Die Arbeit beschäftigt sich mit drei Themen aus der Gesundheits- und Umweltpsychologie. Es wird die Prävention und Gesundheitsförderung bei Hautkrebs, die Prävention und die Gesundheitsförderung durch Führungskräfte und Umweltschutz bzgl. Verkehrsmittelnutzung behandelt.
Hautkrebs tritt in verschiedenen Formen auf. In dieser Arbeit wurde sich insbesondere auf Melanome und Basaliome bezogen. Neben diesen beiden Arten gibt es auch Plattenepithel-Karzinome, welche an allen Stellen der Haut auftreten, insbesondere an denen, die der Sonne ausgesetzt sind. Da diese Krebsart erst im späten Krankheitsstadium zur Metastasenbildung in benachbarten Lymphknoten neigt, sind die Erfolgsaussichten bei rechtzeitiger Therapie sehr gut. Maligne Melanome werden auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet, Basaliome als weißer Hautkrebs, da diese sich farblich kaum von der Haut absetzen. Schwarzer Hautkrebs entsteht im Gegensatz zum hellen Hautkrebs in den pigmentbildenden Zellen der Oberhaut und kann schnell Metastasen ausbilden. Der helle Hautkrebs hingegen stellt die weltweit häufigste Hautkrebsart bei Menschen heller Hautfarbe zwischen 40 und 79 Jahren dar. Dieser tritt vor allem an Kopfpartien auf, dringt nicht tief in die Haut ein und bildet keine Metastasen, wodurch dieser in den meisten Fällen bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung heilbar ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Prävention & Gesundheitsförderung bei Hautkrebs
1.1. Ursachen von Hautkrebs
1.2. Kampagnen für Sonnenschutzverhalten
1.2.1 psychologische Modelle des Gesundheitsverhaltens
1.2.2. konkrete Kampagnenbeispiele
2. Prävention & Gesundheitsförderung durch Führungskräfte
2.1. Job-Demands-Ressources-Modell
2.1.1. allgemeine Definition & lineare Wirkmechanismen
2.1.2. Interaktionseffekte
2.1.3. organisationale Folgen
2.2. Handlungsspielraum von Führungskräften
2.2.1. Möglichkeiten
2.2.2. Grenzen
3. Umweltschutz bzgl. Verkehrsmittelnutzung
3.1. Das CADM von Klöckner & Blöbaum
3.1.1. Grundannahmen
3.1.2. metaanalytisches Strukturgleichungsmodell
3.2. Reduktion des innerstädtischen Verkehrs
3.2.1. Strukturgleichungsmodell bzgl. Verkehrsmittelwahl
3.2.2. Zielgruppe - junge Erwachsene
3.2.3. Zielgruppe - ältere Menschen
3.2.4. Fragen der Gerechtigkeit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht psychologische Ansätze zur Gesundheitsförderung im Kontext von Hautkrebsprävention und Arbeitswelt sowie Strategien zur Förderung umweltfreundlichen Mobilitätsverhaltens durch die Anwendung theoretischer Modelle der Verhaltensänderung.
- Analyse psychologischer Modelle zur Förderung von Sonnenschutzverhalten.
- Untersuchung von Anforderungen und Ressourcen im Arbeitskontext mittels des Job-Demands-Resources-Modells.
- Erforschung von Determinanten der Verkehrsmittelwahl basierend auf dem Comprehensive Action Determination-Modell (CADM).
- Ableitung zielgruppenspezifischer Interventionsstrategien für junge und ältere Menschen zur Verkehrsreduktion.
Auszug aus dem Buch
1.1. Ursachen von Hautkrebs
Hautkrebs tritt in verschiedenen Formen auf. In dieser Arbeit wurde sich insbesondere auf Melanome und Basaliome bezogen. Neben diesen beiden Arten gibt es auch Plattenepithel-Karzinome, welche an allen Stellen der Haut auftreten, insbesondere an denen, die der Sonne ausgesetzt sind. Da diese Krebsart erst im späten Krankheitsstadium zur Metastasenbildung in benachbarten Lymphknoten neigt, sind die Erfolgsaussichten bei rechtzeitiger Therapie sehr gut. Maligne Melanome werden auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet, Basaliome als weißer Hautkrebs, da diese sich farblich kaum von der Haut absetzen. Schwarzer Hautkrebs entsteht im Gegensatz zum hellen Hautkrebs in den pigmentbildenden Zellen der Oberhaut und kann schnell Metastasen ausbilden.
