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Die Vinland Sagas und L’Anse aux Meadows

Eine Gegenüberstellung von literarischen Quellen und archäologischen Funden

Title: Die Vinland Sagas und L’Anse aux Meadows

Term Paper , 2008 , 23 Pages

Autor:in: Jens Lamparth (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Wo befand sich Vinland? Diese scheinbar einfache Frage wird wahrscheinlich nie eindeutig zu
klären sein. Der Name Vinland steht dabei in einem größeren Zusammenhang nicht nur für eine
nordische Siedlung, sondern für die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger bereits um das
Jahr 1000 herum. In einer über 300 Jahren andauernden Diskussion wurden die verschiedensten
Orte entlang der Nordküste Amerikas vermeintlich als Vinland der Sagas identifiziert.
Dabei ist zu bedenken, dass die gesamte Quellenlage recht dürftig ist. Abgesehen von einzelnen
Verweisen in unterschiedlichen Quellen beruhen die wesentlichen Erkenntnisse auf zwei
isländischen Sagas, der Eiríks saga rauða (ES) und der Grænlendinga saga (GS), die zusammen
auch als Vinland Sagas bezeichnet werden. Über die genaue Entstehungszeit ist wenig bekannt,
aber es gilt als sicher, dass die Sagas erst 150-300 Jahre nach den Ereignissen niedergeschrieben
worden sind. Inwieweit die beiden Sagas also als verlässliche Quellen gesehen werden können,
muss daher erst noch näher erörtert werden.
Neben diesen schriftlichen Quellen fehlte allerdings lange Zeit ein eindeutiger Beleg für die frühe
Entdeckung Amerikas durch die Wikinger. Das änderte sich 1961 mit der Auffindung einer
Wikingersiedlung in Nordamerika durch den norwegischen Archäologen Helge Ingstad. Im
Zeitraum von 1961-1968 wurden unter der Leitung von Helge und Anne Stine Ingstad mehrere
Ausgrabungen bei L‘Anse aux Meadows an der äußersten Nordspitze Neufundlands
durchgeführt. Diese Ausgrabungen brachten letztlich unwiderruflich den archäologischen Beweis
für die Entdeckung und versuchte Besiedlung Nordamerikas durch die Wikinger.
Die Frage nach der Aussagekraft der Vinland Sagas bleibt allerdings weiterhin offen. Lassen sich
überhaupt die Ergebnisse der Ausgrabungen bei L’Anse aux Meadows und die Aussagen der
Sagas zu einem einheitlichen Bild zusammenfügen? Oder widersprechen sich vielmehr die
schriftlichen Quellen und die archäologische Funde? Um diesen Frage nachzugehen ist es nötig,
sich kritisch mit den beiden „Quellen“ auseinanderzusetzen. Dabei ist die besondere Art der
Quellen, einerseits in der literarischen Erzählform der Sagas und andererseits als archäologische
Fundstätte, zu beachten. Auf deren Eigentümlichkeiten wird in der Auswertung und der
methodischen Vorgehensweise in den einzelnen Abschnitten näher eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verstreute Hinweise auf Vinland

3. Die Vinland Sagas

3.1. Eiríks saga rauða

3.2. Groenlaendinger Saga

3.3. Die Beschreibung der Siedlung in den Sagas

3.4. Die Bewertung der Vinland Sagas

4. Die Archäologischen Funde bei L’Anse aux Medows

4.1. Die Entdeckung

4.2. Die Siedlung

4.3. Die Fundstücke

4.4. Die Untersuchungsmethoden

4.5. Das Ergebnis der archäologischen Untersuchung

5. Gegenüberstellung der Sagas und der archäologischen Funde

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Authentizität der Vinland Sagas im Vergleich zu den archäologischen Nachweisen einer Wikingersiedlung in L'Anse aux Meadows, um zu klären, ob die literarischen Beschreibungen den tatsächlichen Entdeckungen entsprechen.

  • Analyse der Vinland Sagas als historisch-literarische Quellen
  • Untersuchung der archäologischen Siedlungsspuren in Neufundland
  • Gegenüberstellung von Sagas-Texten und physikalischen Funden
  • Methodische Bewertung der Radiokohlenstoffdatierung und INAA-Analyse
  • Diskussion der Diskrepanz zwischen mündlicher Überlieferung und Realität

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Beschreibung der Siedlung in den Sagas

In der ES haben die von Thorfinn Karlsefni gegründeten Siedlungen keine eigenständigen Namen. Die in der Literatur verwendeten Bezeichnungen sind lediglich Ortsnamen, aber keine Namen für die Siedlungen an sich. In der ES werden zwei verschiedene Siedlungen erwähnt: Straumsfjord und Hopi, wobei letztere südlich von Straumsfjord liegt:

