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Der Sonderling als philosophierender Lebenskünstler in Wilhelm Raabes Werk

Titel: Der Sonderling als philosophierender Lebenskünstler in Wilhelm Raabes Werk

Wissenschaftliche Studie , 22 Seiten

Autor:in: Dr. Manfred Klein (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Sonderlinge bei Wilhelm Raabe werden oft in einem abwertenden Kontext behandelt. In dieser Studie soll gezeigt werden, dass sie als moralisch Handelnde durchaus "Alltagsphilosophen" sein können, denn sie haben etwas zu sagen. Konsequenter Weise werden sie daher als Lebenskünstler dargestellt, die in ihrem Handeln stets auch den anderen Menschen berücksichtigen. Insofern sind sie keine weltfremde Fantasten, die sich in irgendetwas verrennen oder gar verirren. Sie stehen mit beiden Beinen im unmittelbaren Umfeld.
Durch diese Eigenschaften werden sie auch für die Lebenskunstphilosophie interessant und zeigt die vorliegende Arbeit Anknüpfungspunkte zwischen dieser Richtung und dem literarischen Schaffen Wilhelm Raabes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

II.

III.

IV.

V.

Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die als Sonderlinge charakterisierten Protagonisten in den Romanen und Erzählungen Wilhelm Raabes im Lichte der Lebenskunstphilosophie betrachtet werden können, wobei insbesondere die Haltung der Gelassenheit sowie die ethischen Dimensionen der Selbstgestaltung im Zentrum der Analyse stehen.

  • Die philosophische Fundierung des Begriffs der Lebenskunst.
  • Die semantische und praktische Bedeutung von Gelassenheit als Lebenshaltung.
  • Die Analyse lebenskunstphilosophischer Motive in ausgewählten Romanen von Wilhelm Raabe.
  • Der Zusammenhang zwischen individueller Lebensführung und der Auseinandersetzung mit dem Schicksal.

Auszug aus dem Buch

III.

Ein kurzer Blick auf die Semantik von "Gelassenheit" soll an dieser Stelle erfolgen: Das Wort hat keine Entsprechung in der griechischen oder lateinischen Sprache. Der Begriff als Abstraktion „Gelassenheit“ ist im Mittelalter von Meister Eckhart geschaffen worden. Im Alltagsverständnis benutzen wir „Gelassen“ als Attribut einer bestimmten Verhaltensweise, wenn wir z. B. sagen: „Bei diesen extremen Unwetter blieb er völlig gelassen“, aber auch in einer bestimmten Gefühlslage mit besonderer innerer Ruhe: „Heute fühle ich mich ganz gelassen.“ Ein Mensch kann auch gelassen genannt werden, wenn er sich gegenüber dem Leben im Ganzen gelassen verhält und nicht unbedingt an etwas Bestimmtem unverrückbar festhält. Auf jede gegebene Situation lässt er sich vorbehaltlos ein und behält in schwierigen Lagen die „innere Ruhe“.

Auffällig ist hierbei, dass die Gelassenheit nicht an ein bestimmtes äußeres Verhalten oder ein bestimmtes Gefühl gebunden ist. Um ein gelassener Mensch zu sein, muss jemand nicht unbedingt äußerlich oder gefühlsmäßig besonders ruhig sein. Es handelt sich hierbei „um eine inhaltlich nicht spezifizierte Form des gesamten Verhaltens, die je nach Situation ihren charakteristischen Ausdruck finden kann.“ In der mittelalterlichen Mystik findet sich bereits dieses formale Verständnis. So schreibt Heinrich Seuse: ,,Er [der gelassene Mensch] lebt im gegenwärtigen Augenblick, ohne an einem Vorhaben zu hängen…“ Andere Menschen liebt er, ohne an ihnen zu hängen. ,,Er fühlt mit ihnen, jedoch nicht in Sorge, sondern in rechter Freiheit.“ Seuses Darstellung folgt an dieser Stelle dem formalen Sinn der Gelassenheit, ohne ein inhaltliches Verhalten a priori zu implizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Sonderlinge und Lebenskünstler bei Wilhelm Raabe und Darlegung der zentralen Forschungsfrage im Kontext der Lebenskunstphilosophie.

II.: Theoretische Grundlegung des Begriffs der Lebenskunst und Abgrenzung der philosophischen Perspektive auf Selbstbeziehung und Lebensführung.

III.: Detaillierte Untersuchung des Begriffs der Gelassenheit, seiner formalen Struktur und seiner Bedeutung als zentrale Haltung für die Lebensbewältigung.

IV.: Untersuchung früher und mittlerer Werke Raabes auf lebenskunstphilosophische Aspekte und deren Relevanz für das Verständnis der Protagonisten.

V.: Analyse der späten Romane „Alte Nester“ und „Stopfkuchen“ im Hinblick auf die differenzierte Darstellung von Lebenskünstlertum und Selbstgestaltung.

Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Reflexion über die lebenskunstphilosophische Verortung der Raabeschen Sonderlinge und deren Bedeutung für das Individuum in einer komplexen Welt.

Schlüsselwörter

Wilhelm Raabe, Sonderling, Lebenskünstler, Lebenskunstphilosophie, Gelassenheit, Ataraxie, Selbstgestaltung, Schicksal, Selbstsein, Lebensführung, Literaturwissenschaft, Ethik, Philosophie, Sinn, Individualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die philosophische Dimension der Lebensführung von Sonderlingen in der erzählenden Prosa von Wilhelm Raabe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Philosophie der Lebenskunst, das Konzept der Gelassenheit (auch im antiken Sinne der Ataraxie) und die ethische Selbstbildung der Figuren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die als Sonderlinge oder Außenseiter dargestellten Figuren bei Raabe als Praktiker einer Lebenskunstphilosophie begriffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die philosophische Begrifflichkeiten und Konzepte auf die erzählten Figuren bei Raabe anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Lebenskunstphilosophie, eine Untersuchung der Gelassenheit und eine spezifische Analyse ausgewählter Romane Raabes wie „Meister Autor“, „Der Schüdderump“ und „Stopfkuchen“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die wichtigsten Begriffe sind Wilhelm Raabe, Lebenskunstphilosophie, Gelassenheit, Sonderling und Selbstgestaltung.

Welche Rolle spielt die „rote Schanze“ im Roman „Stopfkuchen“?

Sie fungiert als ein symbolischer Zufluchtsort des Protagonisten Heinrich Schaumann, der dort zu einer „reinen Anschauung“ gelangt und sich durch eine gelassene Lebenshaltung vom Weltengetriebe distanziert.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Raabes Figuren zur Gesellschaft?

Die Figuren ziehen sich oft von der oberflächlichen, materialistischen Gesellschaft zurück, suchen jedoch meist eine Form des inneren Sieges oder ein „selbstseiendes“ Leben, anstatt nur in passiver Verweigerung zu verharren.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Sonderling als philosophierender Lebenskünstler in Wilhelm Raabes Werk
Autor
Dr. Manfred Klein (Autor:in)
Seiten
22
Katalognummer
V1311516
ISBN (eBook)
9783346786647
ISBN (Buch)
9783346786654
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebenskunst Kultur Literatur Leben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Manfred Klein (Autor:in), Der Sonderling als philosophierender Lebenskünstler in Wilhelm Raabes Werk, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1311516
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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