Durch Aktivitäten im Freien steigt das Risiko, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erleiden und an Hautkrebs zu erkranken (Schmitt, Seidler, Diepgen & Bauer, 2011). Dies wird auf solare ultraviolette Strahlung zurückgeführt, welche ein wissenschaftlich belegtes Kanzerogen ist, wie die Internationale Agentur für Krebsforschung (World Health Organization, International Agency for Research on Cancer) bereits 1992 veröffentlicht hat. Unter anderem wurde von El Ghissassi et al. (2009) die Wirkungsweise näher erläutert: UV-Strahlung wird in den Hautzellen des Menschen absorbiert und kann dort schon in geringer Dosis Schäden am Erbgut bewirken. In der Regel beseitigen Reparatursysteme in den Zellen diese DNA-Schädigungen. Häufige, langanhaltende und intensive UV-Bestrahlungen sowie Sonnenbrände führen jedoch zu einer Überlastung dieser Reparatursysteme. Zellen mit derart geschädigter DNS werden somit nur noch unvollständig oder fehlerhaft repariert und können folglich zu Krebszellen entarten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Prävention & Gesundheitsförderung bei Hautkrebs: Dieses Kapitel erläutert biologische Hautkrebsursachen und analysiert psychologische Theorien, um effektive Kampagnen für ein risikobewussteres Sonnenschutzverhalten zu entwickeln.
2. Prävention & Gesundheitsförderung durch Führungskräfte: Hier wird das Job-Demands-Resources-Modell genutzt, um den Einfluss von Führungskräften auf die Motivation und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter durch die Gestaltung von Arbeitsanforderungen und Ressourcen zu beleuchten.
3. Umweltschutz bzgl. Verkehrsmittelnutzung: Das Kapitel wendet das CADM an, um die Faktoren der Verkehrsmittelwahl zu verstehen und Strategien zur Reduktion des innerstädtischen Autoverkehrs für verschiedene Altersgruppen abzuleiten.
Schlüsselwörter
Hautkrebsprävention, Sonnenschutzverhalten, Gesundheitspsychologie, Job-Demands-Resources-Modell, Arbeitsengagement, Führungskräfte, psychische Gesundheit, Umweltschutz, Verkehrsmittelwahl, CADM-Modell, Verhaltensänderung, Mobilitätskultur, Prävention, nachhaltige Mobilität, Interventionsstrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt wissenschaftliche Ansätze aus der Gesundheits- und Umweltpsychologie, um gesundheitsförderliches Verhalten bei der Hautkrebsprävention zu steigern, das Arbeitswohlbefinden zu verbessern und umweltrelevante Entscheidungen bei der Mobilität zu beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Prävention von Hautkrebs, dem Management von Anforderungen und Ressourcen im Berufsalltag durch Führungskräfte sowie der Förderung nachhaltiger Verkehrsmittelnutzung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, auf Basis psychologischer Modelle (wie der HAPA oder des JDR-Modells) konkrete Interventionsmöglichkeiten für Individuen und Organisationen abzuleiten, um gesundheitsrisikoreiches Verhalten zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender psychologischer Modelle und empirischer Studien basiert, insbesondere unter Verwendung von Ergebnissen aus Metaanalysen und Strukturgleichungsmodellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert erst Sonnenschutzverhalten, diskutiert danach arbeitspsychologische Prozesse zur Stressminderung durch Führungskräfte und schließt mit der Anwendung des CADM-Modells auf die Reduktion des innerstädtischen Autoverkehrs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Prävention, psychologische Modelle, Arbeitsressourcen, Sonnenschutz, Verkehrsmittelwahl und Verhaltensänderung.
Warum ist das Job-Demands-Resources-Modell relevant für Führungskräfte?
Es zeigt, wie Führungskräfte durch gezielte Bereitstellung von Arbeitsressourcen (z. B. Autonomie, Feedback) die psychische Belastung abpuffern und somit das Engagement und die Gesundheit der Angestellten fördern können.
Warum variieren Maßnahmen zur Verkehrsreduktion je nach Zielgruppe?
Laut dem CADM-Modell ist die Stärke der verhaltensrelevanten Variablen (wie Gewohnheiten oder wahrgenommene Verhaltenskontrolle) individuell und altersabhängig unterschiedlich, weshalb junge Menschen anders auf Maßnahmen reagieren als ältere Personen.
Welche Rolle spielt die „Puffer-Hypothese“ im Arbeitskontext?
Sie beschreibt, wie ausreichend vorhandene Ressourcen negative arbeitsbedingte Anforderungen abfedern können, sodass diese nicht zwangsläufig zu Beanspruchung oder Burnout führen, sondern vielmehr Ansporn für die persönliche Weiterentwicklung sein können.
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- Anonym (Author), 2022, Prävention und Gesundheitsförderung bei Hautkrebs und durch Führungskräfte. Umweltschutz bezüglich Verkehrsmittelnutzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1329295