Im Rahmen dieser vorwissenschaftlichen Arbeit soll die Thematik der Sportakrobatik bei Kindern und Jugendlichen näher aufgearbeitet werden, da dieses Thema in der Literatur bis jetzt wenig behandelt wurde. Außerdem sollen mittels empirischem Teil mögliche Belastungsquellen für Kinder und Jugendliche ausfindig gemacht werden. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, eine umfassende Definition zum Leistungssport und im Besonderen zur Sportakrobatik zu geben. Anschließend soll die Frage beantwortet werden, ob positive oder negative Elemente im Zusammenhang mit der Ausübung von Sportakrobatik überwiegen.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird mithilfe einer umfassenden Literaturrecherche ein Einblick in die Thematik gegeben. Der zweite Teil der Arbeit liefert empirische Ergebnisse zum Umgang mit Sportakrobatik und identifiziert mögliche Belastungsfaktoren. Die schriftliche Befragung wurde anonym in einem Grazer Sportverein mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 5-17 Jahren (n=20) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden deskriptiv ausgewertet und mithilfe von Microsoft Excel: Mac 2011 dargestellt.
Mithilfe der gefundenen Literatur konnten Definitionen zum Leistungssport und zur Sportakrobatik ausfindig gemacht werden. Außerdem konnten belastende Faktoren im Zusammenhang damit identifiziert werden. Der Fragebogen ergab, dass die befragten Personen (n=20) überwiegend zwischen 12 und 17 Jahre alt waren. Außerdem waren sie ausschließlich weiblich. Der Trainingsumfang lag bei ca. 4-9 Stunden pro Woche. In Bezug auf die Auswirkungen von Sportakrobatik auf das tägliche Leben gaben die Personen an, dass sie in ihrem Freizeitumfang mäßig belastet sind.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1 Einleitung
2 Definition Sportakrobatik
2.1 Sportakrobatik damals und heute
2.2 Sportakrobatik in Österreich
2.3 Disziplinen
2.4 Wettkampfklassen
2.5 Beschreibung der Übungselemente
2.5.1 Balanceelemente
2.5.2 Tempoelemente
2.6 Allgemeines in der Sportakrobatik
2.7 Kürübungen
3 Definition Leistungssport
3.1 Training im Leistungssport
4 Kinder und Jugendliche im Leistungssport
4.1 Leistungssport und Schule
4.2 Soziale Unterstützung und Rolle der Eltern
4.3 Rolle des Trainers
4.4 Leistungssport und Freizeit
4.5 Fazit
5 Methode
5.1 Erhebungsinstrument
5.2 Datenerhebung
5.3 Datenanalyse
6 Ergebnisse
6.1 Basischarakteristika
6.1.1 Geschlecht
6.1.2 Alter der Sportlerinnen
6.1.3 Trainingsumfang
6.1.4 Dauer des Betreibens der Sportart
6.2 Erhebung der Auswirkungen von Sportakrobatik auf das tägliche Leben
6.2.1 Das Betreiben der Sportart bereitet Freude
6.2.2 Freizeitumfang neben der Sportakrobatik
6.2.3 Weitere Auswirkungen von Sportakrobatik auf das Leben der Sportlerinnen
6.2.4 Erfolge der Sportakrobatinnen
6.2.5 Durch diese Tätigkeit fühlt sich die Sportlerin gesünder
6.2.6 Beeinflussung auf das Privatleben durch Sportakrobatik
6.3 Zusammenfassung der individuellen Antworten
6.3.1 Schulische Beeinflussung
6.3.2 Nutzen bzw. Vorteile durch Leistungssport
7 Diskussion
7.1 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Leistungssports Sportakrobatik auf den Alltag und die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die psychische und soziale Belastungssituation zu entwickeln, die aus der Doppelbelastung von schulischen Anforderungen und intensivem Training entsteht.
- Identifikation von Belastungsfaktoren im leistungssportlichen Kontext.
- Untersuchung der Rolle von Eltern und Trainern für den sportlichen Erfolg.
- Analyse der Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport.
- Erhebung der individuellen Wahrnehmungen von Sportlerinnen hinsichtlich Gesundheit und Freizeit.
Auszug aus dem Buch
4.2 Soziale Unterstützung und Rolle der Eltern
Die Eltern spielen im Leben eines leistungsorientierten Nachwuchssportlers eine sehr bedeutende Rolle, da die Ausübung des Sports ohne diese meist unmöglich wäre. Aufgaben, wie das Bereitstellen finanzieller Mittel, das Hinbringen und Abholen zu/von den Trainingseinheiten und vor allem die Unterstützung und das Verständnis der Eltern, machen es einem jungen Athleten erst möglich, Leistungssport betreiben zu können.
