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Der Doppelpunkt und seine Verwendung als Satzmittelzeichen in journalistischen Texten

Titel: Der Doppelpunkt und seine Verwendung als Satzmittelzeichen in journalistischen Texten

Hausarbeit , 2020 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Antje Drozella (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Doppelpunkt, auch Kolon genannt, leitet im Regelfall eine wörtliche Rede oder eine Aufzählung ein. Manche Journalisten bedienen sich seiner aber häufig und gerne auch als Stilmittel der Hervorhebung von Informationen. Der Gebrauch des Doppelpunkts ist wohl in journalistischen Texten ein relativ junger Trend, der auch Kritik auf sich zieht.

Die folgende Arbeit wird sich dem Phänomen des stilistisch eingesetzten Doppelpunkts jedoch nicht wie Martin Halter auf präskriptive, sondern auf deskriptive Weise annähern. Denn Sprachwandel vollzieht sich nicht als Top-Down-Prozess von oben nach unten, sondern andersherum: Ein Trend kommt auf, findet Verbreitung, hält und festigt sich, wird erkannt und beschrieben und dann erst zur präskriptiven Norm, sofern er nicht wieder verschwindet. Wie es sich diesbezüglich mit dem Doppelpunkt verhalten wird, kann natürlich hier nicht vorausgesagt werden. Aber sein aktuelles Vorkommen in journalistischen Texten soll im Folgenden beschrieben und analysiert werden.

Hierzu ziehe ich 25 aktuelle Artikel aus Spiegel-online zur Untersuchung heran, an die ich, nachdem ich meine Auswahlkriterien erläutert habe, folgende Fragen stelle: Ist der Gebrauch des Doppelpunkts tatsächlich so hoch frequentiert? Wie lassen sich die Doppelpunkte aus dem hier zugrundeliegenden Datenmaterial zur Interpretation und Analyse sinnvoll in Kategorien einteilen? Welche syntaktische, semantische oder pragmatische Funktion erfüllt der Doppelpunkt im Satz? Was lässt sich vergleichend nach Eliminierung des Doppelpunkts und Umstellung des Satzes feststellen? Welche Unterschiede lassen sich bei Einpassung ins topologische Feldermodell feststellen, konstruiert man zum Vergleich noch eine Version des Satzes ohne Doppelpunkt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Auswahlkriterien und Frequenz des Doppelpunkts

2.Asyndese: Die Leistung des Doppelpunkts

3.Kategorisierung, Analyse und Interpretation

3.1.Die Theorie hinter der Kategorie

3.2.Verknüpfungen, die einseitig kein Finitum aufweisen

3.3. Hypotaktische Verknüpfungen

3.4. Parataktische Verknüpfungen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die deskriptive Verwendung des Doppelpunkts als Satzmittelzeichen in aktuellen journalistischen Texten des Online-Magazins Spiegel-online. Ziel ist es, die syntaktische sowie pragmatische Funktion des Doppelpunkts zu analysieren, Kategorien für sein Vorkommen zu bilden und der Kritik am sogenannten "Wichtigmacher-Doppelpunkt" wissenschaftlich entgegenzutreten.

  • Frequenzanalyse des Doppelpunkts im Vergleich zu anderen Satzmittelzeichen.
  • Kategorisierung der Verknüpfungen nach dem Parameter der syntaktischen Integriertheit.
  • Untersuchung der asyndetischen Satzteilverbindungen ohne Konnektoren.
  • Analyse der Wirkung des Doppelpunkts auf die Informationsgewichtung im Satz.
  • Vergleich der Originalstrukturen mit transformierten Versionen mittels Feldermodell.

Auszug aus dem Buch

3.1.Die Theorie hinter der Kategorie

Wie im vorangegangenen Abschnitt schon anhand der zahlreichen ausgeschlossenen Doppelpunktkategorien deutlich wurde, ist der Einsatz des Doppelpunkts äußerst vielfältig. Und ebenso wie mit den Ausschlusskategorien verhält es sich mit dem zur Analyse und Interpretation ausgewählten Material: Dem Einsatz des Kolons scheinen kaum Grenzen gesetzt.

Das Kolon ist ein binäres Gliederungszeichen und die Möglichkeiten seiner Skopus-Besetzung (vgl. Karhiaho 2003: 21f.), also was an vollwertigen Sätzen, Satzgliedern, aber auch einzelnen Wörtern in seinen Wirkbereich auf die eine oder andere Seite fallen kann, sind äußerst breit gestreut. Fest steht lediglich, dass links und rechts des Doppelpunkts Stellen lexikalisch zu füllen sind, die sich dann aufeinander beziehen. Um mein Datenmaterial sinnhaft zu kategorisieren, will ich mich deshalb am Parameter der Integriertheit orientieren, was bedeutet, dass ich danach unterteile, wie stark abhängig die jeweiligen Glieder voneinander sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Doppelpunkts ein, beleuchtet dessen öffentliche sowie fachliche Wahrnehmung und definiert die Forschungsfragen basierend auf einem Korpus von 25 Artikeln aus Spiegel-online.

