In Zeiten der Globalisierung der Wirtschaft und eines Vereinten Europas stellt sich für Unternehmensgründer und für Gesellschafter bereits bestehender Gesellschaften die Frage, die optimale Gesellschaftsform für ihre geschäftlichen Belange zu finden.
Eine Alternative für die jeweiligen nationalen Gesellschaftsformen stellt dabei die englische Private Company Limited by Shares dar. Die nachfolgende Arbeit gibt einen Überblick über die englische Private Company Limited by Shares. Desweiteren soll diese Arbeit auch die wichtigsten Unterschiede zwischen der deutschen GmBH und der englischen Limited hervorheben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Überblick über das englische Gesellschaftsrecht
1.2 Die Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union
2. Vorstellung der Rechtsform
2.1 Private Company Limited by Shares- Begriffserklärung u. rechtliche Grundlagen
2.2 Die Gesellschaft mit beschränkte Haftung- Begriffserklärung u. rechtliche Grundlagen
3. Gründungsvorgang
3.1 Gründungsvorgang der Private Company Limited by Shares
3.1.1 Erwerb einer Vorratsgesellschaft (Mantelkauf)
3.1.2 Tätigwerden der Limited in Deutschland- Eintragungspflicht der Zweigniederlassung
3.2 Gründungsvorgang der Gesellschaft mit beschränkte Haftung
4. Organe der Gesellschaften und deren Aufgaben und Pflichten
4.1 Private Company Limited by Shares
4.1.1. Aufgaben und Pflichten des Director
4.1.2 Aufgaben und Pflichten der Gesellschafterversammlung
4.1.3 Aufgaben und Pflichten des Sekretärs (Company Secretary)
4.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung
4.2.1 Aufgaben u. Pflichten des Geschäftsführers
4.2.2 Aufgaben u. Pflichten der Gesellschafterversammlung
5. Gründungskosten u. Aufbringung des Stammkapitals
5.1 Gründungskosten u. Aufbringung des Stammkapitals bei einer Private Company Limited by Shares
5.2 Gründungskosten u. Aufbringung des Stammkapitals bei einer Gesellschaft mit beschränkte Haftung
6. Besteuerung der Gesellschaften
6.1 Private Company Limited by Shares
6.2 Gesellschaft mit beschränkte Haftung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen detaillierten Überblick über die englische Private Company Limited by Shares zu geben und diese in einer Gegenüberstellung mit der deutschen GmbH kritisch zu vergleichen, um Unternehmensgründern bei der Wahl der optimalen Rechtsform zu unterstützen.
- Rechtliche Grundlagen und Wesensmerkmale von Limited und GmbH
- Vergleich der Gründungsvorgänge inklusive Vorratsgesellschaften
- Struktur der Organe sowie deren spezifische Aufgaben und Pflichten
- Unterschiede bei Gründungskosten und Kapitalaufbringung
- Steuerrechtliche Aspekte bei grenzüberschreitender Tätigkeit
Auszug aus dem Buch
1.1 Überblick über das englische Gesellschaftsrecht
England und Wales haben eine gemeinsame Rechtsordnung „the laws of England and Wales“¹. Im Vordergrund des englischen Gesellschaftsrechts (company law) steht das englische Recht (common law), welches insbesondere durch das Richterrecht (case law) geprägt ist. Das Richterrecht ist dabei vorrangig anzuwenden. Neben dem Richterrecht ist der Compact Act 1985 (CA 1985) die wichtigste Rechtsquelle². Dieser Compact Act 1985 lässt sich als das Fundament bezeichnen nach dem sich andere Kodifikationen ausrichten z.B. Bestimmungen ab wann die Geschäftsführer nicht mehr in der Lage sind, ein solches Amt auszuüben³.Im Business Names Act 1985 wird der Namensgebung der Gesellschaften und im Financial Service and Markets Act 2000 der Investorenschutz geregelt.
