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Die Zusammenarbeit von Mission und Kolonialregierung in Deutsch-Südwestafrika

Titel: Die Zusammenarbeit von Mission und Kolonialregierung in Deutsch-Südwestafrika

Hausarbeit , 2008 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Panagiotis Tsachpinis (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die christlichen Missionare, welche lange vor der kolonialen Gründungszeit in Afrika tätig waren, haben große Beiträge zur kulturellen sowie politischen Entwicklung der Kolonien beigetragen. Ohne ihre Vorarbeit wäre es den Kolonialmächten vermutlich erheblich schwerer gefallen, auf dem afrikanischen Kontinent Fuß zu fassen.

Aber auch die Missionare selbst versprachen sich von der Gründung sogenannter "Schutzgebiete" Vorteile. Sie unterstützten die Kolonialregierungen bei deren Arbeit und erhofften sich dadurch positive Auswirkungen auf ihre eigene Tätigkeit. In wieweit diese Hoffnungen erfüllt wurden, soll in dieser Hausarbeit am Beispiel der Kolonie Deutsch-Südwestafrika aufgezeigt werden.
Es wird auf die Wünsche und Forderungen der Mission eingegangen, sowie auf deren Erfüllung oder Ablehnung. Desweiteren werden Problematiken in Augenmerk genommen, die sich aus der Zusammenarbeit zwischen Mission und Kolonialregierung ergeben haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beginn der Mission und Koloniegründung

2.1 Überblick

2.2 Wechsel der Machtverhältnisse

3. Zusammenarbeit mit der Regierung

3.1 Hoffnungen der Missionare

3.2 Tatsächliche Erfüllung der Hoffnungen

3.3 Beispiel: Hendrik Witbooi

3.4 Gegenleistungen

4. Abhängigkeit der Mission

5. Differenzen zwischen Mission und Regierung

5.1 Negative Auswirkungen

5.2 Probleme nach dem Nama-Herero-Krieg

5.3 Besserung des Verhältnisses

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen der Rheinischen Missionsgesellschaft und der deutschen Kolonialregierung in Deutsch-Südwestafrika. Das Hauptziel besteht darin, zu analysieren, inwieweit die von den Missionaren in die deutsche Kolonialherrschaft gesetzten Hoffnungen erfüllt wurden und welche Spannungsfelder sich aus der oft unfreiwilligen Zusammenarbeit ergaben.

  • Die Erwartungen der Missionare an den Machtwechsel zum Deutschen Reich.
  • Die politische Instrumentalisierung der Mission durch die Kolonialverwaltung.
  • Konflikte zwischen missionarischen Werten und kolonialwirtschaftlichen Interessen.
  • Die Auswirkungen des kolonialen Alltags auf die Glaubwürdigkeit und Arbeit der Mission.

Auszug aus dem Buch

3.1 Hoffnungen der Missionare

Der Machtwechsel in der Kolonie wurde von der RMG aufs Äußerste begrüßt und kam für sie – angesichts der abgewandten Kriegsgefahr - einer Erlösung gleich, die von den Missionaren sogar als „Fügung Gottes“ bezeichnet wurde. Man erhoffte sich, nun endlich wieder ungestört seinen missionarischen Tätigkeiten nachgehen zu können, ohne in die Auseinandersetzung der einzelnen Stämme hineingezogen zu werden. Von der neuen Regierung versprach man sich „eine streng zentrale Autorität, die dem Land Ruhe vor Stammesfehden verschaffen würde“. Alle Macht im Land sollte nun in den Händen der Kolonialbeamten liegen, wodurch die Einheimischen leichter zu kontrollieren waren, und Streitigkeiten unter den Häuptlingen besser verhindert werden konnten.