Allgemein tragen soziale Beziehungen und ein angenehmes Umfeld dazu bei, dass man sich einer stabilen seelischen und körperlichen Gesundheit erfreuen kann. Außerdem wirkt sich ein harmonisches Umfeld positiv in diversen Stress- und Problemsituationen aus. Man unterscheidet dabei zwischen dem quantitativen Aspekt (Soziale Netzwerke) und dem qualitativen Aspekt (Soziale Unterstützung). Unter den sozialen Netzwerken versteht man ein eher objektives Hilfesystem an dem die Eltern, Freunde und auch Trainer beteiligt sind.
Bei der sozialen Unterstützung spricht man von informativer (z.B.: einen guten Rat), instrumenteller (z.B.: Bereitstellung finanzieller Ressourcen) und von der emotionalen (z.B.: Trost, Zuneigung, Verständnis) Unterstützung. Diese Unterstützung brauchen junge Sportler vor allem in kritischen Lebenssituationen, die unbekannt oder unverständlich für das Kind sind. Erst wenn bestimmte Aufgaben, sei es in der Schule oder beim Sport, nicht mehr mit den sozialen und individuellen Ressourcen bewältigt werden können, kommt es für die Kinder oft zu Überforderung oder Stress. Häufig sind dafür aber plötzlich kommende veränderte Lebenssituationen (z.B.: Tod eines Familienmitglieds, Trennung der Eltern) und unbefriedigende Erlebnisse im Training verantwortlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Arbeit und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Sportakrobatik als Trendsportart.
2 Definition Sportakrobatik: Bietet einen Überblick über die historischen Wurzeln, die Entwicklung in Österreich, Disziplinen und die technischen Anforderungen der Übungselemente.
3 Definition Leistungssport: Erläutert das Wesen des Leistungssports und die Anforderungen an ein systematisches Training.
4 Kinder und Jugendliche im Leistungssport: Analysiert die Herausforderungen der Doppelbelastung sowie die Rollen von Eltern und Trainern.
5 Methode: Beschreibt das Vorgehen der empirischen Datenerhebung mittels anonymem Fragebogen in einem Grazer Sportverein.
6 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Auswertung der Befragungsdaten zu Basisdaten, Gesundheit und Auswirkungen auf das Privatleben.
7 Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse unter Einbeziehung der Fachliteratur und bewertet die Stärken und Schwächen der Untersuchung.
Schlüsselwörter
Sportakrobatik, Leistungssport, Nachwuchssport, Doppelbelastung, Zeitmanagement, Elternrolle, soziale Unterstützung, Training, Gesundheit, schulische Leistungen, Wettkampf, Freizeit, psychische Belastung, empirische Untersuchung, Athleten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht die Thematik der Sportakrobatik bei Kindern und Jugendlichen und beleuchtet insbesondere die Auswirkungen dieses Leistungssports auf ihren Alltag.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Definition der Sportakrobatik, die Grundlagen des Leistungssports, die Rolle des privaten sozialen Umfelds sowie die Herausforderungen der schulischen Doppelbelastung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Hauptfrage ist, welche positiven oder negativen Auswirkungen das Ausüben von Sportakrobatik auf das tägliche Leben von Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren hat.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer anonymen schriftlichen Befragung von 20 jungen Sportlerinnen in einem Grazer Verein durchgeführt, ergänzt durch eine umfassende Literaturrecherche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Sportart definiert, die psychologische Bedeutung der Elternunterstützung beleuchtet und die empirischen Ergebnisse detailliert dargestellt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Sportakrobatik, Leistungssport, Zeitmanagement, Doppelbelastung durch Schule und Sport sowie soziale Unterstützung durch das Elternhaus.
Wie bewerten die befragten Sportlerinnen ihre Belastungssituation?
Die Mehrheit der befragten Sportlerinnen empfindet die Ausübung von Sportakrobatik nicht unmittelbar als Belastung, sondern betont den Gewinn an Zeitmanagement-Fähigkeiten.
Welche Rolle spielen Trainer und Eltern laut dieser Studie?
Eltern und Trainer sind essenzielle Bezugspersonen für die Bereitstellung finanzieller Ressourcen und emotionale Stabilität, wobei eine unaufdringliche Unterstützung als besonders förderlich hervorgehoben wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, Leistungssport am Beispiel von Sportakrobatik. Vor- und Nachteile der regelmäßigen Ausübung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1308711