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Die Lebenswelt in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion

Titel: Die Lebenswelt in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion

Projektarbeit , 2021 , 94 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Timo Krause (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit setzt sich mit dem beruflichen Lebensfeld in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung auseinander. Die Intention der Forschung ist es, die Lebensqualität von Menschen mit einer Beeinträchtigung zu verbessern, indem die ungefilterte Perspektive dieser Menschen als Fundament in den Mittelpunkt gestellt wird. Die Befragungen beziehungsweise Gespräche mit den Beschäftigten der Einrichtung sollen somit verschiedenste Aspekte des beruflichen Alltags offenlegen, und zwar vor allem persönliche Eindrücke sowie individuelle Bedürfnisse und Wünsche.

Aus diesen genannten Themen und Aspekten ergibt sich folgende Fragestellung: Wie zufrieden sind Menschen mit Behinderung mit dem Lebensbereich Arbeit? Welche Stellung hat dieses Thema in ihrem Lebensalltag und für Ihre Lebensqualität?

Die befragten Klientinnen und Klienten besitzen in der Regel einen Unterstützungsbedarf aufgrund einer vordergründig geistigen Beeinträchtigung im Zusammenhang mit möglichen sekundären Behinderungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Darstellung und Entwicklung der Fragestellung

1.2 Einordnung der Fragestellung in den (aktuellen) theoretischen Diskurs

2 Methodik

2.1 Darstellung der Forschungsmethoden (Operationalisierung)

2.1.1 Form der Datenerhebung

2.1.2 Wahl der Transkriptionsregeln und der Auswertungsmethode

2.2 Einordnung der gewählten Forschungsmethode in die Sozialforschung

3 Hauptteil

3.1 Vorgehen im Forschungsprozess

3.2 Ergebnisse aus der Datenerhebung

3.2.1 Grundbedürfnis nach dem menschlichen Lebensfeld Arbeit

3.2.2 Kooperation innerhalb der gesamten Behindertenhilfe

3.2.3 Einschränkung der Selbstbestimmtheit durch den Marktwettbewerb

3.2.4 Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigten

3.2.5 Förderung der Beschäftigten durch die Mitarbeitenden der Werkstatt

3.2.6 Formen von Empowerment, durch gezielte pädagogische Maßnahmen

3.2.7 Soziale Teilhabe in Form einer Werkstatt für behinderte Menschen

3.2.8 Wertschätzung und Akzeptanz von Menschen mit Unterstützungsbedarf

3.3 Vergleich der eigenen Ergebnisse mit anderen Studien

3.3.1 Studie zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf

3.3.2 Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

3.4 Reflexion des Forschungsprozesses und der Forschungssituation

4 Abschluss

4.1 Kontextualisierung der Ergebnisse mit dem theoretischen Diskurs

4.2 Konsequenzen für die Soziale Arbeit

4.3 Handlungsempfehlungen

4.4 Ausblick und Fazit

4.5 Abschlusszitat

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Lebensqualität und die individuelle Perspektive von Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt tätig sind, zu beleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie zufrieden diese Menschen mit ihrem Lebensbereich Arbeit sind und welchen Stellenwert diese Tätigkeit in ihrem Gesamtlalltag einnimmt.

  • Perspektivenerhebung von Menschen mit Unterstützungsbedarf im Arbeitskontext
  • Analyse von Empowerment-Prozessen und pädagogischer Förderung in Behindertenwerkstätten
  • Vergleichende Betrachtung von nationalen Studien zum Thema Teilhabe am Arbeitsleben
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen ökonomischem Wettbewerb und Teilhabe
  • Reflexion sozialarbeiterischer Handlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

1.1 DARSTELLUNG UND ENTWICKLUNG DER FRAGESTELLUNG

Schon während meiner Ausbildung zum Sozialassistenten konnte ich erste praktische Erfahrun gen in der Behindertenhilfe sammeln, welche ich durch mein Praxissemester noch weiter aus bauen durfte. Dieses habe ich in einer stationären Wohneinrichtung für Menschen mit (vorder gründig) geistiger Behinderung absolviert. Für mein, im Zusammenhang mit dem Studium, durch zuführendes Forschungsprojekt, möchte ich mich auf das berufliche Lebensfeld, in einer Werk statt für behinderte Menschen, fokussieren. Die Intention meiner Forschung ist die Lebensqualität von Menschen mit einer Beeinträchtigung zu verbessern, indem ich die ungefilterte Perspektive dieser Menschen, als Fundament meiner Forschung, in den Mittelpunkt stellen möchte (vgl. Flie ger 2013, S. 163). Die geplanten Befragungen bzw. Gespräche, mit den Beschäftigten der Ein richtung, sollen somit verschiedenste Aspekte des beruflichen Alltags offenlegen, und zwar vor allem persönliche Eindrücke, sowie individuelle Bedürfnisse und Wünsche. Aus diesen genannten Themen und Aspekten ergibt sich folgende Fragestellung:

Wie zufrieden sind Menschen mit Behinderung mit dem Lebensbereich Arbeit? Welche Stellung hat dieses Thema in ihrem Lebensalltag und für Ihre Lebensqualität?

