Diese Arbeit wurde im Rahmen des Seminars "Organisation, Management und Recht" angefertigt. Zunächst werden die Themen Organisationsentwicklung, Management und Führung näher vertieft. Hierbei gibt es einige Fallbeispiele, die bearbeitet wurden. Außerdem liegt der Fokus stark auf den Managementebenen und Führungsstilen. Im zweiten Teil der Arbeit geht es um Gesellschafts- und Vereinsrecht. Gesellschaftliche Rechtsformen wie der eingetragene Verein und die GbR werden anhand eines weiteren Fallbeispiels näher betrachtet und miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgaben im Teilmodul „Organisationsentwicklung, Management und Führung“
1.1 Aufgabe 1: Managementebenen in Organisationsentwicklungsprozessen
1.2 Aufgabe 2: Präsenzbesprechung im Betreuten Wohnen der Behindertenhilfe während der Corona-Zeit
1.2.1 a. Persönlicher Standpunkt
1.2.2 b. Vorgehen: Führungsstil, Führungselemente und Kompetenzen
1.2.3 c. Handlungsmöglichkeiten der Mitarbeitendengruppen
1.2.4 d. Gründe für Erfolg und Misserfolg
1.3 Aufgabe 3: Autoritärer Führungsstil in der Sozialbranche
1.4 Aufgabe 4: Ausgezeichnete Führungskraft
1.5 Aufgabe 5: Fallbesprechung
1.5.1 Situationsbeschreibung
1.5.2 Probleme benennen
1.5.3 Ziele formulieren
1.5.4 Führung betrachten
1.5.5 Lösungsmöglichkeiten
2. Aufgabe im Teilmodul „Gesellschafts- und Vereinsrecht“: Gründung einer Kindertageseinrichtung
2.1 Gesellschaftsrechtliche Rechtsformen, die in Betracht kommen
2.1.1 Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
2.1.1.1 Vor- und Nachteile
2.1.1.2 Gründung
2.1.2 Der eingetragene Verein (e.V.)
2.1.2.1 Vor- und Nachteile
2.1.2.2 Gründung
2.1.3 Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
2.1.3.1 Vor- und Nachteile
2.1.3.2 Gründung
2.2 Bevorzugte gesellschaftsrechtliche Rechtsform
2.3 Gesellschaftsrechtliche Rechtsform, die nicht in Betracht kommt
2.4 Nachwort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zentralen Fragen der Organisationsentwicklung, Führung und den rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Neugründung sozialer Einrichtungen. Ziel ist es, Führungssituationen in der Sozialbranche anhand theoretischer Konzepte zu reflektieren und rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten für eine Elterninitiative bei der Gründung einer Kindertageseinrichtung zu evaluieren.
- Analyse betrieblicher Managementebenen und deren Aufgaben in Organisationsentwicklungsprozessen.
- Reflexion von Führungsstilen und Einflusstaktiken in Teams unter Berücksichtigung der aktuellen pandemischen Rahmenbedingungen.
- Kriteriengeleitete Prüfung und Vor- und Nachteilsabwägung verschiedener Rechtsformen (GbR, Verein, GmbH) für die Trägerschaft einer Kita.
- Untersuchung von Gelingensfaktoren und Konfliktmanagementstrategien bei der Führung von Mitarbeitendengruppen.
- Bewertung der gGmbH als perspektivisch geeignete Rechtsform für gemeinnützige soziale Projekte.
Auszug aus dem Buch
1.1 Aufgabe 1: Managementebenen in Organisationsentwicklungsprozessen
Der Autor Prof. Dr. Günter W. Maier definiert Organisationsentwicklung (OE) als „Strategie des geplanten und systematischen Wandels, der durch die Beeinflussung der Organisationsstruktur, Unternehmenskultur und individuellem Verhalten zustande kommt, und zwar unter größtmöglicher Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmer“ (Maier 2018). In der (Sozial)wirtschaft ist es eine wohlbekannte Tatsache, dass die Führungskräfte verantwortlich für diesen Prozess sind. Ferner stellt bereits die Auswahl von Führungskräften sowie deren Weiterbildung als Personalentwicklung einen wichtigen Punkt in der Organisationsentwicklung dar (Wengelski-Strock 2020: 39). Aus diesem Grund ist die Beteiligung des gesamten Managements in jeder Phase des Organisationsentwicklungsprozesses nötig. Dieses ist nach der Position in der Unternehmungshierarchie in drei „Ebenen der betrieblichen Leitungshierarchie“ (Wirtschaftslexikon24 2017b) unterteilt: die untere, die mittlere und die obere Managementebene.
