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Neue Belastungssituationen im Polizeiberuf. Die Sichtung von Kinderpornografie

Titel: Neue Belastungssituationen im Polizeiberuf. Die Sichtung von Kinderpornografie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annemarie Landwehr (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Beleidigungen, Anfeindungen, Autounfälle, Schusswaffengebrauch, Schwerverletzte, Leichen und Suizide. Für die Mitglieder unserer Gesellschaft würden Bestandteile dieser Ereignisse vermutlich ein traumatisches Erlebnis darstellen.

All diese Erlebnisse sind für einen Polizeibeamten Bestandteile des Berufsbildes und somit auch der Berufsalltag. Obwohl Polizeibeamte eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen und auch in gewisser Hinsicht auf diese Situationen vorbereitet beziehungsweise im Umgang mit solchen Ereignissen geschult werden, sind diese Situationen auch für Beamte mit Stress und einer Belastungsempfindung verbunden.

Neben Stress- und Belastungsfaktoren wie den bereits genannten, wurde einem Belastungsfaktor bisher weniger Beachtung geschenkt: den Auswirkungen der Sichtung von kinderpornografischem Material für Polizeibeamte. Im Jahr 2019 sowie 2020 kamen eine Reihe von großen Missbrauchsfällen an die Presse. In der Pressekonferenz der Polizei und Staatsanwaltschaft Münster zum Missbrauchsfall Münster, sagte der Polizeipräsident Rainer Furth, dass selbst die erfahrensten Kriminalbeamten an die Grenzen des menschlich Ertragbaren gestoßen seien.

Was machen also solche Extremsituationen mit den Ermittlern? Unter dem Thema: „Neue Belastungssituationen im Polizeiberuf: Die Sichtung von Kinderpornografie“ wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Sichtung und Auswertung von kinderpornografischem Material eine Belastung für die Ermittler darstellen.

Dazu wird zunächst untersucht, was überhaupt unter einer Belastung zu verstehen ist. Folgend wird mithilfe einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin herausgearbeitet, welche Situationen die Beamten als belastend empfinden und welche Auswirkungen Belastungen im Berufsalltag haben können.

Im Anschluss daran wird noch einmal auf die aktuelle Situation von sexuellem Missbrauch und Kinderpornografie eingegangen, indem unterstützend die Fallzahlen zur Verbreitung, dem Besitz und der Herstellung von Kinderpornografie der polizeilichen Kriminalstatistik 2019 hinzugezogen wird, um zu verdeutlichen, warum die Straftaten der Delikte entsprechend immer mehr Bedeutung und Beachtung finden sollten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Belastungssituationen im Polizeiberuf

2.1. Zur Begriffsklärung

2.2. Typische Belastungssituationen eines Polizeibeamten

2.3 Die Auswirkungen beruflich belastender Situationen im Polizeialltag

3. Ausgangssituation

4. Statistik zu Kinderpornografie

5. Studie zur Belastung durch Sichtung von Kinderpornografie

5.1. Belastungsfaktoren der Ermittlertätigkeit

5.2. Bewältigungsstrategien

6. Präventive Unterstützungsarbeit für Ermittler

7. Fazit

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen Belastungsfaktoren, denen Polizeibeamte bei der Sichtung und Auswertung von kinderpornografischem Material ausgesetzt sind. Ziel ist es, das Ausmaß dieser Belastung zu analysieren, die individuellen Bewältigungsstrategien der Ermittler zu identifizieren und einen Überblick über aktuelle Unterstützungsmöglichkeiten im Polizeidienst zu geben.

  • Psychische Belastung im Polizeiberuf
  • Auswirkungen der Sichtung von Kindesmissbrauchsdarstellungen
  • Analyse aktueller Kriminalstatistiken und Fallzahlen
  • Qualitative Auswertung von Ermittlererfahrungen
  • Präventions- und Unterstützungsangebote für Einsatzkräfte

Auszug aus dem Buch

5.1. Belastungsfaktoren der Ermittlertätigkeit

Die Ergebnisse waren durchwachsen. Bei der Befragung nach der emotionalen Belastung der Tätigkeit wurde diese als „stark“ oder „extrem“ und als „kaum“ bis „gar nicht“ belastend empfunden. Die Belastung und der Stress gehe mit der Art des Materials und der Menge der Daten einher. So sind nicht unbedingt nur die kinderpornografischen Bilder belastend, sondern auch Fotomaterial mit Fäkalien, Sadismus oder Tierpornografie. Außerdem werden Filme als belastender empfunden, da diese realitätsnäher sind als Fotos sowie der hinterlegte Ton und die damit wahrgenommenen Geräusche wie Schreie und Emotionen der Kinder.

