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Waffengänge im Kinderzimmer

Wirkung und Faszination von Kriegsspielzeug

Title: Waffengänge im Kinderzimmer

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Für ‚Kriegs’spielzeug gäbe es, wenn es zu Verhaltensweisen führen sollte, auf die sein Name hinweist, in pädagogischem Sinne weder ein Für noch ein Wider, es wäre indiskutabel.

Als Kriegsspielzeug bezeichnet man Spielzeug, das den Themenkomplexen Krieg, Militär oder Waffen zugeordnet ist. In der Vergangenheit gehörten dazu vorwiegend Miniaturen von Kriegsmaschinen, wie etwa Panzer oder Flugzeuge, Soldatenfiguren (Zinnsoldaten) sowie Spielzeugwaffen.
All dies gibt es bereits seit Jahrhunderten, doch wurde die Auswahl an Kriegsspielzeug bis in die Gegenwart entscheidend erweitert. Hinzugekommen sind vor allem immer detailgetreuere Plastikfiguren samt Zubehör sowie Kriegsspiele für den Computer .
Die Meinungen zum Kriegsspielzeug änderten sich im Laufe seiner Existenz immer wieder. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen dieser Arbeit der Frage nachzugehen, welchen Einfluss das Spielen mit Kriegsspielzeug auf die Entwicklung von Kindern hat.
Dazu wird zunächst die Geschichte des Kriegsspielzeugs nachgezeichnet, wobei voranzustellen ist, dass militärisches Spielzeug jahrhundertelang zum Standardspielzeug von Kindern (vor allem von Jungen) gehörte. Auch auf die historische Instrumentalisierung, insbesondere zu Kriegszeiten, wird dabei eingegangen. Anschließend wird die Wirkung des Kriegsspielzeugs auf die Entwicklung von Kindern in den Mittelpunkt gestellt. Da mit der Frage nach der Wirkung aber noch nicht geklärt werden kann, was die eigentliche Faszination am Kriegsspielzeug ausmacht, folgt dies in einem nächsten Schritt. Psychologische Studien sollen dabei helfen, die Problematik von Wirkung und Faszination zu verstehen und gleichzeitig zu untermauern.
Abschließend werden aus den Erkenntnissen der vorhergehenden Kapitel mögliche Empfehlungen für Eltern und Politik zum Umgang mit Kriegsspielzeug abgeleitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kriegsspielzeug und seine Instrumentalisierung im Laufe der Geschichte

3 Faszination und Wirkung von Kriegsspielzeug

3.1 Wirkung von Kriegsspielzeug in der Diskussion

3.1.1 Positive Aspekte des Spielens mit Kriegsspielzeug

3.1.2 Kritik am Spielen mit Kriegsspielzeug

3.1.3 Entwicklung des Einflusses von Kriegsspielzeug in den letzten Jahrzehnten

3.2 Faszination Kriegsspielzeug

4 Umgang mit Kriegsspielzeug – Empfehlungen für Eltern und Politik?

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Spielens mit Kriegsspielzeug auf die kindliche Entwicklung sowie die Ursachen für die anhaltende Faszination dieses Spielzeugs über verschiedene Generationen hinweg. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern das Spiel als Medium der Identitätsbildung und Konfliktbewältigung fungiert und welche Rolle Eltern und gesellschaftliche Kontexte dabei einnehmen.

  • Historische Entwicklung und Instrumentalisierung von Kriegsspielzeug
  • Psychologische Wirkungsanalyse bei Kindern und Jugendlichen
  • Bedeutung von Kriegsspielzeug für die Geschlechtsidentität
  • Sozioökologische Kontexte und elterlicher Umgang mit Gewaltspielzeug

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Kritik am Spielen mit Kriegsspielzeug

Demgegenüber gerät Kriegsspielzeug seit Jahrzehnten immer wieder in die Kritik. In der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion, fasst die Jugendpsychologin Angelika Favier in ihrer Dissertation zusammen, wird Kriegsspielzeug vor allem immer wieder aus drei Blickwinkeln heraus kritisiert:

Gesellschaftskritisch-ökonomisch Argumente. Dabei wird davon ausgegangen, dass Kriegsspielzeug einem „extensive[n] Vermarktungssystem“ unterliegt und dadurch einen speziellen „Warencharakter“ erhält. Industriespielwaren werden zu „heimliche[n] Miterzieher[n]“, die Weltbilder gewissermaßen vorgeben und damit Verhaltensmuster und gesellschaftliche Werte prägen, die „unkritische Anpassung an die Realität“ fördern und damit die „Entwicklung eigenständiger und zukunftsbezogener Lebensanschauungen blockieren. Aufgrund der geschickten Vermarktung verlangen die Kinder nach immer neuem Zubehör, um weitere Spiele möglich zu machen, bewegen sich dabei aber immer im vorgegebenen Spielkontext.

Argumente zur Aneignung bestimmter Einstellungen/Verhaltensweisen. Diese Argumentationsrichtung hinterfragt besonders, ob das Spielen mit Gewaltspielzeug aggressives Verhalten fördere. Dadurch, dass das Grundthema von Science-Fiction Spielzeug immer die kämpferische Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse ist und die Ausstattung des Spielzeugs noch dazu recht martialisch daherkommt, befürchten besonders Erzieher und Eltern, dass das Spielzeug in aggressive Verhaltensweisen einübt, negative Moralvorstellungen (z. B. das Faustrecht des Stärkeren) und alte Rollenmuster unterstützt und in seiner ästhetischen Ausstattung nicht kindgemäß ist.

