Die vorliegende Querschnittstudie untersucht das Akzeptanzverhalten berufstätiger Personen in Bezug auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz. Insbesondere werden dabei die Faktoren Computerkompetenz, Emotionen gegenüber Künstlicher Intelligenz und Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz betrachtet. Die Rekrutierung erfolgte aus schließlich über einen Online Link der Webseite Unipark. Die Datenerhebung wurde dabei anhand eines Fragebogens mit Skalen als Messinstrument durchgeführt. Die Stichprobe basiert auf einer einmaligen Befragung und setzt sich aus 223 Probanden zusammen, wobei 113 weibliche und 110 männliche Personen mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren teilgenommen haben. Die empirische Forschung dieser Arbeit basiert auf der Annahme, dass das Messinstrument zu Emotionen aus zwei Dimensionen besteht, und die positive Emotion gegenüber Künstlicher Intelligenz den Zusammenhang von Computerkompetenz und Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz mediiert. Darüber hinaus wird angenommen, dass der Zusammenhang von negativen Emotionen gegenüber Künstlicher Intelligenz und Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz durch die Computerkompetenz moderiert wird. Für die Prüfung der Hypothesen werden eine explorative Faktorenanalyse, eine Mediationsanalyse sowie eine Moderatoranalyse durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Emotionen wie erwartet zwei Dimensionen aufweisen. Ebenso stellt sich heraus, dass der Grad an positiven Emotionen gegenüber Künstlicher Intelligenz den Zusammenhang von Computerkompetenz und Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz erklärt. Entgegengesetzt der Erwartung zeigen die Resultate, dass das Ausmaß an Computerkompetenz den Zusammenhang zwischen negativen Emotionen gegenüber Künstlicher Intelligenz und der Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz nicht beeinflusst.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 FORSCHUNGSSTAND UND HYPOTHESEN
2.1 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1.1 Künstliche Intelligenz
2.1.2 Emotionen
2.1.3 Computerverständnis und - erfahrung
2.2 BISHERIGE FORSCHUNG
2.3 FORSCHUNGSFRAGEN UND HYPOTHESEN
3 DATEN UND METHODEN
3.1 STICHPROBE
3.2 MESSINSTRUMENTE
3.2.1 Wahl und Begründung der Erhebungsmethode
3.2.2 Fragebogenstruktur
3.2.3 Gütekriterien
3.3 UNTERSUCHUNGSDESIGN- UND VORGEHEN
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.1 DATENAUFBEREITUNG UND DESKRIPTIVE STATISTIK
4.2 ERGEBNISSE ZUR HYPOTHESE 1
4.3 ERGEBNISSE ZUR HYPOTHESE 2
4.4 ERGEBNISSE ZUR HYPOTHESE 3
5 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5.1 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
5.1.1 Hypothese 1
5.1.2 Hypothese 2
5.1.3 Hypothese 3
5.2 IMPLIKATION DER ERGEBNISSE
5.3 LIMITATIONEN UND ZUKÜNFTIGE FORSCHUNGEN
6 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit untersucht, welche Faktoren das Akzeptanzverhalten berufstätiger Personen gegenüber Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz beeinflussen, mit dem Ziel, Zusammenhänge zwischen technischer Kompetenz, emotionaler Einstellung und der Angst vor Arbeitsplatzverlust zu identifizieren.
- Messung von Emotionen gegenüber KI mittels faktorenanalytischer Methoden
- Analyse des Zusammenhanges zwischen Computerkompetenz und Arbeitsplatzangst
- Einfluss positiver Emotionsausprägungen als Mediatoren
- Moderationswirkung der Computerkompetenz auf negative Emotionen
- Ableitung praktischer Implikationen für die betriebliche Wissensvermittlung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Künstliche Intelligenz
Eine einheitliche Definition zur Künstlichen Intelligenz (KI) lässt sich aufgrund der Breite des Themengebiets schwer finden. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass (KI) einen Teilbereich der Informatik darstellt, wobei es darum geht, Systemen die Fähigkeit zu geben, externe Daten korrekt zu interpretieren, aus den erhaltenen Daten zu lernen und Erkenntnisse daraus zu nutzen (Buxmann & Schmidt, 2018). Ebenso sollen vorgegebene Ziele und Aufgaben durch flexible Anpassung erreicht werden. Für die Identifizierung zugrundeliegender Richtlinien und Muster, welche durch das Internet oder andere große Datenquellen gewonnen werden, verwendet die KI externe Informationen (ebd.). In Kombination mit Daten, Analysen und Automatisierung kann sie Unternehmen dabei unterstützen, ihre Ziele effizienter zu erreichen. In den letzten Jahren wird zumeist in die Entwicklung von Machine Learning investiert.