Eine befragte Person gibt außerdem an, dass der Inhalt der Videos und Fotos mit den Jahren brutaler geworden ist und auch weiterhin eine Steigerung der Brutalität zu spüren ist. Auch die geografischen Hintergründe der Opfer werden als belastend empfunden. Beispielsweise wenn man aus dem Ton einen Dialekt des Kindes entnehmen kann und das Opfer vermutlich in der Nähe lebt.

Zudem wird auch die Datenmenge, die bearbeitet werden muss, als große psychische, aber auch als körperliche Belastung empfunden. Da die Ermittler täglich mehrere Stunden vor dem Bildschirm sitzen und somit auch körperlichen Belastungen ausgesetzt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychische Belastung von Polizeibeamten durch traumatische Ereignisse und führt in die spezifische Problematik der Sichtung von kinderpornografischem Material ein.

2. Belastungssituationen im Polizeiberuf: Dieses Kapitel definiert den psychischen Belastungsbegriff und kategorisiert die diversen Belastungsfaktoren im polizeilichen Arbeitsalltag.

3. Ausgangssituation: Es wird der zunehmende Ermittlungsdruck durch aktuelle Missbrauchskomplexe und die damit verbundene Herausforderung wachsender Datenmengen beschrieben.

4. Statistik zu Kinderpornografie: Anhand offizieller Kriminalstatistiken wird der signifikante Anstieg der Fallzahlen von Kinderpornografie und die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit diesem Deliktfeld verdeutlicht.

5. Studie zur Belastung durch Sichtung von Kinderpornografie: Auf Basis qualitativer Interviews werden die spezifischen Belastungsfaktoren der betroffenen Ermittler sowie deren individuelle Bewältigungsstrategien analysiert.

6. Präventive Unterstützungsarbeit für Ermittler: Das Kapitel evaluiert bestehende Unterstützungsangebote durch Polizeiseelsorge und institutionelle Programme zur Psychohygiene und Prävention.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Forschung sowie adäquater Unterstützung für die mit der Auswertung befassten Beamten.

Schlüsselwörter

Polizeiarbeit, Psychische Belastung, Kinderpornografie, Ermittlungstätigkeit, Bewältigungsstrategien, Traumabewältigung, PTBS, Polizeiseelsorge, Kriminalstatistik, Arbeitsorganisation, Kindesmissbrauch, Prävention, Berufsbelastung, Psychische Beanspruchung, Datenmenge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den psychischen Belastungen, denen Polizeibeamte bei der Sichtung und Auswertung von kinderpornografischem Beweismaterial unterliegen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind psychische Belastungsmodelle, Ermittlungstätigkeiten bei Sexualdelikten, aktuelle Kriminalstatistiken und die Möglichkeiten professioneller Unterstützung für Ermittler.

Was ist das primäre Ziel des Autors?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie belastend die Ermittlungstätigkeit im Bereich Kinderpornografie ist und welche Strategien Ermittler entwickeln, um ihre psychische Gesundheit zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken sowie die Ergebnisse einer qualitativen Studie mittels Interviews mit Ermittlern.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Belastung, die aktuelle Fallzahlenentwicklung in Deutschland sowie eine spezifische Studie zur Stressempfindung und Bewältigung von Ermittlern behandelt.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Kernbegriffe sind Polizeiliche Belastung, Kinderpornografie, Bewältigungsstrategien, psychische Gesundheit im Polizeidienst und präventive Unterstützung.

Warum berichten Ermittler von einer "Versachlichung" als Strategie?

Die Versachlichung dient als Schutzmechanismus, um das belastende Bildmaterial nicht als menschliches Leid, sondern als rein ermittlungstechnisches Objekt wahrzunehmen.

Welche Rolle spielt die Polizeiseelsorge laut dieser Arbeit?

Sie fungiert als ein wesentliches Unterstützungsangebot für Ermittler, die im Dienst mit traumatischen Inhalten in Berührung kommen, und bietet einen geschützten Raum für Austausch und Beratung.

Welchen Einfluss haben die steigenden Datenmengen auf die Polizeibeamten?

Die stetig wachsenden Datenmengen führen zu einer hohen Arbeitsintensität und einer verlängerten Exposition gegenüber grausamem Material, was das psychische Belastungsrisiko für die Beamten deutlich erhöht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neue Belastungssituationen im Polizeiberuf. Die Sichtung von Kinderpornografie
Note
1,3
Autor
Annemarie Landwehr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
26
Katalognummer
V1312458
ISBN (eBook)
9783346793621
ISBN (Buch)
9783346793638
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderpornografie Ermittler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annemarie Landwehr (Autor:in), 2021, Neue Belastungssituationen im Polizeiberuf. Die Sichtung von Kinderpornografie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1312458
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Leseprobe aus  26  Seiten
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