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Die römische Besatzung des rechtsrheinischen Germaniens in augusteischer Zeit

Besatzungspolitik und Scheitern

Title: Die römische Besatzung des rechtsrheinischen Germaniens in augusteischer Zeit

Seminar Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Matthias Toplak (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Eroberungspolitik Roms im rechtsrheinischen Germanien im zeitlichen Kontext der augusteischen Herrschaft.
Die wesentlichen Fragestellungen sind dabei die verfolgte Politik und ihre politisch-militärischen Zielsetzungen sowie die Frage nach den Gründen für das Scheitern einer Provinzialisierung Germaniens. Dabei werden die beiden wohl maßgeblichen Faktoren, Geographie und personelles Fehlverhalten, angeführt und die jeweiligen Umstände kurz mit Gallien verglichen, um die aufgetretenen Schwierigkeiten darzustellen.
Zur Hinführung wird in einem kurzen Abriss der Ablauf der Okkupationsbemühungen von 16 v. Chr. bis hin zur Varusschlacht 9 n. Chr. dargestellt sowie die übliche römische Vorgehensweise zur Befriedung und Unterwerfung einer Provinz. Im darauffolgenden Kapitel wird dann die spezielle Vorgehensweise im Falle Germaniens betrachtet werden, um dann darauf aufbauend die Gründe für das Scheitern der römischen Herrschaft, auch im Hinblick auf die kurz behandelte Varusniederlage, zu untersuchen. Abschließend wird das Ende der römischen Eroberungspolitik unter Tiberius bearbeitet.
Gerade über die Varusschlacht ist genauso viel spekuliert wie veröffentlicht worden und besonders im Kontext der Mengen an Literatur über die diskutierten Schlachtfelder wurde auch über Politik und Ablauf der Besatzung sowie die Gründe für das Fehlschlagen der römischen Pläne geschrieben. Durch die neuen Ergebnisse der Ausgrabungen bei Kalkriese und nicht zuletzt das diesjährige Jubiläum von 2000 Jahren 'Varusschlacht' sind zudem eine stetig steigende Anzahl aktueller Veröffentlichungen erhältlich, welche die Thematik auf dem neuesten Forschungsstand bearbeiten.
Insgesamt handelt es sich bei dem Scheitern der Provinzialisierung des rechtsrheinischen Germaniens um eine aufsehenerregende Situation, da das römische Reich hier zum ersten Mal nicht mit den bewährten Mitteln die eigene Macht durchsetzen konnte und trotz mehr als 30jähriger Intervention und Feldzügen letztendlich scheiterte. Über die Folgen, die diese misslungene Romanisierung eventuell auch für die heutige Zeit hatte, wurde bereits mehr als notwendig spekuliert, auch wenn gerade die Aufarbeitung dieser Diskussionen ein interessanter Forschungsansatz für die Neuere Geschichte wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Die Besatzungspolitik

1.1 Überblick über die römische Intervention in Germanien

1.2 Gründe und Ziele der Eroberungspolitik

1.3 Römische Besatzungspolitik

1.4 Militärische Vorgehensweise

2. Das Scheitern der römischen Eroberung

2.1 Geographische Faktoren

2.2 Personelle Faktoren

2.3 Die Varusschlacht

3. Abzug und Schadensbegrenzung

3.1 Folgen der gescheiterten Germanienpolitik

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die römische Eroberungspolitik im rechtsrheinischen Germanien unter Augustus und analysiert die Ursachen für das Scheitern der Provinzialisierungsbestrebungen.

  • Politische und militärische Zielsetzungen Roms im augusteischen Zeitalter
  • Die Rolle geographischer Gegebenheiten als Hindernis für die Expansion
  • Einfluss des personellen Fehlverhaltens, insbesondere durch Publius Quinctilius Varus
  • Die strategische Bedeutung und die Folgen der Varusschlacht
  • Der römische Rückzug und die Schadensbegrenzung unter Tiberius

Auszug aus dem Buch

2.1 Geographische Faktoren

„Der deutsche Urwald hat die Deutschen vor dem Schicksal der Gallier bewahrt“27, schrieb Friedrich Koepp 1905. Abgesehen von der Gleichsetzung der Germanen mit den heutigen Deutschen gibt dieses Zitat doch zumindest einen Teilaspekt für das Scheitern der römischen Okkupation wieder. Im Gegensatz zum weitaus offeneren Gallien war der Großteil Germaniens zur römischen Kaiserzeit mit unwirtlichen Urwäldern bedeckt, ausgedehnte Moore und das Fehlen befestigter Wege machten einen militärischen Vorstoß mit Tross zwar nicht unmöglich, aber zu einem Risiko.

