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Weibliche Pop-Fans - Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens

Titel: Weibliche Pop-Fans - Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens

Examensarbeit , 2004 , 99 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Harald Bögershausen (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Im Deutschland der neunziger Jahre grassiert eine neue kollektive Kinderverzückung: Zwar zählen Mädchenkreischen, Ohnmachtsanfälle und Massenhysterie seit den wilden Zeiten der Beatles in den Sechzigern zu den gewöhnlichen Spaßritualen der Jugendkultur – noch nie aber hat sich ein ganzes Pop-Genre derart erfolgreich der mutwilligen Erregung von Teenagerkrawallen, Heulattacken und Kuscheltier-Bombardements auf Gesangskünstler verschrieben wie in jüngster Zeit.“

Weibliche Pop-Fans – jeder Leser dürfte gewisse Assoziationen an diese Bezeichnung knüpfen. Oftmals denkt man an hysterisch kreischende und weinende Fans, die blind vor Verzückung ,ihren‘ Star bedingungslos anhimmeln. Dieses negative Bild wird nicht zuletzt von den Medien vermittelt und aufrechterhalten. Was verbirgt sich jedoch hinter dem Fansein der Mädchen? Warum sind sie so begeistert und empfänglich für diese Art Musik und die dahinter stehenden Künstler?
Das Thema der vorliegenden Arbeit „Weibliche Pop-Fans. Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens“ lässt bereits eine Laufrichtung, eine grobe Struktur erahnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Annäherung an wichtige Begrifflichkeiten

2.1 Exkurs: Pop(musik)

2.2 Definitionsversuch ,Fan‘

2.3 Annäherung an den Jugendbegriff

2.3.1 Psychologische Eingrenzungskriterien

2.3.2 Soziologische Eingrenzungskriterien

2.4 Exkurs: Jugendkultur

3. Jugend und Musik

3.1 Zur Bedeutung von Popmusik

3.2 Zur Entstehung musikalischer Präferenz im Jugendalter

3.3 Funktionen und Folgen jugendlicher Musikpräferenz

4. Jugend – Eltern – Gleichaltrige

4.1 Jugend zwischen Eltern und Gleichaltrigen

4.2 Zur Bedeutung der Eltern in der Adoleszenz

4.3 Zur Bedeutung von Gleichaltrigen und Freunden

4.4 Eltern vs. Peers

5. Boygroups als typische Objekte weiblichen Fantums

5.1 Geschlechtsspezifische Fan-Unterschiede

5.2 Begriffsbeschreibung ,Boygroup‘

5.3 Zusammensetzung einer Boygroup

5.4 Image einer Boygroup

5.5 Texte der Boygroups

5.6 Zur Funktion der Medien

5.7 Boygroups heute

6. Theorien zur Erklärung des Fan-Seins

6.1 Funktion der Popmusik als Traum-Vorlage

6.2 Pop als Regression in den „magischen Uterus“

6.3 Popmusik als Orientierungshilfe und Mittel zur Opposition

6.4 Boygroups als Übergangsobjekt

6.5 Fan-Sein als Flucht in eine heile Parallelwelt

6.6 Das Fan-Phänomen bei Sigmund Freud

6.7 Zusammenfassende Betrachtung der Funktionen von Musik

7. Fallinterpretationen

7.1 Fall I

7.1.1 Bemerkungen zur Interviewsituation

7.1.2 Auswertung eines exemplarischen Interviews

7.2 Fall II

7.2.1 Bemerkungen zur Interviewsituation

7.2.2 Auswertung eines exemplarischen Interviews

7.3 Fall III

7.3.1 Bemerkungen zur Interviewsituation

7.3.2 Auswertung eines exemplarischen Interviews

7.4 Analyse der Fallinterviews und Ansätze einer Bewertung

8. Schlussbetrachtung und Ausblick

9. Anhang

Interviewtranskriptionen

Interviewtranskription I (Viertklässlerin)

Interviewtranskription II (Achtklässlerin)

Interviewtranskription III (Studentin)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen weiblicher Pop-Fans unter theoretischen und empirischen Gesichtspunkten. Dabei wird erforscht, welche Funktionen das Fan-Sein von Boygroups für die Adoleszenzphase von Mädchen erfüllt und inwieweit mediale Inszenierungen sowie soziale Faktoren die Identitätsbildung und das Verhalten der Fans beeinflussen.

