Diese Arbeit beschäftigt sich mit Recycling als Aspekt der Nachhaltigkeit.
Deutschland ist, mit 227,5 Kilogramm pro Kopf im Jahr, das am meisten Müll produzierende Mitglied der Europäischen Union. Den Anstieg haben wir weitestgehend dem Onlinehandel zu verdanken, bei dem die verbrauchten Papiere, Kartons und weitere Verpackungsmöglichkeiten einen großen Anteil am Müllaufkommen ausmachen. Insgesamt konnte ein Anteil von 18.723,2 Millionen Tonnen an Verpackungen im Jahre 2017 in Deutschland gezählt werden.
Um die immer weiter steigende Bedrohung zu stoppen, gibt es zum einen in fast jedem Haushalt Deutschlands vier verschiedene Mülltonnen zur Trennung von Müll. Hinzuzufügen ist das europaweit bekannte Symbol der Mülltrennung: „Der Grüne Punkt“, welches seit 25 Jahren auf Verpackungen aller Art seinen Platz findet. Aus diesem Grund wird Deutschland auch als „Mutterland der Mülltrennung“ bezeichnet.
In dieser Arbeit werden zunächst wesentliche Begriffe zu dem Thema „Nachhaltigkeit in der Wiederverwertung“ operationalisiert, worauf dann genauer auf das Recycling und dessen Hintergründe eingegangen wird. Zusätzlich wird analysiert, ob durch den Recyclingprozess die Nachhaltigkeit gefördert wird. Schlussendlich folgt die Erläuterung des Dualen System Deutschlands (DSD), welches eine wichtige Rolle in Bezug auf Verpackungsrecycling spielt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1. Der Begriff Nachhaltigkeit
2.2. Der Begriff Recycling beziehungsweise Wiederverwertung
3. Recycling
3.1. Arten von Recycling
3.1.1. Downcycling
3.1.2. Upcycling
3.1.3. Cradle-to-Grave und Cradle-to-Cradle
3.2. Recyclingquoten
3.2.1. Recyclingquoten von Altglas
3.2.2. Recyclingquote von Papier und Pappe
3.2.3. Recyclingquote von Plastikmüll
3.3. Recyclingverfahren
3.3.1. Altglas-Recycling
3.3.2. Altpapier-Recycling
3.3.3. Recycling von Leichtverpackungen
3.4. Vorteile des Recyclings 7
3.5. Nachteile des Recyclings
4. Müllverbrennung
5. Mülldeponie
6. Das Duale System Deutschlands
6.1. Die Entstehung
6.2. Das Konzept
6.3. Aufgaben
6.4. Kritik an den Grünen Punkt
7. Aktualität des Themas und Kritik an dem Müllverhalten Deutschlands
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Recycling als wesentlichen Aspekt der Nachhaltigkeit in Deutschland, um zu untersuchen, inwieweit Recyclingprozesse zur ökologischen Schonung beitragen und welche Rolle das Duale System dabei spielt.
- Grundlagen der Begriffe Nachhaltigkeit und Recycling
- Vergleichende Analyse verschiedener Recyclingverfahren und -arten
- Kritische Betrachtung des Dualen Systems und des „Grünen Punkts“
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Konsumverhalten und Müllaufkommen
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Downcycling
Bei dem sogenannten „Downcycling“ wird ein Stoff, der im aktuellen Zustand unbrauchbar ist, durch hohen Energieaufwand soweit bearbeitet, dass eine Weiterverarbeitung möglich ist. Allerdings besitzt der Stoff nach dem Umwandlungsprozess eine schlechtere Qualität und Verarbeitbarkeit als das Ausgangsmaterial, da eine stoffliche Abwertung stattfindet, durch welche die Eigenschaft des Anfangsstoffes nicht beibehalten werden kann. Daraus resultiert die englische Definition “Downcycling, or cascading, is the recycling of waste where the recycled material is of lower quality and functionality than the original material.” Es stellt sich die Frage, weshalb man trotz großen Energieaufwand Downcycling betreiben sollte. Der ausschlaggebende Punkt ist, dass es zu einer Verwertung kommt. „Es dient somit zur Wiederverwertung von Rohstoffen und schont auf diese Weise die Ressourcennutzung und die Umwelt.“ „Bei Kunststoff schon alleine aus dem Grund, dass dieser 400 bis 1.000 Jahre braucht, um zu verrotten. Bei der Menge an Kunststoff, die täglich produziert und auch weggeworfen wird, kommt es auf jede Flasche an, die wiederverwertet wird.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt mittels einer Metapher in die Problematik des exponentiellen Wachstums von Müll ein und erläutert die Relevanz des Themas für Deutschland.
2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Nachhaltigkeit und Recycling sowie deren historische und theoretische Grundlagen.
3. Recycling: Es werden verschiedene Recyclingarten, Quoten und Verfahren detailliert dargestellt sowie die Vor- und Nachteile des Prozesses kritisch beleuchtet.
4. Müllverbrennung: Das Kapitel behandelt die Müllverbrennung als notwendige Entsorgungsmethode für nicht recyclebare Stoffe und ihre ökologischen Folgen.
5. Mülldeponie: Hier wird die Deponierung von Abfällen als letzte Option der Entsorgung sowie deren regulatorische Einteilung erläutert.
6. Das Duale System Deutschlands: Es wird die Historie, das Konzept, die Aufgaben sowie die Kritik am Dualen System und dem Symbol „Grüner Punkt“ analysiert.
7. Aktualität des Themas und Kritik an dem Müllverhalten Deutschlands: Das Kapitel verknüpft aktuelle Entwicklungen während der Corona-Pandemie mit dem allgemeinen Müllverhalten der deutschen Bevölkerung.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Vermeidung von Müll die höchste Priorität für eine nachhaltige Zukunft aufweist.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Recycling, Wiederverwertung, Downcycling, Upcycling, Cradle-to-Cradle, Duales System, Grüner Punkt, Mülltrennung, Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung, Plastikmüll, Ressourcenschonung, Verpackungsverordnung, Umweltbelastung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Seminararbeit befasst sich mit der Rolle des Recyclings als Beitrag zur Nachhaltigkeit in Deutschland angesichts steigender Müllaufkommen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Recyclingmethoden, dem Entsorgungssystem (Duales System), der Müllverbrennung und der Deponierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu operationalisieren, wie durch den Recyclingprozess Nachhaltigkeit gefördert werden kann und das Duale System kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literatur- und Quellenanalyse, die den aktuellen Stand der Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeitsdiskussion zusammenbringt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, eine detaillierte Analyse von Recyclingformen und -verfahren sowie die Untersuchung der Müllentsorgungswege und des Dualen Systems.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung, Duales System, Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung geprägt.
Warum wird Downcycling trotz Qualitätsverlust betrieben?
Downcycling wird als eine Form der stofflichen Verwertung genutzt, um Ressourcen zu schonen, anstatt sie durch Deponierung oder Verbrennung komplett dem Kreislauf zu entziehen.
Welche Kritik äußern Kritiker am „Grünen Punkt“?
Kritiker bemängeln, dass das Symbol bei den Konsumenten für Verwirrung sorgt und zur Annahme führen kann, nur mit diesem Logo gekennzeichnete Verpackungen seien recyclebar, was die korrekte Mülltrennung untergraben kann.
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- Anonym (Autor:in), 2021, Recycling als Aspekt der Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1296920