Die geographischen Formationen wie Senken, Moore und Wälder, die nur über kleine Pfade oder Knüppeldämme und Bohlenwege zu durchqueren waren, verhinderten die übliche römische Marschformation28 und führten zu weit auseinandergezogenen Marschkolonnen, die das Heer angreifbar machten und zur Niederlage in der Varusschlacht führten. Ein Versorgungstross war jedoch für längere militärische Aktionen unumgänglich, denn anders als in Gallien war es in Germanien aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht möglich, das Heer aus dem Land zu versorgen29.

Um das Problem der langen Kommunikations- und Nachschubwege zu lösen, wurden entlang der Lippe feste Lager wie Holsterhausen, Haltern, Oberaden, Beckinghausen und Anreppen gegründet, die nicht als ‚Unterwerfungsmittel’30 gedacht waren. Die vom Rhein nach Osten reichenden Flüsse Lippe, Ruhr und Main waren die einzigen Kommunikationswege, auf denen das große römische Heer sicher bis ins Innere Germaniens gelangen konnte. Die Lager Vetera I und Mogontaicum an den Mündungen von Lippe und Main sollten dabei als Ausgangspunkte für militärische Aktionen über die Flüsse fungieren31. Jedoch war es schwierig, ein solchermaßen undurchdringliches Gebiet über starre Einfallswege zu erobern, so dass das römische Heer über Lippe und Main zwar tief nach Germanien vorstoßen konnte, von dort aber nicht die Möglichkeit hatte, die abseits der Flüsse siedelnden Stämme zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Besatzungspolitik: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der römischen Expansionsbemühungen unter Augustus und beleuchtet die strategischen sowie militärischen Beweggründe für die Intervention in Germanien.

2. Das Scheitern der römischen Eroberung: Hier werden die geographischen und personellen Faktoren analysiert, die in Kombination mit der Varusschlacht zum Scheitern der römischen Bestrebungen in Germanien führten.

3. Abzug und Schadensbegrenzung: Dieses Kapitel thematisiert die unmittelbaren militärischen Reaktionen nach der Niederlage und den späteren Rückzug bzw. den Verzicht auf eine dauerhafte Provinzialisierung.

4. Schlussbetrachtung: Die abschließende Betrachtung fasst die Ursachen für das römische Scheitern zusammen und reflektiert über die propagandistische Bewältigung dieses Rückschlags im Imperium.

Schlüsselwörter

Augustus, Germanien, Varusschlacht, Besatzungspolitik, Römische Geschichte, Antike, Okkupation, Provinzialisierung, Publius Quinctilius Varus, Arminius, Imperium Romanum, Geographische Faktoren, Militärstrategie, Romanisierung, Tiberius

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die römische Eroberungspolitik in Germanien während der Zeit des Kaisers Augustus und untersucht, warum diese Bemühungen letztlich scheiterten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die strategischen Ziele Roms, die Hindernisse durch die Geographie und Infrastruktur sowie die Auswirkungen der Varusschlacht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern der Provinzialisierung Germaniens durch eine Verknüpfung von geographischen, personellen und historischen Faktoren zu erklären.

Welche methodische Herangehensweise wird in der Arbeit gewählt?

Es handelt sich um eine historische Hausarbeit, die auf einer Literatur- und Quellenanalyse der augusteischen Germanienpolitik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Besatzungspolitik, das Scheitern durch geographische Gegebenheiten und persönliches Fehlverhalten sowie den Verlauf und die Konsequenzen der Varusschlacht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind Augustus, Germanien, Varusschlacht, Besatzungspolitik, Antike und römische Expansion.

Welche Rolle spielte Publius Quinctilius Varus beim Scheitern der Eroberung?

Der Autor führt das Scheitern teilweise auf das rigide und falsche Vorgehen von Varus zurück, der die Germanen wie bereits unterworfene Untertanen behandelte und so aktiven Widerstand provozierte.

Warum war das Gelände in Germanien ein so großer Nachteil für die Römer?

Im Gegensatz zum offeneren Gallien verhinderten die unwegsamen Urwälder, Moore und das Fehlen von befestigten Wegen die gewohnte römische Marschformation, was das Heer verwundbar machte.

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Details

Title
Die römische Besatzung des rechtsrheinischen Germaniens in augusteischer Zeit
Subtitle
Besatzungspolitik und Scheitern
College
University of Cologne  (Institut für Altertumskunde)
Grade
1,7
Author
Matthias Toplak (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V127527
ISBN (Book)
9783640344154
ISBN (eBook)
9783640344284
Language
German
Tags
Besatzung Germaniens Zeit Besatzungspolitik Scheitern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Toplak (Author), 2006, Die römische Besatzung des rechtsrheinischen Germaniens in augusteischer Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/127527
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