  • Theoretische Grundlagen zum Jugendbegriff und zur Jugendkultur
  • Bedeutung von Popmusik und Musikpräferenzen im Jugendalter
  • Soziale Beziehungen: Das Spannungsfeld zwischen Eltern und Gleichaltrigen
  • Boygroups als Objekte weiblicher Fantasien und ihre mediale Vermarktung
  • Psychologische Theorien zur Erklärung des Fan-Phänomens (z.B. Regression, Übergangsobjekte, Projektion)

Auszug aus dem Buch

6.4 Boygroups als Übergangsobjekt

Der Begriff des Übergangsobjekts stammt aus der Entwicklungspsychologie und dient zur Bezeichnung der Objekte, die ein Kleinkind ersatzweise braucht, wenn es von der Mutterbrust entwöhnt wird. Das Kind projiziert nun seine Ängste und Bedürfnisse auf ein scheinbar eher unbedeutendes Objekt. So wird dem ,Schnuckeltuch‘ oder dem Teddybären ein ungeheuer emotionaler Wert beigemessen, der im starken Widerspruch zum eigentlichen, rationalen Wert des Gegenstandes steht.

„Die Erfindung von Übergangsobjekten ist besonders in den sogenannten jugendlichen Subkulturen ausgeprägt. Die Übergangsobjekte haben meist eine materielle Grundlage, die aber symbolisch gestaltet wird, wie die Kleidung, die Frisur, das Motorrad, aber auch die Musik.“

Wie für die Kleinkinder das Schnuckeltuch, so für den Teeniefan der Star. Für Außenstehende mag die Musik keinen besonderen Wert haben, scheinen die Mitglieder der Band nicht besonders gut auszusehen, jedoch für den Fan sind sie von unschätzbarem Wert. Wie auch das Kleinkind sein Übergangsobjekt nur für eine bestimmte Phase benötigt, ist der Star ebenfalls nicht längerfristig von Bedeutung. Daniela Seffler fasst dies treffend in Worte, indem sie schreibt: „Das Fan-Sein im Teenageralter ist eine lebensgeschichtlich begrenzte Phase, die zumeist im Verlauf der Pubertät nachlässt. Während dieser intensiven Phase jedoch sind die Idole wichtige Fixpunkte im Leben der Fans.“ Gerade der Übergang vom Status Kind zum Status Jugendlicher markiert eine erneute Phase der Umgewöhnung, da man nun nicht mehr Kind sein darf und/oder will und erneut ein gewisser Zustand der Orientierungs- und Hilflosigkeit eintritt, vergleichbar mit der Entwöhnungsphase im Kleinkindalter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen weiblicher Pop-Fans ein und umreißt die theoretische sowie empirische Struktur der Arbeit, die sich mit der Begeisterung für Boygroups und der Suche nach Identität auseinandersetzt.

2. Annäherung an wichtige Begrifflichkeiten: Hier werden die zentralen Termini "Pop", "Fan", "Jugend" und "Jugendkultur" aus psychologischer und soziologischer Sicht definiert, um eine theoretische Basis für die weiteren Kapitel zu schaffen.

3. Jugend und Musik: Dieses Kapitel beleuchtet den hohen Stellenwert von Popmusik für Jugendliche und analysiert, wie musikalische Präferenzen entstehen und welche psychologischen Funktionen (z.B. Selbstdefinition) sie erfüllen.

