Ziel dieser Seminararbeit soll sein, zunächst einmal die Stellung von Diversity in Unternehmen und Gesellschaft herauszuarbeiten und gegenüberzustellen. Mithilfe der Forschungsergebnisse sollen ferner sinnvolle Maßnahmen aufgeführt werden, die bei einer Diskrepanz oder zur Verbesserung der Integration des Themas herangezogen werden können.
In Zeiten der Globalisierung und des demografischen Wandels haben Unternehmen mit veränderten Rahmenbedingungen zu kämpfen und müssen versuchen, diesen gerecht zu werden. Diese Entwicklungen münden zwangsläufig in der Tatsache, dass Gruppen bzw. im arbeitsbezogenen Kontext Teams heterogener zusammengesetzt sind als dies bisher der Fall war. Häufig wird in diesem Kontext auch das Schlagwort Diversity genannt. Der Begriff wird in der Praxis vereinfacht mit dem Wort Vielfalt übersetzt. Dahinter verbirgt sich allerdings viel mehr. Denn das Konzept stellt den Nutzen von Vielfalt in Gesellschaft, Unternehmen und Institutionen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Diese positiven Effekte für sich als Unternehmen nutzbar zu machen, stellt aber keineswegs ein einfaches Unterfangen dar. Denn es existieren vielfältige Dimensionen von Diversity, die alle unter einen Hut gebracht werden müssen.
Zu den messbaren Ergebnissen von Diversity in Unternehmen zählen unter anderem ein positives Image, Förderung von Synergien und Problemlösungskompetenz, Verbesserung von Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung und Teamzusammenarbeit, Produktivitäts- und Umsatzsteigerung sowie vorbeugende Wirkungen im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Unternehmen scheinen sich der Wichtigkeit und der Potenziale, die Diversity mit sich bringt, durchaus bereits bewusst zu sein. Doch bei allen plausiblen Gründen, die für eine Auseinandersetzung von Unternehmen mit dem Thema Diversity sprechen, stellt sich die Frage, inwieweit dieses Denken auch in unserer Gesellschaft verankert und integriert ist, also auch dort ein Bewusstsein für die Wichtigkeit des Themas vorhanden ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Forschungsfrage
1.2. Methode
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Bedeutung von Diversity in Unternehmen
2.1. Erkenntnisse aktueller Studien
2.1.1. Studie der Page Group aus dem Jahre 2018
2.1.2. Studie der Ernst & Young GmbH aus dem Jahre 2016
2.2. Umsetzungsmöglichkeiten in Unternehmen
3. Empirische Untersuchung
3.1. Teilnehmerstruktur
3.2. Forschungsergebnisse
4. Sinnvolle Maßnahmen für Unternehmen
5. Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die Bedeutung und Integration des Konzepts Diversity in Unternehmen und der Gesellschaft. Ziel ist es, den aktuellen Stellenwert von Vielfalt herauszuarbeiten, Diskrepanzen zwischen Theorie und gesellschaftlicher Wahrnehmung zu identifizieren und auf Basis empirischer Forschung praxisnahe Empfehlungen zur Verbesserung der Diversity-Integration abzuleiten.
- Dimensionen und Definition von Diversity
- Analyse aktueller Studien (Page Group 2018, Ernst & Young 2016)
- Barrieren und Erfolgsfaktoren bei der Diversity-Umsetzung
- Empirische Untersuchung zur gesellschaftlichen Wahrnehmung
- Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Auszug aus dem Buch
1.1. Problemstellung und Forschungsfrage
In Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels haben Unternehmen mit veränderten Rahmenbedingungen zu kämpfen und müssen versuchen, diesen gerecht zu werden. Diese Entwicklungen münden zwangsläufig in der Tatsache, dass Gruppen bzw. im arbeitsbezogenen Kontext Teams heterogener zusammengesetzt sind als dies bisher der Fall war. Häufig wird in diesem Kontext auch das Schlagwort Diversity genannt. Der Begriff wird in der Praxis vereinfacht mit dem Wort Vielfalt übersetzt. Dahinter verbirgt sich allerdings viel mehr. Denn das Konzept stellt den Nutzen von Vielfalt in Gesellschaft, Unternehmen und Institutionen in den Mittelpunkt der Betrachtung (vgl. Jablonski 2016, S. 308). Diese positiven Effekte für sich als Unternehmen nutzbar zu machen, stellt aber keineswegs ein einfaches Unterfangen dar. Denn es existieren vielfältige Dimensionen von Diversity, die alle unter einen Hut gebracht werden müssen.