Künstliche Intelligenz kann in zwei Bereiche unterteilt werden, die schwache und die starke KI. Die genannten Beispiele aus der Einleitung beschreiben hauptsächlich die schwache KI. Sie entspricht also dem heutigen Stand technologischen Niveaus, wobei die menschliche Leistung in diesen spezifischen Bereichen übertroffen werden kann. Was sie jedoch nicht kann, ist es, Probleme anderer Gebiete selbständig zu lösen. Eine Starke KI hingegen soll dies zukünftig eigenständig können. Sie wird in ihrer Entwicklung in diversen Bereichen eingesetzt und entspricht in diesen den menschlichen Fähigkeiten oder übertrifft diese sogar (Stahl, 2021). In Zukunft soll sie auch so entwickelt sein, dass menschliche Emotionen erkannt, verarbeitet und sinnvoll eingesetzt werden können, was beispielsweise im Medizinisch-sozialem Bereich hilfreich sein könnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz Künstlicher Intelligenz im beruflichen Kontext und Darstellung des Forschungsinteresses sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 FORSCHUNGSSTAND UND HYPOTHESEN: Zusammenfassung theoretischer Grundlagen zu KI, Emotionen und Computerkompetenz sowie Herleitung der spezifischen Forschungsfragen und Hypothesen.
3 DATEN UND METHODEN: Beschreibung des Forschungsdesigns als Querschnittsstudie, der Stichprobenzusammensetzung von 223 Probanden sowie der verwendeten Messinstrumente.
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Statistische Auswertung der Hypothesen mittels Faktoren-, Mediations- und Moderatoranalyse sowie Präsentation der deskriptiven Daten.
5 DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Interpretation der Untersuchungsergebnisse im Kontext der Literatur sowie Ableitung praktischer Implikationen und Identifikation von Limitationen.
6 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der KI-Akzeptanz in der Arbeitswelt.
Schlüsselwörter
Künstliche Intelligenz, Akzeptanz, Computerkompetenz, Emotionen, Arbeitsplatzverlust, Mediatoreffekt, Moderatoreffekt, Querschnittsstudie, Quantitative Forschung, EmoPos, EmoNeg, Angst, Technologieakzeptanz, Technostress, Arbeitswelt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Ziel der Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Akzeptanzverhalten von Berufstätigen gegenüber dem Einsatz Künstlicher Intelligenz und analysiert, inwiefern emotionale Faktoren und technisches Verständnis mit der Angst vor einem möglichen Arbeitsplatzverlust korrelieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Computerkompetenz, der emotionalen Bewertung von KI-Technologien sowie der subjektiven Einschätzung der Bedrohung des eigenen Arbeitsplatzes.
Was ist die spezifische Forschungsfrage der Studie?
Die Studie geht der Frage nach, ob computerkompetente Personen weniger Ängste vor Arbeitsplatzverlust haben und welche Rolle dabei positive beziehungsweise negative Emotionen als vermittelnde Variablen zwischen Kompetenz und Angst spielen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, die mittels Online-Fragebogen Daten von 223 Probanden erhob und diese anschließend statistisch mittels Faktoren-, Mediations- und Moderatoranalysen in SPSS auswertete.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die detaillierte Methodenbeschreibung, die umfassende statistische Ergebnisdarstellung inklusive der Hypothesentests sowie die kritische Diskussion dieser Befunde.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Künstliche Intelligenz, Computerkompetenz, Mediatoreffekte, Arbeitsplatzangst und empirische Sozialforschung.
Bestätigen die Ergebnisse, dass Computerkompetenz die Angst vor Arbeitsplatzverlust mindert?
Die Ergebnisse zeigen einen indirekten Effekt: Computerkompetenz fördert positive Emotionen gegenüber KI, welche wiederum die Angst vor Arbeitsplatzverlust reduzieren, während ein direkter, moderierender Effekt der Computerkompetenz auf negative Emotionen nicht nachgewiesen werden konnte.
Warum wurde die Hypothese 3 verworfen?
Hypothese 3 wurde verworfen, da die Moderatoranalyse keinen signifikanten Nachweis erbrachte, dass Computerkompetenz den Zusammenhang zwischen negativen Emotionen und der Angst vor Arbeitsplatzverlust verändert; negative Einstellungen bleiben demnach unabhängig vom technischen Know-how bestehen.
- Arbeit zitieren
- Isabel Heinemann (Autor:in), 2022, Akzeptanz Künstlicher Intelligenz in beruflichem Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1298495