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Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG. Bedeutung und Anwendungsfragen in der Praxis

Title: Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG. Bedeutung und Anwendungsfragen in der Praxis

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Accounting and Taxes

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Summary Excerpt Details

Die Regelung zur Behandlung steuerlicher Verlustvorträge unterlagen in den letzten Jahren selbst für Verhältnisse der deutschen Steuergesetzgebung einem ausgesprochen turbulenten Wandel .

Das Kabinett hat am 20. Dezember 2016 den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften beschlossen . Dessen zentrales Element ist die Einführung der Vorschrift zum fortführungsgebundenen Verlustvortrag nach § 8d KStG.

Ausgangspunkt war die Einführung von § 8c KStG im Rahmen des Unternehmenssteuerformgesetzes 2008 als Ersatz für § 8 Abs. 4 KStG a.F. Der seit 01.01.2008 geltende § 8c KStG bewirkt, dass festgestellte Verlustvorträge einer Körperschaft bei sich innerhalb von fünf Jahren vollziehenden Anteilseignerwechseln über 25% bis maximal 50% anteilig, bei Anteilseignerwechseln über 50% vollständig untergehen.

Mit dem am 23.12.2016 veröffentlichten Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften unternimmt der Gesetzgeber einen weiteren Versuch, die Behandlung ertragssteuerlicher Verlustvorträge zu regeln.
Die Abwahl des § 8c KStG durch Antrag auf Anwendung des § 8d KStG ist allerdings nicht immer vorteilhaft. Dies liegt daran, dass bei Verstoß gegen die Bedingungen des geltenden § 8d KStG steuerliche Nachteile eintreten können, die diejenigen eines unmittelbaren Verlustuntergangs gem. § 8c KStG übersteigen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Zweck des neueingeführten § 8d KStG, dem Antragserfordernis und den Fragen rund um das Tatbestandsmerkmal des schädlichen Ereignisses des § 8d Abs. 2 KStG.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1 Einleitung und Problemstellung

2 Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG

2.1 Neuregelung im Überblick

2.2 Tatbestandsvoraussetzungen für die Anwendung des § 8d KStG

3 Das Antragsverfahren

4 Abgrenzung von fortführungsschädlichen Ereignissen

4.1 Einstellung und Ruhendstellung des Geschäftsbetriebs

4.2 Aufnahme eines zusätzlichen Geschäftsbetriebs

4.3 Beispiel für typische schädliche Ereignisse

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen und Anwendungsfragen des durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften neu eingeführten § 8d KStG. Dabei steht die Untersuchung des Zweckes dieser Vorschrift, das notwendige Antragserfordernis sowie die steuerlichen Konsequenzen bei Eintritt sogenannter schädlicher Ereignisse im Vordergrund, um die Vor- und Nachteile gegenüber der bestehenden Verlustuntergangsregelung des § 8c KStG aufzuzeigen.

  • Funktionsweise und Anforderungen des fortführungsgebundenen Verlustvortrags.
  • Analyse des Antragsverfahrens für Verlustkörperschaften.
  • Abgrenzung und Definition schädlicher Ereignisse gemäß § 8d Abs. 2 KStG.
  • Vergleichende Betrachtung der steuerlichen Vor- und Nachteile zwischen § 8c und § 8d KStG.
  • Praxisorientierte Fallbeispiele zur Verlustverrechnung.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung und Problemstellung

Die Regelung zur Behandlung steuerlicher Verlustvorträge unterlagen in den letzten Jahren selbst für Verhältnisse der deutschen Steuergesetzgebung einem ausgesprochen turbulenten Wandel.

Das Kabinett hat am 20. Dezember 2016 den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften beschlossen. Dessen zentrales Element ist die Einführung der Vorschrift zum fortführungsgebundenen Verlustvortrag nach § 8d KStG.

Ausgangspunkt war die Einführung von § 8c KStG im Rahmen des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 als Ersatz für § 8 Abs. 4 KStG a.F. Der seit 01.01.2008 geltende § 8c KStG bewirkt, dass festgestellte Verlustvorträge einer Körperschaft bei sich innerhalb von fünf Jahren vollziehenden Anteilseignerwechseln über 25% bis maximal 50% anteilig, bei Anteilseignerwechseln über 50% vollständig untergehen.

Mit dem am 23.12.2016 veröffentlichten Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften unternimmt der Gesetzgeber einen weiteren Versuch, die Behandlung ertragssteuerlicher Verlustvorträge zu regeln.

