Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Recht und Kriminalität

Gewalt - tätig(e) Männer in der Deutschschweiz

Empirische Untersuchung zur Typologie

Titel: Gewalt - tätig(e) Männer in der Deutschschweiz

Fachbuch , 2009 , 57 Seiten

Autor:in: MAS Markus Gebert (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es scheint auf den ersten Blick keine Typologien gewaltätiger Männer zu geben. Entsprechend äussern sich Joachim Lempert und Burkhard Oelemann, die Entwickler der Gewaltberatung nach Hamburger Model, in ihrem Publikationen.
Dennoch glaube ich aufgrund meiner Berufserfahrung und der Arbeit mit Gewaltausübenden Gründe für die Ausübung der Gewalt zu erkennen. Aber welche?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung

2. Grundlagen zur Männergewalt, Gewaltbegriff und Gewaltformen

2.1 Unterscheidung Gewalt und Aggression

2.2 Der Mann im gesellschaftlichen Kontext

2.2.1 Erziehung von Männern

2.2.2 Vorbilder / Leitbilder

2.2.2.1 Wie das Gehirn lernt

2.2.3 Männerfreundschaften

2.3 Gewaltkreislauf

2.4 Dunkel-, Grau- und Hellfeld

2.5 Kosten Häuslicher Gewalt in Österreich

3. Ort der Tatausführung und Zeitpunkt der Gewalttat

3.1 Ort der Tatausführung bei allen Gewaltausübenden

3.1.1 Ort der Tatausführung bei Tätern bis 20 Jahren

3.2 Anzahl Gewalttaten pro Monat

3.3 Anzahl Gewalttaten pro Wochentag

3.4 Anzahl Gewalttaten pro Tageszeit

4. Angaben zur Straftat

4.1 Einmalige oder mehrfache Gewaltausführung

4.2 Art der Gewaltausführung

4.3 Wer ist Opfer

4.3.1 Wer ist Opfer bei Gewaltausübenden bis 20 Jahren

4.4 Verletzung des Opfers

5. Typologien der Gewaltausübenden (objektive Merkmale)

5.1 Altersstruktur

5.2 Berufliche Tätigkeit / Beschäftigung

5.3 Höchste Ausbildung

5.4 Gesundheitszustand / Suchtmittelkonsum

5.5 Wohnform mit dem Opfer

5.5.1 Zivilstand des Gewaltausübenden

5.6 Anzahl Kinder

5.7 Freizeitbeschäftigung

5.8 Nationalität

5.9 Gründe für die Selbstmeldung bei der Beratungsstelle

5.10 Gründe für die Zuweisung zu einer Beratungsstelle

5.11 Vorbestraft

6. Typologie des Gewaltausübenden (subjektive Merkmale)

6.1 Entschuldigungsgründe für die Tat

6.2 Gefühle des Gewaltausübenden zu Beginn des Beratungsprozesses

6.3 Gefühle des Gewaltausübenden während des Beratungsprozesses

6.4 Trauerprozess des Gewaltausübenden

6.5 Scham des Gewaltausübenden

6.6 Tateinsicht des Gewaltausübenden

6.7 Werte/Normen des Gewaltausübenden

6.8 Rückfälle während des Beratungsprozesses

6.8.1 Rückfälle nach Erstberatung

6.8.2 Rückfälle nach längerfristiger Beratung

6.9 Freundschaften des Gewaltausübenden

6.10 Angaben zur Vaterperson des Gewaltausübenden

6.10.1 Verhältnis zum Vater gemäss Aussagen des Gewaltausübenden

6.10.2 Freizeitbeschäftigung mit dem Vater

6.10.3 Nationalität des Vaters

6.11 Veränderungen während des Beratungsprozesses

7. Erkenntnisse

7.1 Erkenntnisse aus dem Ort der Tatausführung und dem Zeitpunkt der Gewalttat

7.2 Erkenntnisse aus den Typologien der Gewaltausübenden (objektiv)

7.3 Erkenntnisse aus der Typologie des Gewaltausübenden (subjektiv)

8. Forderungen

9. Zielerreichung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe männlicher Gewalttäter in der Deutschschweiz, um durch eine empirische Erhebung bei Beratungsstellen objektive und subjektive Merkmale zu identifizieren. Das primäre Ziel ist es, den Tatort, den Zeitpunkt sowie die Umstände von Gewalttaten zu verstehen, um daraus effektive Beratungsinhalte und Präventionsmassnahmen für Behörden und Fachstellen abzuleiten.

  • Analyse von Tatort und Zeitpunkt zur Ableitung präventiver Massnahmen
  • Untersuchung von objektiven Merkmalen wie Altersstruktur, Beruf und Ausbildung bei Gewalttätern
  • Erforschung subjektiver Aspekte wie Gefühlswahrnehmung, Werte und Rollenbilder
  • Evaluation des Einflusses von längerfristigen Beratungsprozessen auf Gewaltrückfälle
  • Erarbeitung von Forderungen für die Arbeit mit gewaltausübenden Männern