Neben dem Schutz der eigenen Existenz erhoffte sich die RMG aber auch andere Dinge von den Deutschen: Zum einen ging es ihr darum, den Sklavenhandel zu unterbinden, zum anderen um das Verbot von Alkohol. Auch andere Vertreter des Christentums, wie etwa der katholische Politiker Dr. Ludwig Windthorst, vertraten diese Ansicht. In einer Rede vor dem Reichstag stellte er fest, dass „um Afrika zu gewinnen, zunächst die Bekämpfung des Negerhandels und der Sklaverei notwendig sein wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den historischen Kontext der christlichen Mission in Afrika dar und definiert den Fokus auf die Rheinische Missionsgesellschaft in Deutsch-Südwestafrika.

2. Beginn der Mission und Koloniegründung: Dieses Kapitel erläutert die Ankunft der ersten Missionare und den anschließenden Machtwechsel von britischer zu deutscher Kontrolle in der Region.

3. Zusammenarbeit mit der Regierung: Es wird analysiert, welche Erwartungen die Missionare an die deutsche Verwaltung hatten und wie diese in der Praxis, etwa am Fall Hendrik Witbooi, umgesetzt wurden.

4. Abhängigkeit der Mission: Dieses Kapitel thematisiert die Zwangslage der Missionare, die für ihren Schutz auf die Kolonialmacht angewiesen waren, obwohl deren Politik oft ihren Zielen widersprach.

5. Differenzen zwischen Mission und Regierung: Hier werden die Konflikte beleuchtet, die durch die unterschiedlichen Interessen von Staat und Kirche sowie durch die kriegerischen Ereignisse (Nama-Herero-Krieg) entstanden.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Zusammenarbeit primär den Interessen des Staates diente und die Mission ihre spirituellen Ziele unter dem kolonialen Druck nur eingeschränkt verfolgen konnte.

Schlüsselwörter

Rheinische Missionsgesellschaft, Deutsch-Südwestafrika, Kolonialgeschichte, Missionierung, Kolonialregierung, Herero, Nama, Hendrik Witbooi, Protektorat, Sklavenhandel, Alkoholproblematik, Imperialismus, evangelische Mission, Stammeskonflikte, Machtverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselvolle Beziehung zwischen der christlichen Rheinischen Missionsgesellschaft und der deutschen Kolonialverwaltung in Südwestafrika zwischen dem Ende des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die politischen Erwartungen der Missionare, die Auswirkungen der Kolonialpolitik auf die einheimische Bevölkerung und die strukturelle Abhängigkeit der Kirche vom Staat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit die Missionare von der deutschen Kolonialherrschaft profitierten und wo ihre christlich-humanitären Ansprüche mit den wirtschaftlichen Interessen des Reiches kollidierten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenarbeit, die sich primär auf zeitgenössische Berichte, Protokolle des Reichstags und einschlägige Fachliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Machtübernahme, die konkrete Kooperation in Krisenzeiten, die Abhängigkeit der Missionare und die daraus resultierenden politischen und sozialen Differenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rheinische Missionsgesellschaft, Deutsch-Südwestafrika, Kolonialismus, Protektorat, Stammeskonflikte und die Rolle der Mission als politischer Mittler.

Warum stand Hendrik Witbooi im Fokus der Untersuchung?

Er dient als prominentes Fallbeispiel für die Instrumentalisierung der Mission durch den Staat, da sein Widerstand sowohl die Kirche als auch die deutsche Regierung herausforderte.

Welchen Einfluss hatte der Nama-Herero-Krieg auf die Mission?

Der Krieg führte zu massiven Anschuldigungen gegen die Missionare, sie hätten den Aufstand geduldet oder gar unterstützt, was zu einer schweren Vertrauenskrise gegenüber der Regierung führte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Zusammenarbeit von Mission und Kolonialregierung in Deutsch-Südwestafrika
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,7
Autor
Panagiotis Tsachpinis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V131840
ISBN (Buch)
9783640413737
ISBN (eBook)
9783640415007
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Afrika Deutsch-Südwestafrika Namibia Mission Rheinische Missionsgesellschaft Kolonialismus Kaiserreich Herero
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Panagiotis Tsachpinis (Autor:in), 2008, Die Zusammenarbeit von Mission und Kolonialregierung in Deutsch-Südwestafrika, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/131840
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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