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Wirkt Rechtspopulismus ansteckend?

Titel: Wirkt Rechtspopulismus ansteckend?

Hausarbeit , 2021 , 29 Seiten , Note: 1

Autor:in: Jascha Borrey (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der in der Politikwissenschaft diskutierten "Ansteckungsgefahr" des Rechtspopulismus auseinander.

Anhand einer computerbasierten quantitativen Textanalyse wird die These der Ansteckungsgefahr im Hinblick auf das deutsche Parteiensystem untersucht, nach Erarbeitung eines theoretischen Rahmens folgt eine Analyse der Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien hinsichtlich Wörtern, die einen klaren Bezug zum Konzept des Rechtspopulismus haben. Abschließend werden Ergebnisse und Methodik diskutiert.

Mit Beginn der 1970er Jahre trat dem europäischen Parteiensystem ein neues Mitglied hinzu: die sogenannten „Rechtspopulisten“. Anfangs noch als vorübergehende Protesterscheinung abgetan, etablierten sie sich in vielen Ländern als feste politische Kraft, zogen in die Parlamente ein und feierten zum Teil spektakuläre Wahlerfolge. Während man der Bundesrepublik Deutschland dem Rechtspopulismus gegenüber lange Zeit eine gewisse Immunität attestierte, widerspricht der Einzug der Alternative für Deutschland (AfD) mit 12.6% bei der Bundestagswahl 2017 auch dieser Hoffnung. Ein Verschwinden der Partei scheint auch nach der Bundestagswahl 2021, bei dem sie 10.3% der Stimmen erhielt, weiterhin unwahrscheinlich.

Ist die Programmatik der im Bundestag vertretenen Parteien seit dem Aufstieg der AfD ab dem Jahre 2014 populistischer geworden? Suggeriert die computerbasierte quantitative Textanalyse nach Pauwels einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg der AfD und der Zunahme populistischer Inhalte in den Parteiprogrammen der anderen Parteien und stellt die Methode überhaupt ein geeignetes Messverfahren dar?

Die Arbeit stützt sich hierbei auf die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien für die Europawahlen 2014 und 2019 sowie für die Bundestagswahlen 2017 und 2021.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Methodik

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Definition „Populismus“

2.2 Definition „Rechtspopulismus“

2.2.1 Vertikale Dimension

2.2.2 Horizontale Dimension

3. Konstruktion des Wörterbuches

3.1 Themenfelder

3.1.1 Europapolitik

3.1.2 Medienpolitik

3.1.3 Migrations- und Asylpolitik

3.1.4 Sicherheitspolitik

3.1.5 Familienpolitik

3.1.6 Bildungspolitik

3.2 Wörterbuch

4. Durchführung

4.1 Ergebnis

4.2 Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Rahmen einer computerbasierten quantitativen Textanalyse, ob sich die Programmatiken von im Bundestag vertretenen Parteien seit dem Aufstieg der AfD im Jahr 2014 populistischen Inhalten angenähert haben, um mögliche Ansteckungseffekte zu identifizieren.

  • Entwicklung und Messung populistischer Rhetorik in Wahlprogrammen
  • Analyse der Übernahme populistischer Positionen durch etablierte Parteien
  • Konstruktion eines Wörterbuchs für Populismus und Rechtspopulismus
  • Vergleich der Populismus-Werte über verschiedene Wahljahre (2014-2021)
  • Einordnung der Ergebnisse unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Gütekriterien

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition „Populismus“

Die Messung eines Phänomens ist immer abhängig von seiner Definition. Aus dieser leiten sich die Untersuchungseinheiten, in diesem Fall Wahlprogramm, für die textanalytische Untersuchung ab. Wahlprogramme eignen sich als Untersuchungseinheiten, wenn Populismus als Ideologie oder Diskursstil definiert ist.

