In dieser Hausarbeit wird die Nutzanwendung der Lexikologie beziehungsweise Lexikografie im Fremdsprachenunterricht untersucht. Dabei wird sich vorwiegend auf das Fach Spanisch bezogen. Begonnen wird diese Abhandlung mit einer kurzen Vorstellung der linguistischen Disziplin. Dabei werden kurz die wichtigsten Fragestellungen und Arbeitsgebiete der Lexikologie erläutert. Anschließend wird der sächsische Lehrplan für das Fach Spanisch hinsichtlich seiner Berührungspunkte mit diesem sprachwissenschaftlichen Themengebiet untersucht. Dabei werden sowohl direkte als auch indirekte Überschneidungen berücksichtigt.
Der nächste Schritt wird dann die Frage sein, wie diese Disziplin in einem entsprechenden Spanischlehrwerk konkret umgesetzt wird. Dafür wird das Spanischlehrwerk von Cornelsen zu meinen Analysen herangezogen. Den Abschluss bilden schließlich Überlegungen, wie Lexikologie und Lexikographie konkret im Unterricht eingesetzt werden können, und zwar unter didaktisch methodischen Gesichtspunkten. Dabei wird dann die Nutzbarmachung der lexikologischen, beziehungsweise lexigraphischen Erkenntnisse für den Unterricht das Leitmotiv bilden.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Hauptteil
II. 1. 1. DIE LEXIKOLOGIE ALS LINGUISTISCHE DISZIPLIN
II. 1. 2. DIE LEXIKOGRAPHIE ALS LINGUISTISCHE DISZIPLIN
II. 2. LEXIKOLOGIE UND LEXIKOGRAPHIE IM SÄCHSISCHEN LEHRPLAN
II. 3. UMSETZUNG DER LEXIKOLOGIE / LEXIKOGRAPHIE IN LEHRWERKEN
II. 4. ANWENDUNG DER LEXIKOLOGIE / LEXIKOGRAPHIE IM UNTERRICHT
III. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Nutzanwendung linguistischer Erkenntnisse aus den Bereichen der Lexikologie und Lexikografie im Fremdsprachenunterricht, mit einem primären Fokus auf das Fach Spanisch, um deren Beitrag zur effektiven Sprachvermittlung und Lernstrategieentwicklung aufzuzeigen.
- Lexikologische Disziplinen und ihre Bedeutung für den Spracherwerb
- Analyse des sächsischen Lehrplans hinsichtlich lexikologischer Bezüge
- Umsetzung lexikographischer Prinzipien in modernen Spanischlehrwerken
- Didaktisch-methodische Nutzbarmachung von Wortfeldern und Lernstrategien
- Potenziale der Etymologie zur Förderung der Sprachkompetenz
Auszug aus dem Buch
II. 1. 1. DIE LEXIKOLOGIE ALS LINGUISTISCHE DISZIPLIN
Die Lexikologie befasst sich innerhalb der Linguistik mit der Erforschung und Beschreibung des Wortschatzes. Dies ist eine sehr allgemeine und somit auch etwas unpräzise Definition des hier zu betrachtenden Zweigs der Sprachwissenschaft.
Zum einen ist der Begriff Wortschatz in diesem Sinne genauer zu erläutern. Im hier gemeinten, speziellen Zusammenhang sind damit nicht alle Wörter einer Sprache gemeint, sondern nur diejenigen, welche sich auf die außersprachliche Wirklichkeit beziehen. Somit stehen vor allem die Lexemwörter im Mittelpunkt der Betrachtung.
Die Lexikologie will diese sowohl inhaltlich, als auch materiell beschreiben und erforschen, um die bestehenden Gesetzmäßigkeiten zu ergründen. Der Ausdruck inhaltlich wiederum verweist auf die semantische Ebene. Die Lexeme sollen daher hinsichtlich ihrer Semantik, also Bedeutung, geordnet und untersucht werden.
