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Wirtschaftsethik - Moral in der Marktwirtschaft?

Titel: Wirtschaftsethik - Moral in der Marktwirtschaft?

Hausarbeit , 2008 , 22 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat sich die Bearbeitung des Themas Wirtschaftsethik zur Aufgabe gesetzt. Der gängigen Auffassung zufolge seien moderne Gesellschaften schon von sich aus von der Differenz von Ökonomie und Ethik bestimmt (vgl. Wieland 1993), was nicht zu-letzt an der von Max Weber beschriebenen zweckrationalen Vernunft des modernen Menschen liege, welche die Vernunft leitenden wertrationalen und traditionalen Prinzipien der Vormoderne abgelöst habe (Weber 1920:673).
Fast jeder zweite Mensch auf der Erde hat täglich weniger als 2 US-Dollar zur Verfügung, was von der Weltbank als Armutsgrenze für die Industrienationen definiert wird (Altvater 2007a:188). Gleichzeitig konstatieren empirische Daten, dass circa 5% der Menschheit soviel Vermögen besitzt wie der Rest der Weltbevölkerung zusammen (Demirovic 2004:7). Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer weiter geöffnet, wobei sich Ungleichheitsunterschiede von Macht und Geld sowie Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Arbeitskraft und Ka-pital nicht mehr national, sondern durch die wirtschaftliche Transnationalisierung im internationalen Gefälle auf erhöhter Stufe neu reproduzieren. Die weltweiten Wirtschaftsverflechtungen (allgemein unter dem Schlagwort „Globalisierung“ bekannt), ohne gleichzeitiger politi-scher Mitspracherechte in einem transnationalen Diskurs, sind dem-nach wohl eher durch den sozialwissenschaftlichen Begriff der „Glokalisierung“ zu definieren (Altvater 2007b:163).
Hatten sich in der klassischen Wirtschaftstheorie von Smith und Ricardo die Analysen vor allem noch auf die jeweilige nationale Situation beschränkt, ist die Analyse demnach heutzutage global vorzunehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Begriffsklärung:

3.1. Der Begriff der Ethik

3.2. Der Begriff des Wirtschaftens und des Marktes

4. Ethik in der Marktwirtschaft?

4.1. Die Totalität kapitalistischer Entwicklung

4.2. Instrumentelle Vernunft und die zweite Natur

4.2.1. Instrumentelle Marktrationalität

4.2.2. Zweite Natur und verdinglichtes Denken

5. Moralisierung der Wirtschaftsordnung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das kritische Verhältnis zwischen Wirtschaftssystem und Ethik, mit dem Ziel, die Möglichkeiten einer progressiven Moralisierung der Wirtschaftsordnung durch basisdemokratische Partizipation aus der Perspektive der Kritischen Theorie zu erörtern.

  • Kritik an der Trennung von Ökonomie und Ethik in der klassischen Wirtschaftstheorie
  • Analyse der instrumentellen Vernunft und ihrer Auswirkungen auf das menschliche Bewusstsein
  • Die Rolle der Kulturindustrie und der Warenform in modernen Gesellschaften
  • Diskussion theoretischer Ansätze zur Wirtschaftsethik (Habermas, Ulrich, Homann)
  • Notwendigkeit basisdemokratischer Strukturen zur Demokratisierung des Wirtschaftsprozesses

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Totalität kapitalistischer Entwicklung

Der Sinn marktwirtschaftlichen Verhaltens liegt in der Erfüllung des Geldüberschusses über das vorgeschossene Kapital (Altvater 2007:164f.). Wenn Quantität in Qualität umschlägt, ändert sich die jeweilige historische Daseinsform des Objekts. Auf den Kapitalismus übertragen ändert sich seine Form in der Geschichte durch die In-Wertsetzung weiterer Wirtschaftssektoren. Das Wesen der marktwirtschaftlichen Produktionsweise liegt also darin, dass es nicht auf die Produktion von Gebrauchswerten, sondern vorrangig auf die von Tauschwerten abzielt, d.h. alles in auf dem Markt tauschbare Ware verwandelt, in der Kommodifizierung (Vogt 1977:194). Das Problem ist nun, dass, normativ gesehen, „die einfache Warenzirkulation (…) zum Mittel für einen außerhalb der Zirkulation liegenden Endzweck, die Aneignung von Gebrauchswerten, die Befriedigung von Bedürfnissen [liegen sollte]. Die Zirkulation des Geldes als Kapital ist dagegen Selbstzweck, denn die Verwertung des Wertes existiert nur innerhalb dieser stets erneuerten Bewegung“ (Marx 1957:116).

