Im Verlauf dieses Scientific Essays werde ich zunächst die wesentlichen geschichtlichen Etappen erläutern und abschließend klären, inwieweit wir aus der Geschichte gelernt haben. Aufgrund der formalen Vorgabe, besteht hier leider nur die Möglichkeit, die Themen oberflächlich anzuschneiden.
In der Geschichte der Menschheit mussten Menschen mit Behinderungen einiges über sich ergehen lassen. Es gab keine speziellen Unterscheidungen zwischen den Behinderungen, ob geistig oder körperlich war weniger von Interesse. Sie wurden als Krüppel beschimpft, als Belustigung missbraucht, als Strafe Gottes verteufelt, als Jahrmarktattraktion und Monster ausgestellt oder sogar im Rahmen der "Euthanasie-Projekte" im 20. Jahrhundert umgebracht. Ähnlich wie in der Frauenbewegung fehlten ihnen lange Zeit die Rechte um überhaupt am gesellschaftlichen Geschehen teilzunehmen. Mittlerweile wurde in den Bereichen von Teilhabe, rechtlichen Grundlagen und Lebensbedingungen deutlich nachgebessert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
3 Urgeschichtliche Zeit
4 Mittelalter und frühe Neuzeit
5 1. Weltkrieg und NS Zeit
6 Nachkriegszeit bis heute
7 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtliche Entwicklung des Umgangs mit Menschen mit Behinderungen und geht der Forschungsfrage nach, inwieweit ein gesellschaftlicher Lernprozess stattgefunden hat und Inklusion heute tatsächlich gelebt wird.
- Historische Etappen der Behandlung von Menschen mit Behinderung
- Die Entwicklung des Begriffs der Behinderung
- Einfluss von Ideologien und staatlichen Regelungen im Zeitverlauf
- Rechtliche Grundlagen und politische Meilensteine
- Kritische Reflexion heutiger Inklussionsbemühungen
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
In der Geschichte der Menschheit mussten Menschen mit Behinderungen einiges über sich ergehen lassen. Es gab keine speziellen Unterscheidungen zwischen den Behinderungen, ob geistig oder körperlich war weniger von Interesse. Sie wurden als Krüppel beschimpft, als Belustigung missbraucht, als Strafe Gottes verteufelt, als Jahrmarktattraktion und Monster ausgestellt oder sogar im Rahmen der „Euthanasie-Projekte“ im 20. Jahrhundert umgebracht. Ähnlich wie in der Frauenbewegung fehlten ihnen lange Zeit die Rechte um überhaupt am gesellschaftlichen Geschehen teilzunehmen. Mittlerweile wurde in den Bereichen von Teilhabe, rechtlichen Grundlagen und Lebensbedingungen deutlich nachgebessert.
Im weiteren Verlauf dieses Scientific Essays werde ich zunächst die wesentlichen geschichtlichen Etappen erläutern und abschließend klären in wie weit wir aus der Geschichte gelernt haben. Aufgrund der formalen Vorgabe, besteht hier leider nur die Möglichkeit die Themen oberflächlich anzuschneiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die geschichtliche Entwicklung kritisch zu beleuchten.
2 Begriffsbestimmung: Hier wird der moderne Behinderungsbegriff gemäß SGB IX definiert und die historische Herkunft der Bezeichnung „narram“ als Abweichung von der Norm dargelegt.
3 Urgeschichtliche Zeit: Das Kapitel verdeutlicht, dass Menschen mit Behinderungen bereits in der Urgeschichte existierten, von ihren Sippen zum Teil versorgt wurden, jedoch gleichzeitig Stigmatisierung und Ausgrenzung ausgesetzt waren.
4 Mittelalter und frühe Neuzeit: Es wird beschrieben, wie Behinderung im Mittelalter religiös als Strafe Gottes gedeutet wurde, was zu Verfolgung, Exorzismus und systematischer Ausgrenzung aus der Gesellschaft führte.
5 1. Weltkrieg und NS Zeit: Dieser Abschnitt analysiert die radikale Verschlechterung der Lebensbedingungen durch die NS-Rassenhygiene, die zu Zwangssterilisationen und der systematischen Ermordung behinderter Menschen führte.
6 Nachkriegszeit bis heute: Das Kapitel behandelt den langsamen gesellschaftlichen und rechtlichen Wandel von der Ausgrenzung hin zu gesetzlich verankerten Teilhabeansprüchen und modernen Inklusionskonventionen.
7 Fazit: Das Fazit resümiert, dass zwar enorme Fortschritte erzielt wurden, Inklusion aber noch nicht vollständig erreicht ist, da gesellschaftliche Strukturen weiterhin behindern können.
Schlüsselwörter
Behinderung, Inklusion, Geschichte, NS-Zeit, Euthanasie, Teilhabe, Gesellschaft, Diskriminierung, Menschenrechte, Gesetzgebung, Sterilisation, Behindertenrechtskonvention, Sozialwesen, Normalität, Pränataldiagnostik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des Umgangs mit Menschen mit Behinderungen von der Urgeschichte bis in die Moderne.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Behinderung, religiöse und staatliche Stigmatisierung, die Gräueltaten der NS-Zeit sowie die moderne rechtliche Verankerung von Inklusion.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob wir aus der Geschichte gelernt haben, und zu bewerten, wie es heute um die tatsächliche Inklusion bestellt ist.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die wesentliche geschichtliche Etappen chronologisch beschreibt und kritisch einordnet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: Urzeit, Mittelalter/frühe Neuzeit, die NS-Zeit sowie die Nachkriegszeit bis zur heutigen UN-Behindertenrechtskonvention.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Seminararbeit?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Behindertengeschichte, Euthanasie, gesellschaftlicher Wandel, Teilhabe und Diskriminierung.
Warum wird im Fazit die Pränataldiagnostik kritisch erwähnt?
Die Autorin sieht darin einen ethischen Konflikt, da durch die Früherkennung von Behinderungen bei Föten vermehrt Entscheidungen gegen das Leben mit einer Einschränkung getroffen werden.
Wie bewertet die Autorin das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Behinderung?
Sie schließt mit der Erkenntnis, dass nicht das Individuum „behindert“ ist, sondern die gesellschaftlichen Strukturen das sind, was Behinderung in der Lebenswirklichkeit erst hervorruft.
Was ist "INklusion statt OUTismus"?
Dies ist ein in einer Fallstudie (Anhang) erwähnter Ansatz eines Arbeitgebers, der sich aktiv für faire Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzt.
Gibt es einen klaren Lernfortschritt in der Gesellschaft?
Ja, laut Fazit gab es zwar massive Verbesserungen der Lebensbedingungen und gesetzlichen Rechte gegenüber der dunklen Vergangenheit, jedoch ist echte, gelebte Inklusion noch nicht erreicht.
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- Anonym (Author), 2020, Behinderung und Inklusion. Geschichtliche und moderne Einordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1342948