Ein Ansatz dazu ist beispielsweise die Untersuchung der Lexeme auf Synonymie, also Bedeutungsgleichheit oder im weiteren Sinne Bedeutungsähnlichkeit. Dieser Punkt beispielsweise eröffnet einige Möglichkeiten zur funktionellen Verwendung des hier diskutierten Teilbereichs der Linguistik im Fremdsprachenunterricht, wie später noch gezeigt werden wird.
Eine wichtige Leistung der Lexikologie ist außerdem die Strukturierung des, im Prinzip unendlich großen Wortschatzes in überschaubare Untersysteme. Diese werden Wortfelder genannt und stellen eine mittlere Ebene zwischen Gesamtlexikon und Einzelwort dar. Durch eine semantische Gemeinsamkeit werden die einzelnen Glieder eines Wortfeldes bestimmt. Daraus ergibt sich dann zwangsläufig auch, dass alle Segmente dieses Feldes zur gleichen Wortart gehören. Beispielsweise könnte man als semantisches Kriterium Tierbezeichnungen wählen und es würde sich das Wortfeld der Tiersubstantive eröffnen: Katze, Hund, Vogel, Maus ….
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Arbeit erläutert das Vorhaben, die praktische Relevanz von Lexikologie und Lexikografie im Spanischunterricht zu untersuchen, unter Betrachtung von Lehrplänen und Lehrwerken.
II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Lexikologie und Lexikografie, deren Verankerung im Lehrplan sowie deren konkrete Umsetzung in Lehrwerken und im Unterricht.
III. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass lexikologische Erkenntnisse zwar oft nur indirekt in Lehrplänen präsent sind, in modernen Lehrwerken jedoch eine zentrale Rolle bei der Aufbereitung des Wortschatzes spielen.
Schlüsselwörter
Lexikologie, Lexikografie, Fremdsprachenunterricht, Spanisch, Wortschatz, Semantik, Lehrplan, Lernstrategien, Synonymie, Wortfelder, Etymologie, Sprachkompetenz, Wortbildung, Didaktik, Wortgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die praktische Nutzanwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Lexikologie und Lexikografie für den Fremdsprachenunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die Strukturierung des Wortschatzes, die Rolle der Lexik in Lehrplänen, die Anwendung in Lehrwerken sowie didaktische Strategien zur Wortschatzerschließung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie lexikologische Disziplinen effektiv in den Unterricht integriert werden können, um den Spracherwerb und die Kompetenz der Lerner zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des sächsischen Lehrplans sowie eine detaillierte Untersuchung des Lehrwerks "Encuentros 1 – Nueva edición" unter didaktisch-lexikologischen Gesichtspunkten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Disziplinen, deren Bezug zum Lehrplan, die praktische Umsetzung in Lernmaterialien und spezifische Anwendungen wie Wortfeldanalyse und Etymologie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lexikologie, Lexikografie, Fremdsprachenunterricht, Wortschatz, Lernstrategien und semantische Felder.
Wie trägt die Lexikologie konkret zur Lernstrategie bei?
Sie ermöglicht durch logische Strukturierungen wie Wortfamilien oder Synonyme eine mental effizientere Speicherung und selbstständige Erschließung neuer Vokabeln durch den Lerner.
Warum wird im Rahmen der Etymologie von der "verlorenen Romania" gesprochen?
Dieser Begriff verweist auf Sprachen wie Englisch, die zwar nicht zu den romanischen Sprachen gehören, aber dennoch zahlreiche romanische Einflüsse und lateinische Wortstämme aufweisen.
Welchen Stellenwert nimmt das Lehrwerk "Encuentros 1" in der Analyse ein?
Es dient als Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie moderne Fremdsprachenlehrwerke lexikologische Theorien wie die der semantischen Felder ganz praktisch im Unterrichtsalltag umsetzen.
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- Anonym (Autor:in), 2008, Die Nutzanwendung der Lexikologie und Lexikografie im Fremdsprachenunterricht im Fach Spanisch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1319599