Das Recht der Personengesellschaften (partnership law) wird nicht unter dem Begriff des englischen Gesellschaftsrechts (company law) gefasst. Diese spezielle Rechtsmaterie wird im Partnership Act 1890 und ergänzend im Common Law geregelt. In diesem Fall sind weiterhin von entscheidender Bedeutung der Partnership Act 1907, der die Limited Partnership regelt und der Limited Liability Partnership Act 2000, der für die Limited Liability Pertnership zuständig ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Wahl der richtigen Gesellschaftsform im globalisierten Wirtschaftsraum und skizziert das Ziel des Vergleichs zwischen der englischen Limited und der deutschen GmbH.
2. Vorstellung der Rechtsform: Hier werden die begrifflichen und rechtlichen Grundlagen der Limited sowie der deutschen GmbH definiert und als Kapitalgesellschaften charakterisiert.
3. Gründungsvorgang: Dieses Kapitel detailliert den Prozess der Neugründung beider Rechtsformen, den Erwerb von Vorratsgesellschaften sowie die Besonderheiten beim Tätigwerden in Deutschland.
4. Organe der Gesellschaften und deren Aufgaben und Pflichten: Eine Analyse der Vertretungsorgane und Mitwirkungsrechte, wobei insbesondere die Rolle des Company Secretary bei der Limited hervorgehoben wird.
5. Gründungskosten u. Aufbringung des Stammkapitals: Gegenüberstellung der finanziellen Anforderungen und Kostenstrukturen bei Gründung sowie der verschiedenen Kapitalarten der Limited im Vergleich zur GmbH.
6. Besteuerung der Gesellschaften: Beleuchtung der körperschaftssteuerlichen Pflichten im Kontext von Sitzwahl und Doppelbesteuerungsabkommen.
7. Fazit: Eine abschließende Bewertung der Vor- und Nachteile beider Rechtsformen unter Berücksichtigung der neuen deutschen Unternehmergesellschaft.
Schlüsselwörter
Private Company Limited by Shares, GmbH, Gesellschaftsrecht, Rechtsformvergleich, Gründungsvorgang, Unternehmensgründung, Niederlassungsfreiheit, Haftungsbeschränkung, Stammkapital, Companies Act 1985, Direktor, Gesellschafterversammlung, Company Secretary, Körperschaftssteuer, Unternehmergesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit befasst sich mit der englischen Rechtsform "Private Company Limited by Shares" und stellt diese der deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegenüber.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die rechtlichen Voraussetzungen der Gründung, die Aufgaben der Unternehmensorgane, die Kostenstrukturen sowie die steuerliche Behandlung beider Rechtsformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gründern einen Überblick zu verschaffen, welche Unterschiede in der Praxis bestehen und inwieweit die Limited eine echte Alternative zur GmbH darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine rechtsvergleichende Arbeit, die auf Literaturanalyse, Gesetzesgrundlagen und einschlägigen Gerichtsurteilen des Europäischen Gerichtshofes basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Rechtsformen, den Gründungsvorgang, die Beschreibung der Organstrukturen, die Kosten-Kapital-Betrachtung sowie die steuerliche Einordnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Limited, GmbH, Haftungsbeschränkung, Gründung, Stammkapital und Niederlassungsfreiheit.
Was ist der wesentliche Unterschied beim Stammkapital?
Während bei der GmbH ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro gesetzlich gefordert ist, kennt die Limited kein vergleichbares Mindestkapital, was den Zugang für Gründer mit wenig Kapital erleichtert.
Welche Bedeutung hat die "Niederlassungsfreiheit" für diese Arbeit?
Sie ermöglicht es EU-Bürgern, Gesellschaften wie die englische Limited zu gründen und den Verwaltungssitz nach Deutschland zu verlegen, ohne dass die Anerkennung der Rechtsform verweigert werden darf.
Was macht die Rolle des "Company Secretary" so besonders?
Es handelt sich um ein spezifisches englisches Organ, das administrative und beratende Aufgaben übernimmt; eine solche obligatorische Rolle ist im deutschen GmbH-Recht nicht vorgesehen.
- Arbeit zitieren
- Frederik Kupitz (Autor:in), 2009, Private Company Limited by Shares - Eine Gegenüberstellung zur GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/133622