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Ressourcenreichtum und Ressourcenfluch. Boliviens Chancen und Risiken hinsichtlich der Lithiumreserven

Fluch oder Segen für Entwicklungsländer?

Titel: Ressourcenreichtum und Ressourcenfluch. Boliviens Chancen und Risiken hinsichtlich der Lithiumreserven

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Johann Boemer (Autor:in)

Agrarwissenschaften

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit diskutiert die Chancen und Risiken eines Ressourcenreichtums und gibt dafür zunächst eine kurze Einführung in das Thema des Ressourcenfluchs. Abschließend wird die Frage beantwortet, inwiefern der Lithiumabbau unter der Regie der bolivianischen Regierung die sozialen Konfliktpotenziale und die Umwelt um den Salar de Uyuni berücksichtigt.

Bolivien sitzt möglicherweise auf einem der größten Schätze unserer Zeit. Über 50 % der globalen Lithiumreserven werden unter dem bolivianischen Salzsee, Salar de Uyuni, der sich auf über 3600 Metern Höhe befindet, vermutet. Doch wie man in der Geschichte vieler der sogenannten Entwicklungsländer beobachten kann, geht Ressourcenreichtum nicht unbedingt immer mit einem langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg einher. Ganz im Gegenteil, in vielen Ländern, wie auch in Boliviens Vergangenheit, hat sich der Ressourcenreichtum in unterschiedlichen Bereichen negativ ausgewirkt und als Fluch herausgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ressourcenfluch - ein Erklärungsansatz

2.1 Die Qualität der Institutionen

2.2 Die wirtschaftlichen Gefahren

3. Fallbeispiel Bolivien

3.1 Der bolivianische Fluch

3.2 Der Aufbruch

3.3 Das Lithiumprojekt in Bolivien

3.4 Soziale Herausforderungen auf lokaler und nationaler Ebene

3.5 Ökologische Herausforderungen

4. Chancen und Risiken

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Ressourcenreichtum Boliviens, insbesondere den massiven Lithiumvorkommen am Salar de Uyuni, und dem Risiko eines „Ressourcenfluchs“. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie die bolivianische Regierung durch eine kontrollierte nationale Strategie die sozio-ökologischen Risiken minimieren und den Rohstoffreichtum effektiv für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung nutzen kann.

  • Analyse des Ressourcenfluch-Phänomens und institutioneller Rahmenbedingungen.
  • Evaluation des bolivianischen Lithiumprojekts und staatlicher Diversifizierungsbemühungen.
  • Diskussion sozialer Auswirkungen auf lokaler und nationaler Ebene.
  • Bewertung ökologischer Risiken, insbesondere des Wasserhaushalts.
  • Ableitung von Chancen und Risikofaktoren für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Bolivien sitzt möglicherweise auf einem der größten Schätze unserer Zeit. Über 50 % der globalen Lithiumreserven werden unter dem bolivianischen Salzsee, Salar de Uyuni, der sich auf über 3600 Metern Höhe befindet, vermutet (Beutler 2011). Lithium, das nicht umsonst auch als „das weiße Gold“ bezeichnet wird, ist gerade dabei, zum Rohstoff der Zukunft zu werden. Lithium kommt in vielen Bereichen zum Einsatz, doch durch seine hohe Energiedichte eignet es sich besonders gut für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien und findet sich inzwischen in fast allen technischen Geräten wieder (Droppelmann 2016). Vor allem für die postfossile Mobilität spielt es eine bedeutende Rolle.

Die Nachfrage nach dem begehrten Alkalimetall steigt immer weiter an und so wird prognostiziert, dass die Zahlen sich bis 2025 verdoppeln und bis 2030 sogar vervierfachen. Damit schnellt auch der Preis auf dem Weltmarkt in die Höhe. 2001 lag der Preis pro Tonne noch bei 1450 US-Dollar, 2009 schon bei 6000 US-Dollar und 2018 erreichte der Preis einen neuen Zwischenrekord von 17 000 US-Dollar pro Tonne (Beutler 2011).

Doch wie man in der Geschichte vieler der sogenannten Entwicklungsländer beobachten kann, geht Ressourcenreichtum nicht unbedingt immer mit einem langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg einher. Ganz im Gegenteil, in vielen Ländern, wie auch in Boliviens Vergangenheit, hat sich der Ressourcenreichtum in unterschiedlichen Bereichen negativ ausgewirkt und als Fluch herausgestellt. Dabei standen in der Betrachtung bisher jedoch vor allem wirtschaftliche Folgen im Vordergrund und weniger die sozio-ökologischen.

