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Sören Kierkegaards Konzeption des Selbst. Berücksichtigung des Begriffs der Aufgabe

Titel: Sören Kierkegaards Konzeption des Selbst. Berücksichtigung des Begriffs der Aufgabe

Bachelorarbeit , 2021 , 42 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jonas Schmitz (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit widmet sich der Frage nach der Konzeption des Selbst bei Kierkegaard unter Berücksichtigung des Begriffs der Aufgabe. Kierkegaard entwickelt eine Konzeption des Selbst, die in einem immer wiederkehrenden Prozess, in einer Vollzugshaftigkeit besteht. Zur Untersuchung wird hauptsächlich der erste Abschnitt der Krankheit zum Tode herangezogen. Des weiteren wird uns Kierkegaards Forderung an das Selbst – die Aufgabe – interessieren. Für ein besseres Verständnis wird die Rolle der Vermittlung geklärt werden. Außerdem nicht zu vernachlässigen ist die Bedeutung Hegels, an welchen angelehnt, Kierkegaard eine eigene Form der Dialektik - die Existenzdialektik - entwirft. Sodann wir das Kierkegaard'sche Selbst - das Selbst als Verhältnis - erläutert und in Bezug zu seinem Verständnis des Menschen sowie dessen Grundbedingung gestellt. Dabei kristallisiert sich die Verzweiflung als "Schlüssel zum Selbst" heraus. Letzten Endes werden das Selbst und die damit einhergehende Aufgabe zusammen verwoben und deren Bedeutungs- und Plausibilitätsgehalt erarbeitet.

"Erkenne Dich Selbst!" soll am Portal des Orakels von Delphi gestanden haben. Die Frage nach Selbsterkenntnis bildet eine der Ausgangsfragen der Philosophie europäischer Prägung. Ihre Relevanz scheint einleuchtend, denn könnte der Mensch irgendetwas anderes erkennen, wenn er sich selbst nicht erkennen würde? Somit wäre die Frage nach dem Selbst allen anderen vorzuziehen. Die Frage nach Selbsterkenntnis, nach dem Selbst, die Frage nach einem gelingenden Menschsein wurden in verschiedener Art und Weise behandelt.

Doch treffen diese Probleme bei Sören Aabye Kierkegaard auf einen bis dato unbekannten fruchtbaren Boden etwas anderer Art. Die Herangehensweise des dänischen Philosophen ist eine, die sich schwer fassen lässt und sich ganz bewusst oft paradox vollzieht. Sein Schreibtstil nimmt häufig poetische Züge an und ähnelt eher selten den trockenen Ausführungen anderer Traktate. Durch seine Methode der indirekten Mitteilung steht nicht nur der Inhalt im Vordergrund, sondern auch die Form.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kierkegaards Dialektik

2.1 Entweder Denken oder bloße Schriftstellerei

2.2 Die Rolle der Vermittlung – die indirekte Mitteilung

2.3 Hegels Schatten

2.3.1 Existenzdialektik

3. Kierkegaards Konzeption des Selbst

3.1 Das Selbst als Verhältnis

3.1.1 Setzung der Thesen am Beginn der Krankheit zum Tode

3.1.2 Der Mensch als Inter-esse

3.1.3 Der Mensch im Rahmen der Zeit und die Rolle des Augenblicks

3.1.4 Verstricktheit als Brückenbegriff von Inter-esse, Zu-Sich-Verhalten und der Setzung durch das Andere

3.1.5 Die Verzweiflung als Schlüssel zum Selbst

3.2 Das Selbst als Aufgabe

3.2.1 'Gabe' und Aufgabe

3.2.2 Das gesunde Selbst und die Formen der Verzweiflung

3.2.3 Den Verstand verlieren – Aufhalten im und Aushalten des Paradoxons und die Hin-Gabe zu Gott

4. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Selbst-Konzeption von Sören Kierkegaard unter dem spezifischen Fokus auf dem Begriff der „Aufgabe“. Ziel ist es aufzuzeigen, dass das Selbst bei Kierkegaard nicht als statische Essenz, sondern als ein prozesshaftes, in ständiger Vollzugshaftigkeit begründetes Werden verstanden werden muss, welches zentral mit der Verzweiflung und der Hin-Gabe zu Gott verbunden ist.

  • Kierkegaards Existenzdialektik als methodische Grundlage
  • Das Selbst als dynamisches „Verhältnis zum Verhältnis“
  • Die zentrale Rolle der Verzweiflung als phänomenologischer Schlüssel
  • Das Selbstwerden als lebenslange Aufgabe im Augenblick
  • Verhalten zum Anderen (Gott) und der Verzicht auf den Verstand

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Setzung der Thesen am Beginn der Krankheit zum Tode

Obwohl im ersten Abschnitt der Krankheit zum Tode die Verzweiflung und ihre Formen, und das immer vorhandene Kranksein des Menschen das Hauptthema bilden, darf als eigentliches Ziel dieser Schrift das Erreichen eines 'gesunden' Selbst gelten, welches, wie ersichtlich werden wird, im Glauben und im Aufrechterhalten eines Wohlverhältnisses liegt.