4. Jugend – Eltern – Gleichaltrige: Der Fokus liegt auf der sich wandelnden Sozialstruktur, wobei die Ablösung vom Elternhaus und die zunehmende Bedeutung der Peer-Groups zur Identitätsfindung zentral behandelt werden.

5. Boygroups als typische Objekte weiblichen Fantums: Es werden die Merkmale, das Image und die mediale Vermarktung von Boygroups analysiert, um zu verstehen, warum sie eine solche Faszination auf weibliche Jugendliche ausüben.

6. Theorien zur Erklärung des Fan-Seins: Das Kapitel führt wissenschaftliche Erklärungsansätze an, darunter die Konzepte der Regression, des Übergangsobjekts und der parasozialen Beziehung zu Stars.

7. Fallinterpretationen: Basierend auf qualitativen Interviews mit verschiedenen Altersgruppen werden die theoretischen Annahmen mit der Lebenswirklichkeit der Fans abgeglichen und ausgewertet.

8. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse, betont die integrative Funktion des Fan-Seins und diskutiert die Kurzlebigkeit des Musikmarktes im Vergleich zur Beständigkeit jugendlicher Entwicklungsbedürfnisse.

9. Anhang: Enthält die vollständigen Interviewtranskriptionen der drei befragten Gruppen.

10. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Weibliche Pop-Fans, Boygroups, Jugendkultur, Adoleszenz, Fan-Phänomen, Musikpräferenz, Identitätsbildung, Peer-Groups, Medien, parasoziale Beziehung, Übergangsobjekt, Fan-Psychologie, Jugendsoziologie, Fan-Kultur, Backstreet Boys.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass weibliche Jugendliche eine starke, teils hysterische Begeisterung für Boygroups entwickeln, und analysiert die Hintergründe dieses Verhaltens im Kontext der Adoleszenz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Musik für Jugendliche, die Sozialisation durch Peergroups im Vergleich zum Elternhaus, die mediale Konstruktion von Pop-Idolen sowie psychologische Erklärungen für Fan-Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das "weibliche Pop-Fan-Sein" nicht als bloßes hysterisches Phänomen abzutun, sondern als eine entwicklungspsychologisch sinnvolle Strategie der Identitätsfindung und des Umgangs mit den Herausforderungen der Pubertät zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen explorativen Ansatz, der theoretische Analysen aus Soziologie und Psychologie mit einer empirischen Untersuchung in Form von Leitfadeninterviews verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, Analysen der Musikrezeption, die Untersuchung der Eltern-Kind-Beziehung und die detaillierte Fallauswertung von Interviews mit jungen Mädchen und jungen Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Adoleszenz, Boygroups, Identitätsbildung, parasoziale Beziehungen, mediale Inszenierung und die integrative Funktion von Musik.

Was bedeutet der Begriff „Übergangsobjekt“ in Bezug auf Boygroups?

In Anlehnung an die Entwicklungspsychologie dienen die Stars den Mädchen als temporäre „Rettungsanker“ oder emotionale Projektionsflächen, um die schwierige Phase der Ablösung vom Kindsein zum Erwachsenwerden zu erleichtern.

Verlieren Eltern während dieser Fan-Phase ihre Bedeutung?

Nein. Die Arbeit zeigt, dass Eltern trotz der Hinwendung der Jugendlichen zu Peergroups und Idolen wichtige Ansprechpartner für grundlegende Lebensfragen bleiben und das Fan-Sein meist lediglich ein begrenztes „Trainingslager“ darstellt.

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Weibliche Pop-Fans - Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
2,0
Autor
Harald Bögershausen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
99
Katalognummer
V132949
ISBN (eBook)
9783640384785
ISBN (Buch)
9783640385157
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weibliche Pop-Fans Theoretische Zugänge Erklärung Phänomens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Harald Bögershausen (Autor:in), 2004, Weibliche Pop-Fans - Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/132949
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