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Spekulationen in der Bauwirtschaft

Gratwanderung in der Kalkulation

Titel: Spekulationen in der Bauwirtschaft

Studienarbeit , 2009 , 48 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nadine Hollweg (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine sorgfältige Kostenermittlung ist die wichtigste Voraussetzung des wirtschaftlichen Erfolges eines Unternehmens. Durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf einem Markt kommt es zur Bildung des so genannten Marktpreises. Für Anbieter ist dessen Höhe sehr entscheidend. Liegt ihr Angebot darüber, bedeutet dies meist, den betreffenden Auftrag nicht zu erhalten; liegt das Angebot unter dem Marktpreis, so wird es zwar wahrscheinlich, das Projekt zu erhalten, allerdings kann dies auch bedeuten, zu günstig kalkuliert und damit viel Geld verschenkt zu haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemdarstellung

1.2 Rechtlicher Hintergrund

2. Grundlagen einer Baukalkulation

2.1 Möglichkeiten der Baupreisermittlung

2.1.1 Umlagekalkulation (Kalkulation über die Endsumme)

2.1.2 Zuschlagskalkulation (Kalkulation mit vorbestimmten Zuschlägen)

2.2 Problematik konkurrenzfähiger Preise

2.2.1 Einheitspreisgestaltung

2.2.2 Konflikt zur Wettbewerbsfähigkeit

2.2.3 Spekulation von Preisen

3. Ergebnis der Arbeit

3.1 Zukunftsaussichten

Zielsetzung & Themen

Diese Projektarbeit befasst sich mit der komplexen Preisbildung in der Baubranche unter besonderer Berücksichtigung öffentlicher Auftragsvergaben. Das primäre Ziel ist es, den Zielkonflikt zwischen einer ordnungsgemäßen Kalkulation zur Kostendeckung und der Notwendigkeit, wettbewerbsfähige Angebote zu unterbreiten, zu beleuchten und die rechtlichen sowie wirtschaftlichen Grenzen der sogenannten Mischkalkulation und Preisspekulation aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Methoden der Baukalkulation (Umlage- und Zuschlagskalkulation).
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und BGH-Rechtsprechung zu Mischkalkulationen.
  • Strategien zur Preisgestaltung im Spannungsfeld des Konkurrenzkampfes.
  • Analyse von Spekulationsrisiken bei der Einheitspreisgestaltung.
  • Bedeutung von angemessenen und auskömmlichen Preisen für die wirtschaftliche Stabilität.

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Spekulation von Preisen

Schlägt man im Duden das Wort „Spekulation“ nach, erhält man folgende Definition: „Spekulation die; -, -en: 1.a) auf bloßen Annahmen, Mutmaßungen beruhende Erwartung, Behauptung, dass etwas eintrifft; (…) 2. (Wirtsch.) Geschäftsabschluss, der auf Gewinne aus zukünftigen Veränderungen der Preise abzielt. 3.) gewagtes Geschäft“ (Wermke et al., 2001, S. 937)

Ein spekulierter Einheitspreis wird also unabhängig von den Kosten, die für die entsprechende Leistung anfallen, gebildet. Er beruht auf Mutmaßungen und Erwartungen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft passieren werden, für deren tatsächliches Eintreffen es jedoch keine Garantie gibt. Es ist also ein hohes Risiko mit derartigen Vermutungen verbunden, da sich diese Preise nur dann lohnen, wenn sich die Gegebenheiten wie vermutet verändern.

An folgendem Beispiel können die verbunden Risiken nachvollzogen werden: Der Asphalt einer Straße im Wohngebiet soll erneuert werden. Im Leistungsverzeichnis sind folgende zwei Positionen enthalten: - Pos. 1: 1.000 to Tragschicht maschinell einbauen - Pos. 2: 100 to Tragschicht an schwer zugänglichen Stellen per Hand einbauen. Bei einer ersten Preisermittlung ohne Spekulationen wurden die Preise für beide Positionen wie folgt festgesetzt: Pos. 1: 1.000 to á 36,50 Euro Summe: 36.500 Euro; Pos. 2: 100 to á 73,80 Euro Summe: 7.380 Euro; Summe: 43.880 Euro.

Der mit der Angebotsbearbeitung vertraute Kalkulator hat sich dazu entschlossen die Baustelle vor Ort in Augenschein zu nehmen. Dabei ist er zu der Ansicht gekommen, dass der Untergrund teilweise so schlecht sein muss, dass wesentlich mehr Material per Hand eingebaut werden muss und folge dessen nur eine sehr geringe Menge maschinell eingebaut werden kann. Er geht davon aus, dass es sich um 900 Tonnen handelt, die per Hand verarbeitet werden müssen. Diese Vermutung möchte er in die Kalkulation einfließen lassen, um einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung einer exakten Kostenermittlung für den wirtschaftlichen Erfolg in der Baubranche und Darstellung der vergaberechtlichen Rahmenbedingungen.

