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Reisen als Symbol der Zugänglichkeit der Welt und der Selbstbestimmung des Individuums im Volksbuch "Fortunatus"

Title: Reisen als Symbol der Zugänglichkeit der Welt und der Selbstbestimmung des Individuums im Volksbuch "Fortunatus"

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Bittmann (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Was wir heutzutage unter Urlaub verstehen, hat seine Ursprünge vor einigen hundert Jahren. Das Reisen als Zeitvertreib, aus Neugier und zur Erholung ist eindeutig ein neuzeitlicher Brauch, denn Reisen galt im Mittelalter als beschwerlich und hatte mit unserer Vorstellung davon wenig zu tun. Man kann sich in etwa ein Bild davon machen, wie viele Jahre jemand unterwegs war, der im glücklichsten Fall mit dem Schiff, ansonsten auf Pferden, Eseln, Ochsen oder sogar zu Fuß Europa erkundete. Ungleich bedeutender wirkt sich eine Reise daher auf den Reisenden im Mittelalter oder der frühen Neuzeit aus. Wie aber wurde ein solcher von seinen Zeitgenossen wahrgenommen? Was bedeutete der Aufbruch in fremde Länder, die Entfernung von der Heimat für die Menschen im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit?
Als beispielhafte Literatur steht dabei das Volksbuch „Fortunatus“ in dieser Arbeit im Mittelpunkt. Zuerst wird hierzu das Reisen in den mittelalterlichen Kontext eingeordnet.
In Bezug auf die Hauptfigur des Romans soll schließlich erörtert werden, inwiefern Reisen der Selbstverwirklichung und -bestimmung des Fortunatus dient.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Bedeutung von Reisen im Mittelalter

Reisen als Symbol der Zugänglichkeit der Welt und der Selbstbestimmung des Individuums

Die erste Reise: Flucht vor der Armut

Die zweite Reise: Fortunatus als reicher Weltenbummler

Die dritte Reise: Flucht vor Langeweile und Alltag

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Volksbuch „Fortunatus“ und analysiert, inwiefern Reisen als Symbol für die Erschließung der Welt sowie als Mittel zur Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung der Hauptfigur dienen.

  • Historischer Kontext des Reisens im Mittelalter
  • Die Entwicklung der Hauptfigur Fortunatus durch verschiedene Reisephasen
  • Die Rolle des Reichtums (Glückssäckel) als Bedingung und Grenze der Freiheit
  • Das Spannungsfeld zwischen weltlicher Erfahrung und gesellschaftlichem Versagen
  • Die Wandlung von der naiven Flucht zur zielgerichteten Weltaneignung

Auszug aus dem Buch

Die erste Reise: Flucht vor der Armut

So muss Fortunatus mit achtzehn Jahren die Heimat Famagusta auf Zypern verlassen, da der Vater sein gesamtes ererbtes Hab und Gut verspielt und verschwendet hat:

[Theodorus] het sein junge tag unnützlich verzert / unnd ward so arm das er weder knecht noch magt vermocht und musst die gut fraw Graciana selber kochen unnd waschenn als ain armes verkaufftes weib.10

Voller Verständnis und guten Mutes nimmt der Sohn Fortunatus diese Situation an und ist der Meinung, dass noch vil glüks in dieser welt [ist].11 Obwohl er kund nichts dann ploß ainen namen schreiben und lesen12 lässt er sich nicht aufhalten und verlässt, ohne das Wissen der Eltern, seine Heimat mit einem flandrischen Grafen, dem er sich als Diener unterstellt. Es ist bemerkenswert, mit welchem Selbstbewusstsein Fortunatus sich hier aus dem bisher so sicheren Heim entfernt. Kein Gedanke kommt auf ans Scheitern in der Ferne. Dabei ist, besonders im Mittelalter, das Reisen geprägt von der Aufgabe von Sicherheiten für Leib und Leben.13 Dass der Grund für seine Sorglosigkeit Naivität und Unwissenheit sind, wird auf dieser ersten Reise, spätestens in London, aber auch schon im Zusammenspiel mit den anderen Knechten des flandrischen Grafen und besonders dem gerissenen, und Fortunatus überlegenem, Rupert, klar.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Reisens als Ausdruck von Freiheit und Distanzierung vom Alltag im historischen Kontext des Volksbuchs „Fortunatus“.

