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Vergemeinschaftung bei Tisch

Haben gemeinsame Mahlzeiten im familiären Kontext ausgedient?

Titel: Vergemeinschaftung bei Tisch

Hausarbeit , 2023 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Blaumeiser (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit geht es vornehmlich darum, die Mahlzeit in ihren Dimensionen als soziales Tun zu untersuchen. Parallel wird der reziproke Prozess zwischen Mahlzeiten und den einhergehenden Strukturen von Vergemeinschaftung nachgezeichnet. Demzufolge kommt man nicht umhin, mit Definitionsansätzen zu den Grundbegriffen Mahlzeit und Tischgemeinschaft zu beginnen, die im weiteren Verlauf für die Nachvollziehbarkeit unabdingbar sind.

Im Hauptteil steht der Sozialisationsprozess im Vordergrund, der mit dem Konstrukt von Mahlzeit in Verbindung gebracht wird und hinsichtlich ihrer soziologischen Bedeutung untersucht werden soll. Daran anknüpfend folgen Ansätze und Ursachen, die den Wandel und Rückgang von familialen Mahlzeiten erklären und begünstigen, um darüber letztlich die Forschungsfrage zu klären, ob gemeinsame Mahlzeiten aus heutiger Sicht ausgedient haben. Im letzten Kapitel folgt sodann ein Resümee, um die dargestellten Punkte noch einmal konkret zusammenzufassen und mit einem Schlusswort zu versehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionsansätze

2.1 Die Mahlzeit

2.2 Die Tischgemeinschaft

3. Mahlzeiten und Sozialisation

4. Zum Wandel der Familienmahlzeit

4.1 Ursachen zum Rückgang gemeinsamer Mahlzeiten

4.2 Auswirkungen auf doing Family

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung von Mahlzeiten und deren Funktion als soziales Tun, um zu klären, ob gemeinsame Familienmahlzeiten in der heutigen Zeit funktional ausgedient haben oder einen Wandel durchlaufen.

  • Ernährungssoziologische Grundbegriffe wie Mahlzeit und Tischgemeinschaft
  • Die Rolle der Mahlzeit im Sozialisationsprozess heranwachsender Individuen
  • Ursachen und Einflussfaktoren für den Wandel familialer Verzehrsituationen
  • Die Bedeutung von Kommunikation am Tisch für das "Doing Family"

Auszug aus dem Buch

2. Definitionsansätze

In diesem Kapitel werden zwei Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich als elementare Grundbegriffe der Ernährungssoziologie identifiziert werden können und somit die theoretische Ausgangsbasis festlegen, worauf alle nachfolgenden Unterpunkte aufbauen und in ihrer Bedeutung unterstrichen werden. Konkret geht es um die Begriffe Mahlzeit und Tischgemeinschaft. Nach Barlösius (2016) sind beide Begrifflichkeiten in der Disziplin der Soziologie hinsichtlich Ernährungsthematiken eng miteinander gekoppelt, ohne dass jemals systematische Absichtlichkeit bestand, da es sich um ein Themengebiet handelt, welches eher im unwesentlichen Fokus des Fachinteresses steht. Vielmehr dienen sie bislang dazu Prozesse der Vergemeinschaftung unter dem Aspekt der Nahrungsaufnahme zu beschreiben, ohne dabei „die soziale Eigenart des Essens zu verstehen“ (S. 182).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Nahrungsaufnahme als soziales Grundbedürfnis und führt in die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich des Wandels von Mahlzeiten ein.

2. Definitionsansätze: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Mahlzeit und Tischgemeinschaft als soziologische Konstrukte und Grundlage der weiteren Analyse.

3. Mahlzeiten und Sozialisation: Es wird erörtert, wie Mahlzeiten im Kindesalter als erlernbare kulturelle Handlungen zur Integration in die Gesellschaft dienen.

4. Zum Wandel der Familienmahlzeit: Hier wird der historische und aktuelle Wandel der Esskultur sowie die Faktoren für den Rückgang gemeinsamer Mahlzeiten im Familienalltag diskutiert.

5. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die soziologischen Erkenntnisse zusammen und widerlegt die Hypothese vom Aussterben der gemeinsamen Mahlzeit zugunsten eines funktionalen Wandels.

Schlüsselwörter

Ernährungssoziologie, Mahlzeit, Tischgemeinschaft, Sozialisation, Doing Family, Vergemeinschaftung, Familienmahlzeit, Ernährungspraktiken, Tischkultur, Zusammenhalt, Wandel, Kommunikation, Familienalltag, Triebhaftigkeit, Institution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mahlzeit als soziale Institution und untersucht, wie sich die traditionelle Familienmahlzeit im Laufe der Zeit durch gesamtgesellschaftliche Veränderungen gewandelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ernährungssoziologie, dem Prozess der Sozialisation durch Essen, den Ursachen für den Wandel von Familienmahlzeiten und der Bedeutung der Kommunikation am Esstisch.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die soziologische Bedeutung von Mahlzeiten zu ergründen und die Forschungsfrage zu klären, ob gemeinsame Familienmahlzeiten aus heutiger Sicht als obsolet anzusehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur, um die Dimensionen des Essens als soziales Tun und die reziproken Prozesse zwischen Individuum und Gemeinschaft nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der Bedeutung von Mahlzeiten für die kindliche Entwicklung, den Hintergründen des Rückgangs gemeinsamer Mahlzeiten sowie deren positiven Effekten auf das familiäre Miteinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ernährungssoziologie, Doing Family, Sozialisation, Tischgemeinschaft und institutioneller Wandel.

Wie hat sich die Tischkultur seit dem 17. Jahrhundert verändert?

Während Mahlzeiten damals durch strenge Disziplin, Hierarchien und rigide Erziehungsregeln geprägt waren, steht heute eher die Harmonie und der kommunikative Austausch innerhalb der Familie im Vordergrund.

Welche Rolle spielt die Kommunikation für das "Doing Family"?

Kommunikation am Tisch fungiert als zentrales Element, um Familienzusammenhalt zu reproduzieren, tagesaktuelle Ereignisse auszutauschen und eine gemeinsame familiale Identität durch Erinnerungen zu bilden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergemeinschaftung bei Tisch
Untertitel
Haben gemeinsame Mahlzeiten im familiären Kontext ausgedient?
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Soziologie)
Veranstaltung
Theorien der Sozioprudenz
Note
1,3
Autor
Markus Blaumeiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
13
Katalognummer
V1328724
ISBN (eBook)
9783346817105
ISBN (Buch)
9783346817112
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tischgemeinschaft Vergemeinschaftung Mahlzeiten Georg Simmel Sozialisation Kernfamilie Wandlungsprozesse Lebensformen doing Family Gemeinschaft soziales Tun Verzehrsituationen Stilisierung soziale Institution Ordnungsstrukturen Triebhaftigkeit Kommunikation Idealtypus Mahlzeitenmuster Erinnerungsfunktionen Geschlechterrollen Symbolik Rituale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Blaumeiser (Autor:in), 2023, Vergemeinschaftung bei Tisch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1328724
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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