„Sie segelten in einen Fjord hinein. Vor dessen Mündung lag eine Insel, um herum es starke Strömungen gab, daher nannten sie sie Straumey. Es gab so viele Eiderenten auf der Insel, daß man vor lauter Eiern kaum gehen konnte. Den Fjord nannten sie Straumfjord. Sie brachten dort die Ladung von ihren Schiffen und richteten sich da ein.“

„Nun ist von Karlsefni zu erzählen. Er fuhr Land entlang nach Süden mit Snorri und Bjarni und ihren Leuten. Sie fuhren weit und ganz dorthin, wo sie an einen Fluß kamen, der vom Land herab in einen See fiel und von dort ins Meer floß. Dort gab es viele Inseln, und man konnte außer bei Hochflut nicht in den Fluß kommen. Karlsefni und seine Leute segelten in die Mündung und nannten sie Hopi...Karlsefni und seine Leute hatten ihre Hütten oberhalb des Sees aufgebaut, einige Hütten standen nahe am Wasser, einige weiter weg.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wo sich das sagenumwobene Vinland befand und wie die Quellenlage zu den Wikingerentdeckungen in Nordamerika einzuschätzen ist.

2. Verstreute Hinweise auf Vinland: Das Kapitel beleuchtet historische Erwähnungen von Vinland außerhalb der Sagas, etwa in der Chronik Adams von Bremen, und ordnet diese zeitlich ein.

3. Die Vinland Sagas: Hier werden die Eiríks saga rauða und die Grænlendinga saga detailliert analysiert, ihre Entstehung diskutiert und die literarische Beschreibung der Siedlungen im Vergleich betrachtet.

4. Die Archäologischen Funde bei L’Anse aux Medows: Der Hauptteil beschreibt die archäologische Entdeckung, die Siedlungsstruktur, die Fundstücke sowie die angewandten wissenschaftlichen Datierungsmethoden.

5. Gegenüberstellung der Sagas und der archäologischen Funde: In diesem abschließenden Hauptteil werden die literarischen Berichte mit den archäologischen Fakten synthetisiert, um die historische Aussagekraft der Sagas kritisch zu würdigen.

Schlüsselwörter

Vinland, Wikinger, L'Anse aux Meadows, Eiríks saga rauða, Grænlendinga saga, Archäologie, Neufundland, Entdeckung Amerikas, Radiokohlenstoffdatierung, Historizität, Siedlungsgeschichte, Nordische Seefahrer, Adam von Bremen, Siedlung, Überlieferung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Überprüfung, ob die literarischen Berichte über die Entdeckung Vinlands in den isländischen Sagas durch archäologische Funde in Nordamerika bestätigt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die altnordische Sagas-Literatur, die Archäologie der Wikingerzeit in Nordamerika und der methodische Vergleich zwischen historischer Quellenkritik und naturwissenschaftlicher Fundanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Gegenüberstellung, um festzustellen, inwieweit die Sagas als zuverlässige historische Quellen für die Entdeckung und Besiedlung Amerikas durch die Wikinger dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interdisziplinäre Methode angewandt: Einerseits eine quellenkritische Textanalyse der Sagas und andererseits die Auswertung archäologischer Berichte, ergänzt durch naturwissenschaftliche Datierungsmethoden wie Radiokohlenstoffanalyse und Neutronenaktivierungsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die beiden zentralen Sagas, untersucht die archäologische Grabungsstätte L'Anse aux Meadows und führt eine Synthese beider Wissensbereiche durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Vinland, Wikinger, archäologische Siedlungsspuren, Sagas, Historizität und die Untersuchungsmethodik von Fundstücken aus der Wikingerzeit.

Warum spielt die Radiokohlenstoffmethode bei der Untersuchung von L'Anse aux Meadows eine wichtige Rolle?

Sie ermöglicht eine physikalische Einordnung des Siedlungszeitpunkts, um diesen mit den Zeitangaben der Sagas abzugleichen und die Siedlung sicher in das 11. Jahrhundert zu datieren.

Inwieweit unterscheiden sich die Eiríks saga rauða und die Grænlendinga saga in ihrer Darstellung?

Die Sagas variieren stark in der Anzahl der beschriebenen Expeditionen und der zugeschriebenen Entdecker (Leif Eriksson vs. Bjarni Herjólfsson), was die Einordnung als rein historische Dokumente erschwert.

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Details

Title
Die Vinland Sagas und L’Anse aux Meadows
Subtitle
Eine Gegenüberstellung von literarischen Quellen und archäologischen Funden
College
University of Frankfurt (Main)  (Philosophie und Geschichtswissenschaften)
Course
Erinnerung und Realität der Wikingerzeit – das Beispiel Adam von Bremen
Author
Jens Lamparth (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V129835
ISBN (Book)
9783640360802
ISBN (eBook)
9783640361151
Language
German
Tags
Wikinger Entdeckung Amerikas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Lamparth (Author), 2008, Die Vinland Sagas und L’Anse aux Meadows , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/129835
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