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Die Entstehung und Wandlung von Phrasemen aus Kriegszeiten

Title: Die Entstehung und Wandlung von Phrasemen aus Kriegszeiten

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Stefanie Gerrits (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Wandlung von Phrasemen, die während Kriegszeiten entstanden sind und bis heute genutzt werden.

,,Ich gehe kurz nach dem Rechten schauen‘‘ - ,,Mach das. Wenn etwas passiert, kommen wir in Teufels Küche.‘‘
Redewendungen wie aus diesem Gesprächsausschnitt verwenden wir täglich. Sie spielen eine große Rolle in unserem Alltag, denn durch sie können wir vorgefestigte Phrasen nutzen, deren Bedeutung den meisten bewusst ist, und die manchmal besser Gedanken ausdrücken können, als man es in dem Moment selbst vermocht hätte. Sie spiegeln den kulturellen Geist und Sprechweisen der Gesellschaft zu der Zeit wider. Doch nicht jede verbreitete Wortverbindung ist ein Phrasem – von denen diese Hausarbeit handelt.

Phraseme sind feste, aus mehreren Wörtern bestehende Wortkonstruktionen, die gesellschaftlich bekannt und gebräuchlich sind, und über die Bedeutung einzelner Wörter hinausgehen. Von der Allgemeinheit wird der Begriff ‘Sprichwörter‘ oft als Synonym genutzt, doch diese sind von Phrasemen zu differenzieren. ,, Sprichwörter werden in der Regel als feste Satzkonstruktion mit lehrhafter Tendenz zitiert‘‘ (Palm 1995). Palm zählt Sprichwörter aber aufgrund ihrer Verbreitung und Festigkeit zu ,,Phrasemen im weiten Sinne‘‘. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phraseme – Begriffserklärung

3. Eigenschaften von Phraseologismen

3.1 Polylexikalität

3.2 Festigkeit

3.3 Idiomatizität

4. Entstehung von Phrasemen

4.1 Metaphorisierung

4.2 Metonymisierung

4.3 Somatismen

5. Phraseme aus Kriegszeiten

5.1 Sich am Riemen reißen

5.2 Nur Bahnhof verstehen

5.3 Dicke Luft

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und den semantischen Bedeutungswandel von festen Wortverbindungen, die ihren Ursprung in Kriegszeiten haben und bis in die Gegenwart in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind.

  • Grundlegende Definition und Abgrenzung von Phraseologismen.
  • Analyse der wesentlichen Merkmale: Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität.
  • Erörterung von Entstehungsmechanismen wie Metaphorisierung und Metonymisierung.
  • Konkrete Fallbeispiele für die sprachliche Entwicklung historisch geprägter Redewendungen.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen ursprünglicher militärischer Verwendung und heutigem (zivilen) Gebrauch.

Auszug aus dem Buch

5.2 Nur Bahnhof verstehen

Zu Anfang herrschte während des Ersten Weltkrieges freudige Stimmung. Junge Soldaten waren, hauptsächlich ausgelöst durch entsprechende Propaganda (vgl. Redensartenindex), aufgeregt und stolz. Doch als sie realisierten, dass kein baldiges Ende in Sicht war, vergrößerte sich der Drang nach Hause und zurück zu ihren Familien zu gelangen. „Dabei wurde der Bahnhof zu einem Symbol der kriegsmüden Soldaten, das die baldige Heimkehr bedeutete. Alle Gespräche, die ein anderes Thema zum Inhalt hatten, wurden mit dem Satz 'Ich verstehe nur Bahnhof' abgebrochen“ (Redensartenindex). Die Entstehung wurde durch die Tatsache beeinflusst, dass Soldaten mit den Zügen zurück in ihre Heimat kamen, die auf dem Hinweg Lieferungen gebracht haben, auf dem Rückweg Soldaten mitnahmen. Der Bahnhof spiegelte somit die Heimat wider.

