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Die Rezession und ihre Auswirkungen auf umlagefinanzierte und kapitalgedeckte Rentensysteme am Beispiel der Wohlfahrtsstaaten USA, Deutschland und Schweden

Titel: Die Rezession und ihre Auswirkungen auf umlagefinanzierte und kapitalgedeckte Rentensysteme  am Beispiel der Wohlfahrtsstaaten USA, Deutschland und Schweden

Hausarbeit , 2009 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Drognitz (Autor:in)

VWL - Fallstudien, Länderstudien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

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Das erwartete Renteneinkommen der zweiten Säule in den USA basiert typischerweise auf 401 (k)- plans, welche zwar steuerbegünstigt, aber vollkommen von der Entwicklung am Finanzmarkt abhängig sind. Ebenso verschärft die hohe Anzahl erwerbszentrierter Vorsorgepläne die Lage und reduziert erwartete Auszahlungen. Besonders betroffen sind Personen kurz vor dem Erreichen des Renteneintrittsalters, für die der Verfall dauerhafte Einkommensausfälle bedeutet. Langfristig ergibt sich bei fondsgebundenem Vorsorgesparen eine angemessen hohe Rendite, die Auswirkungen der Rezession bekommen vorwiegend Kohorten der Geburtsjahrgänge während des und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zu spüren. Dabei beschränken sich die Einbußen nicht nur auf defined contribution funds (in welchen sich direkt der Wert der individuellen Accounts verringert), sondern betreffen zusätzlich defined benefit plans durch sich aus geringeren Vermögenswerten ergebende finanzielle Solvenz, die sich auf die Auszahlhöhe auswirkt. Wie obige Grafik zeigt, haben insbesondere amerikanische Anleger Nachteile zu verzeichnen, während die Verluste betriebsbezogener Rentenfonds in Deutschland unterhalb der Einbußen in Schweden liegen.
...
Das Ersetzen des defined benefit PAYG- System durch ein notional defined contribution PAYG- System (NDC) brachte die Möglichkeit freiwilliger Zusatzvorsorge mit sich, die jedoch de jure nicht in die öffentlichen Rentenschemata einfließen konnte. Einer Analyse des reformierten schwedischen Rentensystems Palmers zufolge,

"[...] is that the newsystem is inherently financially stable, whereas the old system yields very different financial results depending on the economic and demographic scenario."

Der für das NDC- System implementierte Stabilisierungsautomatismus differenziert nicht zwischen ökonomischen Ungleichgewichten resultierend aus temporären Konjunkturabschwächungen und weitreichenderen ökonomischen oder demografischen Ereignissen. Die Rezession beschränkt sich im Bereich der freiwilligen privaten Vorsorge (IPS) daher auf ein Minimum.
...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Methodisches Vorgehen

3. Die Charakteristika von Rentensystemen und der Einfluss der Rezession

3.1. Die Ausgestaltung der Rentenvorsorge in den USA, Deutschland und Schweden

3.2. PAYG, Funding, defined benefit und defined contribution

3.3. Die Auswirkungen der Rezession auf die Rentenvorsorge

3.3.1.Auswirkungen auf die gesetzliche Absicherungsbasis (1. Säule)

3.3.2.Auswirkungen auf die (betriebliche) Zusatzvorsorge (2. Säule)

3.3.3.Auswirkungen auf das freiwillige Vorsorgesparen (3. Säule)

3.4. Bewertung des Einflusses der Krise auf die Säulen der Rentensysteme

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch die Finanzkrise ausgelösten Rezession auf verschiedene Rentenvorsorgesysteme in den Wohlfahrtsstaaten USA, Deutschland und Schweden, um zu analysieren, ob kapitalgedeckte Systeme anfälliger für Marktschwankungen sind als umlagefinanzierte Modelle.

  • Vergleich der Rentensysteme (USA, Deutschland, Schweden) anhand des 3-Säulen-Modells
  • Analyse der Wirkungsweise von Umlageverfahren (PAYG) und Kapitaldeckungsverfahren (KDV)
  • Untersuchung der Auswirkungen der Rezession auf die verschiedenen Säulen der Alterssicherung
  • Evaluierung der Anfälligkeit unterschiedlicher Finanzierungsarten gegenüber makroökonomischen Schocks

Auszug aus dem Buch

3.3.3. Auswirkungen auf das freiwillige Vorsorgesparen (3. Säule)

Einen großen Teil der Altersvorsorge in den USA macht privates Sparen aus, der geschätzte prozentuale Anteil der Pensionsfonds bezogen auf das weltweite GDP beträgt 28,2 %. Die Betroffenheit eines makroökonomischen Schocks im Finanzsektor müsste relativ stark ausfallen. Die Risiken der dritten Säule sind eng mit denen der zweiten Säule verknüpft (siehe 3.3.2.) Die real erzielte Rendite von Rentenanlagen ist bis zum Auszahlungszeitpunkt unsicher, wodurch sich Planungsunsicherheiten ergeben. Ein worst case Szenario bei Kapitalvorsorgeanlagen zielt auf die (völlige) Entwertung dieser Finanzanlagen in Folge einer schnell ansteigenden Inflation oder Rezession, was im folgenden Punkt dargelegt wird.

Die sinkenden Werte angelegten Kapitals infolge der einsetzenden Rezession führten zu geringeren Vorsorgeauszahlungen als erwartet. Individuelle Sparpläne auf freiwilliger Basis (IRA’s)- wovon der Großteil eigenständige Investitionsentscheidungen ermöglicht- sind stark an die Entwicklung des Investments gebunden. Gering gestreute oder risikoreiche Anlagen können zum Komplettverlust führen. Die Situation wird durch die relativ niedrigen Leistungsniveaus bezüglich der Einkommen verschlechtert, die Einkommensersatzrate im Rahmen einer Frühverrentung liegt unterhalb derer Schwedens und Deutschlands.