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Männerfreundschaften

Männerwelten sind sehr einsam. Sie knüpfen kaum Freundschaften. Die vorhandenen Freunde sind meist aus der Jugendzeit. Oder sie haben Kumpels, mit denen sie über Sport, Computer, Arbeit oder Hobbys sprechen. Sie sind kaum fähig, Unsicherheiten und Schwächen zu zeigen, weil sie befürchten, nicht dem üblichen Männerbild zu entsprechen. Sie haben nach wie vor mehr Mühe, über ihre Gefühle und Ängste zu sprechen als Frauen. Sie müssen immer der starke Erfolgstyp sein und können sich niemandem ausserhalb der Partnerschaft anvertrauen. Sie vereinsamen dadurch oft und werden von der Partnerin abhängig, welche oft die einzige Bezugsperson ist. Dies widerspricht der Erwartung der Unabhängigkeit. Diese Abhängigkeit nimmt der Mann erst war, wenn sich die Partnerin ihm entzieht. Die Angst des Verlassenwerdens äussert sich oft in Eifersucht und jeder Kontakt der Partnerin mit anderen Personen wird als Bedrohung empfunden. Aus dieser Angst heraus kann es zur Gewalt kommen. Dies bewirkt aber gerade wieder, dass sich meistens, früher oder später, die Partnerin vermehrt entzieht und ihn verlässt. Ein fataler Kreislauf beginnt. Männer leiden an diesen Folgen meistens erst, wenn sie damit konfrontiert sind. Durch die Gewalt wollten sie sich meistens nur einen Vorteil verschaffen (Gefühle unterdrücken, der Herr im Haus sein), bewirken aber oft, dass sie durch die Gewalt alles, was sie lieben und brauchen, verlieren.

Das Wahrnehmen und Leben von positiven Gefühlen gegenüber Männern werten viele Männer ab als «schwul sein». Mit ihrer Homophobie wehren sie deshalb Gefühle von Freude, Mitgefühl und Körperkontakt zu Männern ab. Es entstehen viele Tabubereiche zwischen Männern und der Begegnung mit sich selbst. Gefühle wie Trauer, Ohnmacht und Verzweiflung sind mit der männlichen Identität nicht oder nur schwer vereinbar und werden abgespalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der Kriminalstatistik und definiert die Zielsetzung der empirischen Untersuchung von Gewalttätern in der Deutschschweiz.

2. Grundlagen zur Männergewalt, Gewaltbegriff und Gewaltformen: Definiert den Gewaltbegriff, verschiedene Gewaltformen und beleuchtet die psychologischen Grundlagen männlicher Sozialisation.

3. Ort der Tatausführung und Zeitpunkt der Gewalttat: Analysiert statistisch, wann und wo Gewalttaten am häufigsten stattfinden, mit Fokus auf den häuslichen Bereich.

4. Angaben zur Straftat: Untersucht die Art der Gewaltausführung und die Opferstruktur, insbesondere den hohen Anteil familiärer Opfer.

5. Typologien der Gewaltausübenden (objektive Merkmale): Detaillierte statistische Erfassung von Altersgruppen, Bildungsstand, Zivilstand und weiteren demografischen Merkmalen der Klienten.

6. Typologie des Gewaltausübenden (subjektive Merkmale): Erfasst die subjektive Gefühlswelt, die Rolle der Vaterfigur und die Entwicklung der Tateinsicht während des Beratungsprozesses.

7. Erkenntnisse: Fasst die gewonnenen empirischen Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln übersichtlich zusammen.

8. Forderungen: Leitet konkrete Massnahmen und politische Forderungen für die Arbeit mit gewaltausübenden Männern ab.

9. Zielerreichung: Reflektiert den Erfolg der Arbeit und die Erreichung der eingangs formulierten Zielsetzungen.

Schlüsselwörter

Männergewalt, Gewaltberatung, Empirische Untersuchung, Deutschschweiz, Männerbild, Gewaltprävention, Häusliche Gewalt, Tatausführung, Gefühlswahrnehmung, Männliche Sozialisation, Beratungsprozess, Rückfallprävention, Opferhilfe, Täterberatung, Rollenbilder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse männlicher Gewalttäter in der Deutschschweiz, um deren Hintergründe und Verhaltensmuster mittels empirischer Daten aus verschiedenen Beratungsstellen besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt Schwerpunkte wie Gewaltformen, die Rolle der Sozialisation, die Bedeutung von Vorbildern, die Auswertung von Tatorten und -zeiten sowie die subjektive Gefühlswelt der Täter ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Identifikation objektiver und subjektiver Merkmale Erkenntnisse zu gewinnen, um die Beratungsinhalte und Präventionsmassnahmen für männliche Gewalttäter zielgerichtet zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Auswertung mittels Fragebögen, die durch Berater verschiedener Fachstellen in der Deutschschweiz mit Daten ihrer Klienten befüllt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert statistische Daten zu Tatorten, Zeitpunkten, Art der Straftat, Täter-Typologien (objektiv und subjektiv), Rückfallquoten sowie die Bedeutung der Vaterrolle und Männerfreundschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Männergewalt, Gewaltberatung, männliche Sozialisation, Täterberatung, Gewaltprävention und Rollenbilder.

Warum ist das Thema der Vaterrolle so wichtig?

Die Vaterrolle dient oft als unbewusstes Vorbild; die Arbeit zeigt, dass eine überwiegend negative oder abwesende Erfahrung mit dem Vater die Identitätsentwicklung und das Gewaltverhalten von Männern massgeblich beeinflussen kann.

Welche Rolle spielt die Gefühlswahrnehmung der Täter?

Die Arbeit verdeutlicht, dass der Mangel an Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, oft zu einer Überforderung führt, die sich schliesslich in Gewalt entlädt. Die Arbeit mit diesen Gefühlen im Beratungsprozess ist daher zentral für die Veränderung.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt - tätig(e) Männer in der Deutschschweiz
Untertitel
Empirische Untersuchung zur Typologie
Autor
MAS Markus Gebert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
57
Katalognummer
V132994
ISBN (Buch)
9783640437993
ISBN (eBook)
9783640438129
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Männer Deutschschweiz Empirische Untersuchung Typologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MAS Markus Gebert (Autor:in), 2009, Gewalt - tätig(e) Männer in der Deutschschweiz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/132994
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  57  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum