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Die Argumente von Benua (1997) gegen die stratale Optimalitätstheorie in der Analyse

Titel: Die Argumente von Benua (1997) gegen die stratale Optimalitätstheorie in der Analyse

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 3

Autor:in: Andre Schuchardt (Autor:in)

Anglistik - Linguistik

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Benua (1997) argumentierte gegen Stratale Optimalitätstheorie (SOT), weil diese stipulieren müsse, zu unrestriktiv sei und falsche Vorhersagen machen würde. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass ihre Argumente dank des neuen Modells von Bermúdez-Otero (forthcoming) größtenteils nicht mehr zutreffen. Weiter zeigt sich, dass diejenigen Argumente, die doch zutreffen, ebenso auch auf ihr Modell zu beziehen sind. Letztlich ergibt sich auch, dass SOT mehr als Benuas Modell beherrscht und scheinbar eine Erweiterung oder Ergänzung von ihrem Modell ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Benuas Argumente gegen stratale Modelle

2.1. Serialität

2.2. Opazität nur als Nebenprodukt

2.3. Typologische Vielfalt und Restriktivität

2.4 Weitere Stipulationen

2.5. Richness of the Input

2.6. Gebundene Stämme

2.7. mn-Simplifizierung im Englischen

3. Probleme von TCT, die SOT beherrscht

3.1. Nicht-paradigmatische Opazität

3.2. Asymmetrische Beziehungen

3.3. Englischer und albanischer Akzent

3.4. Masked bases in Highland Ecuadorian Spanish

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Argumente von Laura Benua (1997) gegen die stratale Optimalitätstheorie (SOT) und stellt diese neueren Modellen, insbesondere dem Ansatz von Bermúdez-Otero, gegenüber. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, ob Benuas Einwände – wie etwa zur Serialität, Opazität oder typologischen Restriktivität – angesichts heutiger strataler OT-Modelle noch Bestand haben oder durch diese entkräftet werden können.

  • Vergleich zwischen Transderivational Constraints Theory (TCT) und strataler Optimalitätstheorie (SOT).
  • Analyse der Serialität innerhalb phonologischer Modelle.
  • Untersuchung von Opazitätseffekten und dem Konzept der 'Fake Cyclicity'.
  • Diskussion über typologische Restriktivität und das Prinzip 'Richness of the Input'.
  • Evaluation der Erklärungskraft beider Theorien anhand sprachwissenschaftlicher Fallbeispiele (z. B. englischer Akzent, westgermanische Geminierung).

Auszug aus dem Buch

2.1. Serialität

Als erstes Argument erwähnt sie natürlich die Serialität. Eine SOT müsse multiple (Sub-)Grammatiken haben, die seriell verlinkt sind, so Benua (1997: 83f). Dies widerspräche aber den Grundannahmen der OT, die ja strikt parallel ist. Ihre TCT dagegen, so behauptet sie, sei parallel und hält sich damit an die Grundannahmen der OT. Hierzu muss bzw. kann man einiges sagen.

Bermúdez-Otero (forthcoming: 1) antwortet, die Kernprinzipien von OT erlauben sehr wohl, dass ein OT-Modell zyklisch und damit seriell ist. Zumindest könne man nicht beweisen, dass es das nicht sein dürfe. Der Grund dafür ist einfach die Opazität, welche für die klassische OT ein Problem darstellt und für die weitere Annahmen gemacht werden müssen. Wie sich noch zeigt, wird ein serielles Modell benötigt. In SOT durchläuft jeder Zyklus GEN und EVAL, was Bermúdez-Otero (2002) so darstellt:

(1) P(x) = Eval(Gen(x))

EVAL ist hierbei intern parallel. Insofern ist es eigentlich fast dasselbe, was Benua gesagt hat, ihre Evaluation sei ihrer Behauptung nach auch intern parallel. In beiden Modellen ist die Parallelität aber eigentlich nur Illusion (Collie (2007). TCT erreiche diese über seine 'Rekursive Evaluation'. Beide Modelle sind also funktional seriell, nur algorithmisch nicht unbedingt, so Bermúdez-Otero (forthcoming: 17f). Er argumentiert, dass SOT und TCT beide seriell und kompositional vorgehen: die Phonologie eines derivierten Wortes sei jedenfalls eine kompositionale Funktion (Bermúdez-Otero, 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der Optimalitätstheorie (OT) und Vorstellung der TCT sowie des Vergleichsmodells SOT.

2. Benuas Argumente gegen stratale Modelle: Systematische Widerlegung einzelner Kritikpunkte Benuas, darunter Serialität, Opazität und typologische Aspekte.

3. Probleme von TCT, die SOT beherrscht: Gegenüberstellung von TCT und SOT an konkreten linguistischen Phänomenen, bei denen SOT eine höhere Erklärungskraft aufweist.

4. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung, die SOT eine Überlegenheit gegenüber TCT attestiert und die Notwendigkeit von Zyklen in der OT unterstreicht.

Schlüsselwörter

Optimalitätstheorie, SOT, TCT, Phonologie, Serialität, Opazität, Fake Cyclicity, Bermúdez-Otero, Laura Benua, Akkordanz, Sprachwissenschaft, Akzentzuweisung, morphologische Domänen, Typologie, Transderivational Constraints Theory

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Kritik von Laura Benua an der stratalen Optimalitätstheorie (SOT) und bewertet diese vor dem Hintergrund modernerer Modelle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf phonologischen Prozessen, der Serialität innerhalb der Theorie, dem Umgang mit Opazität und der typologischen Restriktivität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu beweisen, dass die Kritik an der SOT weitgehend entkräftet werden kann und die SOT der TCT in ihrer theoretischen Erklärungskraft überlegen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und einen Modellvergleich, gestützt auf die Argumentation von Fachautoren wie Bermúdez-Otero und Collie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die direkte Widerlegung von Benuas Thesen (z.B. zur Serialität und Opazität) sowie die Aufarbeitung von Problemfeldern, die SOT besser lösen kann als TCT.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind SOT, TCT, Phonologie, Serialität, Opazität, Fake Cyclicity und linguistische Modellbildung.

Was genau ist 'Fake Cyclicity' im Kontext dieser Arbeit?

Es ist ein zentrales Konzept der SOT, das erklärt, wie Stratum Eins intern nicht zyklisch agiert, aber dennoch durch den Wiedereintritt in die Derivation phonologische Eigenschaften bewahrt.

Warum wird die TCT laut Autor als der SOT "eng verwandt" bezeichnet?

Da beide Ansätze in der Praxis seriell und kompositional vorgehen, wird die ursprüngliche Abgrenzung der TCT zur SOT als zunehmend hinfällig betrachtet.

Kann die SOT die englische Akzentzuweisung erklären?

Ja, der Autor zeigt auf, dass SOT das Verhältnis zwischen kontrastivem und systematischem Akzent innerhalb eines einzigen Rankings konsistent abbilden kann.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Argumente von Benua (1997) gegen die stratale Optimalitätstheorie in der Analyse
Hochschule
Universität Leipzig  (Linguistik)
Note
3
Autor
Andre Schuchardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V134494
ISBN (Buch)
9783640420834
ISBN (eBook)
9783640420957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Argumente Benua Optimalitätstheorie Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andre Schuchardt (Autor:in), 2009, Die Argumente von Benua (1997) gegen die stratale Optimalitätstheorie in der Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/134494
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Leseprobe aus  16  Seiten
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