Zu Beginn setzt Kierkegaard in Form seines Pseudonyms Anti-Climacus eine Reihe von Thesen und exerziert das Selbst als Verhältnis. Im folgenden werden die sehr dicht formulierten Sätze Kierkegaards expliziert und in den Rahmen des bereits Erarbeiteten gesetzt.

Der Mensch ist Geist. Aber was ist Geist? Geist ist das Selbst. Aber was ist das Selbst? Das Selbst ist ein Verhältnis, das sich zu sich selbst verhält, oder ist das im Verhältnis, daß das Verhältnis sich zu sich selbst verhält; das Selbst ist nicht das Verhältnis, sondern daß das Verhältnis sich zu sich selbst verhält. Der Mensch ist eine Synthese von Unendlichkeit und Endlichkeit, von Zeitlichem und Ewigem, von Freiheit und Notwendigkeit, kurz eine Synthese. Eine Synthese ist ein Verhältnis zwischen Zweien. (KT 31, Hervorhebungen J.S.)

Auf den ersten Blick wirkt diese Passage sehr verwirrend. Um dieser Verwirrung Herr zu werden, gehen wir Schritt für Schritt vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Frage nach dem Selbst und der Selbsterkenntnis im Kontext der Kierkegaardschen Philosophie und führt in die methodische Problematik der indirekten Mitteilung ein.

2. Kierkegaards Dialektik: Dieses Kapitel erläutert Kierkegaards Auseinandersetzung mit Hegel sowie die Entwicklung seiner eigenen Existenzdialektik, die das Widersprüchliche nicht aufhebt, sondern als wesentlich für die Existenz beibehält.

3. Kierkegaards Konzeption des Selbst: Der Hauptteil analysiert das Selbst als Verhältnis und Aufgabe, diskutiert die zentrale Bedeutung der Verzweiflung im Menschenbild und beleuchtet das Gottesverhältnis als Weg zur Gesundung.

4. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Hier werden die zentralen Thesen und Ergebnisse der Untersuchung resümiert, wobei das Selbstwerden als ein ständiger, existentieller Vollzug herausgearbeitet wird.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Bedeutung der Kierkegaardschen Konzeption für moderne Herausforderungen und hinterfragt kritisch die Voraussetzungslosigkeit und Tragfähigkeit des absoluten Paradoxons.

Schlüsselwörter

Kierkegaard, Existenzdialektik, Selbst, Verzweiflung, Aufgabe, Verhältnis, Indirekte Mitteilung, Glaube, Paradoxon, Hin-Gabe, Anthropologie, Subjektivität, Synthese, Gott, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Sören Kierkegaards Selbst-Konzeption, insbesondere seine Darstellung des Menschen als „Geist“ und die damit verbundenen existenziellen Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Existenzdialektik, die Struktur des Selbst als dynamisches Verhältnis, die Phänomenologie der Verzweiflung und das religiöse Verhältnis zum „Anderen“.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Selbst bei Kierkegaard durch einen Prozess des ständigen Vollzugs und der Bewältigung von Widersprüchen zu einer gelingenden Existenz findet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor arbeitet deskriptiv und interpretativ mit Kierkegaards Texten, insbesondere der Schrift „Die Krankheit zum Tode“, wobei er methodisch die darstellungsdialektische Vorgehensweise Kierkegaards reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Grundlegung der Dialektik und die tiefgehende Analyse der anthropologischen Thesen, die das Selbst als „Inter-esse“, „Zwischenwesen“ und „Aufgabe“ definieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Existenzdialektik, Verzweiflung, Aufgabe, Selbst-Verhältnis und das Paradoxon.

Wie unterscheidet sich Kierkegaards Verständnis der Dialektik von der Hegels?

Während Hegel Widersprüche in einer Synthese aufhebt, verharrt Kierkegaard im Widersprüchlichen, da er das konkret existierende Individuum gegen eine abstrakte Systemlogik verteidigen möchte.

Warum spielt der Begriff der „Gabe“ in der Arbeit eine so große Rolle?

Der Begriff der „Gabe“ beschreibt das vorgefundene Dasein des Menschen mit seinen kontingenten Bedingungen, an das sich die „Aufgabe“ des Selbstwerdens anschließt.

Welche zentrale Rolle spielt das „Andere“ bzw. Gott?

Das „Andere“ (Gott) fungiert als notwendige, wenn auch unbegründete Voraussetzung für ein stabiles Selbstverhältnis, da sich das Selbst nur im Verhalten zu Gott aus der Verzweiflung lösen kann.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sören Kierkegaards Konzeption des Selbst. Berücksichtigung des Begriffs der Aufgabe
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Philosophie)
Note
1,3
Autor
Jonas Schmitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
42
Katalognummer
V1333416
ISBN (eBook)
9783346832825
ISBN (Buch)
9783346832832
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sören Kierkegaard Selbst Begriff der Aufgabe Aufgabenbegriff Hegel Dialektik Existenzdialektik Inter-esse Verstricktheit Augenblick Hin-Gabe indirekte Mitteilung Existenz Existenzphilosophie Philosophie des 19. Jahrhunderts Verzweiflung Die Krankheit zum Tode Selbstwerden Sprung absolutes Paradox Situation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Schmitz (Autor:in), 2021, Sören Kierkegaards Konzeption des Selbst. Berücksichtigung des Begriffs der Aufgabe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1333416
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Leseprobe aus  42  Seiten
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