Die folgende Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „ Das Museum im höfischen Kontext: Begriff und Typus der „Galerie“. Die Erläuterung des Begriffes und des Typus „Galerie“ (also eine Darstellung eines Allgemeinen im Besonderen) soll im Rahmen des höfischen Kontextes mit besonderer Berücksichtigung der Funktion, die einem Museum zukommt, erfolgen.
War die Funktion der Galerie schon immer eine museale? Findet man die Galerie als Raumtyp nur im musealen Kontext? Wurde die „Galerie“ schon immer als Raumtyp verstanden? Seit wann gibt es den Begriff der „Galerie“? Um das gestellte Thema zu erläutern, wird in dieser Hausarbeit über den gesteckten Rahmen hinausgegangen. Die Vielschichtigkeit der aktuellen Definition der „Galerie“ bezüglich der Funktion und architektonischen Ausprägung bildet den Ausgangspunkt für eine Darstellung der Entwicklung des Begriffes und Typus „Galerie“ - anhand von ersten Beispielen - der Etablierung des Begriffes, des Funktionswandels im 17. Jahrhundert und der Entwicklung als Gemäldegalerie im 17./18. Jahrhundert. Zum Abschluss wird auf eine Verbindung der Galerie zum heutigen Museum eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Aktuelle Definition der „Galerie“
2.2. Ursprung des Begriffes und des Typus „Galerie“
2.3. „Galerie“ im höfischen Kontext
2.3.1. Etablierung der „Galerie“
2.3.1.1. Etablierung der „Galerie“ in Frankreich
2.3.1.2. Etablierung der „Galerie“ in Italien
2.3.1.3. Etablierung der „Galerie“ in England
2.3.1.4. Etablierung der „Galerie“ in Deutschland
2.3.2. Zeitspezifische Definition der „Galerie“ des 17. Jh.
2.3.3. Gemäldegalerie des 17./18. Jh.
3. Schlussteil
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung der „Galerie“ vom architektonischen Raumtyp im höfischen Kontext bis hin zur Etablierung als musealer Ort, wobei sie insbesondere den Bedeutungswandel von der herrschaftlichen Repräsentation zur musealen Funktion im 18. Jahrhundert analysiert.
- Historische Herleitung des Begriffs und Raumtyps „Galerie“
- Etablierung der Galerie im höfischen Kontext in Europa
- Funktionswandel zwischen Repräsentation und Kunstsammeln
- Entwicklung vom fürstlichen Privatraum zum öffentlichen Museum
- Architektonische Merkmale und zeitspezifische Definitionen
Auszug aus dem Buch
2.3. „Galerie“ im höfischen Kontext
In dieser Hausarbeit soll besonderes Augenmerk auf die Galerie im höfischen Kontext gelegt werden, mit der besonderen Beachtung der Funktion des Museums. Unter dem höfischen Kontext können der Rahmen des fürstlichen Wohnsitzes, fürstlichen Haushalts, fürstlichen Gefolges oder der Hofstaat des Kaisers oder Königs verstanden werden. Der Hof soll hier zunächst nicht nur als der Hof des „ancien regime“, also als das „erweiterte Haus und die Haushaltung der französischen Könige und ihrer Angehörigen mit allen Menschen, die im engeren oder weiteren Sinne dazugehören“, verstanden werden, sondern auch als jegliche Form des Hoflebens, die gebunden ist an die Existenz einer despotischen, feudalen oder feudal-absolutistischen Herrschaftsform eines Herrschers und seines Hofes. Im heutigen Sprachgebrauch wird unter Museum „sowohl die Institution als auch die Gebäude genannt, in denen Erzeugnisse der schöpferischen menschlichen Tätigkeit oder der Natur aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und, unter verschiedenen Gesichtspunkten geordnet, ausgestellt werden.“ In dieser Hausarbeit wird die Funktion des Museums als (privater) Ort zur Aufbewahrung und Ausstellung der Erzeugnisse der schöpferischen menschlichen Tätigkeit oder der Natur hervorgehoben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Rahmen der Untersuchung fest, indem sie den Fokus auf die historische und funktionale Entwicklung der Galerie im höfischen Umfeld bis hin zum heutigen Museumsbegriff richtet.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert den Begriff, die Ursprünge und die architektonische sowie funktionale Etablierung der Galerie in verschiedenen europäischen Ländern und Zeiten.
2.1. Aktuelle Definition der „Galerie“: Dieses Kapitel erläutert den heutigen Sprachgebrauch und den Bedeutungswandel des Begriffs Galerie anhand verschiedener kunstgeschichtlicher Definitionen.
