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Schülersprache im Nationalsozialismus

Versuch einer Beschreibung

Titel: Schülersprache im Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 2

Autor:in: Jan Henrik Ehrhardt (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die letzten Jahrzehnte haben auf dem Gebiet der deutschen Jugendsprachforschung erhebliche Fortschritte gebracht. Jedoch gibt es noch immer Lücken, die es zu schließen gilt. Vor allem die Zeit der national-sozialistischen Diktatur 1933-1945 ist auf diesen sprachwissenschaftlichen Aspekt hin bis heute nur unzureichend untersucht worden. Dabei lassen sich zahlreiche Fragen stellen:
Gab es eine spezifische Schülersprache in jener Zeit? Welchen Einflüssen unterlag sie? Gab es Formen sprachlichen Widerstandes?
Diese Arbeit erhebt keineswegs den Anspruch Antworten auf diese Fragen zu geben. Sie soll vielmehr als Vorarbeit für eine gezielte Quellenarbeit dienen, die unerlässlich für die weitere Untersuchung des Forschungsgegenstandes ist. Die Arbeit will versuchen, an Hand weniger Beispielen mögliche Einflüsse auf eine eventuell existierende Schülersprache im Nationalsozialismus aufzuzeigen und dadurch Hinweise auf Quellen zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsübersicht

1.2 Quellenübersicht

2. Geschichte der Hitlerjugend

3. Einflussfaktoren auf die Schülersprache im Nationalsozialismus

3.1 Schülersprachen der Weimarer Republik

3.2 Sprache der Hitlerjugend

3.3 Sprache des Militärwesens

3.4 Formen des Sprachlichen Widerstands

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der Schülersprache während des Nationalsozialismus. Ziel ist es, unter schwieriger Quellenlage ein theoretisches Modell zu entwickeln, um zu prüfen, ob sich zwischen 1933 und 1945 eine abgrenzbare und spezifische Jugendsprache herausgebildet hat, die maßgeblich durch ideologische und institutionelle Faktoren beeinflusst wurde.

  • Historische Rolle und Einfluss der Hitlerjugend auf den Alltag Jugendlicher.
  • Einfluss der NS-Propaganda und ideologisch geprägter Sprache auf den Sprachgebrauch.
  • Militärische Prägung der Sprache durch vormilitärische Ausbildung.
  • Analyse von Quellenarten zur Erforschung historischer Jugendsprachen.
  • Abgrenzung zwischen offizieller Staatssprache und informellem Sprachgebrauch.

Auszug aus dem Buch

3.2 Sprache der Hitlerjugend

Mit der „Gleichschaltung“ aller Jugendorganisationen im Deutschen Reich und dem Wachsen der HJ wird auch der sprachwandlerische Einfluss der Kategorien 2 und 3 gestiegen sein. Die Propaganda der Nationalsozialisten war alltäglich präsent. Durch den Einsatz verschiedenster Medien wurde eine beinahe vollständige Abdeckung erreicht. Sowohl Radio, als auch Wochenschausendungen, Plakate, als auch Schulbücher verbreiteten Anschauung und Weltbild des Nationalsozialismus. Aber auch der Schulunterricht beinhaltete Elemente dieser Propaganda.

Grundsätzlich muss die Frage gestellt werden, ob ein Lexem eindeutig als schülersprachlich klassifiziert werden kann. Der Fundort darf nicht alleiniges Kriterium sein. Auch die Kategorien, die in dieser Arbeit eingeführt wurden, können mehrdeutige Lexeme enthalten. Zwar haben verschiedene Varietäten Einfluss auf die Schülersprache, jedoch begrenzt sich ihre Wirkung nicht auf diese. Insbesondere die Sprache der NS-Propaganda, sofern sie sich nicht speziell an Jugendliche richtete, war, wie auch die Sprache des Wehrwesens, allgemein stark präsent. Dies ist bei der Beurteilung dieser Einflüsse zu berücksichtigen.

