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Theorien von Macht und Herrschaft bei Weber und Arendt

Ein Vergleich

Titel: Theorien von Macht und Herrschaft bei Weber und Arendt

Hausarbeit , 2009 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Robert Griebsch (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn wir moderne Theorien von Macht und Herrschaft untersuchen, dann müssen wir
realisieren, dass beide Begriffe in den letzten Jahrhunderten unzählige Male unterschiedlich
definiert wurden. So war es beispielsweise Thomas Hobbes (1588-1679), der bereits 1651 mit
„Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiastical and Civil”
eine Macht- und Herrschaftstheorie generierte.

Doch auch andere Herrschaftstheorien sind nicht erst im 20. Jahrhundert entstanden. So hat
sich beispielsweise Karl Marx (1818-1883) im Jahr 1847 mit (kapitalistischer) Herrschaft und
deren Ausprägungen auseinandergesetzt.
Die vorliegende Arbeit stellt jedoch zwei modernere Theorien von Macht und Herrschaft
gegenüber: So sollen die Theorien von Max Weber (1864-1920) und Hannah Arendt (1906-
1975) miteinander verglichen und klar voneinander abgegrenzt werden. Zunächst werden
Webers (2) und Arendts (3) Theorien separat analysiert, um sie dann in einem letzten Schritt
(4) miteinander zu vergleichen.
Hierbei soll verdeutlicht werden, dass sich beide Konstrukte deutlich voneinander
unterscheiden: Während Arendt einen „symmetrischen“ (Lukes 1983) bzw. einen „power to“-
Machtbegriff (Göhler 2004: 246) entwickelt, so spricht man im Falle Webers von einem
„asymmetrischen“ (Lukes 1983) bzw. „power over“-Machtbegriff (vgl. Klinger 2004: 85).

Konkret bezogen auf die Definitionen der Macht bedeutet dies, dass Weber einen Begriff
definiert, den Arendt als Gewalt bezeichnet und klar von ihrem Machtbegriff abgrenzt (vgl.
Habersmas 1979: 287). Auch die Herrschaftstheorien sind letztlich aufgrund der Rolle der
Gewalt klar voneinander abgrenzbar. Während Weber den Staat als Monopolinhaber der
legitimen physischen Gewalt ansieht (vgl. Weber 1988b: 506), spricht Arendt von der
Auflösung einer Ordnung, von einer Art Staatsbankrott, sobald der Staat zur Gewalt greifen
würde (vgl. Arendt 1996: 57).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Max Webers Theorien von Macht und Herrschaft

2.1 Macht als Chance zur Willensdurchsetzung – auch gegen Widerstand

2.2 Herrschaft – Legitimation und Organisation

3 Macht und Herrschaft bei Hannah Arendt

3.1 Macht als Interaktionsprozess zur Konsensfindung

3.2 Herrschaft ohne Gewalt – Gewalt und Zerstörung von Herrschaft

4 Bilanz: „Symmetrischer“ vs. „asymmetrischer“ Machtbegriff, „power to“ vs. „power over“

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Macht- und Herrschaftstheorien von Max Weber und Hannah Arendt, um ihre zentralen Unterschiede in der Begriffsdefinition sowie im Verständnis von Legitimität und Gewalt herauszuarbeiten.

  • Vergleichende Analyse soziologischer und politischer Machtbegriffe
  • Max Webers Verständnis von Macht als Chance zur Willensdurchsetzung
  • Hannah Arendts kommunikatives Machtmodell als Konsensfindung
  • Die Rolle physischer Gewalt und staatlicher Legitimation bei Weber
  • Die Unvereinbarkeit von Macht und Gewalt im Denken Arendts
  • Gegenüberstellung von „symmetrischen“ und „asymmetrischen“ Machtkonzepten

Auszug aus dem Buch

3.1 Macht als Interaktionsprozess zur Konsensfindung

Hannah Arendt orientierte sich an Martin Heideggers Weltkonzept. Dieses sah vor, dass man durch Interaktion auf Gemeinsamkeiten und somit auf gemeinsame Ziele schließen kann (vgl. Bluhm 2003: 73). „Macht entspricht der menschlichen Fähigkeit, nicht nur zu handeln oder etwas zu tun, sondern sich mit anderen zusammenzuschließen und im Einvernehmen mit ihnen zu handeln. Über Macht verfügt niemals ein Einzelner; sie ist im Besitz einer Gruppe und bleibt nur solange existent, als die Gruppe zusammenhält“ (Arendt 1996: 45). Macht ist also laut Arendt die Fähigkeit, sich durch Interaktion gemäß dem Konsensprinzip auf ein gemeinschaftliches Handeln zu einigen (vgl. Habermas 1979: 287).