Die Bedeutung von Reisen im Mittelalter: Darstellung der mittelalterlichen Reisebedingungen, die von Gefahr, Entbehrung und der Notwendigkeit des Schutzes durch soziale Gruppen geprägt waren.

Reisen als Symbol der Zugänglichkeit der Welt und der Selbstbestimmung des Individuums: Einordnung des Werkes als einer der ersten neuzeitlichen Romane und Einführung der drei motivierten Reiseabschnitte des Protagonisten.

Die erste Reise: Flucht vor der Armut: Analyse der erzwungenen Abreise des Protagonisten und seiner naiven Erfahrungen, die ihn an den Rande des Hungertods führen.

Die zweite Reise: Fortunatus als reicher Weltenbummler: Untersuchung des Einflusses von Reichtum auf die Reiseerfahrung und wie Fortunatus durch materielle Mittel eine neue, aber ambivalente Freiheit erlangt.

Die dritte Reise: Flucht vor Langeweile und Alltag: Betrachtung der finalen Reisephase, in der Fortunatus trotz erreichten Wohlstands eine innere Unerfülltheit verspürt und den Orient bereist.

Fazit: Resümee über die Erkenntnis des Protagonisten, dass Reichtum und Weltwissen nicht vor dem Tod schützen und ein glückliches Leben letztlich nicht käuflich ist.

Schlüsselwörter

Fortunatus, Volksbuch, Reisen, Mittelalter, Welterfahrung, Selbstbestimmung, Glückssäckel, Armut, Reichtum, Identität, Weltaneignung, Literaturwissenschaft, Neuzeit, Wanderung, Lebenssinn

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Volksbuch „Fortunatus“ unter dem Fokus, wie das Reisen die Hauptfigur in ihrer Selbstbestimmung und Weltaneignung beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die historische Bedeutung des Reisens, das Verhältnis von Geld und sozialer Identität sowie die persönliche Entwicklung des Protagonisten im Kontrast zur materiellen Absicherung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den Reisen des Fortunatus und seinem Streben nach Selbstverwirklichung kritisch zu hinterfragen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die das Volksbuch in den historischen Kontext der mittelalterlichen Reiseliteratur einbettet und durch Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung der drei Lebens- und Reiseabschnitte des Fortunatus, von der Armut über den durch Reichtum geprägten Aufstieg bis hin zur Suche nach Sinn im Alter.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Typische Schlüsselbegriffe sind „Fortunatus“, „Reisen“, „Glückssäckel“, „Selbstbestimmung“ und „Welterfahrung“.

Warum spielt der „Glückssäckel“ eine so entscheidende Rolle für Fortunatus?

Der Säckel ermöglicht ihm die Freiheit zu reisen und sich gesellschaftlich zu etablieren, entmündigt ihn jedoch gleichzeitig, da er für Erfolg zunehmend von diesem materiellen Mittel abhängig wird.

Wie entwickelt sich Fortunatus im Laufe seiner drei Reisen?

Fortunatus wandelt sich vom naiven, flüchtenden Jüngling hin zu einem erfahrenen Weltenbummler, der am Ende seines Lebens jedoch erkennt, dass materielle Erfolge und Weltwissen gegenüber dem Tod bedeutungslos sind.

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Details

Title
Reisen als Symbol der Zugänglichkeit der Welt und der Selbstbestimmung des Individuums im Volksbuch "Fortunatus"
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,7
Author
Daniel Bittmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V129293
ISBN (Book)
9783640380220
ISBN (eBook)
9783640380442
Language
German
Tags
Reisen Symbol Zugänglichkeit Welt Selbstbestimmung Individuums Volksbuch Fortunatus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Bittmann (Author), 2007, Reisen als Symbol der Zugänglichkeit der Welt und der Selbstbestimmung des Individuums im Volksbuch "Fortunatus", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/129293
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