Aktuell rangiert Bolivien im Human-Development-Index (HDI) im hinteren Mittelfeld und gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas (Will, Fischer 2014). Jedes vierte Kind in Bolivien leidet unter permanenter Unterernährung. Vor allem im Department Potosí auf dem Altiplano, in welchem sich auch die Lithiumreserven befinden, ist die Armut besonders groß (Ziegler 2008). Für Bolivien könnte der Reichtum an Lithium das Sprungbrett in eine verheißungsvolle Zukunft bedeuten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Lithium als strategischen Rohstoff ein und skizziert die Problematik, dass Ressourcenreichtum für Bolivien sowohl eine wirtschaftliche Chance als auch ein Risiko für einen sogenannten Ressourcenfluch darstellt.

2. Der Ressourcenfluch - ein Erklärungsansatz: Das Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe des Ressourcenfluchs, wobei insbesondere die Qualität staatlicher Institutionen und die Gefahr der „Holländischen Krankheit“ als zentrale Determinanten für den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg ressourcenreicher Länder identifiziert werden.

3. Fallbeispiel Bolivien: Der Abschnitt analysiert die spezifische bolivianische Situation, angefangen bei den historischen sozio-ökonomischen Problemen über die politische Wende unter Evo Morales bis hin zu den konkreten sozialen und ökologischen Herausforderungen des aktuellen Lithium-Industrieprojekts.

4. Chancen und Risiken: Hier werden die Potenziale einer Diversifizierung der bolivianischen Wirtschaft durch die Lithiumgewinnung gegen die Risiken instabiler Rohstoffpreise und die Notwendigkeit einer gerechten sowie transparenten Gewinnallokation abgewogen.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass das Lithiumprojekt große Möglichkeiten bietet, aber ohne eine gesetzlich verankerte gerechte Allokation, eine Beilegung lokaler Gebietsstreitigkeiten und ein fundiertes Umweltkonzept das Risiko eines erneuten Scheiterns hoch bleibt.

Schlüsselwörter

Bolivien, Lithium, Salar de Uyuni, Ressourcenfluch, Rohstoffreichtum, Sozio-ökologische Risiken, Institutionenqualität, Holländische Krankheit, Wirtschaftliche Diversifizierung, Armut, Nachhaltige Entwicklung, Umweltverschmutzung, Wasserhaushalt, Gewinnbeteiligung, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Gefahren des Lithiumbergbaus in Bolivien, um zu bewerten, ob das Land seine Rohstoffreserven erfolgreich für eine nachhaltige Entwicklung nutzen kann, ohne in die Falle eines „Ressourcenfluchs“ zu tappen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungen für den Ressourcenfluch, die institutionellen Bedingungen in Bolivien, die Herausforderungen des Lithiumprojekts am Salar de Uyuni sowie die ökologischen und sozialen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen der Lithiumabbau in Bolivien zu einer echten Chance für Wohlstand wird und welche sozialen sowie ökologischen Konfliktpotenziale dabei durch die Politik berücksichtigt werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer ökonomischen Untersuchung der Fallbeispiele, wobei wirtschaftspolitische Theorien (wie die Holländische Krankheit) auf die aktuelle Situation am Salar de Uyuni angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und politischen Voraussetzungen in Bolivien, die spezifischen Pläne des staatlichen Lithiumprojekts sowie die vielfältigen sozialen und ökologischen Probleme, die durch den Abbau in der Region des Altiplano entstehen könnten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Lithium, Ressourcenfluch, Salar de Uyuni, soziale Gerechtigkeit, institutionelle Qualität und ökologische Nachhaltigkeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Regierung bei der Gewinnverteilung?

Der Autor betont, dass eine transparente und gerechte Gewinnallokation durch die Regierung unerlässlich ist, um soziale Konflikte zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Bevölkerung unmittelbar vom Lithiumboom profitiert.

Warum spielt die „Holländische Krankheit“ in der Analyse eine so große Rolle?

Dieser Begriff wird genutzt, um die Gefahr zu illustrieren, dass die starke Abhängigkeit vom Rohstoffexport heimische Industrien verdrängen und das Land anfällig für externe Schocks machen könnte, was Bolivien bereits in der Vergangenheit wirtschaftlich geschadet hat.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ressourcenreichtum und Ressourcenfluch. Boliviens Chancen und Risiken hinsichtlich der Lithiumreserven
Untertitel
Fluch oder Segen für Entwicklungsländer?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,7
Autor
Johann Boemer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1309739
ISBN (eBook)
9783346785916
ISBN (Buch)
9783346785923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ressourcenreichtum ressourcenfluch boliviens chancen risiken lithiumreserven fluch segen entwicklungsländer Lithium Südamerika Bolivien Ausbeutung Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johann Boemer (Autor:in), 2021, Ressourcenreichtum und Ressourcenfluch. Boliviens Chancen und Risiken hinsichtlich der Lithiumreserven, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1309739
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Leseprobe aus  19  Seiten
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