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Vertragswesen der Apotheken zum Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Titel: Vertragswesen der Apotheken zum Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2009 , 30 Seiten , Note: 1

Autor:in: Jürgen Augstein (Autor:in)

Jura - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Arbeit ist die Darstellung des Verhältnisses der Apotheken in Österreich zum Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Wie in allen Bereichen der Wirtschaft bedarf es auch in diesem Verhältnis einer Strukturierung und Normierung. Grundlegend ist an dieser Stelle die Apotheke als einzelnes Wirtschaftssubjekt zu betrachten. Aufgabe der Apotheke ist es die Bevölkerung mit notwendigen Arzneimitteln zu versorgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesetzliche Normierungen

2.1. GewO

2.2. ApoG

2.3. ABO

2.4. ApoKG

2.5. ASVG

2.6. BSVG

2.7. GSVG

2.8. B KUVG

2.9. ApoGV

2.10. ABG

2.11. AMG

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe vertragsrechtliche Verhältnis zwischen den österreichischen Apotheken und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (HÖSV). Sie analysiert die normativen Rahmenbedingungen, die die Unabhängigkeit der Apotheken einerseits und deren Einbindung in ein staatlich kontrolliertes Versorgungssystem andererseits bestimmen.

  • Rechtliche Grundlagen der Apothekenführung (ApoG, ABO, ApoKG)
  • Struktur des Gesamtvertrags zwischen ÖAK und HÖSV
  • Wirtschaftliche Implikationen der Leistungserbringung und Lagerhaltung
  • Bedeutung der Pflichtmitgliedschaft in der Apothekerkammer
  • Regulierung von Streitigkeiten durch Schlichtungsausschüsse

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Gegenstand dieser Arbeit ist die Darstellung des Verhältnisses der Apotheken in Österreich zum Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Bei genauer Wortinterpretation dieses Themas könnte man diese Arbeit bereits hier beenden, denn wie wir sehen werden, herrschen mehrere Verbote einer unmittelbaren Vertragsbeziehung vor.

Wie in allen Bereichen der Wirtschaft bedarf es auch in diesem Verhältnis einer Strukturierung und Normierung. Grundlegend ist an dieser Stelle die Apotheke als einzelnes Wirtschaftssubjekt zu betrachten. Aufgabe der Apotheke ist es die Bevölkerung mit notwendigen Arzneimitteln zu versorgen. Um Ihrer Rolle als bedeutender Nahversorger gerecht zu werden bedarf es einer normativen Strukturierung und Kontrolle. Die „1233 öffentlichen Apotheken werden alle als privatwirtschaftlich unabhängige Betriebe“ geführt. Demnach hat der Gesetzgeber verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Zum einen die effiziente Versorgung der Bürger und zum anderen die damit verbundene wirtschaftliche Stabilität der Betriebe. Ein flächendeckendes Netz ist für den Bürger von hohem Interesse. Der Entstehung einer Ballungsraumversorgung, welche zu Lasten der Provinzbevölkerung geht, ist vorzubeugen. Ebenso ist eine entlegenen Apotheke, die durch verpflichtende Bereitschaftsdienste zusätzlich belastet wird, finanziell zu stützen um zumindest das wirtschaftliche Überleben zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Vertragsverhältnisses zwischen Apotheken und dem Hauptverband ein und beleuchtet die Rolle der Apotheke als Nahversorger.

2. Gesetzliche Normierungen: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über die für Apotheker relevanten Gesetze, angefangen bei der Gewerbeordnung bis hin zu spezifischen Sozialversicherungsgesetzen.

2.1. GewO: Hier wird kurz dargelegt, dass die Gewerbeordnung für den Beruf des Apothekers in Österreich keine direkte Anwendung findet.

2.2. ApoG: Dieses Kapitel erläutert die Voraussetzungen zur Apothekenführung sowie die Rolle der ÖAK bei der Vergabe von Konzessionen.

2.3. ABO: Hier wird die Apothekenbetriebsordnung analysiert, insbesondere im Hinblick auf den Rückerstattungsanspruch bei der Abrechnung mit dem Hauptverband.

2.4. ApoKG: Das Apothekerkammergesetz wird hinsichtlich seiner Bedeutung für die kollektive Interessenvertretung und die Pflichtmitgliedschaft besprochen.

