Diese Hausarbeit ist ein Narrative Review über das Thema Motor Imagery als Trainingsmethode bei Kindern und Jugendlichen und zudem werden Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Sportart und Zeitpunkt des Trainings berücksichtigt. Aufgrund der geringen Datenlage ist diese Arbeit ein explorativer Ansatz Motor Imagery in das Training von Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen, denn die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.
Inhaltsübersicht
1. Abstract
2. Einleitung/ Forschungsinteresse
3. Forschungsfrage
4. Theorie
5. Methodik
6. Ergebnisse und Diskussion
7. Transferdenken anhand eines Beispiels
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität von Motor Imagery (MI) als Trainingsmethode für Kinder und Jugendliche sowie den Einfluss von verschiedenen Parametern wie Alter, Geschlecht, Sportart und dem Zeitpunkt der Anwendung auf die Leistungsverbesserung.
- Grundlagen und Definition von Motor Imagery im sportlichen Kontext
- Analyse des Forschungsstandes zur Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen
- Einflussfaktoren wie Alter (Reifungsgrad), Geschlecht und Sportart auf die MI-Fähigkeit
- Praktische Implementierung von MI-Methoden und ergänzende Verfahren wie PETTLEP, DMI und AOMI
Auszug aus dem Buch
Theorie
Mental Imagery kann laut Di Corrado (2020, S. 1) verstanden werden als: „fully immersive multi-sensory procedure that associates as numerous senses to create a mental image and process it without the presence of external stimuli”. Doch gerade im sportlichen Kontext, wo es um motorische Handlungen geht, ist oftmals die Rede von Motor Imagery (MI), welches eine Spezialform des Mental Imagery ist. Im Allgemeinen ist MI als mentale Simulation von Körperbewegungen zu verstehen und bewirkt eine ähnliche neuronale Aktivierung im gesamten Gehirn, wie eine wirkliche physikalische Bewegung. Dies ist ein Grund dafür, warum MI eine effektive Methode zur Verbesserung von motorischen Bewegungen und somit auch zur Verbesserung der Performance ist (Behrendt et al., 2021).
Bevor MI jedoch in ein Training integriert wird, sollten bereits praktische Erfahrungen der Sportart vorhanden sein (Guillot et al., 2013). So haben Athlet*innen stärkere Performanceverbesserungen, eine bessere MI Fähigkeit und zudem eine verbesserte MI Lebendigkeit gegenüber nicht Athlet*innen (Dhouibi et al., 2021; Di Corrado et al., 2020; Simonsmeier et al., 2018). Weiter hat Dhouibi (2021) herausgefunden, dass Athlet*innen, bezogen auf die MI Lebendigkeit, besser abgeschnitten haben als aktive Sportler*innen und die wiederum besser als nicht aktive Jugendliche. Dabei wird die Lebendigkeit von MI als die Gesamtheit und Intensität der beteiligten Sinne während der Bewegungsvorstellung verstanden und ist neben der aktiven Manipulation von mentalen Bilder ein zentraler Aspekt für die allgemeine MI Fähigkeit (Di Corrado et al., 2020). Weiter ist davon auszugehen, dass Kinder und Jugendliche mit zunehmender Professionalität in der jeweiligen Sportart höhere Effekte durch MI Training bewirken können. Dies ist der Grund dafür, dass sich die folgende Studie mit MI bei Athlet*innen beschäftigen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Abstract: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Motor Imagery (MI) eine effektive Methode zur Leistungssteigerung bei Kindern und Jugendlichen darstellt.
Einleitung/ Forschungsinteresse: Darlegung der Relevanz von MI als Trainingsmethode, insbesondere im Kontext des wettkampforientierten Jugendtrainings und der motorischen Rehabilitation.
Forschungsfrage: Definition der zentralen Untersuchung zur Effektivität von MI unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren wie Alter und Geschlecht.
Theorie: Wissenschaftliche Verortung von MI als mentale Simulation und Erläuterung der Bedeutung der MI-Lebendigkeit und sportartspezifischer Erfahrung.
Methodik: Beschreibung des gewählten Narrative Review Ansatzes und der Literaturrecherche über die Datenbank PubMed.
Ergebnisse und Diskussion: Kritische Analyse der Studienlage hinsichtlich geschlechts- und alterspezifischer Unterschiede sowie der optimalen MI-Methodik.
Transferdenken anhand eines Beispiels: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ein praktisches Fallbeispiel einer 10-jährigen Turnerin zur sportlichen Leistungsentwicklung nach Verletzungen.
Schlüsselwörter
Motor Imagery, Mentales Training, Sportpsychologie, Kinder- und Jugendtraining, Leistungsverbesserung, Kinästhetisches MI, Visuelles MI, PETTLEP Methode, Sportmotorik, Rehabilitation, Athleten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Potenzial von Motor Imagery (MI), also der mentalen Vorstellung von Bewegungen, als Trainingsmethode für Kinder und Jugendliche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Wirksamkeit von MI bei jungen Sportlern, den Einfluss des biologischen Reifungsgrads und geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Bildvorstellung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage prüft, ob MI eine effektive Trainingsmethode für junge Athleten ist und wie sich Parameter wie Alter, Geschlecht und Sportart auf die Anwendbarkeit auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein Narrative Review, das auf einer strukturierten Literaturrecherche in der Datenbank PubMed basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet theoretische Grundlagen, diskutiert diverse Studienbefunde zu MI-Effekten und stellt moderne Verfahren wie die PETTLEP-Methode vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Motor Imagery, Mentales Training, Sportpsychologie, Leistungsverbesserung und Athletenentwicklung.
Warum ist Erfahrung in einer Sportart für MI so wichtig?
Praktische Erfahrung verbessert die lebendige mentale Vorstellung, da Athleten bereits über ein motorisches Gedächtnis verfügen, das die neuronale Aktivierung während der Vorstellung verstärkt.
Kann Motor Imagery Verletzungen bei jungen Sportlern kompensieren?
Ja, MI kann dazu beitragen, motorische Bahnen aktiv zu halten und Performanceverluste während Trainingspausen durch Verletzungen oder Fastenperioden (Ramadans) zu minimieren.
Was zeichnet die PETTLEP-Methode aus?
Die PETTLEP-Methode ist eine 7-Punkte-Checkliste (Physical, Environment, Timing, Task, Learning, Emotion, Perspective), die dazu dient, das volle Potenzial von mentalem Training durch eine strukturierte Vorbereitung zu nutzen.
- Arbeit zitieren
- Tjark-Niclas Hotes (Autor:in), 2022, Motor Imagery als Trainingsmethode bei Kindern und Jugendlichen unter der Berücksichtigung der Beeinflussung von Alter, Geschlecht, Sportart und Zeitpunkt des Motor Imagery, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1315349