1.Auswahlkriterien und Frequenz des Doppelpunkts: Hier werden die methodischen Einschränkungen dargelegt und aufgezeigt, dass der Doppelpunkt in den untersuchten journalistischen Texten hinter dem Komma eine beachtliche Frequenz aufweist.

2.Asyndese: Die Leistung des Doppelpunkts: Dieses Kapitel erläutert die Funktion des Doppelpunkts als Instrument der asyndetischen Satzverknüpfung, die es ermöglicht, Sätze ohne explizite Konnektoren aufeinander zu beziehen.

3.Kategorisierung, Analyse und Interpretation: In diesem Hauptteil wird das Datenmaterial basierend auf dem Parameter der Des-Integriertheit systematisch in drei Kategorien unterteilt und mithilfe linguistischer Theorien analysiert.

3.1.Die Theorie hinter der Kategorie: Theoretische Grundlegung für die nachfolgende Kategorisierung des Materials unter Berücksichtigung des Skopus-Begriffs und der Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Satzgliedern.

3.2.Verknüpfungen, die einseitig kein Finitum aufweisen: Untersuchung von Fällen, bei denen ein Teil des Satzgefüges syntaktisch unselbstständig ist, da ihm ein finites Verb fehlt.

3.3. Hypotaktische Verknüpfungen: Analyse von Satzgefügen mit eigenem Finitum, die jedoch syntaktisch durch die Verbletztstellung des rechten Teils charakterisiert sind.

3.4. Parataktische Verknüpfungen: Betrachtung von Fällen, bei denen beidseitig vom Doppelpunkt V2-Stellungen auftreten, was oft einer "abhängeigen Hauptsatzstruktur" entspricht.

Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass der Doppelpunkt nicht als bloßes Stilelement, sondern als funktional mächtiges Werkzeug der Informationsorganisation und Gewichtung in der Journalistensprache zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Doppelpunkt, Kolon, Asyndese, Syntax, Journalismus, Spiegel-online, Satzmittelzeichen, Sprachwandel, Informationsgewichtung, Hypotaxe, Parataxe, Integriertheit, Feldermodell, Linguistik, Kohärenz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Untersuchungsthema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die syntaktische Verwendung und die kommunikative Funktion des Doppelpunkts in journalistischen Texten des Online-Magazins Spiegel-online.

Welche Ziele verfolgt die Untersuchung primär?

Ziel ist es, den Doppelpunkt deskriptiv zu analysieren, statt ihm präskriptiv zu begegnen, und seine Rolle als strukturelles und stilistisches Mittel zur Informationsgewichtung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin/der Autor nutzt eine korpusbasierte Analyse von 25 journalistischen Artikeln, die nach dem Parameter der Integriertheit kategorisiert und exemplarisch mittels des topologischen Feldermodells ausgewertet werden.

Was sind die thematischen Schwerpunkte der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der asyndetischen Verknüpfung von Teilsätzen, der syntaktischen Abhängigkeit innerhalb der Doppelpunkt-Struktur und der daraus resultierenden pragmatischen Relevanzabstufung.

Wie lässt sich der Aufbau des Hauptteils beschreiben?

Der Hauptteil ist nach dem Grad der "Des-Integriertheit" strukturiert, unterteilt in Verknüpfungen ohne Finitum sowie hypotaktische und parataktische Satzgefüge.

Welche Keywords definieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Doppelpunkt (Kolon), Asyndese, syntaktische Integriertheit, journalistische Sprache und Informationsgewichtung.

Warum wird der Doppelpunkt oft als „Wichtigmacher“ kritisiert?

Kritiker wie Martin Halter sehen im häufigen Gebrauch eine stilistische Unart oder ein unnötiges Hervorhebungssignal, was die Arbeit jedoch aufgrund der funktionalen Notwendigkeit zurückweist.

Welche Erkenntnis ergibt die Anwendung des Feldermodells?

Die Anwendung zeigt, dass eine Umformung der Sätze ohne Doppelpunkt oft die ursprüngliche Informationsgewichtung zerstört und syntaktische Zwänge (wie z.B. die Einfügung einer Konjunktion) erzwingt, die den Satz verändern.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Doppelpunkt und seine Verwendung als Satzmittelzeichen in journalistischen Texten
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Philologische Fakultät)
Veranstaltung
Einführung in die Syntax des Deutschen
Note
2,0
Autor
Antje Drozella (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
28
Katalognummer
V1312249
ISBN (eBook)
9783346786135
ISBN (Buch)
9783346786142
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Syntax Doppelpunkt Empirische Hausarbeit Satzzeichen Linguistik Satzmittelzeichen Kolon
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Drozella (Autor:in), 2020, Der Doppelpunkt und seine Verwendung als Satzmittelzeichen in journalistischen Texten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1312249
Blick ins Buch
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