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Pathologisches Lieben im Monolog Isoldes in Gottfrieds von Straßburg "Tristan und Isolde"

Title: Pathologisches Lieben im Monolog Isoldes in Gottfrieds von Straßburg "Tristan und Isolde"

Academic Paper , 2022 , 25 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Die hier vorliegende Seminararbeit widmet sich der Thematik des pathologischen Liebens im Monolog Isoldes. Dafür wird Isoldes Monolog (V.18467-18600) in Gottfrieds von Straßburg „Tristan und Isolde“ untersucht.

Laut Anna Keck sei die zentrale Thematik des Tristanromans das Scheitern eines Helden an einer Liebe und der Tristanroman eine Konfirmation der Liebeskonzeption des Artusromans ex negativo.1 In Isoldes Monolog verkörpert die Liebe eine existenziell entscheidende Macht, welcher Isolde und Tristan gnadenlos unterlegen und ausgeliefert sind. Während des Monologs beschreibt Isolde ihre Todessehnsucht, nachdem sie von Tristan zurückgelassen wurde. Der „Unitas-Gedanke“, der im Monolog Erwähnung findet, verdeutlicht die gegenseitige Dependenz. Die Minne wird zur Krankheit, welche Isoldes verzweifelte Suizidgedanken vorantreibt.

Dementsprechend wird die Arbeit folgendermaßen untergegliedert sein: Zuallererst wird eine sprachliche Analyse eines mittelhochdeutschen Textausschnittes stattfinden. Dann soll eine Analyse von formal-strukturellen sowie stilistisch-rhetorischen Gegebenheiten des Textauszuges anhand der Kapitel 2.1 „Narration und Figurenrede: Erzählen über das innere Sterben“, 2.2 „Das Leiden der Physis und Psyche: Das Selbstgespräch als „Darstellung der Liebe als Pathologie“, 2.3 „Die expressive Wiedergabe der Todesgedanken durch rhetorische Stilmittel“ und schließlich durch 2.4 „Intertextuelle Bezüge: Die Klage der Dido als Monolog“ erfolgen. Im Zuge dessen geschieht eine werkimmanente/textimmanente Interpretation beziehungsweise Analyse als methodische Untersuchung nach formalen, sprachlichen und inhaltlichen Aspekten. Das Verfahren ereignet sich linear- und aspektorientiert. Die lineare Analyse orientiert sich nah am vorliegenden Textausschnitt, wobei die aspektorientierte Analyse die Textpassagen anhand bestimmter spezifischer Aspekte untersucht. Die Vorgehensweise ist hierbei kritisch-hermeneutisch, da innerhalb der Analyse eigenständige Vermutungen angestellt werden. Am Schluss sollen im Fazit die Erkenntnisse, vor allem betreffend der intertextuellen Bezüge zwischen Didos und Isoldes Monolog, zusammengetragen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Sprachliche Analyse eines mittelhochdeutschen Textes

2 Textimmanente Analyse: Isoldes Monolog (18467-18600)

2.1 Narration und Figurenrede: Erzählen über das innere Sterben

2.2 Das Leiden der Physis und Psyche: Das Selbstgespräch als „Darstellung der Liebe als Pathologie“

2.3 Die expressive Wiedergabe der Todesgedanken durch rhetorische Stilmittel

2.4 Intertextuelle Bezüge: Die Klage der Dido

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Darstellung pathologischer Liebe in Isoldes Monolog aus Gottfrieds von Straßburg „Tristan und Isolde“. Ziel ist es, unter Einbeziehung einer werkimmanenten Analyse sowie intertextueller Bezüge zur Klage der Dido aufzuzeigen, wie Liebe als existenzielle Bedrohung und krankhafte Abhängigkeit in der mittelalterlichen Literatur inszeniert wird.

  • Sprachliche und stilistische Analyse eines mittelhochdeutschen Textauszuges
  • Untersuchung von Erzählstruktur, Metaphorik und rhetorischen Figuren
  • Psychologische Deutung der „Minnekrankheit“ und Suizidalität
  • Intertextueller Vergleich zwischen den Monologen von Isolde und Dido
  • Analyse der narrativen Zeitbestimmung und Fokalisierung

Auszug aus dem Buch

Zusammenfassung der syntaktischen Struktur des gewählten Gesamttextes

Die Textstelle besteht vorwiegend aus Parataxen. Die beiden Nebensätze wurden durch subordinierende Konjunktionen eingeleitet.

ich var dort mit Tristande 18540

und sitze hie bî Marke.

und criegent an mir starke

beidiu tôt unde leben;

mit disen zwein ist mir vergeben.

ich stürbe gerne, möhte ich; 18545

nûne lâzet er mich.

an dem mîn leben behalten ist.

nune mag ich ouch ze dirre vrist

weder mir noch ime geleben wol,

sît daz ich âne in leben sol. 18550

er lât mich hie und vert er hin

und weiz wol, daz ich âne in bin

reht innerthalp des herzen tôt.

