Abhandlungen zum Motiv Bibliothek in der Literatur beschäftigen sich kaum mit dem Motiv speziell in der Gattung Lyrik.
Der vorliegenden Arbeit liegt die Motivation zugrunde, ausgewählte Gedichte darauf zu untersuchen, ob sie den allgemeinen Tendenzen der literarischen Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur im Kontext ihrer Zeit entsprechen.
Die Definition für die verschiedenen Varianten des Motivs Bibliothek in der Literatur liefern hierbei die diesbezüglichen Thesen von K. Dickhaut, D. Rieger und
C. Schmelz-Schneider.
Um der Fragestellung nachzugehen, werden die ausgewählten Gedichte in einen bibliothekarisch-historischen Kontext gestellt. Es werden Gedichte aus dem Humanismus, der Restauration sowie aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart untersucht.
Die zu untersuchenden Gedichte werden in Kapitell 4 – 6 je nach dem folgenden Muster dargestellt:
1. Bibliotheksgeschichtliche Aspekte – kurzer Abriss der Bibliotheksgeschichte der jeweiligen Epoche sowie Tätigkeiten und Merkmale von Bibliotheken und Bibliothekaren.
2. Tendenzen in der Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur – allgemeine Tendenzen in der Epoche bei der Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur.
3. Bibliotheken in der Lyrik – Analysen von Gedichten aus den jeweiligen Epochen.
Bei den Gedichtanalysen liegt der Fokus beim Inhalt der Gedichte, nicht in formalen Merkmalen wie dem Rhythmus oder Klang.
Den geographischen Schwerpunkt der Darstellungen bildet der deutschsprachige Raum.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung und Motivation
- Varianten des Motivs Bibliothek in der Literatur
- Lyrik - Begriffsklärung
- Lyrik-formale Merkmale
- Humanismus
- Bibliotheksgeschichtliche Aspekte
- Der Beruf des Bibliothekars
- Tendenzen in der Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur
- Bibliotheken in der Lyrik
- Naldius Lobgedicht auf die Bibliotheca Corviniana
- Bibliotheca Corviniana
- Conrad Celtis Distichen auf die Wiener Hofbibliothek
- Hugo Blotius lyrische Inschrift für die Tür der Wiener Hofbibliothek
- Die Wiener Hofbibliothek
- Naldius Lobgedicht auf die Bibliotheca Corviniana
- Bibliotheksgeschichtliche Aspekte
- Restauration
- Bibliotheksgeschichtliche Aspekte
- Bibliothekare im 19. Jahrhundert
- Tendenzen in der Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur
- Bibliotheken in der Lyrik
- Der Dichter an den Bibliothekar. Eduard Mörikes „Herrn Bibliothekar Adelb. v. Keller“
- Adelbert von Keller als Oberbibliothekar der Tübinger Universitätsbibliothek
- Die Bibliothek im Kopf. Heinrich Heine, „Deutschland. Ein Wintermärchen“
- Widerstand gegen die Zensur in der Restauration
- 20. Jahrhundert und Gegenwart
- Bibliotheksgeschichtliche Aspekte
- Der moderne Bibliothekar
- Tendenzen in der Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur
- Bibliotheken und Bibliothekare im Film
- Bibliotheken in der Lyrik
- „Es kauern Herzen dort im Bücherspinde“. „In der Bibliothek“ von Hanns von Gumppenberg
- Amy Lowell, “Die Library of Congress”
- Library of Congress
- Die private Bibliothek im häuslichen Idyll des Vermögenden. Kurt Tucholsky, „Das Ideal“
- Privatbibliotheken
- Das Geständnis eines Bibliophilen in „Der Bücherfreund“ von Joachim Ringelnatz
- Die Bibliophilie
- Die Bibliomanie
- Die Privatbibliothek des Carl Georg von Maassen
- René Char,,,Die Bibliothek in Flammen“
- Der Bibliotheksbrand als Motiv in der Literatur
- Das Mouseion im ptolemäischen Alexandria und ein rätselhafter Bibliotheksbrand
- ,,In der Deutschen Bücherei“ von Helmut Richter und „,Deutsche Bücherei\" von Ulrich Berkes
- Die Deutsche Bücherei in Leipzig
- Das Literaturinstitut Johannes R. Becher, heute Deutsches Literaturinstitut
- Ernst Jandl,,,bibliothek“
- Billy Collins,,,Das literarische Leben“
- Coventry Patmore
- Das Viktorianische Zeitalter
- Die Bibliothek des British Museum
- Nancy Morejon, „In der Bibliothek von Fordham lesend“
- Bibliotheksgeschichtliche Aspekte
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erforschung des Motivs Bibliothek in der Lyrik. Sie untersucht, ob ausgewählte Gedichte den allgemeinen Tendenzen der literarischen Beschreibung von Bibliotheken in ihren jeweiligen Epochen entsprechen.
- Die Rolle der Bibliothek als Spiegel der Kultur und des Verhältnisses des Autors zur Welt
- Die Bibliothek als fiktives Universum, die Bücherwelt
- Die Bibliothek als Symbol für verlorene Erinnerungen, Heimweh und das Streben nach Wissen
- Die Bibliothek als Ort der Gefahr und des Labyrinths
- Die Bibliothek als Objekt der Besessenheit und des Sammelns
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit untersucht Gedichte aus verschiedenen Epochen, beginnend mit dem Humanismus, über die Restauration bis zum 20. Jahrhundert und der Gegenwart. Jedes Kapitel fokussiert sich auf die Bibliotheksgeschichte der jeweiligen Zeit, allgemeine Tendenzen in der Beschreibung des Motivs Bibliothek in der Literatur und analysiert ausgewählte Gedichte. Dabei wird der Fokus auf den Inhalt der Gedichte gelegt, nicht auf formalen Merkmalen wie Rhythmus oder Klang. Die Arbeit beleuchtet den deutschsprachigen Raum.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Bibliotheksgeschichte, Lyrik, Literaturanalyse, Motiv Bibliothek, Humanismus, Restauration, 20. Jahrhundert, Gegenwart, deutschsprachige Literatur, Gedichtanalyse.
Häufig gestellte Fragen zu Bibliotheken in der Lyrik
Welche symbolische Bedeutung hat die Bibliothek in der Literatur?
Bibliotheken stehen oft als Spiegel der Kultur, als fiktives Universum, als Ort verlorener Erinnerungen oder sogar als bedrohliches Labyrinth.
Wie wurden Bibliotheken im Humanismus beschrieben?
Im Humanismus dienten Gedichte oft dem Lob berühmter Sammlungen, wie der Bibliotheca Corviniana oder der Wiener Hofbibliothek, und betonten den Wert des Wissens.
Welche Rolle spielt die Zensur in der Lyrik der Restauration?
Dichter wie Heinrich Heine thematisierten in Werken wie "Deutschland. Ein Wintermärchen" den Widerstand gegen die Zensur und die "Bibliothek im Kopf" als unantastbaren Ort der Freiheit.
Was ist das Motiv des "Bibliotheksbrandes"?
Der Brand einer Bibliothek (z. B. bei René Char) symbolisiert oft den unwiederbringlichen Verlust von Wissen und kultureller Identität.
Was unterscheidet Bibliophilie von Bibliomanie?
Bibliophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Buch, während Bibliomanie eine zwanghafte Sammelwut beschreibt, die oft in literarischen Texten (z. B. bei Ringelnatz) thematisiert wird.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2009, Bibliotheken in der Lyrik - Eine Darstellung im bibliotheksgeschichtlich-literarischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/130516