2.5. ASVG: Dieses Kapitel analysiert das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz als Grundlage für den Gesamtvertrag zwischen den Versicherungsträgern und Apothekern.

2.6. BSVG: Hier wird der Verweis des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes auf das ASVG im Kontext der Apothekenversorgung behandelt.

2.7. GSVG: Das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz wird als parallel zum BSVG strukturiert beschrieben, da es ebenfalls auf das ASVG verweist.

2.8. B KUVG: Dieses Kapitel beleuchtet kurz die Regelungen im Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz bezüglich der Apothekenbeziehungen.

2.9. ApoGV: Hier steht der Apothekergesamtvertrag als zentrales Regelungsinstrument zwischen ÖAK und HÖSV im Fokus.

2.10. ABG: Das Bundesgesetz über das Arzneibuch wird auf seine Verflechtung zwischen Hauptverband und Apothekerschaft untersucht.

2.11. AMG: Das Arzneimittelgesetz wird hinsichtlich der Abgrenzung von Verkaufsrechten und der Regelungen zu Naturalrabatten analysiert.

3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die starke Abhängigkeit der Apotheken vom Hauptverband und reflektiert die Rolle der Apothekerkammer als Schutzorgan.

Schlüsselwörter

Apothekenrecht, Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Apothekerkammer, Gesamtvertrag, Pflichtmitgliedschaft, Arzneimittelversorgung, Apothekergesetz, Sozialversicherungsrecht, Gebietsschutz, Erstattungskodex, Schlichtungsausschuss, Apothekenbetriebsordnung, Honorierung, Gesundheitswesen, Vertragsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe und regulierte Vertragsverhältnis zwischen österreichischen Apotheken und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger (HÖSV).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die gesetzliche Normierung, die Rolle der Apothekerkammer als gesetzlicher Vertreter, die vertragliche Abwicklung der Arzneimittelversorgung und die wirtschaftlichen Herausforderungen der Apotheken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Abhängigkeiten der Apotheken vom HÖSV aufzuzeigen und zu analysieren, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowohl die Versorgungssicherheit als auch die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse einschlägiger österreichischer Gesetzestexte (ApoG, ASVG, ABO etc.) und der Auswertung bestehender Gesamtverträge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Rechtsnormen, die die Beziehungen zwischen den Versicherern und den Apothekern regeln, und erörtert detailliert die verschiedenen Gesetze, die diesen Sektor beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Apothekenrecht, Sozialversicherungsträger, Apothekerkammer, Gesamtvertrag und Arzneimittelversorgung.

Warum ist eine individuelle Vertragsgestaltung für Apotheken kaum möglich?

Aufgrund gesetzlicher Verbote und der obligatorischen Bindung an den bestehenden Gesamtvertrag zwischen der Apothekerkammer und dem Hauptverband ist eine individuelle Aushandlung von Verträgen durch den einzelnen Apotheker ausgeschlossen.

Welche Rolle spielt die Apothekerkammer bei der Interessenvertretung?

Die Kammer fungiert als Körperschaft öffentlichen Rechts, die für alle Apotheker im Außenverhältnis auftritt, Verträge mit dem Hauptverband aushandelt und die wirtschaftlichen sowie sozialen Interessen der Apotheker wahrnimmt.

Wie werden Streitigkeiten zwischen Apothekern und Versicherern gelöst?

Für Streitigkeiten aus den Vertragsbeziehungen ist ein Schlichtungsausschuss eingerichtet, der bei Unstimmigkeiten in der Heilmittelabgabe oder Abrechnung entscheidet, sofern nicht die Bundesschiedskommission angerufen werden muss.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vertragswesen der Apotheken zum Hauptverband der Sozialversicherungsträger
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Institut für Arbeits- und Sozialrecht )
Veranstaltung
Medizinrecht
Note
1
Autor
Jürgen Augstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V133040
ISBN (eBook)
9783640395330
ISBN (Buch)
9783640395514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medizinrecht Medizin Apotheken Recht Sozialversicherungsträger Hauptverband Jura Rechtswissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jürgen Augstein (Autor:in), 2009, Vertragswesen der Apotheken zum Hauptverband der Sozialversicherungsträger, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/133040
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Leseprobe aus  30  Seiten
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