Weiz got diz rede ich âne nôt;

gekiesen durh die lüfte.

Kapitelzusammenfassungen

Einleitung: Die Einleitung widmet sich der Thematik des pathologischen Liebens im Monolog Isoldes und legt die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.

1 Sprachliche Analyse eines mittelhochdeutschen Textes: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte linguistische Untersuchung der gewählten Verszeilen inklusive der Bestimmung von Wortarten und Verbalformen.

2 Textimmanente Analyse: Isoldes Monolog (18467-18600): Es erfolgt eine werkimmanente Analyse unter hermeneutischen Gesichtspunkten mit Fokus auf Erzähltheorie und Sprachgestaltung.

2.1 Narration und Figurenrede: Erzählen über das innere Sterben: Untersuchung der Erzählsituation, Fokalisierung und der narrativen Zeitbestimmung im Text.

2.2 Das Leiden der Physis und Psyche: Das Selbstgespräch als „Darstellung der Liebe als Pathologie“: Analyse des Monologs vor dem Hintergrund psychischer und physischer Extremsituationen sowie der „Minnekrankheit“.

2.3 Die expressive Wiedergabe der Todesgedanken durch rhetorische Stilmittel: Aufarbeitung der verwendeten rhetorischen Figuren wie Oxymoron, Personifikation und Hyperbaton zur Darstellung der Seelenkonflikte.

2.4 Intertextuelle Bezüge: Die Klage der Dido: Vergleich zwischen Isoldes Monolog und der Klage der Dido zur Verdeutlichung literarischer Traditionslinien und unterschiedlicher Liebeskonzeptionen.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die bewusste Gestaltung Gottfrieds als „poeta doctus“ im Hinblick auf antike und mittelalterliche Vorbilder.

Schlüsselwörter

Gottfried von Straßburg, Tristan und Isolde, Isoldes Monolog, Mittelhochdeutsch, Minnekrankheit, Pathologische Liebe, Intertextualität, Klage der Dido, Narratologie, Rhetorik, Suizidalität, Existenzielle Abhängigkeit, Sprachanalyse, Poeta doctus, Liebesgespräch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Monolog Isoldes in Gottfrieds von Straßburg Tristan-Roman hinsichtlich der Darstellung von Liebe als pathologisches Phänomen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die poetologische Gestaltung des Monologs, die sprachliche Analyse ausgewählter Verse, die psychologische Deutung der Minnekrankheit sowie intertextuelle Vergleiche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das subjektive Leid der Protagonistin durch sprachliche Mittel und formale Techniken als existenzielle Krise und pathologisches Phänomen greifbar gemacht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor wendet eine kritisch-hermeneutische sowie eine werkimmanente Methode an, die linear- und aspektorientiert vorgeht.

Was beinhaltet der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine linguistische Analyse, eine narratologische Untersuchung der Zeit- und Erzählstruktur sowie eine stilistische Analyse rhetorischer Figuren.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Zentrale Begriffe sind neben den literarischen Werken vor allem Minnekrankheit, Intertextualität, Narratologie und der Begriff des Poeta doctus.

Wie unterscheidet sich Isoldes Liebe von der Didos?

Während Isolde eine erwiderte und wechselseitige Liebe erfährt, die an äußeren Umständen scheitert, leidet Dido in den antiken Vorlagen primär unter einer einseitigen, unerwiderten Leidenschaft.

Welche Rolle spielt die Zeitform in den untersuchten Monologen?

Die temporale Analyse zeigt, dass Gottfried für Isoldes Monolog Gegenwartsformen und das Futur wählt, um ihre Überzeugung einer gemeinsamen (wenn auch tödlichen) Zukunft zu unterstreichen, während Didos Klage oft in der Vergangenheit verhaftet bleibt.

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Details

Title
Pathologisches Lieben im Monolog Isoldes in Gottfrieds von Straßburg "Tristan und Isolde"
College
University of Salzburg
Grade
3,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
25
Catalog Number
V1286710
ISBN (eBook)
9783346743756
ISBN (Book)
9783346743763
Language
German
Tags
pathologisches lieben monolog isoldes gottfrieds straßburg tristan isolde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Pathologisches Lieben im Monolog Isoldes in Gottfrieds von Straßburg "Tristan und Isolde", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1286710
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