Die Abwahl des § 8c KStG durch Antrag auf Anwendung des § 8d KStG ist allerdings nicht immer vorteilhaft. Dies liegt daran, dass bei Verstoß gegen die Bedingungen des geltenden § 8d KStG steuerliche Nachteile eintreten können, die diejenigen eines unmittelbaren Verlustuntergangs gem. § 8c KStG übersteigen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Zweck des neueingeführten § 8d KStG, dem Antragserfordernis und den Fragen rund um das Tatbestandsmerkmal des schädlichen Ereignisses des § 8d Abs. 2 KStG.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemstellung: Diese Einführung erläutert den turbulenten Wandel der steuerlichen Verlustverrechnung und führt zur Problematik des § 8c KStG sowie dem neu eingeführten § 8d KStG hin.

2 Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Neuregelung und definiert die spezifischen Tatbestandsvoraussetzungen, die für die steuerliche Inanspruchnahme erforderlich sind.

3 Das Antragsverfahren: Hier werden die formalen Bedingungen zur wirksamen Antragstellung durch die Verlustkörperschaft und die damit verbundenen Ausschlussfristen detailliert behandelt.

4 Abgrenzung von fortführungsschädlichen Ereignissen: Dies stellt die schädlichen Ereignisse dar, die zum Untergang des fortführungsgebundenen Verlustvortrags führen, insbesondere Betriebseinstellungen und die Aufnahme neuer Geschäftszweige.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Auswirkungen der Neuregelung in der Praxis und unterstreicht die Notwendigkeit einer einzelfallbezogenen Prüfung durch steuerliche Berater.

Schlüsselwörter

Körperschaftsteuergesetz, KStG, § 8d KStG, Verlustvortrag, Verlustverrechnung, Anteilseignerwechsel, Geschäftsbetrieb, Steuerrecht, Antragserfordernis, schädliche Ereignisse, Betriebsaufgabe, Verlustuntergang, Stille Reserven, Steuerberatung, Unternehmenssteuerreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften eingeführte Regelung des § 8d KStG, die einen fortführungsgebundenen Verlustvortrag unter bestimmten Bedingungen ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen das Antragserfordernis für den fortführungsgebundenen Verlustvortrag, die notwendigen Voraussetzungen zur Beibehaltung des Geschäftsbetriebs sowie die detaillierte Abgrenzung schädlicher Ereignisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Zweckmäßigkeit und Anwendung des neuen § 8d KStG zu untersuchen und zu analysieren, wann eine Antragstellung den Steuerpflichtigen gegenüber der bestehenden Regelung des § 8c KStG vorteilhaft stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse der Gesetzestexte, Regierungsentwürfe sowie einschlägiger steuerrechtlicher Fachliteratur und Kommentarwerke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Neuregelungen im Überblick, die formalen Voraussetzungen, der Prozess der Antragstellung sowie die als schädlich definierten Ereignisse wie Betriebseinstellungen oder die Aufnahme zusätzlicher Betriebe erläutert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere § 8d KStG, Verlustkörperschaft, Verlustrettung, Anteilseignerwechsel und die Konzern- bzw. Stille-Reserven-Klausel.

Warum ist die Antragstellung nach § 8d KStG nicht immer vorteilhaft?

Da § 8d KStG an den Erhalt des Geschäftsbetriebs geknüpft ist, kann jedes nachfolgende schädliche Ereignis zum Totaluntergang der Verluste führen, während nach § 8c KStG Verluste in bestimmten Fällen (z.B. bei Vorhandensein stiller Reserven) teilweise erhalten bleiben könnten.

Was ist ein schädliches Ereignis im Sinne des § 8d Abs. 2 KStG?

Hierzu zählen vor allem die Einstellung oder Ruhendstellung des Geschäftsbetriebs, die Aufnahme eines andersartigen Geschäftsbetriebs oder die Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft, sofern sie die Voraussetzungen für den Erhalt des Verlustvortrags gefährden.

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Details

Title
Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG. Bedeutung und Anwendungsfragen in der Praxis
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V1319650
ISBN (eBook)
9783346799449
ISBN (Book)
9783346799456
Language
German
Tags
fortführungsgebundener verlustvortrag kstg bedeutung anwendungsfragen praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG. Bedeutung und Anwendungsfragen in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1319650
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