1.1 Problemdarstellung: Untersuchung der Spannungsfelder zwischen Konkurrenzdruck und der Notwendigkeit kostendeckender Preise sowie Einführung in die Problematik der Mischkalkulation.

1.2 Rechtlicher Hintergrund: Erläuterung der relevanten Gerichtsurteile und gesetzlichen Vorgaben, die den Ausschluss von Angeboten bei nachgewiesener Mischkalkulation regeln.

2. Grundlagen einer Baukalkulation: Beschreibung der notwendigen Planungsschritte für Bauvorhaben und der theoretischen Basis für die Ermittlung von Preisen.

2.1 Möglichkeiten der Baupreisermittlung: Überblick über die gängigen Kalkulationsmethoden zur Angebotserstellung im Bauwesen.

2.1.1 Umlagekalkulation (Kalkulation über die Endsumme): Detaillierte Darstellung der Umlagekalkulation als präzises Verfahren zur Berücksichtigung baustellenspezifischer Kosten.

2.1.2 Zuschlagskalkulation (Kalkulation mit vorbestimmten Zuschlägen): Beschreibung der vereinfachten Kalkulationsvariante bei gleichartigen Bauprojekten mittels konstanter Zuschlagssätze.

2.2 Problematik konkurrenzfähiger Preise: Analyse des Marktdrucks und dessen Einfluss auf die Kalkulationsspielräume von Bauunternehmen.

2.2.1 Einheitspreisgestaltung: Definition des Einheitspreises und Erläuterung der verschiedenen Preisarten bei der Leistungsverzeichnis-Erstellung.

2.2.2 Konflikt zur Wettbewerbsfähigkeit: Untersuchung der Problematik, wie Unternehmen trotz hoher Kosten wettbewerbsfähige Preise für öffentliche Ausschreibungen erzielen können.

2.2.3 Spekulation von Preisen: Analyse der Risiken und der Vorgehensweise bei der bewussten Spekulation auf Mengenverschiebungen innerhalb eines Leistungsverzeichnisses.

3. Ergebnis der Arbeit: Fazit zur Relevanz und den Risiken von Preisspekulationen unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Verschärfungen.

3.1 Zukunftsaussichten: Einschätzung der Marktentwicklung in der Baubranche vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der anhaltenden Zahlungsmoral.

Schlüsselwörter

Bauwirtschaft, Baukalkulation, Mischkalkulation, öffentliche Ausschreibung, Einheitspreis, Angebotssumme, Preisspekulation, Wettbewerbsfähigkeit, Umlagekalkulation, Zuschlagskalkulation, Leistungsverzeichnis, Vergabestelle, Baustellengemeinkosten, Kostendeckung, Konkurrenzkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Preiskalkulation in der Baubranche, insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen, wo ein hoher Konkurrenzdruck Bauunternehmen oft zu risikoreichen Strategien zwingt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die verschiedenen Methoden der Baukalkulation, die rechtlichen Aspekte von Mischkalkulationen und die betriebswirtschaftliche Problematik der Preisbildung unter hohem Wettbewerbsdruck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen zwischen den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Kalkulation und dem Wunsch, Aufträge durch Spekulation oder knappe Kalkulation zu gewinnen, agieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden eine theoretische Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen sowie eine Analyse von rechtlichen Fallbeispielen und Kalkulationsmodellen zur Preisermittlung herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kalkulationsmethoden (Umlage- und Zuschlagskalkulation) und eine kritische Auseinandersetzung mit Preisgestaltungsstrategien sowie den Konsequenzen aus der Rechtsprechung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Baukalkulation, Mischkalkulation, öffentliche Ausschreibung, Preisspekulation und Wettbewerbsfähigkeit.

Wie definiert die Arbeit das Konzept der Mischkalkulation?

Die Arbeit versteht unter Mischkalkulation die unzulässige Verlagerung von Preisbestandteilen von einer Position des Leistungsverzeichnisses auf eine andere, um die Gesamtangebotssumme zu senken.

Warum wird im Dokument das Beispiel der Tragschicht-Erneuerung genutzt?

Dieses Beispiel illustriert konkret, wie ein Kalkulator durch die Vermutung einer Mengenverschiebung bei den Positionen "maschineller Einbau" versus "Handeinbau" versucht, sein Angebot gegenüber der Konkurrenz zu optimieren.

Welche Konsequenzen drohen bei einer aufgedeckten Mischkalkulation?

Bei Nachweis einer unzulässigen Mischkalkulation erfolgt der automatische Ausschluss von der Wertung, zudem können behördliche Einträge ins Gewerbezentralregister folgen, die künftige Auftragsvergaben massiv erschweren.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spekulationen in der Bauwirtschaft
Untertitel
Gratwanderung in der Kalkulation
Veranstaltung
Studium zum staatl. gepr. Betriebswirt
Note
2
Autor
Nadine Hollweg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
48
Katalognummer
V130293
ISBN (eBook)
9783640366477
ISBN (Buch)
9783640366651
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spekulationen Bauwirtschaft Gratwanderung Kalkulation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Hollweg (Autor:in), 2009, Spekulationen in der Bauwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/130293
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