Die betonten Vorteile einer sich beim funding ergebenden höheren Rückzahlung verklären sich- bei kurzfristiger Betrachtung- ins Gegenteil. Auf der Mikroebene ist die Gesamtrückzahlung vom Portefeuille der Individuen abhängig, gesamtwirtschaftlich konstatieren Antolin und Steward: „The current economic and financial crisis has reduced the value of assets accumulated to finance retirement by around 20-25% on average according to the latest OECD figures. However, there is large variability across countries, varying from positive but small returns in some countries to falls over 30% in Ireland and the United States. This variability is explained in part by differences in portfolio compositions, as well as the regulatory environment“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in den Kontext der Finanzkrise ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der Rezession auf verschiedene Rentensysteme zu untersuchen.

2. Methodisches Vorgehen: Hier wird der theoretische Rahmen sowie das Forschungsdesign (most similar systems design) erläutert, um die Vergleichbarkeit der Rentensysteme in den drei gewählten Wohlfahrtsstaaten zu gewährleisten.

3. Die Charakteristika von Rentensystemen und der Einfluss der Rezession: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Unterschiede in der Rentenvorsorge und deren spezifische Anfälligkeit gegenüber wirtschaftlichen Schocks über die verschiedenen Säulen hinweg.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass kapitalgedeckte Systeme kurzfristig stärker unter der Rezession leiden als umlagefinanzierte Systeme.

Schlüsselwörter

Rezession, Rentensysteme, Wohlfahrtsstaat, USA, Deutschland, Schweden, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Altersvorsorge, Finanzkrise, 3-Säulen-Modell, defined benefit, defined contribution, Alterssicherung, Rendite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie sich die globale Rezession und die damit einhergehenden Marktschwankungen auf die Stabilität und Auszahlungshöhe unterschiedlicher Altersvorsorgesysteme in den USA, Deutschland und Schweden auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren, den Unterschieden zwischen den Rentensystemen im Ländervergleich sowie der Analyse der drei Säulen der Alterssicherung im Krisenkontext.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob wohlfahrtsstaatliche Rentensysteme mit einem hohen Anteil an kapitalgedeckter Vorsorge bei einer Rezession stärker betroffen sind als Systeme, die überwiegend auf dem Umlageverfahren basieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein „most similar systems design“, um die drei gewählten Wohlfahrtsstaaten anhand eines Querschnittsvergleichs zu analysieren und die Auswirkungen der Rezession isoliert zu betrachten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ausgestaltungsformen der Rentenvorsorge, die Unterschiede zwischen „defined benefit“ und „defined contribution“ sowie die spezifischen Auswirkungen der Finanzkrise auf die erste, zweite und dritte Säule der Alterssicherung detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Rezession, Rentensysteme, Wohlfahrtsstaaten, Umlageverfahren, Kapitaldeckung und Altersvorsorge.

Warum sind die USA im Vergleich stärker von der Krise betroffen?

Die USA sind stärker betroffen, da ihre Altersvorsorge einen hohen Anteil an kapitalgedeckten Elementen aufweist, deren Wertentwicklung eng mit der Volatilität an den Finanzmärkten verknüpft ist, sowie aufgrund eines höheren Beschäftigungssaldos bei gleichzeitig geringen staatlichen Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik.

Welche Rolle spielt die „Pfadabhängigkeit“ für die Bewertung der Ergebnisse?

Die Pfadabhängigkeitsthese weist darauf hin, dass ein Systemwechsel von umlagefinanzierten zu kapitalgedeckten Systemen mit erheblichen Zusatzkosten und Belastungen für die Einführungsgeneration verbunden ist, was bei der langfristigen Renditebetrachtung mit berücksichtigt werden muss.

Welchen Einfluss hat das „NDC-System“ in Schweden?

Das in Schweden 1998 eingeführte System der beitragsorientierten Leistungszusage (Notional Defined Contribution) dient als Stabilisierungsmechanismus, der dabei hilft, das Rentensystem auch in schwierigen wirtschaftlichen oder demografischen Szenarien im Gleichgewicht zu halten.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rezession und ihre Auswirkungen auf umlagefinanzierte und kapitalgedeckte Rentensysteme am Beispiel der Wohlfahrtsstaaten USA, Deutschland und Schweden
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Sozialpolitik
Note
1,0
Autor
Martin Drognitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
33
Katalognummer
V133749
ISBN (eBook)
9783640405916
ISBN (Buch)
9783640406098
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rezession Wohlfahrtsstaat Wohlfahrtsstaatsanalyse Rentenversicherung Umlageverfahren Kapitaldeckungsverfahren funding pay as you go Rentensystem Schweden Rentensystem USA Rentensystem Deutschland Wohlfahrtsstaatsvergleich Esping Andersen welfare state pension scheme public private mix defined benefit defined contribution ULV KDV retirement Drei Säulen Schema PAYG Gesetzliche Altersvorsorge Betriebliche Altersvorsorge Vorsorgesparen Pensionsfonds Interne Rendite Anlagerisiko economic downturn
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Drognitz (Autor:in), 2009, Die Rezession und ihre Auswirkungen auf umlagefinanzierte und kapitalgedeckte Rentensysteme am Beispiel der Wohlfahrtsstaaten USA, Deutschland und Schweden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/133749
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Leseprobe aus  33  Seiten
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