Argumente in Hinblick auf den Medienverbund. Kritik zielt auch auf die Einbettung des Spielzeugs in den Medienverbund. Damit ist gemeint, dass das Spiel mit Kriegsspielzeug nicht mehr das erzeuge, was im Leben des Kindes später einmal Wirklichkeit werden kann. Es werde nur noch das im Film Gesehene auf die Wirklichkeit des Spiels übertragen. Allerdings suchen sich Kinder auch bestimmte „brauchbare Stücke“ aus der Vorgabe durch die Medien und geben ihnen einen eigenen Sinn, indem sie z. B. Themen aufgreifen, die für sie wichtige Auseinandersetzungspunkte darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Themenkomplex Kriegsspielzeug und skizziert die historische sowie aktuelle gesellschaftliche Diskussion über dessen Legitimität und Wirkung auf Kinder.

2 Kriegsspielzeug und seine Instrumentalisierung im Laufe der Geschichte: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Wandel von der Nutzung als elitäres Erziehungsinstrument hin zur massenmedialen Ware und der ideologischen Vereinnahmung im Kaiserreich und Nationalsozialismus nach.

3 Faszination und Wirkung von Kriegsspielzeug: Der Hauptteil analysiert kontroverse Forschungsansätze zur Wirkung, differenziert zwischen positiven Aspekten der Konfliktbewältigung und gesellschaftskritischer Kritik, und beleuchtet die kindliche Faszination.

4 Umgang mit Kriegsspielzeug – Empfehlungen für Eltern und Politik?: Hier werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die den Fokus von Verboten auf die kontextuelle Bedeutung, die Begleitung durch Bezugspersonen und die Verantwortung von Eltern und Politik verschieben.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass Kriegsspielzeug nicht isoliert als schädlich zu betrachten ist, sondern als ein komplexer Faktor in der kindlichen Entwicklung fungiert, der weitere Forschung, insbesondere zu digitalen Medien, erfordert.

Schlüsselwörter

Kriegsspielzeug, Kindliche Entwicklung, Sozialisation, Aggression, Faszination, Geschlechtsidentität, Rollenbilder, Spielwarenindustrie, Konfliktbewältigung, Pädagogik, Medienverbund, Sozioökologischer Kontext, Erziehung, Militarisierung, Spielphantasie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Kriegsspielzeug, seine historische Instrumentalisierung sowie seine Rolle in der Entwicklung von Kindern unter Berücksichtigung psychologischer und gesellschaftlicher Aspekte.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die historische Einordnung, die Frage nach der aggressionsfördernden oder identitätsstiftenden Wirkung, die Bedeutung der Geschlechtsidentität bei Jungen sowie die elterliche Verantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Einfluss des Spielens mit Kriegsspielzeug auf die Entwicklung von Kindern zu bestimmen und zu klären, warum dieses Spielzeug trotz häufiger Ablehnung durch Erwachsene eine ungebrochene Faszination ausübt.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Studien, insbesondere auf die Arbeiten von Angelika Favier, Gisela Wegener-Spöhring und Hans Mieskes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine kritische Diskussion der Wirkungsforschung sowie eine Untersuchung der Faszination für Kriegsspielzeug als Ausdruck der Geschlechtsidentität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kriegsspielzeug, Identitätsbildung, Sozialisation, Spielphantasie, Aggressivität und sozioökologischer Kontext.

Warum fordern die Autoren keine generellen Verbote von Kriegsspielzeug?

Die Autoren argumentieren, dass Verbote nicht zielführend sind, da Kriegsspielzeug oft als notwendiges Medium zur Auseinandersetzung mit der Realität oder zur Stabilisierung der Geschlechtsidentität dient und der Kontext des Spiels entscheidender ist als das Spielzeug selbst.

Welche Rolle spielen Väter bei der Geschlechtersozialisation laut der Analyse?

Männliche Bezugspersonen fungieren als Vorbilder, deren Einstellungen und Verhaltensweisen die Ausbildung von Geschlechtsrollen stärker prägen als das Spielzeug oder Medien allein.

Was ist mit dem Begriff der "balancierten Aggressivität" gemeint?

Er beschreibt die Fähigkeit von Kindern, aggressive Inhalte in einer „So-tun-als-ob“-Ebene spielerisch zu kanalisieren, ohne dass es zu zerstörerischen, realen Aggressionen kommt.

Inwiefern hat sich die Wahrnehmung von Kriegsspielzeug in den letzten Jahrzehnten verändert?

Studien deuten auf eine zunehmende Sprachlosigkeit der Kinder hin, die das Spiel oft nicht mehr begründen können, sowie auf eine stärkere Einbettung in einen medienbasierten Konsumkontext, was die pädagogische Einschätzung erschwert.

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Details

Title
Waffengänge im Kinderzimmer
Subtitle
Wirkung und Faszination von Kriegsspielzeug
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Kriege im Spiegel der (Massen-)Medien: Schrecken und Faszination von Waffengängen
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V129536
ISBN (Book)
9783640357994
ISBN (eBook)
9783640358465
Language
German
Tags
Waffengänge Kinderzimmer Wirkung Faszination Kriegsspielzeug
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Waffengänge im Kinderzimmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/129536
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