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Kosten-Nutzen-Rechnung bei ethischen Entscheidungen. Am Beispiel des Ford Pinto

Titel: Kosten-Nutzen-Rechnung bei ethischen Entscheidungen. Am Beispiel des Ford Pinto

Essay , 2021 , 5 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Florian Koch (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll das Verhalten des Ford-Managements im Ford-Pinto-Fall aus ethischer Sicht bewertet werden. Hierzu sollen zuerst die Begriffe Konsequentialismus und Deontologie erklärt und die Entscheidungsfindung mittels der durchgeführten Kosten-Nutzen-Rechnung anhand dieser Theorien beurteilt werden. Abschließend erfolgt ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung und Vorgehensweise

2 Konsequentialistische und deontologische Beurteilung der Kosten-Nutzen-Rechnung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das prekäre Management-Verhalten im Ford-Pinto-Fall durch die Brille verschiedener ethischer Theorien, um die ethische Vertretbarkeit der unternehmensinternen Kosten-Nutzen-Rechnung kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Einordnung des Ford-Pinto-Falls
  • Grundlagen zur konsequentialistischen Ethik
  • Grundlagen zur deontologischen Ethik
  • Ethische Begründungsmuster unternehmerischer Entscheidungen
  • Kritische Analyse von Kosten-Nutzen-Rechnungen bei Sicherheitsrisiken

Auszug aus dem Buch

Konsequentialistische und deontologische Beurteilung der Kosten-Nutzen-Rechnung

Ethische Theorien ermöglichen es, menschliches Handeln hinsichtlich der moralischen Richtigkeit beurteilen zu können. In der Ethik differenziert man zwischen zwei Theorietypen: dem Konsequentialismus, auch Teleologie genannt, und der Deontologie.

Konsequentialistische Ethiken bemessen die moralische Richtigkeit einer Handlung lediglich von den abzusehenden Konsequenzen, wohingegen deontologische Ethiken eine Handlung selbst und nicht deren Folgen als pflichtgemäß beziehungsweise geboten, erlaubt oder verboten beurteilen. Beispielsweise lässt ein Arzt einen Schwerkranken im Unklaren über den Ernst seiner Situation und täuscht ihm gute Genesungsaussichten vor, um eine psychische Belastung des Patienten zu vermeiden, seinen Gesundungswillen zu stärken und somit einen Beitrag zu dessen tatsächlicher Gesundung zu leisten, so handelt er durch die Vermittlung dieser Unwahrheit nach teleologischer Auffassung moralisch richtig, da hierdurch positive Konsequenzen für den Patienten entstehen. Aus deontologischer Sichtweise ist das Verhalten des Arztes jedoch moralisch verwerflich, da er durch seine Lüge gegen das Achte der zehn Gebote der Bibel verstoßen hat.

Hinzuzufügen ist, dass der Konsequentialismus ein Sammelbegriff für weitere ethische Theorien ist. Diesem ist der klassische Utilitarismus, der moralische Egoismus sowie der selbstreferentielle Altruismus zuzuordnen. Der klassische Utilitarismus besagt, dass eine Handlung genau dann moralisch richtig ist, wenn sie das Glück aller ethischen Subjekte maximiert. Eine Handlung im Rahmen des moralischen Egoismus gilt als richtig, wenn sie lediglich das Glück des Handelnden maximiert, wohingegen im selbstreferentiellen Altruismus neben den Interessen des Handelnden selbst, auch das Glück beziehungsweise die Interessen nahestehender Individuen in die moralische Bewertung miteinbezogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Ford Pinto sowie das Ziel der Arbeit, das Managementverhalten anhand ethischer Theorien zu bewerten.

2 Konsequentialistische und deontologische Beurteilung der Kosten-Nutzen-Rechnung: Hier werden theoretische Grundlagen dargelegt und die Kosten-Nutzen-Entscheidung von Ford unter den Aspekten des Utilitarismus, Egoismus, Altruismus und der Deontologie analysiert.

3 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Entscheidung von Ford aus Sicht des klassischen Utilitarismus und der Deontologie als moralisch falsch zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

Ford Pinto, Unternehmensführung, Ethik, Konsequentialismus, Deontologie, Kosten-Nutzen-Rechnung, Utilitarismus, Moral, Management, Sicherheit, Produktqualität, Unternehmensethik, Grundrechte, moralischer Egoismus, Altruismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die ethische Vertretbarkeit der Entscheidung des Automobilkonzerns Ford, das Sicherheitsrisiko des Modells „Ford Pinto“ zugunsten einer Kosten-Nutzen-Rechnung in Kauf zu nehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Unternehmensethik, die Gegenüberstellung von konsequentialistischen und deontologischen Ethikmodellen sowie die Kritik an rein ökonomischen Kalkulationen bei existenziellen Sicherheitsrisiken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Verhalten des Ford-Managements im Falle des Pinto-Tanksystems aus der Perspektive verschiedener ethischer Theorien fundiert zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der normativen ethischen Analyse durch Anwendung theoretischer Konzepte auf einen realen historischen Fall.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Konsequentialismus und Deontologie sowie der anschließenden Anwendung dieser Konzepte auf die konkrete Kosten-Nutzen-Kalkulation von Ford.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Konsequentialismus, Deontologie, Kosten-Nutzen-Rechnung, Utilitarismus und unternehmerische Verantwortung.

Warum wird der Utilitarismus zur Bewertung herangezogen?

Der Utilitarismus hilft zu prüfen, ob die Entscheidung von Ford den Gesamtnutzen aller Betroffenen – also auch der Kunden – maximiert hat, was im vorliegenden Fall verneint wird.

Wie unterscheidet sich der moralische Egoismus von anderen Ansätzen in der Arbeit?

Beim moralischen Egoismus wird die Handlung lediglich aus der Gewinnperspektive des Managements betrachtet, was das Vorgehen von Ford nach dieser spezifischen Auslegung in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Welches Grundrecht wird laut der Arbeit verletzt?

Der Autor argumentiert, dass das Verhalten von Ford gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verstößt, da wissentlich Leib und Leben der Bevölkerung gefährdet wurden.

Was ist das Ergebnis der deontologischen Beurteilung?

Aus deontologischer Sicht bewertet der Autor das Verhalten als deutlich unmoralisch, da das Management den Betrug am Kunden in Kauf nahm und Pflichten gegenüber den Anwendern ignorierte.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kosten-Nutzen-Rechnung bei ethischen Entscheidungen. Am Beispiel des Ford Pinto
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt; Würzburg
Veranstaltung
Unternehmensethik
Note
1,7
Autor
Florian Koch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
5
Katalognummer
V1334119
ISBN (eBook)
9783346832108
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kosten-nutzen-rechnung entscheidungen beispiel ford pinto
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Koch (Autor:in), 2021, Kosten-Nutzen-Rechnung bei ethischen Entscheidungen. Am Beispiel des Ford Pinto, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1334119
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Leseprobe aus  5  Seiten
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