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Die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat. Zwischen schulisch-institutionellen und peerkulturellen Lebenswelten

Titel: Die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat. Zwischen schulisch-institutionellen und peerkulturellen Lebenswelten

Hausarbeit , 2022 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jasper Langner (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Klassenrat, der im ambivalenten Verhältnis zwischen Praktiken der Peerwelt und institutionell-schulischer Ordnung steht. Insbesondere wird ein besonderes Augenmerk auf die Lehrkraft gerichtet, die in diesem Spannungsverhältnis eine entscheidende Rolle einnehmen muss, da sie ein zentraler Referenz- und Orientierungspunkt für die Schüler und Schülerinnen darstellt. Es wird kritisch hinterfragt und durch empirische Daten verglichen, inwieweit Theorie und Praxis des Klassenrats sich widersprechen und welche Funktionen der Klassenrat überhaupt erfüllen kann.

In Kapitel 1.1 werden grundlegende definitorische Ansätze zu Peer, Peergruppen und Peer-Strukturen ausgeführt, um den Begriffen und Bereichen der Peer-Forschung, mit denen die nachfolgenden Kapitel sich beschäftigen, einen kontextuellen Rahmen zu geben. Im nächsten Kapitel 2.1 wird das Konzept des Klassenrats vorgestellt und damit der praktische Versuch einen Ort in der Schule zu schaffen, bei der die Schüler und Schülerinnen als eigenständige Akteure wahrgenommen werden.

Warum die theoretischen Motive des Klassenrats jedoch einem fundamentalen Dilemma zwischen peerkultureller und schulisch-institutioneller Rahmung obliegen, wird im nächsten Kapitel 2.2 ausgeführt. Das Kapitel 2.3 richtet den Blick auf das zentrale Thema der Arbeit. Welche Rolle die Lehrkraft im Klassenrat in diesem Spannungsverhältnis einnimmt.

Im folgenden und letzten Kapitel des Hauptteils 2.4 wird ein empirischer Blick aus der Forschung auf die Klassenratspraxis und der immanenten Rolle der Lehrkraft geworfen. Anschließend wird im Schlussteil über die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat kritisch reflek-tiert. Im Fazit werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.1 Peers, Peergruppen und unterschiedliche Peer-Strukturen

2.1 Präkonzepte und Leitmotive des Klassenrats

2.2 Die „Doppelstruktur“ des Klassenrats

2.3 Die ambivalente Rolle der Lehrkraft

2.4 Chancen und Risiken aus der empirischen Forschung zum Klassenrat und der Rolle der Lehrkraft

3.1 Reflexion über die Rolle der Lehrkraft im Spannungsverhältnis von Peerkultur und Schule

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das ambivalente Spannungsfeld, in dem sich der Klassenrat zwischen schulisch-institutionellen Erwartungen und peerkulturellen Lebenswelten bewegt, mit einem Fokus auf der Rolle der Lehrkraft. Forschungsleitend ist die Frage, wie die Lehrkraft durch eine selbstreflexive Haltung dazu beitragen kann, echte Partizipationsmöglichkeiten zu eröffnen, ohne in dominante, steuernde Rollen zurückzufallen.

  • Grundlagen der Peer-Forschung und Peerdynamiken
  • Historische und theoretische Konzepte des Klassenrats
  • Die „Doppelstruktur“ und das Dilemma zwischen Autonomie und Heteronomie
  • Empirische Befunde zu Chancen und Risiken der Klassenratspraxis
  • Transformationsprozesse der Lehrkräftehaltung zur Förderung echter Partizipation

Auszug aus dem Buch

Die „Doppelstruktur“ des Klassenrats

Die Praxis des Klassenrats ist von einem fundamentalen Dilemma, einer Widersprüchlichkeit gekennzeichnet, die (wie in Kapitel 2.4 empirisch bestätigt wird) unauflösbar scheint. Die institutionell-schulische Rahmung und das Abhängigkeits- und Verantwortungsverhältnis zur Schule, zum Unterricht und zu den Erwartungen der Lehrkraft werden in einem Spannungsverhältnis zum Peersein und zur Peerkultur gesehen (vgl. Katenbrink, 2014, S.23f.). „Sie [die Schüler und Schülerinnen] müssen gleichermaßen und oft gleichzeitig Anforderungen der Unterrichtssituation bzw. der Lehrperson und Erwartungen der Peer-Welten, das heißt der Schulklasse, der Clique und der Freundin, gerecht werden“ (Beidenstein/Jergus, 2005, S.196f.). Breidenstein und Jergus sprechen in diesem Kontext auch von einer „Doppelstruktur“ von Unterricht (ebd.). Ebendiese Doppelstruktur kann auf das Verfahren des Klassenrats übertragen werden.