Arendts Theorie von Macht lässt sich somit als „kommunikatives Handlungsmodell“ (ebd.: 288f.) charakterisieren, da ein gemeinsames Ziel durch die Kommunikation bestimmt wird. Dabei betont Arendt, dass über Macht niemals Einzelne verfügen können. Macht sei nur in einer Gruppe existent und verschwindet, sobald diese Gruppe sich auflöst (vgl. Arendt 1996: 45).

Im Gegensatz zu Weber geht Arendt nicht davon aus, dass Menschen sich am eigenen Erfolg orientieren, sondern am Konsens. Macht ist demnach ein Effekt und leitet sich aus der Gruppenkommunikation ab. Herrschaft resultiert dabei aus Macht. Durch das Vertrauen des Volkes können Institutionen konstituiert werden. Die Legitimität von Herrschaft leitet sich somit aus dem Volkswillen und dem daraus resultierenden Konsens ab (vgl. ebd.: 42).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Vielfalt der Machtbegriffe ein und setzt das Ziel der Arbeit, die gegensätzlichen Theorien von Max Weber und Hannah Arendt zu vergleichen.

2 Max Webers Theorien von Macht und Herrschaft: Dieses Kapitel erläutert Webers machttheoretischen Ansatz, der Macht als Chance zur Durchsetzung des eigenen Willens definiert und eng mit staatlicher Gewalt und rationaler Herrschaftslegitimation verknüpft.

3 Macht und Herrschaft bei Hannah Arendt: Das Kapitel analysiert Arendts Konzept von Macht als kommunikativen Interaktionsprozess innerhalb einer Gruppe, bei dem Macht und Gewalt als unvereinbare Gegensätze betrachtet werden.

4 Bilanz: „Symmetrischer“ vs. „asymmetrischer“ Machtbegriff, „power to“ vs. „power over“: Der abschließende Teil führt die Ergebnisse zusammen, indem er Arendts symmetrisches „power to“-Konzept Webers asymmetrischem „power over“-Machtbegriff gegenüberstellt.

Schlüsselwörter

Macht, Herrschaft, Max Weber, Hannah Arendt, politische Theorie, Legitimation, Gewaltmonopol, Konsensprinzip, kommunikatives Handlungsmodell, physische Gewalt, Herrschaftstypen, öffentlicher Raum, Willensdurchsetzung, politische Freiheit, staatliches Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem systematischen Vergleich der Theorien zu Macht und Herrschaft der Denker Max Weber und Hannah Arendt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Macht, Herrschaft, Legitimität, den Einsatz von Gewalt im politischen Kontext sowie die unterschiedlichen methodischen Ansätze von Weber und Arendt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die klare Abgrenzung beider Machtverständnisse: Webers asymmetrischer Machtbegriff versus Arendts symmetrischem Machtverständnis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die die zentralen Werke der Autoren auf Basis fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte Webers (Kapitel 2) und Arendts (Kapitel 3) einzeln analysiert, bevor diese in Kapitel 4 gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Macht, Herrschaft, Legitimation, Gewalt, Konsens und staatliches Handeln geprägt.

Warum ordnet Weber Macht primär dem Staat zu?

Weber sieht im staatlichen Gewaltmonopol die notwendige Voraussetzung, um Ordnung zu garantieren und den eigenen Willen auch gegen Widerstände durchzusetzen.

Warum lehnt Arendt den Einsatz von Gewalt als Machtinstrument ab?

Nach Arendt ist Gewalt das Gegenteil von Macht; sie zerstört die gemeinsame Konsensbasis und damit die Grundlage für das Entstehen echter politischer Macht.

Wie unterscheidet sich Arendts Bild des Staates von dem Webers?

Weber betrachtet den Staat als eine hierarchische Organisation zur Beherrschung, während für Arendt staatliche Institutionen aus dem freien Konsens und dem Vertrauen der Staatsbürger entstehen sollten.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theorien von Macht und Herrschaft bei Weber und Arendt
Untertitel
Ein Vergleich
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie)
Veranstaltung
Moderne Theorien von Macht und Herrschaft
Note
1,7
Autor
Robert Griebsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V133772
ISBN (eBook)
9783640388431
ISBN (Buch)
9783640388547
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Machttheorie Herrschafttheorie Theorien von Macht und Herrschaft Hannah Arendt Max Weber Macht Herrschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Griebsch (Autor:in), 2009, Theorien von Macht und Herrschaft bei Weber und Arendt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/133772
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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