Adorno analysiert scharf, wenn auch in aphoristischer unanalytischer Form, das Charakteristikum des sich ausbildenden Spätkapitalismus der 40er Jahre. Das spezifisch Neue sei, dass alle Gesellschaftsbereiche der Totalität des kapitalistischen Marktes unterworfen werden (Adorno 1997b:157). Zielte nach der ersten industriellen Revolution im 19. Jh. die maschinelle Massenfertigung noch auf Güter wie Eisenbahnen, Maschinen und Textilien ab (Fülberth 2005:149), war das spezifisch Neue, nach der im Zuge der Fließbandproduktion des Fordismus durchgesetzten zweiten industriellen Revolution, die maschinell erstellte Produktion von immateriellen Gütern der Kultur-, Nahrungsmittel- und Autoindustrie (Fülberth 2005:207f.). Immer neue Bereiche der Gesellschaft wurden somit in die Produktion und Reproduktion der Warenwirtschaft integriert.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Vereinbarkeit von Wirtschaftsethik und kapitalistischer Dynamik vor und begründet die Notwendigkeit einer soziologisch-philosophischen Herangehensweise.

3. Begriffsklärung:: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe "Ethik" sowie "Wirtschaften und Markt" definiert, wobei eine dialektische Erkenntnistheorie als methodische Grundlage dient.

4. Ethik in der Marktwirtschaft?: Das Kapitel analysiert die Totalität der kapitalistischen Entwicklung und die Mechanismen der instrumentellen Vernunft, die ein ethisches Handeln innerhalb des aktuellen Marktsystems erschweren.

5. Moralisierung der Wirtschaftsordnung: Das abschließende Kapitel diskutiert Lösungsansätze für eine progressive Moralisierung, indem es bestehende wirtschaftsethische Konzepte kritisiert und die Bedeutung basisdemokratischer Organisation betont.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsethik, Marktwirtschaft, Kapitalismus, Kritische Theorie, instrumentelle Vernunft, Warenform, Kommodifizierung, basisdemokratische Partizipation, Dialektik, Verdinglichung, soziale Gerechtigkeit, Emanzipation, Habermas, Adorno, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Verhältnisses von Wirtschaften und Ethik in modernen, kapitalistisch geprägten Gesellschaften.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen des kapitalistischen Marktes auf das Bewusstsein der Subjekte, die instrumentelle Vernunft und die Möglichkeiten zur Demokratisierung ökonomischer Prozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine wirkliche, progressive Moralisierung der Wirtschaft jenseits reiner Kaufentscheidungen durch basisdemokratische Mitbestimmung erreicht werden könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen dialektischen Ansatz, der sich an der Kritischen Theorie (u.a. Adorno, Horkheimer, Habermas) orientiert, um verfestigte ökonomische Denkstrukturen zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der begrifflichen Klärung von Ethik und Markt, der Analyse der Totalität der kapitalistischen Entwicklung sowie einer kritischen Diskussion etablierter wirtschaftsethischer Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie instrumentelle Vernunft, Verdinglichung, basisdemokratische Partizipation und die dialektische Beziehung zwischen Ökonomie und Ethik geprägt.

Inwiefern beeinflusst die Kulturindustrie laut dem Autor das Konsumverhalten?

Die Kulturindustrie trägt zur Standardisierung der Bedürfnisse bei und manipuliert Konsumenten, indem sie die Warenförmigkeit der Produkte als alternativlos darstellt.

Warum hält der Autor die Konzepte von Homann und Ulrich für unzureichend?

Der Autor kritisiert, dass beide Ansätze im Rahmen des bestehenden, auf Wettbewerb basierenden Systems verbleiben und die strukturelle Ungleichheit der ökonomischen Machtverhältnisse nicht ausreichend adressieren.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirtschaftsethik - Moral in der Marktwirtschaft?
Hochschule
Universität Münster
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
22
Katalognummer
V128553
ISBN (eBook)
9783640335718
ISBN (Buch)
9783640335923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsethik Moral Marktwirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2008, Wirtschaftsethik - Moral in der Marktwirtschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/128553
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Leseprobe aus  22  Seiten
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