1. Einleitung
Lange Zeit begnügte sich die Wirtschaftsprüfung nur des risikoorientierten
Prüfungsansatzes zur Prüfung. Doch nach und nach kamen neue Ideen auf, da
es fraglich war, ob der risikoorientierte Prüfungsansatz der sich immer
schneller drehenden Welt der Wirtschaft genüge. Auf Grund dessen
entwickelten Theorie und Praxis den risikoorientierten Prüfungsansatz weiter.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. Dabei wird
in Kapitel 2 der traditionelle risikoorientierte Prüfungsansatz dargestellt.
Darüber hinaus werden in diesem Kapitel die zum Verständnis grundlegenden
Definitionen vorgestellt, der Ablauf wird geschildert und der Ansatz wird
kritisch gewürdigt.
In Kapitel 3 werden die weiterentwickelten Ansätze dargestellt. Es werden
Gründe dargelegt, welche aufzeigen sollen warum es zu einer
Weiterentwicklung kam. Anschließend erfolgt eine Beschreibung des Ablaufs,
sowie eine kritische Würdigung dieser Ansätze. Dabei wird auf den
geschäftsrisikoorientierten Prüfungsansatz besonders eingegangen, während
der tätigkeits- und abschlusspostenorientierte Prüfungsansatz nur kurz
dargestellt werden.
In Kapitel 4 wird schließlich ein Ausblick auf die momentane Situation und die
aktuell in der Wirtschaftsprüfung geführte Diskussion zu einer weiter
Weiterentwicklung der Prüfungsansätze dargeboten. Es werden aktuelle
Diskussionen dargestellt und gewürdigt. Zum Schluss erfolgt ein kurzes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der risikoorientierte Prüfungsansatz
2.1. Ein Überblick
2.2. Definitionen
2.3. Ablauf der risikoorientierten Prüfung
2.4. Kritik am risikoorientierten Prüfungsansatz
3. Weiterentwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes
3.1. Gründe
3.2. Varianten der weiterentwickelten risikoorientierten Prüfung
3.2.1. Geschäftsrisikoorientierter Prüfungsansatz
3.2.1.1. Einführung
3.2.1.2. Kernidee
3.2.1.3. Ablauf des geschäftsrisikoorientierten Prüfung
3.2.1.4. Kritik am geschäftsrisikoorientierten Prüfungsansatz
3.2.2. Tätigkeitsorientierter Prüfungsansatz
3.2.3. Abschlusspostenorientierter Prüfungsansatz
4. Schlussbetrachtung
4.1. Ausblick
4.2. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung der Weiterentwicklung traditioneller risikoorientierter Prüfungsansätze in der Wirtschaftsprüfung, um den steigenden Anforderungen einer dynamischen Wirtschaftswelt sowie der internationalen Rechnungslegung gerecht zu werden.
- Grundlagen des traditionellen Risikomodells und dessen Kritik
- Ursachen für die Weiterentwicklung von Prüfungsansätzen
- Detaillierte Analyse des geschäftsrisikoorientierten Prüfungsansatzes
- Vergleichende Darstellung tätigkeits- und abschlusspostenorientierter Ansätze
- Reflektion der Erwartungslücke und externen Legitimation der Prüfung
Auszug aus dem Buch
3.2.1.2. Kernidee
Kernidee des geschäftsrisikoorientierten Prüfungsansatzes ist, dass das bessere Verständnis des Abschlussprüfers für das Geschäft des Mandanten zu einem besseren Verständnis für die Prüfungsrisiken führt. Der Abschlussprüfer soll dabei sein Augenmerk auf das Gesamtsystem und auf die Interaktionen der einzelnen Systemelemente und nicht auf einzelne Systemelemente werfen.
Dies führt zu einem Prüfvorgehen, das einem sog. top-down-Ansatz folgt; d.h. der Abschlussprüfer hat aus seiner Beschäftigung mit den Geschäftsprozessen und dem Geschäftsumfeld des Mandanten (top) Erwartungshaltungen bzgl. der Abschlussaussagen und Prüfungshandlungen zu beziehen (down), um das weitere Prüfungsvorgehen zu bestimmen.
Dabei sind vorzugsweise jene Kontrollen zu prüfen die in Bezug auf die Unternehmenshierarchie weit oben anzufinden sind (sog. High-Level-Kontrollen). Dadurch soll die Anzahl an Low-Level-Kontrollen möglichst gering gehalten werden. Gleichzeitig kommt so der Risikofokussierung beim geschäftsrisikoorientiertem Prüfungsansatz eine stärkere Relevanz zu.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum der traditionelle risikoorientierte Prüfungsansatz nicht mehr ausreicht und stellt die Struktur der Arbeit vor.
2. Der risikoorientierte Prüfungsansatz: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des klassischen Risikomodells (PR = IR * KR * ER) und dessen Kritikpunkte.
3. Weiterentwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes: Hier werden Gründe für neue Ansätze dargelegt und der geschäftsrisiko-, tätigkeits- sowie abschlusspostenorientierte Prüfungsansatz detailliert analysiert.
4. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen wie den Fraud-&Error-orientierten Prüfungsansatz und zieht ein zusammenfassendes Fazit.
Schlüsselwörter
Wirtschaftsprüfung, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Geschäftsrisikoorientierter Prüfungsansatz, Abschlussprüfung, Fehlerrisiko, Inhärentes Risiko, Kontrollrisiko, Entdeckungsrisiko, Top-down-Ansatz, Prozessanalyse, Erwartungslücke, Wirtschaftsprüfungsstandards, Rechnungslegung, Unternehmensrisiken, Prüfungssensitive Prozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Status quo risikoorientierter Ansätze in der Wirtschaftsprüfung und wie diese an moderne wirtschaftliche Anforderungen angepasst werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die traditionelle Prüfungsmethodik, die Gründe für deren Weiterentwicklung sowie die detaillierte Beschreibung moderner Varianten wie dem "Business Risk Audit".
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit und Ausgestaltung der weiterentwickelten Prüfungsansätze im Vergleich zum traditionellen Ansatz kritisch zu evaluieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Ansätze und existierende Studien der Fachliteratur zusammenführt und kritisch würdigt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des klassischen Modells und die detaillierte Vorstellung dreier moderner Prüfungsansätze (geschäfts-, tätigkeits- und abschlusspostenorientiert).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Risikomodell, Geschäftsrisiko, Prüfungshandlungen, Wirtschaftsprüfungsstandards und Erwartungslücke.
Was ist der Unterschied zwischen Top-down- und Bottom-up-Ansatz?
Beim Top-down-Ansatz (geschäftsrisikoorientiert) beginnt der Prüfer mit dem Verständnis des Geschäftsmodells und leitet daraus Risiken ab, während der Bottom-up-Ansatz primär bei den Einzelposten ansetzt.
Welche Rolle spielt die sogenannte "Erwartungslücke" in der Prüfung?
Sie beschreibt die Diskrepanz zwischen dem, was die Öffentlichkeit von einem Abschlussprüfer erwartet, und dem, was nach geltenden Standards tatsächlich geleistet wird.
Warum wird der geschäftsrisikoorientierte Ansatz oft bevorzugt?
Er fokussiert stärker auf das Geschäft des Mandanten, was zu einer höheren Relevanz der Prüfung und potenziell zu einem Zusatznutzen für das Unternehmen durch Management-Feedback führen kann.
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- Danijel Lazar (Author), 2008, Weiterentwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/131104