Heike de Boer spricht von einem Dilemma für die Jugendlichen. Peer-Themen, die grundsätzlich distanziert sind vom schulischen Bereich, werden in ein schulisches und damit öffentliches Setting gesetzt. Sie bezeichnet dieses Phänomen als Rahmeninkongruenz. Dies führt zu einem taktisch-strategischen Verhalten der Schüler und Schülerinnen im Klassenrat (de Boer, 2006). Die Jugendlichen müssen auf der einen Seite im schulischen Setting agieren und auf der anderen Seite Imagepflege der Peers betreiben (vgl. Otto, 2014, S.56).

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Peers, Peergruppen und unterschiedliche Peer-Strukturen: Dieses Kapitel definiert Peers und Peergruppen durch Kriterien wie Gleichrangigkeit und Altersgleichheit und grenzt sie als autonome Räume von institutionell gesteuerten Gruppen ab.

2.1 Präkonzepte und Leitmotive des Klassenrats: Hier werden die historischen Vorläufer und die demokratiepädagogische Zielsetzung des Klassenrats dargestellt, der als Ort der Partizipation und Selbsttätigkeit fungieren soll.

2.2 Die „Doppelstruktur“ des Klassenrats: Das Kapitel erläutert das fundamentale Dilemma, in dem SchülerInnen gleichzeitig institutionellen Erwartungen und peerkulturellen Anforderungen gerecht werden müssen, was zu taktisch-strategischem Verhalten führt.

2.3 Die ambivalente Rolle der Lehrkraft: Die Lehrperson steht in einer "Rollenparadoxie" zwischen dem Wunsch nach Partizipationsförderung und der Notwendigkeit von Grenzsetzung, wobei sie oft ungewollt dominiert.

2.4 Chancen und Risiken aus der empirischen Forschung zum Klassenrat und der Rolle der Lehrkraft: Empirische Studien zeigen, dass der Klassenrat oft Gefahr läuft, bestehende Hierarchien fortzuschreiben oder nur als „Scheinpartizipation“ zu fungieren.

3.1 Reflexion über die Rolle der Lehrkraft im Spannungsverhältnis von Peerkultur und Schule: Dieses Kapitel plädiert für einen selbstreflexiven Prozess der Lehrkraft, um durch eine Transformation der eigenen Haltung die Partizipation der Lernenden zu stärken.

Schlüsselwörter

Klassenrat, Lehrkraft, Peerkultur, Autonomie, Heteronomie, Partizipation, Doppelstruktur, Rollenparadoxie, Konfliktbearbeitung, Demokratiepädagogik, SchülerInnen, Schulentwicklung, Selbstreflexion, Imagepflege, Mitbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Konzept des Klassenrats, insbesondere die darin eingebettete zwiespältige Rolle der Lehrkraft, die zwischen dem Anspruch auf Partizipation der Schüler und schulischer Disziplinierung steht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Peer-Forschung, demokratische Schulentwicklung, die Analyse von Interaktionsprozessen im Unterricht sowie die empirische Evaluation pädagogischer Settings.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen Peerkultur und schulischer Institution aufzuzeigen und zu reflektieren, wie Lehrkräfte durch veränderte Haltungen mehr echte Partizipation im Klassenrat ermöglichen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Literatur sowie der systematischen Auswertung empirischer, qualitativer Studien und Beobachtungen (z.B. von de Boer, Kiper, Budde).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Peergruppen, die Darstellung des Klassenrats als Konzept, das Dilemma der Doppelstruktur sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Klassenratspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Klassenrat, Partizipation, Rollenparadoxie der Lehrkraft, Autonomie/Heteronomie und Peerkultur.

Welche Rolle spielt die „Doppelstruktur“ laut der Autorin?

Die „Doppelstruktur“ beschreibt den Zwang für Schüler, gleichzeitig schulische Normen einzuhalten und ihren Status in der Peer-Gruppe durch Imagepflege zu behaupten, was den Klassenrat oft funktionalisiert.

Was bedeutet das Fazit für die pädagogische Praxis?

Das Fazit betont, dass eine wirkliche Partizipationskultur nur durch eine hochgradig reflektierte Haltung der Lehrkraft entstehen kann, die bereit ist, die eigene Steuerungsdominanz zugunsten der Lernenden abzubauen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat. Zwischen schulisch-institutionellen und peerkulturellen Lebenswelten
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Jasper Langner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
18
Katalognummer
V1297265
ISBN (eBook)
9783346761200
ISBN (Buch)
9783346761217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrerrolle Lehrkraft Klassenrat Heteronomie Autonomie Lehrkraft im Klassenrat Lehrerrolle im Klassenrat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasper Langner (Autor:in), 2022, Die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat. Zwischen schulisch-institutionellen und peerkulturellen Lebenswelten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1297265
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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