Die untere Managementebene wird häufig auch als Lower-Management bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die Vorgesetzten von Mitarbeitenden, die einer ausführenden Tätigkeit nachgehen. Diese Ebene ist für die Effizienz sowie Qualität des Prozesses zuständig und führt Anweisungen der Vorgesetzten durch oder delegiert diese an die Mitarbeitenden. Als Beispiele für das Lower-Management können Gruppenleiter*innen und Büroleiter*innen genannt werden (Wirtschaftslexikon24 2017a). Diese treffen operative Entscheidungen (Wirtschaftslexikon24 2017b), also Entscheidungen die zum einen sehr kurzfristig erfolgen und zum anderen mit wenigen Kosten verbunden sind. Als Beispiel soll die Anordnung von längeren Arbeitszeiten dienen. Zudem geht es auf dieser Ebene um die Interaktion mit den Klient*innen; sie wird daher auch Interaktionsebene genannt (Deuschle 2021: 13). Im Organisationsentwicklungsprozess ist dies prinzipiell die wesentliche Aufgabe der unteren Managementebene.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgaben im Teilmodul „Organisationsentwicklung, Management und Führung“: Dieses Kapitel analysiert die Rollen der verschiedenen Managementebenen, reflektiert Führungsstile in der Sozialbranche und untersucht anhand konkreter Fallbeispiele die Dynamiken zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden.
2. Aufgabe im Teilmodul „Gesellschafts- und Vereinsrecht“: Gründung einer Kindertageseinrichtung: Hier werden verschiedene Rechtsformen für eine Elterninitiative zur Kitageburt geprüft, wobei insbesondere die Vor- und Nachteile der GbR, des eingetragenen Vereins und der gGmbH diskutiert werden.
Schlüsselwörter
Organisationsentwicklung, Managementebenen, Sozialwirtschaft, Führung, Führungsstil, Organisationsstruktur, Rechtsformen, Kindertageseinrichtung, Elterninitiative, Gemeinnützigkeit, Haftung, Personengesellschaft, Körperschaft, Konfliktmanagement, Führungskompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte aus den Bereichen Organisationsentwicklung, Management und Recht, speziell fokussiert auf soziale Einrichtungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Managementfunktionen, der Anwendung von Führungsstilen in der Praxis sowie der rechtlichen Prüfung von Trägerschaftsformen für Kitas.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsabsicht ist die fundierte Auseinandersetzung mit der Rolle der Führungskraft in Veränderungsprozessen und die Begründung der Wahl einer geeigneten Rechtsform für eine neue Kindertagesstätte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse, die theoretische Konzepte (z.B. Managementtheorien, Rechtsformen) auf praktische Beispiele (Fallstudie, Kita-Gründungsszenario) überträgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erörterung von Managementebenen, die Analyse eines Führungskonflikts, eine Porträtschau exzellenter Führung und eine rechtliche Grundsatzprüfung für soziale Start-ups.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Organisationsentwicklung, Führung, Rechtsform, Gemeinnützigkeit und Soziale Arbeit.
Wie unterscheidet sich die gGmbH von einer herkömmlichen GmbH für die Kita-Gründung?
Die gGmbH ist auf Gemeinnützigkeit ausgelegt, was steuerliche Vorteile bietet und für soziale Träger wie Kitas steuerrechtlich deutlich sinnvoller ist als eine gewinnorientierte GmbH.
Warum ist die Wahl des eigenen Führungsstils im Fallbeispiel der Gruppenleiterin Rüegger so konfliktträchtig?
Da unterschiedliche, teilweise unvereinbare Erwartungshaltungen von Teammitgliedern und Führungsebenen aufeinanderprallen, führt ein autoritärer Führungsstil bei mangelnder Integration der Betroffenen zu Widerständen und Eskalationen.
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- Lisa-Marie Mühlender (Author), 2021, Betrachtungen zu Gesellschafts- und Vereinsrecht, Organisationsentwicklung, Management und Führung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1316598