römischen Kirche 1426 eine Ämterlaufbahn an der Kurie einschlagen. Im breiten Kreise der italienischen Humanisten galt Georg von Trapezunt jedoch als Außenseiter, wenn er auch zeitweise Mitglied im wohl wichtigsten Gelehrtenkreis um seinen philosophischen Widersacher Bessarion war. Seine dreifache Inhaftierung, wobei das letzte Mal im Zusammenhang mit dem Kontakt zu Mehmet II. zu sehen ist, mag dies zusätzlich unterstreichen.

Seine Ansichten liefen dem allgemeinen Zeitgeist offensichtlich mehr als einmal zuwider. Wie auch Pius II. sieht – in dem gebietenden Ton vergleichbar des Endes einer großen Rede - Georg den osmanischen Herrscher als Friedensstifter, der die Völker unter der Flagge des Christentums vereinen kann:

Sic tuam animam lucrifacies, sic Turcorum populo bene consules, sic tuae cogitationes adimpleri poterunt, sic tuum nomen in saecula celebrabitur, sic te omnis Graecia, omnis Italia, omnis Europa demirabitur, sic Latinae te litterae, sic Graecae, sic Hebraicae, sic Arabicae, sic omnes barbarae celebrabunt, sic nulla aetas de tuis laudibus conticescet, sic pacis auctor et fundator quietis appallaberis, sic te Turci abimarum suarum repertorem et Christiani suae vitae conservatorem vocabunt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Konzeption der Arbeit ein, die aus dem Hauptseminar „Humanismus an der Kurie“ entstanden ist und die Reaktionen auf den Fall Konstantinopels untersucht.

2 Reaktionen auf den Zerfall des byzantinischen Reichs: Dieses Kapitel skizziert den allgemeinen Stimmungswandel und die ablehnenden Reaktionen sowie die Ängste der europäischen Elite nach der Eroberung Konstantinopels.

2.1 Verurteilung der Schandtaten Mehmets II.: Hier werden die zeitgenössischen Diffamierungen des Sultans als „Großtürke“ und die literarische Verarbeitung der Gräueltaten während der Eroberung analysiert.

2.2 Beziehungswandel zwischen Mehmet II. und dem Westen: Der Abschnitt beleuchtet die pragmatischen, teils geheimen Kontakte italienischer Mächte und Denker zum osmanischen Hof vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Interessen.

2.3 Brief Pius’ II. an Mehmet II.: Dieses Kapitel widmet sich dem ungewöhnlichen Versuch des Papstes, Mehmet II. durch einen diplomatischen Brief zum Christentum zu bekehren, und analysiert dessen politische Hintergründe.

3 Annäherungsversuche an Mehmet II.: Dieses Kapitel führt den Schlussteil der Arbeit ein und stellt die Bemühungen verschiedener „philotürkischer“ Humanisten dar, eine Verbindung zum Sultan aufzubauen.

3.1 Die Amyris des Giovanni Mario Filelfo: Der Fokus liegt auf der Analyse von Filelfos Heldengedicht, das den Sultan in einem ungewöhnlich positiven, heroisierenden Licht darstellt.

3.2 Die Bekehrungsidee Georgs von Trapezunt: Hier wird das Bestreben von Georg von Trapezunt untersucht, den Sultan durch intellektuelle Überzeugung und eine apokalyptische Weltsicht für das Christentum zu gewinnen.

4 Zusammenfassung: Das Fazit fasst zusammen, dass diese Annäherungsversuche eine Minderheitenmeinung blieben und die humanistische Ideologie letztlich von einem überlegenen, eurozentrischen Selbstverständnis geprägt war.

Schlüsselwörter

Humanismus, Mehmet II., Fall von Konstantinopel, Kreuzzugsliteratur, Pius II., Georg von Trapezunt, Giovanni Mario Filelfo, Amyris, Bekehrung, Osmanisches Reich, Renaissance, Diplomatie, Feindbild, Christentum, Islam.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie zeitgenössische Humanisten im Italien des 15. Jahrhunderts auf den Aufstieg des osmanischen Sultans Mehmet II. reagierten und welche intellektuellen Strategien sie entwickelten, um mit dem neuen Machtfaktor im Osten umzugehen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen das veränderte Feindbild des „Großtürken“, die Rolle des Kreuzzugsgedankens in der Renaissance sowie der Spannungsgegensatz zwischen ideologischer Ablehnung und dem Bedürfnis nach diplomatischem Austausch.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, warum einige Humanisten trotz der vorherrschenden Stimmung der Ablehnung versuchten, Mehmet II. durch Texte oder direkte Bekehrungsversuche positiv zu beeinflussen oder als potenziellen Partner zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse, bei der ausgewählte zeitgenössische Quellen, Briefwechsel und Epen (insbesondere die „Amyris“) kritisch in ihren historischen Kontext eingeordnet werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Reaktionen auf den Untergang Byzanz, den Brief von Papst Pius II. an den Sultan sowie detaillierte Fallstudien zu den Schriften von Giovanni Mario Filelfo und Georg von Trapezunt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Humanismus, Kreuzzugsliteratur, Bekehrungsidee, translatio imperii und der ambivalente Umgang mit dem „Anderen“ in der Renaissance.

Wie bewertet der Autor das Verhalten von Papst Pius II.?

Der Autor sieht in dem Bekehrungsbrief des Papstes weniger eine ernsthafte religiöse Mission als vielmehr ein hochgradig pragmatisches, politisch motiviertes Kalkül, um in einer aussichtslosen militärischen Lage eine letzte diplomatische Option zu wahren.

Was macht das Epos „Amyris“ so bemerkenswert für die Forschung?

Es ist ein seltenes Beispiel für ein humanistisches Werk, das den „Feind“ Mehmet II. nicht nur dämonisiert, sondern durch den Rückgriff auf antike Heldenmythen (wie die Trojaner-Abstammung) geradezu heroisch stilisiert, um eine Gerechtigkeitsformel für die Eroberungen zu finden.

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Details

Title
Das positive Bild Mehmets II. des Eroberers im humanistischen Italien seiner Zeit
College
LMU Munich
Grade
3
Author
Marius Dimter (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V134710
ISBN (Book)
9783640420261
ISBN (eBook)
9783640420421
Language
German
Tags
Bild Mehmets Eroberers Italien Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Dimter (Author), 2008, Das positive Bild Mehmets II. des Eroberers im humanistischen Italien seiner Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/134710
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