2.2. Ursprung des Begriffes und des Typus „Galerie“: Hier wird der architektonischen Entstehung der Galerie als Raumtyp nachgegangen, wobei insbesondere frühe Vorformen in Schlössern und Palästen beleuchtet werden.
2.3. „Galerie“ im höfischen Kontext: Dieses Kapitel verknüpft die Raumform der Galerie mit dem höfischen Leben und der Funktion des Sammelns von Kunst.
2.3.1. Etablierung der „Galerie“: Die länderübergreifende Etablierung der Galerie wird anhand der Beispiele Frankreich, Italien, England und Deutschland untersucht.
2.3.1.1. Etablierung der „Galerie“ in Frankreich: Der Fokus liegt auf der Rolle der Galerie als Ort für höfische Repräsentation und Geselligkeit in Frankreich.
2.3.1.2. Etablierung der „Galerie“ in Italien: Hier wird die Entwicklung der Galerie im italienischen Kontext, oft als Loggia beginnend, beschrieben.
2.3.1.3. Etablierung der „Galerie“ in England: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die Etablierung der Galerie im englischen Raum.
2.3.1.4. Etablierung der „Galerie“ in Deutschland: Hier werden die Anfänge der Galerie in Deutschland und ihre Funktion als Verbindungsraum oder Raum für Ahnenbildnisse behandelt.
2.3.2. Zeitspezifische Definition der „Galerie“ des 17. Jh.: Frank Büttners vier wesentliche Kennzeichen der Galerie – bauliche Form, Dekoration, Funktion und Sinn – werden hier detailliert vorgestellt.
2.3.3. Gemäldegalerie des 17./18. Jh.: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der Galerie zum dedizierten Ort für Gemäldesammlungen im 18. Jahrhundert.
3. Schlussteil: Der Schlussteil fasst den Wandel von der Raumform zum öffentlichen Museum zusammen und unterstreicht die wissenschaftliche und ästhetische Funktion dieser Entwicklung.
4. Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Galerie, Museum, Höfischer Kontext, Architekturgeschichte, Bedeutungswandel, Kunstsammlung, Repräsentation, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, Raumtyp, Gemäldegalerie, Schlossbau, Kunstwissenschaft, Funktionswandel, Architektur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der „Galerie“ vom architektonischen Raumtyp im höfischen Kontext bis hin zur Entstehung des modernen Museums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind der Bedeutungswandel des Begriffs „Galerie“, deren architektonische Ausprägung, ihre ursprüngliche Funktion als höfischer Repräsentationsraum und die spätere Umwandlung in öffentliche Gemäldegalerien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Weg der Galerie von einer exklusiven höfischen Raumform hin zu einem öffentlich zugänglichen Ort der Kunstbetrachtung und Wissenschaft nachzuzeichnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Analyse, bei der sie sich auf etablierte Fachliteratur, zeitgenössische Definitionen und architekturgeschichtliche Fallbeispiele stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Analyse der Ursprünge, die länderübergreifende Etablierung im höfischen Raum sowie die spezialisierte Entwicklung der Gemäldegalerie im 17. und 18. Jahrhundert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Galerie, Museum, Höfischer Kontext, Architekturgeschichte, Repräsentation und Kunstsammlung charakterisiert.
Warum wurde die Galerie im 17. Jahrhundert oft als „Spaziersaal“ bezeichnet?
Da die Galerie primär als Bewegungsraum konzipiert war, in dem man wandelte, bürgerte sich in Deutschland die Bezeichnung „Spaziersaal“ ein.
Welche Bedeutung hatte das Schloss Salzdahlum für die Museumsgeschichte?
Schloss Salzdahlum gilt in der Forschung als ein frühes Beispiel für einen selbständigen Museumskomplex, der für die Aufnahme einer fürstlichen Bildersammlung errichtet wurde.
Wie unterscheidet sich laut Text eine Loggia von einer Galerie?
Während die Loggia primär nach außen zur Natur hin orientiert ist, zeichnet sich die Galerie als geschlossener, auf die Schmalseiten ausgerichteter Raum aus.
Was passierte mit der Galerie am Ende des 18. Jahrhunderts?
Mit der bürgerlichen Emanzipation verlor die Galerie ihre reine Repräsentationsfunktion für den Adel und wurde zu einem öffentlichen Raum für Studium und ästhetische Bildung.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Kauffrau / M.A. Alena Salsa (Autor:in), 2004, Das Museum im höfischen Kontext: Begriff und Typus der „Galerie“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/130730