„Forschung zu Behinderung muss zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behin derung beitragen“ (ebd., S. 163).

„Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V. ist ein Verein von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten“, indem nur „(…) Menschen mit Lernschwierigkeiten ein Stimmrecht (…)“ besitzen (Göthling, Schirbort 2011, S. 59). Ein grundlegendes Ziel dieser Vereinigung ist, „(…) den diskriminierenden Begriff ‚geistige Behinderung‘ abzuschaffen“ (ebd., S. 61). In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass meine Nutzung des Wortes Behinde rung, wenn auch nicht in Form einer spezifischen geistigen Behinderung, keine abwertende Hal tung und somit Stigmatisierung, gegenüber dieser Gesellschaftsgruppe, beinhaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hier wird die Relevanz des Forschungsthemas im Kontext der modernen Behindertenhilfe dargelegt und die Forschungsfrage formuliert.

2 Methodik: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens, insbesondere der Wahl von leitfadengestützten Interviews und der Grounded Theory zur Datenanalyse.

3 Hauptteil: Detaillierte Darstellung der Ergebnisse, unterteilt in Themenbereiche wie Grundbedürfnisse, Kooperationen, Empowerment und soziale Teilhabe, ergänzt durch einen Vergleich mit existierenden Studien.

4 Abschluss: Kritische Zusammenführung der Ergebnisse mit der theoretischen Basis, Ableitung von Konsequenzen für die Praxis und abschließende Handlungsempfehlungen.

Schlüsselwörter

Behindertenhilfe, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Inklusion, Exklusion, Soziale Teilhabe, Lebensqualität, Empowerment, Grounded Theory, Arbeitsleben, Sozialpolitik, Teilhabe am Arbeitsleben, Personenzentrierung, Behinderung, Arbeitsmarkt, Sozialarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebens- und Arbeitswelt von Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitszufriedenheit, dem Gemeinschaftsgefühl, der sozialen Teilhabe und den Herausforderungen durch den ökonomischen Marktdruck.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die individuelle Perspektive der Beschäftigten einzufangen und aufzuzeigen, wie soziale Integration und Teilhabe in Werkstätten gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt leitfadengestützte Interviews und wertet diese nach der Methodik der "Grounded Theory" aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden Ergebnisse zu Themen wie dem Wunsch nach Arbeit als Lebensgrundlage, der Rolle der Mitarbeitenden, der Bedeutung von Netzwerken und den Folgen von Arbeitsplatzwechseln analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Teilhabe, Empowerment, Werkstatt für behinderte Menschen, Inklusion und Lebensqualität sind zentral.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Marktwettbewerbs?

Der Autor zeigt auf, dass der ökonomische Druck in Werkstätten oft zu einem Spannungsfeld führt, das die Selbstbestimmtheit und Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten einschränken kann.

Warum spielt die Pandemie (COVID-19) eine Rolle im Text?

Die Pandemie dient als Beispielbedingung, da die Schließung der Werkstätten verdeutlicht hat, wie wichtig das Arbeitsumfeld für die Tagesstruktur und den sozialen Kontakt der Beschäftigten ist.

Welche Bedeutung hat das "soziale Modell" von Behinderung?

Das soziale Modell dient als theoretisches Fundament, um Behinderung nicht als individuelles Defizit zu sehen, sondern als durch Barrieren eingeschränkte Partizipation in der Gesellschaft.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lebenswelt in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion
Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Veranstaltung
Forschendes Lernen – Behinderung im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion
Note
1,0
Autor
Timo Krause (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
94
Katalognummer
V1313203
ISBN (eBook)
9783346789242
ISBN (Buch)
9783346789259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lebenswelt werkstatt menschen behinderung spannungsfeld inklusion exklusion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timo Krause (Autor:in), 2021, Die Lebenswelt in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1313203
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Leseprobe aus  94  Seiten
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