Eine Schülersprache ist nie homogen, sie weist immer regionale, geschlechts- und altersabhängige Unterschiede auf. Dies wird auch in der Zeit des Nationalsozialismus der Fall sein, aber es tritt hier ein besonderer Fall auf: Die Existenz einer- möglicherweise- einenden Basis. Durch die Organisierung der Jugend in Form der HJ entstand eine verhältnismäßig einheitliche Grundlage der Sprache der Jugendlichen. Es ist anzunehmen, dass man eine Sprache der HJ definieren kann, die reichsweit gleiche Bestandteile besaß. Durch die Mitgliederschaft von Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten trat ein Sprachkontakt auf, der sonst vielleicht selten war. Zudem könnte sie, durch Fahrten und Treffen, eine ausgleichende Wirkung besitzen, da sich regelmäßig HJ-Einheiten aus verschiedenen Gebieten des Deutschen Reichs trafen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ideologische Vereinnahmung der deutschen Jugend durch den Nationalsozialismus und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Existenz einer spezifischen Schülersprache zwischen 1933 und 1945.

2. Geschichte der Hitlerjugend: Dieses Kapitel zeichnet den organisatorischen Wandel der Hitlerjugend von einer Parteiformation zur staatlich verankerten Jugendorganisation nach und erläutert deren wachsende Bedeutung für die Erziehung und Überwachung.

3. Einflussfaktoren auf die Schülersprache im Nationalsozialismus: Das Kapitel kategorisiert die verschiedenen Einflüsse auf die Sprache der Jugendlichen, darunter Traditionen aus der Weimarer Zeit, NS-Propaganda, militärische Fachsprache und Ansätze sprachlichen Widerstands.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion einer historischen Schülersprache aufgrund mangelnder Datenlage und skizziert notwendige methodische Schritte für zukünftige Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Schülersprache, Hitlerjugend, HJ, Erziehung, Sprachgebrauch, Propaganda, Militärsprache, Soldatensprache, Jugendorganisation, Sprachwandel, Weimarer Republik, Quellenlage, Ideologie, Sprachliche Widerstandsformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob sich unter der Herrschaft des Nationalsozialismus eine spezifische, abgrenzbare Schülersprache entwickelt hat, die sich von anderen Sprachvarianten unterscheidet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Rolle der Hitlerjugend als Erziehungsinstitution, der Einfluss von NS-Propaganda, militärische Einflüsse auf die Sprache und die methodischen Herausforderungen bei der Quellenarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob in Deutschland zwischen 1933 und 1945 eine abgrenzbare Schülersprache existierte und welche Merkmale diese aufgewiesen haben könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytisch-historischen Ansatz, um Kategorien sprachlicher Einflüsse zu bilden und diese anhand der verfügbaren (jedoch lückenhaften) Quellenlage zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung historischer Kontinuitäten, die Analyse der Sprache der Hitlerjugend und des Militärwesens sowie die Identifikation von Ansätzen für sprachlichen Widerstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Schülersprache, Erziehung, Propaganda sowie die Differenzierung zwischen Militär- und Soldatensprache.

Wie bewertet der Autor die Quellenlage zur Schülersprache?

Der Autor stuft die Datenlage als äußerst schwierig und lückenhaft ein, da keine zeitgenössischen Wörterbücher für diese spezifische Jugendsprache existieren und Quellen oft erst spät oder aus staatlicher Sicht dokumentiert wurden.

Warum wird die Hitlerjugend als zentraler Einflussfaktor hervorgehoben?

Aufgrund des hohen Organisationsgrades und der Alltagsbedeutung des Dienstes in der Hitlerjugend wird angenommen, dass sie eine verhältnismäßig einheitliche sprachliche Basis unter Jugendlichen geschaffen hat.

Welche Rolle spielt der militärische Fachjargon?

Militärische Begriffe und die sogenannte Soldatensprache fanden durch die vormilitärische Ausbildung in der HJ und den Einfluss der Wehrmacht Eingang in den Sprachschatz der Jugendlichen.

Was ist mit sprachlichem Widerstand gemeint?

Hierbei geht es um Jugendliche, die sich durch Abweichungen, den Konsum ausländischer Medien oder Spott der staatlich verordneten Sprache entzogen, wobei diese Gruppe schwer wissenschaftlich zu erfassen ist.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schülersprache im Nationalsozialismus
Untertitel
Versuch einer Beschreibung
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Germanistisches Seminar)
Veranstaltung
Deutsche Studenten- und Schülersprache in Geschichte, Gegenwart und Deutschunterricht
Note
2
Autor
Jan Henrik Ehrhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V128850
ISBN (Buch)
9783640350193
ISBN (eBook)
9783640350483
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schülersprache Nationalsozialismus Jugendsprache Gruppensprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Henrik Ehrhardt (Autor:in), 2009, Schülersprache im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/128850
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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