Nach einer Studie der Strategieberatung McKinsey aus dem Jahre 2011 behaupten sich Unternehmen, die durch Vorstände mit heterogener Zusammensetzung geleitet werden, besser am Markt und reagieren besser auf Marktveränderungen, was sich unter anderem auch durch höhere Kapitalrenditen und bessere Betriebsergebnisse zeigt (vgl. Al-Omary 2016, S. 4 f.). Zudem existieren noch weitere Studien, die unter anderem auch zeigen, dass die Problemlösequalität bei heterogenen Gruppen besser ist als bei homogenen Gruppen, auch wenn es im Hinblick auf die Bearbeitungszeit durchaus Verbesserungspotenziale gibt (vgl. Becker 2006, S. 39 ff.). Dies lässt sich aber vor allem darauf zurückführen, dass mit der Berücksichtigung vielfältiger Perspektiven häufig auch der Diskussionsbedarf innerhalb einer Gruppe steigt.
Zu den messbaren Ergebnissen von Diversity in Unternehmen zählen unter anderem ein positives Image, Förderung von Synergien und Problemlösungskompetenz, Verbesserung von Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung und Teamzusammenarbeit, Produktivitäts- und Umsatzsteigerung sowie vorbeugende Wirkungen im Hinblick auf den Fachkräftemangel (vgl. Friedrich 2016, S. 59).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird die Relevanz des Diversity-Konzepts vor dem Hintergrund von Globalisierung und demografischem Wandel eingeführt sowie die methodische Vorgehensweise erläutert.
2. Bedeutung von Diversity in Unternehmen: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Studien zum Thema Diversity und beleuchtet verschiedene praktische Umsetzungsmöglichkeiten in betrieblichen Kontexten.
3. Empirische Untersuchung: Die Autorin präsentiert die Teilnehmerstruktur und die Ergebnisse der eigens durchgeführten Online-Umfrage, welche die Wahrnehmung von Diversity-Dimensionen untersucht.
4. Sinnvolle Maßnahmen für Unternehmen: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden konkrete Empfehlungen abgeleitet, um die Integration und Akzeptanz des Themas Diversity weiter zu fördern.
5. Resümee und Ausblick: Abschließend erfolgt eine kritische Reflexion der Ergebnisse sowie eine Einschätzung, wie zukünftige Untersuchungen die Datenbasis weiter verbessern könnten.
Schlüsselwörter
Diversity, Vielfalt, Unternehmensstrategie, Demografischer Wandel, Personalmanagement, Unternehmenskultur, Charta der Vielfalt, Mitarbeiterbindung, Arbeitswelt, Inklusion, Empirische Untersuchung, Diversity-Dimensionen, Sensibilisierung, Work-Life-Balance, Frauenquote
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Diversity (Vielfalt) im unternehmerischen Kontext und der Frage, inwieweit das Thema in der heutigen Gesellschaft bereits verankert und integriert ist.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Im Zentrum stehen die Dimensionen von Diversity, die Auswirkungen auf den unternehmerischen Erfolg, die Akzeptanz in verschiedenen Betriebskulturen sowie konkrete Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt am Arbeitsplatz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Stellung von Diversity in Unternehmen und Gesellschaft zu analysieren, Diskrepanzen aufzudecken und fundierte Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien (quantitativen Ursprungs) sowie einer eigenen, empirischen Online-Umfrage, deren Daten quantitativ ausgewertet wurden.
Was sind die Kerninhalte des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung, die Zusammenfassung zentraler Studien wie der PageGroup-Studie (2018) und der E&Y-Studie (2016) sowie die Auswertung der eigenen empirischen Erhebung.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Wichtige Begriffe sind Diversity, Personalmanagement, Unternehmenskultur, demografischer Wandel, Inklusion und strategisches Diversitätsmanagement.
Warum wird die Dimension „Alter“ von den Befragten so stark gewichtet?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese starke Gewichtung direkt mit dem aktuellen demografischen Wandel und der Sorge um die zukünftige Altersstruktur in Unternehmen korreliert.
Wie bewerten die Umfrageteilnehmer die gesetzliche Frauenquote?
Das Stimmungsbild ist eher durchwachsen; obwohl der Dimension „Geschlecht“ eine hohe Relevanz beigemessen wird, herrscht Skepsis щодо der Wirksamkeit und Notwendigkeit der gesetzlichen Frauenquote.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Diversity und deren Akzeptanz in Unternehmen und Gesellschaft. Inwieweit ist das Thema relevant und integriert?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1308888