Die vorliegende Arbeit folgt hierbei dem Ansatz Cas Mudde’s, der das Phänomen des Populismus in seiner wohl einflussreichsten Definition als sogenannte „thin-centred ideology“ charakterisiert hat. Ihm zufolge ist für jede Form des Populismus ein dualistisches Weltbild charakteristisch, das die Welt in ein moralisch integres Volk sowie eine korrupte Elite unterteilt. Beide sieht es jeweils als homogene Einheit an, die sich in einem antagonistischen Spannungsverhältnis gegenüberstehen. Dabei soll die Politik für die Durchsetzung des Gemeinwillens sorgen. Die Verwirklichung des Gemeinwillens ist jedoch nicht möglich, da moralisch korrumpierte Elite gegen die Interessen des Volkes arbeitet. An ihrer Stelle soll der Populist treten, der sich aufgrund seines moralischen Alleinvertretungsanspruchs als einziger glaubwürdig für die Durchsetzung des Gemeinwillens einsetzen kann. Gleichzeitig spricht er allen anderen vermeintlichen Repräsentanten des Volkes die Legitimation ab. Konsequenterweise treten Populisten für direkt-demokratische Elemente und Volksabstimmungen sein, bei denen der Gemeinwille unmittelbar artikuliert werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Methodik: Erläuterung der quantitativen Textanalyse als computerbasiertes Verfahren und die Notwendigkeit der Definition von Phänomenen für ein systematisches Wörterbuch.

2. Theoretischer Rahmen: Theoretische Herleitung der Begriffe „Populismus“ sowie „Rechtspopulismus“ anhand der vertikalen und horizontalen Dimension ihrer Ideologie.

3. Konstruktion des Wörterbuches: Detaillierte Festlegung relevanter Themenfelder und Zusammenstellung der Wörterbuchbegriffe zur Erfassung von Populismus und Rechtspopulismus.

4. Durchführung: Beschreibung der praktischen Anwendung des Programms „Yoshikoder“ sowie die anschließende Präsentation und kritische Diskussion der erhobenen Messergebnisse.

Schlüsselwörter

Populismus, Rechtspopulismus, quantitative Textanalyse, Wahlprogramme, AfD, Parteienwettbewerb, Ansteckungsgefahr, thin-centred ideology, politische Kommunikation, Inhaltsanalyse, Demokratie, Diskurs, Migrationspolitik, Parteienforschung, Wahlkampf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob etablierte Parteien in ihren Wahlprogrammen aufgrund des Aufstiegs der AfD populistische oder rechtspopulistische Rhetorik übernehmen, um auf Wählerverluste zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt zentrale politische Bereiche wie Europapolitik, Medienpolitik, Migrations- und Asylpolitik, Sicherheitspolitik, Familienpolitik und Bildungspolitik ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob die Programmatik der im Bundestag vertretenen Parteien seit 2014 populistische Züge angenommen hat und ob hierbei eine „Ansteckungsgefahr“ durch die AfD nachweisbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine computerbasierte quantitative Textanalyse mittels des Programms „Yoshikoder“ und eines selbst konstruierten Wörterbuchs.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Analyse behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Populismus, der Konstruktion eines spezifischen Wörterbuchs anhand von Themenfeldern und der Auswertung der Parteiprogramme von 2014 bis 2021.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Populismus, Rechtspopulismus, quantitative Textanalyse, Wahlprogramme, Ansteckungseffekt und Regressionsanalyse der politischen Diskurse sind zentrale Begriffe.

Wie definiert die Arbeit den „Rechtspopulismus“ im Vergleich zum allgemeinen Populismus?

Rechtspopulismus wird als eine Erweiterung des populistischen „Volk-Elite“-Gegensatzes verstanden, die zusätzlich eine „Wir-Andere“-Dimension (horizontal) umfasst, welche oft nativistisch geprägt ist.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der „Ansteckungsgefahr“?

Die Arbeit stellt fest, dass eine allgemeine Zunahme rechtspopulistischer Rhetorik in den untersuchten Parteiprogrammen nicht eindeutig nachweisbar ist und die gewählte Methode bei der Definition von „Rechtspopulismus“ methodische Probleme aufwirft.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirkt Rechtspopulismus ansteckend?
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1
Autor
Jascha Borrey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
29
Katalognummer
V1287096
ISBN (eBook)
9783346744029
ISBN (Buch)
9783346744036
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rechtspopulismus Textanalyse Populismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jascha Borrey (Autor:in), 2021, Wirkt Rechtspopulismus ansteckend?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1287096
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Leseprobe aus  29  Seiten
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