Auch in der heutigen Zeit wird mit diesem Phrasem ausgedrückt, dass jemand etwas nicht versteht. Jedoch wandelte sich das ‚nicht verstehen wollen‘, zu der Tatsache, dass ein Thema oder eine Situation tatsächlich nicht verstanden wird. Unterstützt wird diese Annahme durch die Abwesenheit von dem Verb wollen (Beispielsweise für „Er will nur Bahnhof verstehen“), im Gegensatz dazu die Anwesenheit von Laien, meisten, viele und vermutlich bei den meist genutzten Verbindungen zwischen dem Phrasem und weiteren Wörter. Diese stehen in kaum einem Zusammenhang zu tatsächlichen Gefahrensituationen.

Beeinflusst wurde diese Wandlung vermutlich durch die herrschende Lautstärke an Bahnhöfen und damit eine oft vorkommende akustische Unverständlichkeit. Damit stand der Bahnhof für zwei Begebenheiten: die akustische Unverständlichkeit und für den Zug bzw. den Weg in die Heimat. Somit handelt es sich um eine Teil-Ganzes-Beziehung und den Mechanismus der Metonymisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Phraseologie und Darlegung des Forschungsinteresses an kriegsgeschichtlich bedingten Redewendungen.

2. Phraseme – Begriffserklärung: Theoretische Definition von Phrasemen und Abgrenzung zu anderen festen Wortverbindungen sowie Sprichwörtern.

3. Eigenschaften von Phraseologismen: Detaillierte Analyse der sprachwissenschaftlichen Kriterien Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität.

4. Entstehung von Phrasemen: Vorstellung der Mechanismen der Sprachwandlung, die zur Bildung neuer fester Ausdrücke führen.

5. Phraseme aus Kriegszeiten: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf spezifische historische Redewendungen wie „Sich am Riemen reißen“ oder „Dicke Luft“.

6. Zusammenfassung und Fazit: Rückblick auf die Ergebnisse sowie kritische Auseinandersetzung mit der Forschungslage und den begrifflichen Kontroversen.

Schlüsselwörter

Phraseologie, Phraseme, Sprachwandel, Kriegszeiten, Metaphorisierung, Metonymisierung, Idiomatizität, Festigkeit, Polylexikalität, Sprachgeschichte, Redewendungen, Semantik, Kommunikation, historische Linguistik, Sprachgebrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehungsweisen und den Wandel von Phrasemen, die ihren Ursprung in Kriegszeiten haben und heute fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Definition der Phraseologie, die Analyse der Haupteigenschaften von Phraseologismen und die historische Herleitung ausgewählter Redewendungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Ursprung und die Entwicklung von Redewendungen aus Kriegszeiten darzustellen und deren heutige Verwendung im sprachlichen Alltag zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, ergänzt durch die Untersuchung von Korpusdaten (Cosmas II) und den Vergleich mit historischen Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Eigenschaften von Phrasemen und einen empirischen Teil, der bekannte Beispiele wie „Dicke Luft“ oder „Nur Bahnhof verstehen“ analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Phraseologie, Metaphorisierung, Metonymisierung, Idiomatizität sowie historische Sprachwandlung.

Warum wird der Begriff „Bahnhof“ mit Nichtverstehen assoziiert?

Historisch entsprang dies dem Wunsch der Soldaten nach Heimkehr; der Bahnhof symbolisierte das Ziel der Reise, weshalb Gespräche, die nicht das Heimweh oder die Heimkehr betrafen, abgebrochen wurden.

Wie hat sich die Bedeutung von „Dicke Luft“ gewandelt?

Ursprünglich eine Beschreibung der physischen Luftverschmutzung durch Kriegsgase, entwickelte sich der Ausdruck zu einem metaphorischen Begriff für eine zwischenmenschlich angespannte Stimmung.

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Details

Title
Die Entstehung und Wandlung von Phrasemen aus Kriegszeiten
College
University of Trier
Course
Semantiktheorien
Grade
3,0
Author
Stefanie Gerrits (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V1294356
ISBN (eBook)
9783346758064
ISBN (Book)
9783346758071
Language
German
Tags
entstehung wandlung phrasemen kriegszeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Gerrits (Author), 2020, Die Entstehung und Wandlung von Phrasemen aus Kriegszeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1294356
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